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EJ9.Freak

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19.09.2011, 20:55

Buddhismus vs. Christentum

Hallo!

Habe aus Interesse mal einen "Vergleich" zwischen Buddhismus und Christentum gesucht.

(Quelle: www.glaube.de (Layout modifiziert))

(Erklärung: B = Buddhismus C = Christentum)

1.) Die Entstehung

B: An dem Ort, an dem Buddha geboren wurde, war die Gesellschaft zu diesem Zeitpunkt wie auch heute vom Hinduismus geprägt.
Buddha übernahm später einen Teil dieser Lehre, so zum Beispiel die Wiedergeburtslehre.
(Allerdings schwebte Buddha ein ganz anderer Weg zur Erlösung aus dem Wiedergeburtenkreis vor.)
Er wollten den Hinduismus reformieren, was aber dann zu Abspaltungen geführt hat.

C: Jesus wuchs in einer jüdisch geprägten Gesellschaft auf.
Damals lagen verschiedene Gruppierungen (Pharisäer und Sadduzäer) im Streit über das heutige Alte Testament, das Teil der Bibel geworden ist.
Auch er hat also seine Lehre auf Teile seiner Umgebung aufgebaut.
Genauso wie beim Buddhismus war es auch da üblich, dass Wanderlehrer (auch: Rabbi) im Land umher zogen und ihre Lehre verkündeten.
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B: Der Buddhismus wurde von Buddha gegründet, der eigentlich Siddhatta Gautama Shakyamuni hieß.
Geboren 563 v.Chr. (± 5-9 Jahre) in Indien wuchs er in einer Familie des Oberhauses auf.
Seine Mutter jedoch verlor er zwei Tage nach seiner Geburt, was Anlass zu Spekulationen bietet, warum seine Religion so lieblos ist.
Als Sohn einer Adelsfamilie wird er wohl keine materiellen Entbehrungen gelitten haben.
Mit 16 Jahren heiratete er - ganz normal zu damaligen Verhältnissen - blieb aber in dem Palast seines Vaters.

C: Jesus wurde 5 v.Chr. (± 5 Jahre) in Israel in eine "normale" Familie geboren, jedoch hatte er, genauso wie Buddha,
ein Erbe anzutreten.
Sein Vater war Zimmermann, also wurde von ihm erwartet, dass auch er später Zimmermann werden würde.
Das einzige, was über seine Kindheit geschrieben steht, ist, dass er mit 12 Jahren mit seinen Eltern zum Passahfest gegangen ist.
Interessant ist, dass Jesus sich zu diesem Zeitpunkt seiner Berufung schon bewusst war.
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B: Im Alter von 29 Jahren verließ Buddha das Haus seines Vaters. Grund dafür waren die vorhergegangen vier Ausfahrten,
Auslöser vermutlich die Geburt seines ersten Sohnes.
6 Jahre verbrachte er in der Einsamkeit, danach merkte er, dass derart strenges Asketentum, wie er es betrieb, nicht zum Ziel führte,
und gab die Selbstkasteiungen auf.
Die Suche war aber noch nicht vorüber: kurze Zeit später erlangte Buddha, unter einem Baum meditierend, die Erleuchtung, die ihn zum Buddha machte.
Das war der Beginn der nun schon 2500 Jahre andauernde Religion, oder, wie es ein Buddhist ausdrücken würde, "das Rad der Lehre war in Bewegung gesetzt".

C: 29 n. Chr. begann Jesus bekannt zu werden. Etwa zu dieser Zeit taufte Johannes der Täufer große Menschenmengen.
Unter ihnen auch Jesus.
Bei der Taufe Jesu geschah jedoch etwas besonderes: eine Taube kam herab und man konnte eine Stimme hören, die seine Gottessohnschaft bestätigte.
Nachdem er getauft war, war er 40 Tage in der Wüste, also ebenfalls in der Einsamkeit.
Das Entscheidende dieses Erlebnisses war der Sieg über seinen Gegner, dem Teufel.
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B: Mit dem Glauben, die Wahrheit erkannt zu haben, zieht Buddha los und versucht, den anderen von seiner Wahrheit zu überzeugen,
von der er selber sagt, sie sei schwierig zu verstehen.
Er geht zunächst zu seinen ehemaligen Bewunderer des strengen Asketentums und hält seine erste Predigt, die Predigt von Benares.
Später lehrt er auch des öfteren bei Personen des Oberhauses, also Könige, Fürsten,...
Grund dafür könnte einerseits sein, dass er selber im Oberhaus aufgewachsen ist, andererseits aber auch,
dass er die Wahrheit für so schwer verständlich hielt.

C: Auch Jesus kehrt zunächst zu seinem Bekanntenkreis in seinem Heimatort zurück,
um dort "das Evangelium zu verkünden"(also predigen).
Als er dort aber sogar vertrieben wurde ging dorthin, wo man ihn nicht von früher kannte.
Die Personengruppe, die Jesus anpeilt, ist im Vergleich zu Buddha eher das normale Volk.
(Allerdings kann man nicht sagen, Jesus hätte nur der Unterschicht gepredigt; er ging immer wieder in Synagogen, um den Pharisäern zu zeigen,
dass er der Christus ist, stieß dort aber immer wieder auf Widerstand.)
Die Ursache war wohl die Liebe zu den Menschen.
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B: Buddha stirbt im Alter von 80 Jahren, umringt von seinen Anhängern, in jener liegender Haltung,
die neben dem meditierenden Buddha als Statue berühmt geworden ist.
Auf die Frage nach Nachfolgern antwortete Buddha immer, sie sollen an der Lehre festhalten.
Folglich gab es nach dem Tod Verwirrungen, was denn jetzt aus den Gläubigen werden würde.
Auch war man sich nicht einig, welche Art der Bestattung sie vornehmen sollen.
Viel mehr schockierend als verwirrend war der Tod jedoch, war man doch so auf die Nachfolge eines Menschen fixiert, der nicht mehr lebte.
Doch man fährt fort, umherzuziehen und seine Lehre zu verbreiten.

C: Jesus stirbt schon viel früher, nur einige Jahre nach seiner Berufung.
Der Tod Jesu war jedoch mehr als nur das Ende physischen Anwesenheit Jesu, sondern hat im Christentum eine zentrale Bedeutung.
Auch die Jünger von Jesus waren schockiert, als ihr Meister tot war. Auch sie wussten nicht, wie es mit ihnen weitergehen sollte.
Doch da hatten sie noch eine Begegnung mit dem wiederauferstandenen Jesus, der sie anwies, in Jerusalem zu warten, bis etwas geschehen würde.
Als es soweit war, gingen sie mit Begeisterung in die Welt hinaus, um das Wirken Jesu fortzusetzen.
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Man kann zusammenfassend sagen, dass man durchaus Parallelen zwischen Buddha und Jesus ziehen kann, aber doch Unterschiede bestehen.
Eine Gemeinsamkeit führt zum nächsten Kapitel: Sowohl Jesus als auch Buddha waren konsequent in dem, was sie sagten.
Sie lehrten nicht nur über etwas, sondern lebten ihre Lehre.
Wir werden für dumm verkauft und von dem Erlös werden wir verarscht...

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2

19.09.2011, 20:55

2.) Die Lehre

Verbindliche Schriften:

B: Noch im Todesjahr Buddhas wurde ein Konzil einberufen, in dem sich führende Leiter des Buddhismus trafen,
um sich auf eine Lehre zu einigen.
Acht Monate dauerte er, aber man hielt die Ergebnisse nicht schriftlich fest, sondern lernte sie auswendig.
Die ersten schriftlichen Fundstücke sind auf 20 v.Chr. datiert - also mehr als 500 Jahre später!
Dies könnte ein Grund sein, warum der Buddhismus in so vielen einander konträr gegenüberstehenden Facetten existiert.
Eine der wenigen Überlieferungen, die für alle Buddhisten gelten, sind die vier edlen Wahrheiten.

Das erste, was bei Betrachtung dervier edlen Wahrheiten auffällt, ist die extrem negative Sichtweise gegenüber dem Leben.
Alles ist Leiden, selbst schöne Sachen, da diese vergänglich sind.
Somit ist der einzige Ausweg aus diesem Leiden der Tod der Sinneseindrücke und der Leidenschaften.

C: Im Christentum hat man sich 367 n. Chr. geeinigt, welche Schriften zum neutestamentlichen Kanon gerechnet werden,
und damit als verbindlich angesehen werden.
Entstanden sind diese Dokumente jedoch schon ab 65 n.Chr. (Markus-Evangelium).
Hinzu übernahm man das Alte Testament aus dem Judentum.
Im Laufe der Zeit versuchten weltliche Herrscher oft , die Bibel, also Neues und Altes Testament, so umzudeuten oder zu verändern,
dass ihre Ideologie gerechtfertigt wird (siehe Kreuzzug, Hitlerregime), weil sie merkten, welche Macht dieses Buch über die Menschen hat.
Eigentlich jedoch hat sich die Bibel als Grundlage des Christentums 2000 Jahre nicht geändert.

Die Kernaussage der Bibel ist die, dass Gott die Menschen so sehr liebt, dass er Jesus gesandt hat, für unsere Sünden am Kreuz zu sterben.
Sie ist also nicht lieblos, wie man vom Buddhismus behaupten könnte, sondern geradezu basierend auf Liebe.
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Nach dem Tod:

B: Der Buddhismus ist der Meinung, dass man nach dem Tode wieder auf der Erde geboren wird ("samsara").
Als was, bestimmt das Karma, also die guten und schlechten Taten des vorherigen Lebens.
Man wird aber nicht unbedingt als Mensch wiedergeboren; bei einem schlechten Karma ist auch die Wiedergeburt als Tier oder sogar als Pflanze möglich.
Bei gutem Karma wird man als Königssohn oder sogar als Gott wiedergeboren.
Alle diese Wiedergeburtsformen sind jedoch vergänglich; man lebt solange als dieses Wesen, bis das Karma "abgearbeitet" ist.
Auf die Frage,was wiedergeboren wird, kann der Buddhismus allerdings keine Antwort geben, da dort keine Seele, kein Ich existiert,
sondern nur Sinneseindrücke, die das Ich vortäuschen.

C: Bei der Frage, was nach dem Tod kommt, sind sich die verschiedenen Strömungen des Christentums nicht ganz einig,
da die Bibel zu diesem Thema nur wenig eindeutige Informationen liefert.
Selbstverständlich ist jedoch, dass nach dem Tod kein irdisches Leben mehr folgen wird.
Gemeinsam ist auch, dass (zu einem Zeitpunkt, den wir nicht vorhersehen können) der Tag kommen wird, an dem sich entscheiden wird,
wer in den Himmel und wer in die Hölle kommt.
Die Seele des Menschen legt bei seinem irdischem Tode seinen Körper ab und bekommt einen neuen und unverweslichen Körper.
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Die Erlösung:

B: Da alles Leiden ist, bedeutet Erlösung nichts anderes als "das Ende des Leidens".
Symbolisch wird dieser Vorgang als "eingehen in das Nirwana" beschrieben, was bedeutet, dass man nicht mehr wiedergeboren wird.
Das Nirwana ist also kein Ort, sondern ein "Nichts", da dort das ICH zerstört wird.

Der Grund für die Wiedergeburt ist folgender:
"Es ist dieser Durst, der zur Wiedergeburt führt, verbunden mit Vergnügen und Lust, an dem und jenem sich befriedigend,
nämlich der Liebestrieb, der Selbsterhaltungstrieb, die Sucht nach Reichtum." (aus den vier edlen Wahrheiten)

Erreicht wird das Nirwana zu dem Zeitpunkt der Erleuchtung. Diese wird durch intensives Meditieren (vier Versenkungsstufen) hervorgerufen.
Voraussetzung ist jedoch ein gutes Karma, was wiederherum nur durch Befolgen der Regeln und durch gute Taten erreicht werden kann.
Die Erlösung wird durch eigene Anstrengung hervorgerufen, ist also der "Lohn" für die Anstrengungen.

C: Erlösung im Christentum bedeutet nicht nur losgelöst zu sein vom irdischen Leben.
Sondern "ein ewiges Leben zu haben" und "bei Gott zu sein", also in den Himmel zu kommen.

Das, was uns von Gott trennt, sind unsere Sünden, die, seit dem Sündenfall, alle Menschen begangen haben.

Nach christlichem Sinne kann die Erlösung nicht mit guten Werken erreicht werden.
Sondern allein durch den Glauben an das stellvertretende Sühneopfer Jesu Christi.
Erlösung ist ein unverdientes Geschenk, da es nicht an unseren Taten liegt, dass Jesus auf die Erde kam, sondern an seiner Liebe.
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Die Gottesvorstellung:

B: Es gibt im Buddhismus viele Götter, wobei man den Begriff "Gott" differenzieren muss.
Zuerst sind da die Buddhas, also die Erleuchteten, die bereits gestorben sind.
Zusätzlich werden die "Bodhisattvas" und, besonders im chinesisch-japanischen Buddhismus, die "Arhat" wie Götter verehrt.
Diese Götter haben zwar übermenschliche Fähigkeiten, jedoch müssen sie erst die Wahrheit erkennen, wofür sie auf die Menschen angewiesen sind.
Andererseits gibt es auch keine Götter in unserem Sinne, da die Hilfe der Götter ja nur eine Konsequenz vorhergegangener Taten ist.
Diese Kausalkette wird auf alle Bereiche des Lebens ausgedehnt, so dass es "nützlich" ist, gute Taten zu tun.

C: Nach christlicher Vorstellung gibt es nureinen Gott, der weder einen Anfang noch ein Ende hat.
Dieser ist im Gegensatz zu den Menschen fehlerlos (vollkommen, heilig), was der Grund ist,
warum Jesus als "Mittler" einspringen musste, um uns zu heiligen.
Dritter wichtiger Unterschied ist der, dass der Grund für Taten von Gott nicht die Taten der Menschen sind, sondern nur Gottes Liebe.
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Die Gemeinschaft:

B: Wenn sich die Gläubigen versammeln, so um miteinander zu meditieren ("Selbstfindung") und die Wahrheit Buddhas auszulegen.

"Geht hin, ihr Mönche, und predigt das Gesetz. Wirket für das Beste der anderen wie für euer eigenes ... Bringt die freudige Botschaft zu jedermann.
Es sollen nicht zwei von euch denselben Weg einschlagen"

Buddha war von je her ein Einzelgänger. So kam es, dass er auch von seinen Jünger erwartet, alleine zu leben.
Auch dass er keinen ihm nachfolgenden Leiter haben wollte, sondern sagte, die Jünger sollen die Zuflucht in sich selber und in der Lehre suchen,
bestätigt diesen Eindruck.

Im Buddhismus ist das Mönchtum sehr ausgeprägt, da sich schon zur Zeit von Buddha Klöster bildeten.
Anfangs nur während den Regenzeiten (Monsunregen), später blieben die Versammlungen, auch "Sangha" genannt das ganze Jahr über.
Mönche haben noch viel ausgeprägtere Vorschriften als die sogenannten "Laienbekenner", also die Buddhisten, die nicht im Kloster sind.
Aber auch die Laienbekenner sind wichtig, da sie es sind, die den Unterhalt der Mönche sichern, da diese per Gesetz nicht arbeiten dürfen.

C: Auf der ganzen Erde treffen sich Christen, um miteinander Gemeinschaft zu haben.
Dort beten sie gemeinsam, singen Lieder zu Ehren Gottes oder lesen gemeinsam in der Bibel.
Im Mittelpunkt stehen also nicht die einzelnen Personen, sondern Gott.

"Und er ruft die zwölf Jünger herbei; und er fing an, sie zu zwei und zwei auszusenden, ...
Und sie zogen aus und predigten, dass sie Buße tun sollten.
Und sie trieben viele Dämonen aus und salbten viele Schwache mit Öl und heilten sie."

Jesus legte schon damals viel Wert darauf, dass die Gläubigen sich untereinander treffen, um sich gegenseitig ermutigen zu können.
Deswegen schickte er sie auch nicht alleine in die Mission, sondern immer zu zweit.
Jesus war zwar auch alleine, konnte das aber durchhalten, da er nicht dem Gesetz des Sündenfalls unterlag.

Im Christentum existieren zwar auch Klöster, jedoch ist das "Mönchtum nur für <den> Buddhismus zentral",
da es erst mehrere Jahrhunderte nach dem Leben von Jesus entstand.
Im Buddhismus hingegen bildet ist das Mönchsleben ein wichtiger Teil der Religion.
Die Grundzüge der Klöster sind jedoch weitgehend gleich.
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Ge-/Verbote:

B: Das wichtigste Gebot ist das "ewige Gesetz", also dass gutes Karma zu einer guten Wiedergeburt führt.
Das ist die Motivation der Gläubigen, die Gebote einzuhalten.
Wie viele Gebote das sind, hängt davon ab, ob man Laienbekenner oder Mönch ist.
Aber auch dann kann man sich es eigentlich aussuchen, wie viel Verdienst man sich (für das Karma) erwerben will.
Minimum sind aber die fünf Regeln.
Aber auch alltägliche Dinge sind teilweise bis ins Detail vorgeschrieben.

C: Beim Christentum ist das wichtigste Gebot:
"Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Verstand."
Die Motivation liegt also nicht an sich selber, sondern bei Gott. Folglich kann ein Gläubiger nicht sagen, dass ein Gebot nicht für ihn gelte.
Ebenfalls eine wichtige Rolle spielen die 10 Gebote, die von Jesus zusammengefasst worden sind zu: "Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst."
Wir werden für dumm verkauft und von dem Erlös werden wir verarscht...

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19.09.2011, 20:56

3.) Das Weltbild

Toleranz und Wahrheit:

B: "Ich habe die Wahrheit erkannt. Folgt meinem Weg!"
Dieser Satz könnte von Buddha stammen, auch wenn er nicht wörtlich überliefert ist.
Buddha war seit seiner Erleuchtung davon überzeugt, dass er die Wahrheit erkannt hat.
Allerdings sind Buddhisten davon überzeugt, dass es nicht nureine, sondernviele Wahrheiten gibt.
Begründet wird diese Denkweise mit Metaphorik; z.B. dass viele Treppen in den Fluss hineinführen.

Der Buddhismus ist sehr tolerant gegenüber unterschiedlichen Weltbildern.
Das hat auch dafür gesorgt hat, dass "der" Buddhismus heute nur noch in Mischformen mit unterschiedlichsten Religionen auftritt.
Dies kann man mit der oben gezeigten Darstellung von Wahrheit begründen, dass es also mehrere Wahrheiten, mehrere "richtige" Religionen gibt.
Ein anderer Grund könnte sein, dass durch das Karma jeder "selbst schuld" ist, wenn er der falschen Religion nacheifert.

C: "Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben. Niemand kommt zum Vater als durch mich."
Im Gegensatz zu Buddha sagt Jesus nicht, dass er die Wahrheit erkannt hat, sondern dass er die Wahrheit ist.
"In der Bibel ist Wahrheit nicht etwas allgemein Richtiges oder das mit der Wirklichkeit übereinstimmende, sondern Gott selbst ist wahr,
und alle Wahrheit ist allein in ihm begründet.
Er ist letztlich das (oder besser: der) einzige, worauf sich Menschen wirklich verlassen können."

Dem Christentum kann vorgeworfen werden, es sei intolerant, weil es darauf besteht, dass Jesus der einzige Weg zum (ewigen) Leben ist.
Grund dafür ist der oben erwähnte ausschließende Charakter Gottes.
Die katholische Kirche lehnt jede dogmatische Toleranz ab, 'denn Wahrheit und Irrtum können nicht gleich gut und gleich wahr sein'.
Das soll die Christen aber nicht hindern, Andersgläubigen mit wahrer christlicher Liebe zu begegnen.
______________________________________________________________________________________________________________________________________________________________

Schlechte Welt:

B: Man kann von der buddhistischen Weltanschauung behaupten, sie sei pessimistisch,
da, durch die vier edlen Wahrheiten alles Leiden ("dukkha") ist.
Ein Buddhist aber würde dem widersprechen, da er sich damit abgefunden hat bzw. das ertragen muss.
Denn Ziel der Buddhisten ist es, alle Gemütsregungen zu beenden, weil diese ja das Leiden hervorrufen.
Zu diesen Gefühlsregungen gehört aber auch eben dieser Pessimismus.

C: Auch das Christentum ist in gewisser Weise pessimistisch, da durch den Sündenfall alle Menschen schlecht geworden sind,
was nach christlicher Vorstellung Grund für all das Leiden ist.
Allerdings gibt es hier einen Ausweg, aus dem Leid herauszufinden.
Während der Buddhismus das Leiden als solches akzeptiert hat, weil es nicht damit umzugehen weiß, "bietet" das Christentum einen Gott,
der nicht dem Leiden unterworfen ist und somit aus diesem heraushelfen kann.
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Gute Taten:

B: Im Buddhismus gibt es etwas, was von Dalai Lama als Mitgefühl oder Liebe beschrieben wird.
Praktisch sieht das so aus, dass jeder Buddhist Almosen geben soll. Und bedankt sich der Empfänger?
Solange er Buddhist ist, auf keinen Fall.
Denn erstens ist es ja nicht Zufall, dass gerade er diese Almosen bekommt, sondern nur aufgrund seines Karmas.
Zweitens würde damit dem Spender der Lohn ja schon gegeben sein, so dass die Spende dann sein Karma nicht mehr aufbessern würde.
Eigentlich müsste sich der Spender bedanken für de Möglichkeit, sich ein besseres Karma zu schaffen.

Eine gute Tat nach buddhistischem Sinne ist u.a. eine Spendengabe an einen Mensch oder sogar an ein Tier.
Es wird jedoch die Spende an einen Mönchen am höchsten bewertet, höher als Spenden an Bedürftige wie Arme oder Kranke.

C: Auch die Christen sind aufgerufen, gute Taten zu tun.
Allerdings aus einer ganz anderen Motivation heraus.
Nicht, um sich selber einen Vorteil zu schaffen, sondern um dem zu gehorchen, was Jesus predigte: die Nächstenliebe.

Bei der Frage, was eine gute Tat ist, liegt das buddhistische und das christliche Verständnis erstaunlich nahe beieinander.
Allerdings werden die guten Taten nicht unterschiedlich, sondern gar nicht bewertet, was an obigem Grund liegt.
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19.09.2011, 21:06

Mein Fazit

Zusammenfassend muss ich sagen daß ich den Buddhismus eindeutig überschätzt habe.

Mit dem Christentum komme ich aber auch nicht ganz so klar.

Beim Buddhismus soll man sich halt auf sich selber konzentrieren, im Christentum dann halt auf Jesus/Gott.
Irgendwie wirken beide Glaubensrichtungen auf mich sehr einfach gestrickt.
In beiden gibt es die Extreme.

Mich würde eure Meinung interessieren, der Text stammt von einer "christlichen" Homepage.
Dort geht es darum auf anders gläubige einzugehen und mit ihnen zu Reden.
Begründet wird das damit daß aufgrund der Globalisierung immer mehr Buddhisten zu Christen und umgekehrt kommen. Aus diesem Grund ist ein "Dialog" zwischen den Religionen nötig.

Ich hoffe daß ich alles einigermassen lesbar gegliedert habe!

Grüsse, Andreas
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5

20.09.2011, 10:00

Jesus stirbt schon viel früher, nur einige Jahre nach seiner Berufung.

Jesus wurde ermordet und ans Kreuz genagelt ... Warum wurde Buddha nicht ermordet ???

Dalai Lama

Dalai Lama gehört zur Elite, er ist der best getarnte Agent der Welt. Zudem kooperierte er mit den Nazis ...

Andreas, ich finde einfach du solltes zuerst einmal die Lehre Christi und die Lehre Buddhas lesen, also die primäre Literatur.

Man kann ja auch nicht über den Unterschied von Dante und Kant diskutieren, wenn man die Werke nur so vom Hörensagen kennt ...

6

20.09.2011, 10:51

Hier noch der Link, darin wird die Nazi-Verbindung von Dalai Lama aufgezeigt:

ww.w.newspiritualbible.com/index2

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »admin« (20.09.2011, 15:29) aus folgendem Grund: Klickbaren Link entfernt, wegen vermutlich § 283 StGB (Österreich)


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7

20.09.2011, 14:53

@Miry

Du hast Recht, ich weiß von beiden Religionen nicht viel.
Deshalb habe ich das Internet bemüht um mir ein "grobes" Bild zu machen.
Habe den geposteten Text gefunden und fand es wert ihn hier einzustellen.

Ich habe alleine durch das Lesen der Zusammenstellung von "Benjamin Pick" viel erfahren.

Ob der Dalai Lama nun ein Top-Agent ist oder nicht interessiert mich nicht.
Ich hatte gehofft beim Buddhismus einen besseren Weg zur Selbstfindung zu entdecken.
Es sieht ja auf den ersten Blick auch so aus.
Aber wie ich abschliessend geschrieben habe komme ich auch mit dem Buddhismus in der geschilderten Form nicht zurecht.

Ich habe ja diesen Text auch deshalb hier gepostet weil ich finde daß es durchaus ein besseres Verständnis zwischen
den Religionen geben könnte.
Auch der Autor dieses Textes sieht das so.

Hier für dich nochmal der volle Link: http://www.glaube.de/artikel/thema/8e661…buddhismus.html

Grüsse, Andreas
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20.09.2011, 15:11

Interessante Diskussion

Interessante Anhaltspunkte, von beiden Seiten.

Bin gespannt, wie die Diskussion ausgeht.

Ich hoffe, ein grünes lässt sich zu beiden Seiten am Ende finden?

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9

20.09.2011, 16:26

Ja, ich hoffe auch daß sich sowas ähnliches wie eine sachliche Diskussion bildet.

Vielleicht zeigen sich ja mehr Ähnlichkeiten als man dachte...

Grüsse, Andreas
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10

20.09.2011, 16:31

Hier noch der Link, darin wird die Nazi-Verbindung von Dalai Lama aufgezeigt:

ww.w.newspiritualbible.com/index2


Was habe ich da wieder angestellt, fühle mich überwacht ... wieso ist das eine verbotene Seite ???

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