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21

17.03.2011, 01:12

Diffamierung

Diffamierung liegt mir fern.

Richtig, ich habe einen Standpunkt.

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Linksaussen

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22

17.03.2011, 15:43

Diffamierung liegt mir fern.

Richtig, ich habe einen Standpunkt.
Dann würdest Du Dich von der "Masse" hier abheben.

24

03.01.2012, 10:57

"Streit um ein Supervirus" vom 3./4. Dezember 2011

Leserbrief

"Vorsatz im Labor
Das Supervirus bedeutet Todesgefahr, er hätte nicht produziert werden dürfen

Der Beitrag 'Streit um ein Supervirus' vom 3./4. Dezember verharmlost den 'Superkeim', sogar schon mit diesem Begriff. Dieser gentechnisch veränderte, hoch pathogene Erreger wäre mit größter Wahrscheinlichkeit niemals von selbst entstanden. Die einzige Minichance zur 'natürlichen' Entwicklung hätte er in der Massentierhaltung von Schweinen oder Geflügel gehabt. Denn nur in enger Aufstallung von Tausenden zusammengepferchter Tiere besteht die Möglichkeit zu schneller Wirtspassage und damit eine Chance für Krankheitskeime, zu mutieren. Man denke an die gefährlichen Antibiotika-Resistenzen!

Der gentechnisch erzeugte gefährliche Erreger existiert nun real, und damit die Möglichkeit, dass er in die Umwelt gelangt. So sind schon mehrmals gefährliche Krankheitserreger aus Hochsicherheitslaboren entwichen. Einige Beispiele: In den USA wurden 2001 tödliche Brief-Attentate mit Anthraxerregern aus einem B-Waffenlabor verübt, in England gelangten im Sommer 2007 Erreger der Maul- und Klauenseuche aus einem Versuchslabor und führten zu einem Seuchenzug unter Rindern.

Es ist für mich nicht einsehbar, warum 'Götter in Weiß' ungestraft tödliche Gefahren produzieren dürfen. Wie endete denn die Entdeckung der Kernspaltung? Was hat die Gentechnik bereits jetzt für eine Schneise der Vernichtung angerichtet in den Ländern, die kommerziellen Anbau mit genveränderten Nutzpflanzen zugelassen haben?
Karin Ulich
Sigmarszell"
aus: Süddeutsche Zeitung vom 28. Dezember 2011, S. 31

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25

03.01.2012, 13:04

"Kichererbsen-Paste und Dattelriegel

Neue Lebensmittel könnten Millionen Kinder vor Unterernährung bewahren, doch dazu fehlt der politische Wille
von Ralf Südhoff

Es war eine Frage auf Leben und Tod, ein Albtraum für jede Familie. Doch die Eltern von Sadak Hassan Abdi mussten sie in Somalia beantworten. Ihr Sohn Sadak war 18 Monate alt, als er immer schwächer wurde, mit jedem Tag schwächer. Bis die Hirtenfamilie keine Wahl mehr hatte: Seine Eltern konnten entweder zusehen, wie Sadak langsam, aber sicher stirbt. Oder sie mussten die Familie trennen. Der Vater blieb mit zwei Kindern zurück. Hukun, die Mutter, startete mit Sadak eine Reise ins Ungewisse, um Hilfe zu finden, irgendwo.

Ihre Suche nach Hilfe im vertrockneten Nichts dauerte 14 lange Tage. Hukun bezahlte einige Fahrten auf Eselkarren und lief endlose Wege zu Fuß. Sie marschierte Richtung Äthiopien; sie erreichte schließlich ein Zentrum des World Food Programme (WFP) der Vereinten Nationen in der Nähe der Grenze. Hukun sagte sofort zu den Helfern: 'Ich habe Angst, dass mein Kiind sterben wird.' Die Helfer brachten Sadak sofort in ein Krankenhaus. Dort bekam er Spezialnahrung, eine sofort verzehrbare, extrem angereicherte Paste. Sechs Wochen später war Sadak ein gesunder Junge.

Die wahre Geschichte Sadaks zeigt, wie sich der Kampf gegen den Hunger grundlegend verändern und sehr vereinfachen könnte. Sie zeigt, dass es nicht nur darauf ankommt, dass Kinder genügend Kalorien zu sich nehmen, sondern dass sie auch das Richtige zu essen bekommen. Dies muss in den ersten tausend Lebenstagen eines Kindes geschehen.

Sadaks Geschichte erzählt auch davon, dass es heute einfacher ist, selbst Kinder in Not richtig zu ernähren, dank einer ganzen Reihe neuartiger Nahrungsmittel. Deshalb ist es entscheidend, dass Hungernde und vor allem Kinder in den ersten tausend Tagen die richtige Nahrung erhalten. Sonst sind chronische Schäden fast unvermeidlich.

The Lancet, eine führende internationale Medizin-Fachzeitschrift, hat 2008 eine bahnbrechende Studie veröffentlicht. Sie belegte erstmals, dass falsche Ernährung in den ersten tausend Tagen im Leben eines Kindes - von der Empfängnis bis zum zweiten Geburtstag - häufig bleibende Schäden und Beeinträchtigungen im Wachstum und der kognitiven Entwicklung auslösen. Wenn also ein zweijähriges Kind kleinwüchsig ist, wie jedes dritte Kind in Entwicklungsländern, ist dies nicht mehr umkehrbar.

Weitere Studien zeigen, dass Unterernährung sogar ein über Generationen vererbtes Problem darstellt: Für Mütter, die wegen falscher Ernährung als Kinder unterentwickelt waren, besteht ein deutlich höheres Risiko, dass ihre Kinder in den ersten fünf Lebensjahren sterben. Das stärkste Gehirnwachstum eines Kindes findet bereits während der Schwangerschaft statt; 80 Prozent des Gehirnvolumens sind mit drei Jahren festgelegt. Wachstumsstörungen spiegeln sich später in einer langsamen Sprach- und Feinmotorikentwicklung wider, in niedrigeren Intelligenzquotienten und schlechteren Schulleistungen.

Gleichwohl sind weltweit 195 Millionen Kinder unter fünf Jahren chronisch unterernährt oder sogar kleinwüchsig. Mehr als 129 Millionen sind untergewichtig - das sind mehr Kinder als Menschen in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Italien und Spanien zusammen. Unterernährung von Müttern und Kindern ist die Ursache von mehr als einem Drittel der Todesfälle bei Kindern unter fünf Jahren. Dies hat auch dramatische ökonomische Folgen. Allein die Länder Lateinamerikas verlieren jährlich umgerechnet 6,7 Milliarden US-Dollar durch höhere Gesundheitskosten, schlechte Schulabschlüsse und geringere Einkommen. Mangelernährung kostet manche Länder mehr als elf Prozent ihres Bruttosozialprodukts.

Der Kampf gegen die Mangelernährung ist also lebensrettend und ökonomisch nützlich. Und dank großartiger Innovationen bei den Nahrungsmitteln ist die Chance gestiegen, diesen Kampf zu gewinnen. Das tiefere Verständnis für die Folgen der Mangelernährung bei Kindern hat die Entwicklung neuer Nahrungsmittel angeregt. Diese werden zum Beispiel am Horn von Afrika derzeit täglich eingesetzt. Viele von ihnen stammen aus Entwicklungsländern: Die Palette reicht von sogenannten Ready-to-use-Nahrungsmitteln wie Kichererbsen-Pasten über spezielle Dattelriegel bis hin zu Energiekeksen, die aussehen und schmecken wie Spekulatius auf deutschen Adventstischen. Eine gewisse Medien-Berühmtheit erlangt haben stark angereicherte Pasten, da das WFP Hunderte Tonnen davon nach Mogadishu einfliegen musste: Pasten wie PlumpySup, mit der Sadak gerettet wurde, oder Plumpy'nut, die aus Milchpulver, Erdnusspaste, Pflanzenöl, Zucker und einem Vitamin-Gemisch besteht.

Viele der chronisch Unterernährten der Welt können ihre Familien durchaus ernähren, allerdings nur extrem einseitig. Der Bauer und die Bäuerin, die kein Geld, aber etwas Mais auf dem Feld haben, leiden nicht unbedingt Hunger. Doch sie und ihre Kinder essen fast nichts außer Mais, tagein, tagaus. Geschmacklose Mikronährstoffe können hier Wunder wirken, die in kleinen Päckchen wie Zuckertüten aufbewahrt und täglich dem Essen hinzugeführt werden.

Mit Hilfe dieser Innovationen können sich Menschen weiterhin mit ihren eigenen Nahrungsmitteln versorgen und sich dennoch ausgewogen ernähren. Ein paar Gramm Pulver könnten verhindern, dass noch im 21. Jahrhundert zwei Milliarden Menschen weltweit an Mangelernährung leiden und Millionen Kinder schon nach 1000 Tagen praktisch keine Chance mehr haben - dass dies nicht geschieht, ist ein Skandal.

Die Arbeit von WFP kann stellvertretend verdeutlichen, dass dieser Skandal beendet werden kann: Allein 2010 konnte das Ernährungsprogramm 2,7 Millionen Kinder weltweit im kritischen Alter von unter zwei Jahren mit Spezialprodukten erreichen: zwei Jahre zuvor waren es nur 55000. Brasilien ist es gelungen, die Mangelernährung von Kindern durch Gesundheitsprogramme, Sozialhilfen und die Bereitstellung von Mikronährstoffen um 70 Prozent zu senken. Es ist eine Frage des politischen Willens, die Unterernährung zu beenden. Doch solange Hilfsorganisationen wie WFP allein 2011 rund 40 Prozent des Budgets fehlen, werden Millionen Kindern nicht so gerettet werden können wie Sadak."
aus: Süddeutsche Zeitung vom 28. Dezember 2011, S. 2

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13.03.2012, 12:13

Kaoru Nakamaru, Japanische Prinzessin


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