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ASY

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11

Donnerstag, 17. Februar 2011, 21:10

ich fühlte mich wie eine Melkkuh, .
Willkommen im Club der Chancenlosen! :depress

Wir müssen uns alle auf den vorgegebenen Schienen des Systems bewegen, wo die vielen Benachteiligten ganz leise und die Nutznießer sehr laut sind, und deshalb eine Stimmung herrscht, die den Eindruck erweckt, wir würden in einem Sozialstaat leben, dem wir auch noch dankbar sein müssten.

Um wieder zu deinem Eingangsposting zu kommen, möchte ich von dir gerne wissen, ob sich deine Meinung über die Verteilung der Grundsicherung verändert hat, oder ist meine Anschauung für dich eher befremdlich?

Zum Thema Häuslbauer erinnere ich mich an einen Aufsatz von Egon Kreutzer, der Folgendes auf den Punkt brachte: http://www.egon-w-kreutzer.de/0PaD2009/38.html

Zitat

Wer sich heute in Deutschland ein Haus baut, muss über die Zinsen für die Baufinanzierung in der Regel ein zweites Haus bezahlen. Der eine ein bisschen weniger, der andere ein bisschen mehr, je nach Eigenkapital und Darlehenskonditionen.

Das ist die eine Seite der Medaille. Und die ist noch ein tröstlicher Anblick. Die andere Seite der Medaille sieht so aus:

Um das Geld in die Hand zu bekommen, das benötigt wird, um diese beiden Häuser bezahlen zu können, muss der Häuslebauer in seinem Beruf eine Leistung erbringen, die ausreicht, um mehr als sechs Häuser zu errichten.
Für Österreich gilt dieser Zusammenhang natürlich auch!

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12

Donnerstag, 17. Februar 2011, 22:00

Ich finde die Grundsicherung in gewissen Massen gerecht,
leider ist es fast zu wenig, das man wieder einen Absprung in ein Berufsleben schafft,
aber wenn der Arbeitsmarkt faire Stellen bieten würde,
die das Arbeiten reizvoll machen würde, ist diese Sicherung durchaus sinnvoll.

Die andere Seite, die Grundsicherung ist an die minimalen Lebenserhaltungskosten laut
Berechnung angepasst, dh, diese Summe an Geld muss man in einem Monat aufwenden,
um seine laufenden Kosten decken zu können.

Wenn ich jetzt einen 8 Stunden Job mache, und ich nicht mehr verdiene,
als was schon für die Grundaufwendungen brauche, heisst das doch, das die Entlohung
schon lange nicht mehr angemessen ist.

Auf der anderen Seite frage ich mich genauso, ob es noch in irgend einer Weise fair ist,
wenn manche Stellen mit dem vierfachen entlohnt werden, aber der Arbeitsaufwand
warscheinlich nicht mehr ist, als bei einem Arbeitslosen mit Grundsicherung,
und auch nicht mehr vergleichbar ist mit einer körperlichen Tätigkeit wie zb Verkäufer
oder anderen Dienstleister.

Siehe T. Sarrazin, Montags eine Besprechung am Nachmittag, und den Rest der Woche
überlegen, wie man sie rumbekommt.

Zitat

Der frühere Vorstand Thilo Sarrazin fühlte sich nach einem Pressebericht bei der Bundesbank völlig unterfordert. Bereits am Dienstagmittag habe er nicht mehr gewusst, was er den Rest der Woche tun solle.

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13

Donnerstag, 17. Februar 2011, 22:23

Ich finde die Grundsicherung in gewissen Massen gerecht,
Ein Grundeinkommen wäre gerecht, wenn es anders finanziert werden könnte. Die ideale Voraussetzung wäre, dass der Staat Geld drucken darf, für welches er keine Zinsen zahlen müsste. Aber das ist nicht so, für jeden Euro den der Staat mehr braucht als er an Abgaben/Steuern verdient, muss er Zinsen zahlen. Eurostaaten haben hierbei sogar noch strikte Vorschriften wie sie Schulden finanzieren.

Anfangs war ich ebenfalls fürs Grundeinkommen, bis ich diesen Artikel las, der mich vom Gegenteil überzeugte.

Zitat

Das Problem mit dem BGE

Das Problem des BGE ist seine Finanzierung.

Die Frage, wie hoch das BGE pro Bürger und Monat sein soll, trifft auf einen mittelgroßen Sack unterschiedlichster Antworten, die in der Hauptsache in der Bandbreite von 400 bis 1.500 Euro angesiedelt sind. Manchmal werden für Kinder die vollen Sätze versprochen, manchmal nur anteilige. Mit den unterschiedlichen Beträgen ändert sich allerdings auch der Charakter des BGE. Von 400 Euro im Monat kann man weit weniger leben als von 1.500 - und so muss, wer sich für ein BGE einsetzt, doch zuerst einmal Klarheit darüber schaffen, was er damit erreichen will.

weiter lesen ...
Die glücklichen Sklaven
sind die
erbittertsten Feinde der Freiheit!

Marie von Ebner-Eschenbach

Linksaussen

unregistriert

14

Donnerstag, 17. Februar 2011, 22:53

Ja, es ist schädlich. Egal, ob das Modell nur einen erhöhten H IV-Satz betrifft oder das Modell des DM-Ausbeuters, der große Visionen vorguakclet, um seine Lohnkosten noch weiter zu drücken.

Es funktioniert nicht und würde einen "Sozialstaat" vernichten.

Das blöde Geseier von Erhöhung der Kaufkraft würde nur die Preise anheben, so dass das Grundeinkommen auf die aktuellen Stände oder darunter zurückfallen würde.

Arbneit wäre noch weniger wert und es gäbe weniger Möglichkeiten, sich der steigenden Armut zu entziehen.

15

Freitag, 18. Februar 2011, 09:06

Um wieder zu deinem Eingangsposting zu kommen, möchte ich von dir gerne wissen, ob sich deine Meinung über die Verteilung der Grundsicherung verändert hat, oder ist meine Anschauung für dich eher befremdlich?
Es ist schwierig auf einen Nenner zu kommen, weil ich immer Unternehmer war, und daher natürlich diese Sache von einer anderen Seite betrachte, aber ich denke, wir sind trotzdem nicht soweit von einander entfernt, weil ein kleiner Unternehmer ja genauso oder noch mehr ausgebeutet wird als ein Arbeiter und selber viel weniger Anspruch auf soziale Leistungen hat, ich hatte in meinem Leben weder Anspruch auf Mutterschutz, Karenzgeld, Arbeitslosen- oder Krankengeld. Und es wurde immer schwieriger, Personal zu finden, dabei muss man sich dann anhören, man soll einfach höhere Löhne zahlen, ja wie denn ? Man steht doch in Konkurrenz zu anderen Firmen, man müsste das auf den Preis aufschlagen und dann geht der Kunde zur Konkurrenz und man geht schneller pleite als man schauen kann.

In der Volksmeinung ist der Unternehmer der Schuldige, der Ausbeuter, weil er schlecht zahlt, aber so einfach ist das nicht. Der kleine Unternehmer ist genauso der Geneppte wie der einfache Arbeiter, und sie beide müssen mit den Lohnnebenkosten für den Sozialstaat aufkommen, darin sehe ich das Grundproblem, dass *Arbeit* so hoch besteuert ist, das hätte man längst ändern müssen, hier sind wir, denke ich zumindest, ähnlicher Meinung.

Was ich anders sehe, ist, dass der Kapitalismus daran schuld ist, denn wir haben keinen Kapitalismus, wir haben einen staatlich geförderten Kapitalismus, das ist viel schlimmer. Als Kleinunternehmer könnte ich immer gegen einen großen Konzern konkurrieren, denn der kocht auch nur mit Wasser, normalerweise, aber wie kann ich konkurrieren, wenn der große Konzern Millionen an Subventionen vom Staat bekommt und ich noch für die Grundsicherung der Beschäftigungslosen aufkommen muss, aber selber oft keine Arbeiter bekomme?

Das bringt die Kleinen um und den Sozialstaat früher oder später auch.

Ich hab kein Problem, wenn ein echter Unternehmer (das ist einer, der mit seinem Privatvermögen haftet) reich wird, der zahlt ohnehin genug Steuern, ich hab ein Problem, wenn (Ex-)Politiker für Beratertätigkeiten oder Geschäftsführer, Vorstandsmitglieder fürs Minusproduzieren maßlose Gehältern bekommen und dann noch eine fette Pension.
Konzerne lassen heute meist arbeiten, verkaufen ihre Produkte über Franchisenehmer, selbstständige Handelsvertreter, Vertragshändler, freie Unternehmer,.... haben so kein Risiko und maximalen Gewinn.

Die Folge: Reiche werden immer reicher, vor allem führen sie ihre Unternehmen nicht mehr selber, sie lassen führen, sie haben selber keine Arbeiter, für die sie *sorgen* müssen, sie tragen null Verantwortung .

Und was macht der Staat: er nimmt weiter die kleinen und mittleren Betriebe aus, die Großen, mit denen sitzen sie im selben Boot und teilen sich die *Beute*, Politiker und Expolitiker bekommen Jobs in Konzernen, schanzen noch ein paar Subventionen den eigenen Konzernen zu.... und geben einen Teil als Parteiförderung zurück.

Und was macht das Volk: Es schimpft über die Unternehmer, über den Arbeitgeber, fordert höhere Löhne, geringere Preise... verständlich, aber das ist die falsche Adresse ! Die Politiker und die Vorstandsmitglieder (oft diesselben) sind es, die haben sich gegen das Volk verbündet und beuten es aus !

Diese Bevorzugung und Subvention der Konzerne durch die Politik macht den freien Markt kaputt !
Die Nahrung soll deine Medizin sein, nicht die Medizin deine Nahrung.

16

Freitag, 18. Februar 2011, 20:27

Anfangs war ich ebenfalls fürs Grundeinkommen,


Deswegen habe ich auch in gewissen Maße geschrieben,
ich kann auch nicht umbedingt uneingeschränkt zustimmen,
ich kenne genauso die Beispiel von Jugendlichen, die lange zuhause sitzen,
und von der Grundsicherung leben.

Zum anderen kenne ich aber auch die Beispiele von Scheidungen,
wo die Frau lange nicht gearbeitet hat, weil sie sich um Kind und Haushalt gekümmert hat,
und so aus dem Berufsleben gekommen ist, oder Rentner, die eine zu kleine Rente haben
da irgendetwas damals schiefgelaufen ist, wie zb, der Arbeitgeber nicht eingezahlt hat,
oder wenig oder garnicht.

Aber wenn ich an manche Jugendlichen heute denke, dann kann ich es ihnen
nicht einmal mehr übel nehmen, wenn sie sich nicht um Arbeit kümmern,
denn meist sind es schlecht bezahlte Jobs unter schlechten Bedingungen,
meist noch über eine Zeitarbeitsfirma, und nach 3 Monaten
dann wieder dei Lauferei mit den Anträgen, weil der Job beendet wurde.
Und da sehe ich mehr einen Grund für das Lohndumping
wenn sie fast jede Arbeit annehmen, um irgendetwas zu arbeiten.

Kann man da wirklich noch mit guten Gewissen sagen,
"Geh etwas arbeiten, das du wenigstens etwas machst?"

Betrachtet man dann weiter den Arbeitsmarkt kommt man zu keinem besseren Schluss,
Welche Möglichkeiten bietet er wirklich an.
Deutschland ist ja ein Exportmeister, auch wenn meiner Meinung nach
teilweise künstlich nachgeholfen wurde, um die Wirtschaft noch abhängiger zu machen.

Aber in der Regel ist es einfach so, das eine bestimmte Menge an 'Arbeit' vorhanden ist,
man sie mit bestimmten Menge an Stellen besetzen kann,
da helfen dann keine Fortbildungskurse wenn keine Stellen vorhanden sind,
was auch genau das Problem bei vielen Studienabgängern ist.
Alles andere ist Schönmalerei, wer sagt, wer Arbeit will findet sie auch.
Das war vielleicht mal gültig, aber ist schon lange nicht mehr realistisch.
Es sind zuviele Leute hier, wo die Arbeit nicht mehr aufgeteilt werden kann,
um alle zu beschäftigen.Ich mache mir eigentlich auch weniger Sorgen um das Geld
für diese Sozialleistungen, da man sieht, das an anderen Stellen vom Staat
das Geld immer wieder mit vollen Händen aus dem Fenster geworfen wird,
würde man in anderen Bereichen einsparungen machen,
wie teils überbesetzte Stellen in manchen Ämtern, könnte man ein Grossteil der Sozialleistungen wieder einsparen.
Aber dann hat man wieder hier eine Stelle weniger die woanders besetzt werden will.

Wenn ich wirklich über dieses ganze Wirstschaftssystem nachdenke, komme
ich nur zu dem Schluss, das man die Gesamtarbeitszeit verkürzen muss bei besseren
Lohnausgleich, Abgaben drastisch senken, und neue Arbeitsstellen dadurch wieder schaffen,
und wenn es nur 2x 4 oder 5 Stunden Arbeiten sind, die aber über dem Grundeinkommen entlohnt werden.

Was aber praktisch wieder unmöglich ist, da unser Beamten- Gesetzes- und Steuerapparat
viel zu überladen mit unzähligen Gesetzen ist und viel zu schwerfällig, das er noch reagieren kann.





Diese Bevorzugung und Subvention der Konzerne durch die Politik macht den freien Markt kaputt !


Es läuft immer mehr auf eine Globalisierung hinaus, da viele sich erhoffen,
das man 'Im Grossen die Probleme dann lösen kann'.
Ich sehe mit Sorgen wie immer mehr Kleinunternehmer und -produzenten
wegrationalisiert werden, Im Austausch zu Supermarktketten,
in denen, obwohl die Regale voll sind, man eigentlich nichts kaufen braucht,
das es alles nur minderwertige Waren sind. Regionale Produzenten findet man immer weniger,
die noch schwer Gewinne machen können, da schon die Produktion meist über dem
Verkaufspreis der Grosshändler liegen. Aber genau deswegen unterstütze ich immer noch gerne
den kleinen Händler an der Ecke.
Aber lass mal die ganzen (grösstenteils ausschlieslichen täglichen) Lieferketten zusammenbrechen, dann dauert es 3 Tage,
bis die Regale leergeräumt sind, und keine regionalen Erzeugnisse mehr vorhanden sind.

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ASY

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17

Samstag, 19. Februar 2011, 11:17

Es ist schwierig auf einen Nenner zu kommen, weil ich immer Unternehmer war,[...]
Ich wusste nicht wirklich, was ich auf dein Posting hätte antworten sollen. Du beschreibst deine dich betreffenden Wahrnehmungen und hebst den risikobereiten Unternehmer auf ein Podest, welches er nicht verdient. Das Risiko geht ein Unternehmer doch nur ein, weil er sich davon ein größeres Stück vom Kuchen erhofft. Wenn er Arbeitsplätze schafft, was Sklaventreiber auch tun, dann macht er das nicht um anderen Menschen Vorteile zu schenken, sondern weil er an der Arbeitskraft eines wirtschaftlich Abhängigen mitverdienen will. Für nichts würde ein Unternehmer sicherlich kein Risiko eingehen.

Ich schreibe das jetzt nicht, um Unternehmer madig zu machen, sondern möchte eher die Tatsachen herausheben.
Was ich anders sehe, ist, dass der Kapitalismus daran schuld ist, denn wir haben keinen Kapitalismus, wir haben einen staatlich geförderten Kapitalismus,
Es gibt keinen nicht staatlich geförderten Kapitalismus. Wie immer wieder von mir erwähnt, ist ein Kapitalismus ohne Ausbeutung unmöglich und die Einführung desselben nur mit Gewaltandrohung oder Lügen durchzusetzen. Der Staat ist immer ein Komplize als auch Untertan des Kapitalismus.

Wichtig ist die Bereitschaft, alle Opfer im gleichen Boot sitzen zu sehen - erst dann kann sich gegen ein Ausbeutungssystem etwas ändern.

18

Samstag, 19. Februar 2011, 18:12

Du beschreibst deine dich betreffenden Wahrnehmungen und hebst den risikobereiten Unternehmer auf ein Podest, welches er nicht verdient. Das Risiko geht ein Unternehmer doch nur ein, weil er sich davon ein größeres Stück vom Kuchen erhofft. Wenn er Arbeitsplätze schafft, was Sklaventreiber auch tun, dann macht er das nicht um anderen Menschen Vorteile zu schenken, sondern weil er an der Arbeitskraft eines wirtschaftlich Abhängigen mitverdienen will. Für nichts würde ein Unternehmer sicherlich kein Risiko eingehen.


Ich sehe den Unternehmer auf keinem Podest, im Endeffekt hab ich meist die schmutzigsten und schwierigsten Aufgaben selber erledigt, weil ich nicht gerne jemanden ausbeute und bevor ich jemanden etwas beibringe und lang bitte, hab ich es längst erledigt, ich arbeite gerne, aber eben nicht gerne für eine Firma, weil ich sehr freiheitsliebend bin, ich erwarte mir kein größeres Stück vom Kuchen, es sein denn, der Kuchen heisst *Freiheit* oder *Unabhängigkeit*. Ich denke nicht, dass ich an anderen mitverdient habe, wenn, dann sie auch an mir, weil ich ein erfolgreiches Konzept hatte, mein Stundenlohn war aber immer niedriger als der von Personal, ich hab aber doppelt soviel gearbeitet.

Wichtig ist die Bereitschaft, alle Opfer im gleichen Boot sitzen zu sehen - erst dann kann sich gegen ein Ausbeutungssystem etwas ändern.


Das bin ich sicher, ich wäre sofort bereit, etwas ändern zu wollen und dafür auch etwas zu tun.
Die Nahrung soll deine Medizin sein, nicht die Medizin deine Nahrung.

ASY

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19

Samstag, 19. Februar 2011, 18:36

weil ich ein erfolgreiches Konzept hatte, mein Stundenlohn war aber immer niedriger als der von Personal, ich hab aber doppelt soviel gearbeitet.

Sorry, das klingt mir zu glänzend und widersprüchlich.

Du hast ein erfolgreiches Konzept, wo du, trotz Freiheitsliebe, 16 Stunden täglich die lästigsten und kompliziertesten Aufgaben erledigtest, und deinen Angestellten mehr als dir bezahltest.

Jetzt hoffe ich nur noch, dass du zu dieser Zeit keine Kinder hattest. :shock:

Außerdem, wenn du deinen Angestellten mehr als dir zahlst, dann müssten dich die Angestellten irgendwann überholen. :kopfkratz:

Das bin ich sicher, ich wäre sofort bereit, etwas ändern zu wollen und dafür auch etwas zu tun.
Was würdest du tun? Noch mehr arbeiten und den Leuten noch mehr zahlen? Wenn du das 3 Jahre lang so machst, sperrt dir das Finanzamt das Geschäft wegen "Liebhaberei" zu.

20

Samstag, 19. Februar 2011, 18:55

In den ersten Jahren hatte ich keine Kinder, als wir Kinder hatten, haben mein Mann und ich uns die Arbeit geteilt, jeder 40 Stunden für die Firma, den Rest zu Hause. ich hatte ein Lokal und damit so ein Laden gut läuft, brauchst du gutes Personal, gutes Personal ist teuer, die kriegst du nicht für Kollektivlohn, da musst du selber zurückstecken. Wenn der Laden rennt, musst du investieren, damit das so bleibt, das ist ein harter Konkurrenzkampf, es gibt zuviele Lokale und die meisten machen Pleite, bzw. verlieren ihr Erspartes oder ihr Erbteil, ich hatte zum Glück nichts, also konnte ich nichts verlieren und ist gezwungen, schnell zu lernen.
Das Risiko und die Freiheit, Unternehmer zu sein, hat auch einen anderen Preis: Wenn man mal Pause macht oder den Laden verkauft, bekommt man auch keine staatliche Unterstützung, man bezahlt sich die Arbeitslose oder die Grundsicherung praktisch selber.
Die Nahrung soll deine Medizin sein, nicht die Medizin deine Nahrung.

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