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HerrAbisZ

alias HerrAbisZ - unbequemer Zeitgenosse

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11

Freitag, 23. Juli 2010, 16:09

Diese drei Fragen sind ausdrücklich NICHT rhetorisch und harren einer Antwort.
Ich habe sie an Herrn Tomasch von Proleben weitergeleitet. Sobald ich Antwort habe, melde ich mich wieder.

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12

Freitag, 23. Juli 2010, 16:37

Und hier, das ist wohl Ironie der der blanke Hohn in diesem offenen Brief
http://www.monsanto.co.uk/news/ukshowlib.phtml?uid=9949,
das sie diesen Samen weiter an Dritte Welt Länder und jetzt an Haiti liefern.

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13

Freitag, 23. Juli 2010, 16:52

@Joit: Was Wiki angeht, geb ich dir recht, natürlich ist das nie 100%ig, das sieht man ja schon daran, dass auf der deutschen und der englischen Seite zum gleichen Stichwort sich widersprechende Informationen stehen. Allerdings ist der erwähnte Einwand im englischen Eintrag, den innerhalb von zwei Jahren niemand mit stichhaltigen Hinweisen entkräften konnte, für mich glaubwürdiger als die quellenlose Behauptung im deutschen Artikel. Und das eben nicht weil mir eine von beiden Möglichkeiten besser in den Kram passen würde, sondern weil ich die Quellenlage abwäge.
Ich will ja nichtmal ausschliessen, dass Monsanto da wirklich seine Finger drin hat, aber bisher sehe ich keinen Hinweis darauf, ausser den hundertfach kritiklos abgeschriebenen Behauptungen von Engdahl, der seinerseits Quellenangaben für überflüssigen Schnickschnack zu halten scheint. Ist halt ein Paradebeispiel für die Verbreitung auch ungeprüfter Informationen, da gab es ja schon einige hier, wo teilweise sogar die Rechtschreibfehler hundertfach c&p'd wurden. Das heisst natürlich nicht automatisch, dass die Info nicht stimmt, aber es spricht nicht gerade für ihre Glaubwürdigkeit.
Subjektiv würde ich sagen, dass Monsanto nichtmal groß Interesse am angesprochenen Vault haben dürfte, da der Konzern sicherlich über genügend eigene, redundant angelegte "Samenbanken" (wieso hat das Wort im Deutschen so einen unangenehmen Klang?) verfügen dürfte, sowohl mit "Wildsorten", als auch mit GMOs. Die Beteiligung am Vault würde nur unnötig "Aufmerksamkeit erregen". Monsanto dürfte sich des eigenen schlechten Rufs ziemlich gut bewusst sein.

Ich möchte nochmal drauf hinweisen, dass mir Monsantos Geschäftspraktiken alles andere als recht sind. Trotzdem versuche ich, nicht jede Behauptung ungeprüft zu übernehmen, nur weil sie so gut ins Bild des Konzerns passt. Es ist kontraproduktiv, einen "Schurken", der genug belegbaren Dreck am Stecken hat, mit frei erfundenen Anschuldigungen noch böser dastehen zu lassen. Damit setzen Monsantos Kritiker nämlich die eigene Glaubwürdigkeit unnötig aufs Spiel und rücken sich selbst unnötigerweise in die Ecke von VT-Phantasten.

14

Freitag, 23. Juli 2010, 17:03

Danke @AbisZ, ich bin gespannt.

15

Freitag, 23. Juli 2010, 17:15

1.) Dass man etwas gegen GMOs hat und diese nicht aussäen will, ist zumindest verständlich. Aber wieso sperrt man sich auch so gegen das Hybridsaatgut? Zumindest kurzfristig würde es einen immens erhöhten Ertrag erbringen und danach kann man ja wieder auf "normale" Samen umsteigen. Es würden also nicht mehr Kosten entstehen, als wenn man jetzt gleich "normale" Samen verwendet. Ist die subjektive Gleichsetzung von GMO und Hybriden gewollt?

was ist der unterschied zwischen "normalem" saatgut, hybridsaatgut und gen-manipuliertem saatgut?
um apollo 11 auf den mond zu bekommen, war eine rechnerleistung von DREI commodore 64 notwendig...
um heute einen ticket zu lösen, ist EIN pentium-prozessor nicht ausreichend.

16

Freitag, 23. Juli 2010, 17:36

Hybride entstehen durch "klassische" Züchtung aus fast "gleichen" Individuen durch gezielte Inzucht. Das wird schon ungefähr so lange gemacht, wie der Mensch Zucht durch Auslese betreibt.

GMOs sind, wie der Name schon sagt, "künstlich" manipuliert, indem mittels Genfähren oder ähnlichen Verfahren ins Erbgut bspw. einer Pflanze artfremde Gene eingebaut werden, bei den bekannten Maisarten also zB das Gen eines Bakteriums, das für die Produktion eines bestimmten Proteins codiert.

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HerrAbisZ

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17

Freitag, 23. Juli 2010, 18:11

"normalem" saatgut
keimt immer wieder! also für das nächste Jahr braucht man kein Saatgut kaufen

hybridsaatgut
keimt nur EINMAL (Terminatorsamen) man muss immer wieder neuen kaufen!

gen-manipuliertem saatgut?
ist eben "nur" gentechnisch verändert - kann auch immer wieder keimen, ist aber unnatürlich und wird wahrscheinlich nicht gut "weiter leben" bzw. wachsen

Und wie die Bienen das "aushalten" ist eine andere Frage

Vorträge anschauen.

So habe ich dies verstanden

18

Freitag, 23. Juli 2010, 18:25

Hybride sind nicht zwangsläufig steril. Nur wird der Vorteil, den die genetisch identischen "Eltern" der ersten Generation geboten haben, mit jeder weiteren Generation "verdünnt" und das Risiko von nachteiligen Veränderungen steigt. Wie bei Inzucht in kleinen Populationen halt.

AbisZ, du hast da was falsch verstanden. Die "Terminatoren" sind künstlich in GMOs eingebaut, das hat nichts mit Hybriden zu tun.

HerrAbisZ

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19

Freitag, 23. Juli 2010, 18:59

DANKE!

20

Freitag, 23. Juli 2010, 19:04

Ach ja, noch was zu "normalem" Saatgut: Wenn man bspw. Getreide normal erntet und dann einfach einen Sack der Körner wieder aussät, sinkt in der Regel mit jeder Generation der Ertrag. Der Grund dafür ist, dass heutige Sorten in Jahrhunderten gezüchtet wurden, indem immer nur die Samen der ertragreichsten Individuen "wieder ausgesät" wurden. Es wurde also über hunderte Generationen in eine bestimmte Richtung selektiert, in der Regel in Richtung "hoher Ertrag", "hohe Widerstandsfähigkeit" oder (bei Zierpflanzen) "subjektiv gutes Aussehen". Diese Selektion fällt weg, wenn man einfach zufällige Samen zufälliger Individuen einer Population wieder aussät. Und damit wird mit jeder Generation das "herausgezüchtete" Merkmal verwässert. D.h. beim Mais sinkt mit jeder Generation der Ertrag, bei der Rose wird die Blüte mit jeder Generation "unscheinbarer" (in meinen Augen "schöner", ich mag die überzüchteten "vollen" Rosensorten nicht), bis man wieder bei einer genetischen Ausstattung angekommen ist, die auf das Überleben der Art optimiert ist, nicht auf die Wünsche des Menschen. Sozusagen Mikroevolution mit evolutionär "unfitten" Individuen als Ausgangsmaterial.

Alternative wäre, dass der Bauer seine Felder von x Hektar nach den jeweils prächtigsten Ähren oder Kolben absucht, und nur deren Samen im nächsten Jahr zur Aussaat verwendet. :idea:

PS: Genetik ist ein faszinierendes Feld. Und Genetik ist immer im Spiel, auch wenn man Pflanzen oder Tiere "normal" vermehrt. Dem ollen Mendel würden die Augen übergehen, wenn er sehen würde, was man aus seinen simplen Postulaten alles gemacht hat.

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