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21

Sonntag, 27. Juni 2010, 18:55

Hallo,
Zu deinem Blog werde ich dir wohl kaum recht geben. Du solltest dir vielleicht doch erst einmal das Video
"We feed the World" ansehen, gut 1h30min ist etwas lang,
aber zeigt, wohin all dieser gewinnorientierte Getreideanbau verschwindet. Ein Zitat, im Moment produzieren wir soviel Nahrung, das man die Weltbevölkerung 12x damit ernähren könnte.

Zitat

"In Wien wird täglich jene Menge an frischem Brot als Retourware vernichtet, mit der die zweitgrößte Stadt Österreichs - Graz -versorgt werden kann." Der Dokumentarfilm „We Feed the World – Essen global“ vom Österreicher Erwin Wagenhofer beschäftigt sich thematisch mit den Ursachen und Auswirkungen der Globalisierung am Beispiel der Nahrungsmittelproduktion für die Europäische Union. Wagenhofer durchleuchtet in verschiedenen Abschnitten die unterschiedlichen Formen der weltweit industriell organisierten Rohstoffgewinnung, Produktion, Handel, Transport, Entsorgung und die Benutzung von Gentechnologie durch Lebensmittelkonzerne. Dabei werden die Folgen der industriell organisierten Rohstoffgewinnung durch Kommentare von unterschiedlichen Personen im Film erläutert.


Höchsten-Ertrag anbau gab es schon vor dem 'Biobauern' und hungernde Menschen genauso, es war aber noch nie so, das der Überschuss auf einer Seite auf die andere Seite verteilt wurde.
Bei dem Kunstdüngeranbau geht es auch nicht gesunde, ertragreiche Ernte, sondern nur um gewinnmaximierung durch die Chemie- und Grosskonzerne.
Diesen Unternehmen ist es egal, wieviel Gift durch den Kunstdünger die Menschen mit diesen Produkten aufnehmen.
Warscheinlich bist du auch keiner von diesen Bauern, die Kunstdünger hernehmen, ich kenne aber weniger Landwirte, die wirklich von Kunstdünger überzeugt sind, sondern wieder nach herkömmlichen Methoden ihre Felder düngen.
In meiner Umgebung wurde gentechnisch veränderter Mais verwendet, mit der Folge, das dieser Landwirt seine Felder langzeitlich unfruchtbar gemacht hat, und fast seine kompletten Viehbestand verloren hat.
Einen Kommentar in diese Richtung hast du ja auch in deinem Blog.
Kunstdünger ist in keinster Weise ein Weg, um Hungersnot zu bekämpfen mit der Ausrede 'Man könnte ja mit dem Überschuss die Armen versorgen', was eigentlich nur ein Argument der Chemieindustrie ist, um ihren Mist zu verkaufen, man fängt damit wohl eher bei den Diktaturen an, die diese Völker auspressen, anstatt ihnen eine eigene rentable Wirtschaft zu erlauben.
Zum anderen vernichtet diese gesteigerte Produktion genauso Arbeitplätze, hier Familienbetriebe, denn nur noch Grossbetriebe werden rentabel, der Getreidepreis ist sowieso schon unrentabel in unserem Bereichen.

Und auch dazu gibt es eine nette Geschichte, die genau die Dinge so darstellt, wie sie heutzutage sind, Das Märchen vom zehnten Bauern

Den Vergleich mit Al Gore auf der Seite der 'Gutmenschen' kannst du wohl auch besser vergessen, es hat sich schon herausgestellt, das die Globale Erwärmung ein medialer Massenbetrug ist, nur im deutschsprachigen Raum werden diese Tatsachen verschwiegen.
Die Tatsache ist, keiner weiss es wirklich, was diese Globale Erwärmung verursacht, wenn überhaupt, denn es sieht mehr dannach aus, als wenn eine Abkühlung stattfindet, bei den letzte Treffen in Kopenhagen ging es nur wieder um Geld(verteilung), genauso wie weitere Treffen die letzten Monate in Bonn, worüber auch wieder nichts berichtet wurde. Und für diese Lüge zahlen wir schon seit fast zehn Jahren Abgaben, die auf falschen Tatsachen beruhen.

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Fritz Haber

unregistriert

22

Sonntag, 27. Juni 2010, 22:20

In manchem gebe ich Dir recht, manches glaube ich Dir, manches auch nicht: zum Beispiel die 12 x überernährung ist nachrechenbar falsch.. 6-7 Milliarden Menschen brauchen 2-3 Millarden Tonnen Getreide im Jahr. Auf einem Ha bestem Acker wachsen 6 Tonnen pro Jahr. Das heisst man braucht ca 400.000.000 ha = 4 Millionen Quadratkilometer. Das ist eine Fläche von 2.ooo x 2.000 km. Bei 12 facher Überernährung bräuchte man schon 6.500 x 6.500 km. Auf der Erde gibt es aber nur 14 Millionen Quadratkilometer fruchtbares erschlossenes Land. http://en.wikipedia.org/wiki/Arable_land#Regional_Comparison

Da wir aber nicht nur Getreide essen sondern auch Flesich und weil nicht alles fruchtbare Land bestes Ackerland ist brauchen und auch weil nicht alle ausreichend Kunstdünger haben brauchen wir dreimal bis soviel. Der Faktor 12 kommt zustande wenn man alle Naturflächen mit einbezieht, Regenwälder, Steppen, Savannen und die mit Kunstdünger düngt. Scheiß auf Löwen Elefanten Orang Utas............

Das mit dem Klimawandel ist wahrscheinlich eine Lüge, das mit der 12fachen Überalimentierung ist es mit Sicherheit.


DIeses Forum und auch nicht mein Blog sind der Ort, wo man das endgültig wissenschaftlich ausdiskutieren kann.Erstens bin ich kein Fachmann. Eine Matura in Mathematik und eine teilweise am Bauernhof verbrachte Kindheit qualifiziert mich zwar sicher mehr als Gabriel, Gore und alle Umwelt und Landwirtschaftsminister der EU zusammen, aber das ist nun wahrlich kein Massstab, Das war nicht meine Absicht. Ich wollte nur zum Nachdenken anregen. Und Provokation ist da schon einmal ein patentes Mittel wahrgenommen zu werden. Die Biobauern als Völkermörder anzugreifen, ist so als würde man Mutter Teresa angreifen. Aber erstens hatte in der Tat auch Mutter Teresa den einen oder anderen Fehler, vielmehr aber sind die Biobauern auch nicht Mutter Teresa. SIe kümmern sich genauso in erster Linie um ihr eigenes Überleben wie das Monsanto tut oder die Mohnbauern am Hindukuschm die Kokabauern in Bolivien. Jeder hat seine Gründe. Genau seine Gründe, und nicht meine und nicht deine und schon gar nicht die der Menschheit als ganzem.

Es gibt in unserer Gesellschaft ein paar Hl. Kühe in der moralischen Wahrnehmung: Die Biobauer, Bergsteiger wie Messner, seit heute abend Jogi Löw und vielleicht noch die Biodieselfahrer sind die Heiligen. Dass das völliger Blödsinn ist, lässt sich aber leicht nachrechnen. Nein es gibt keine Alternative zum Haber-Bosch-Verfahren außer die Bevölkerung auf ein Drittel zurückzufahren.

Und wenn es eine gäbe, wäre die genauso technologisch und unbiologisch wie der Stickstoff auf unseren Feldern. Ob man die Ausrottung von zwei Drittel der Bevölkerung der Erde als legetimes Ziel ansieht, ist Ansichtssache. Meiner Ansicht ist sie es nicht.

Es gibt kein Zurück mehr in den biologischen Anbau. Nicht auf diesem Stern in diesem Universum, Das ist keine Meinung das ist ein Fakt. Auch wenn viele und wahrscheinlich sogar die Mehrheit das nicht glauben werden, man kann es genauso wenig abschaffen wie Newtons Schwerkraft. Auch nicht mit Volksabstimmung, Demokratie oder Poesiewettbewerben.

Die von mir genannten Zahlen reichen nicht für eine Doktorarbeit in Bodenkultur. Als Größenordnung des Problems reichen sie allemal. Also ein Nobelpreis - seis für Frieden, Wirtschaft, Biologie sollte schon drinnen sein :-P

Schönen Abend

23

Sonntag, 27. Juni 2010, 23:49

In manchem gebe ich Dir recht, manches glaube ich Dir, manches auch nicht: zum Beispiel die 12 x überernährung ist nachrechenbar falsch.. 6-7 Milliarden Menschen brauchen 2-3 Millarden Tonnen Getreide im Jahr. Auf einem Ha bestem Acker wachsen 6 Tonnen pro Jahr. Das heisst man braucht ca 400.000.000 ha = 4 Millionen Quadratkilometer. Das ist eine Fläche von 2.ooo x 2.000 km. Bei 12 facher Überernährung bräuchte man schon 6.500 x 6.500 km. Auf der Erde gibt es aber nur 14 Millionen Quadratkilometer fruchtbares erschlossenes Land.

ich vermute mal, dass dir ein kleiner fehler unterlaufen ist. es geht nicht um 12-facher überproduktion, sondern um 12mrd menschen, die nach aktuellem vorhandensein der agrarflächen versorgt werden können.

dazu gibt es viele gebiete, die auf NATÜRLICHE weise im jahr zwei ernten einfahren können. z.b. reisfelder in asien

nebenbei bemerkt, könnte die "ach so hoch" zivilisierte weicheigesellschaft auch mal bischen sinnvller mit den natürlichen (nicht monsanto/pioneer-geschädigten) resourcen umgehen
um apollo 11 auf den mond zu bekommen, war eine rechnerleistung von DREI commodore 64 notwendig...
um heute einen ticket zu lösen, ist EIN pentium-prozessor nicht ausreichend.

24

Montag, 28. Juni 2010, 00:49

In manchem gebe ich Dir recht, manches glaube ich Dir, manches auch nicht: zum Beispiel die 12 x überernährung ist nachrechenbar falsch.. 6-7 Milliarden Menschen brauchen 2-3 Millarden Tonnen Getreide im Jahr. Auf einem Ha bestem Acker wachsen 6 Tonnen pro Jahr. Das heisst man braucht ca 400.000.000 ha = 4 Millionen Quadratkilometer. Das ist eine Fläche von 2.ooo x 2.000 km. Bei 12 facher Überernährung bräuchte man schon 6.500 x 6.500 km. Auf der Erde gibt es aber nur 14 Millionen Quadratkilometer fruchtbares erschlossenes Land. http://en.wikipedia.org/wiki/Arable_land#Regional_Comparison



Wie weit diese Rechnung mal stimmt, forsche ich nicht haarklein nach, aber mal kurz überschlagen, eine halbe Tonne Weizen Pro person im Jahr? Ein kilo Brot reicht schon ein paar Tage für eine Person, aber auch dann wären das warscheinlich eine halbe Tonne im Jahr Weizen was eine Person bräuchte, aber auch nur, wenn sie jeden Tag ein Kilo Brot essen würde.
Diese Rechnung, die nur auf das Weizen gelegt stimmt so auch nicht, damit ist warscheinlich jede Person eingerechnet, alte Leute wie junge, die diese Massen brauchen würden.
Anders herum wär es noch mehr, falls das der Durchschnitt sein sollte, würde die Durchschnittsperson mehr als ein Kilo Brot am Tag essen,
also diese Rechung ist wohl auch nicht ganz korrekt.

Für die überproduktion von Ernährung der Weltbevölkerung sind alle produzierten Lebensmittel mit einbezogen, also nicht nur Weizen, somit ist die Frage nach der Menge an Weizen gar nicht mehr wirklich relevant.

Das wir trotzdem eine Überproduktion haben kann man jeden Abend in den Tonnen von Supermärkten sehen, wo regelmässig genug aussortiert wird.
Deine Rechungsaufstellung ist dabei auch mehr eine statistik, als kein wirklicher Vergleich.

Warum bringst du eigentlich schon wieder Al Gore als Vergleich her, merkst du, wie die Medien dir den schon eingepflanzt haben als grossen Umweltschützer?
Al Gore ist eine Riesen Lachnummer vor dem US Senat, http://www.youtube.com/watch?v=vFK-UTGH1Zw&feature=related ab 1:40 und genauso an dieser Abzocke beteiligt.
Genauso wie viele anderen Politiker, hauptsächlich in Führungs und Entscheidungspositionen.
Ich bin mir genauso sicher dabei, das diese Personen, die mal für ein paar Jahre gewählt werden, keine wirkliche Vorstellung über die Entscheidungen haben, die sie regelmässig treffen, aber das wird so sowieso nicht wirklich interressieren, solange sie ihre Pensionen bekommen, und nach ihnen die Sintflut.
Über viele Sachen hätte man im Vorfeld nachdenken müssen, zb. ob es rechtmässig war oder ist, das zb der Milch und Getreidenpreis für den Erzeuger dieser Produkte ins bodenlose sinkt, dafür aber der Grosshandel immer noch am meisten daran verdient, wie es heute noch mit dem Milchpreis ist.
Alles was in diesem Fall dann von Wirtschaftexperten und -Managern kommt, man muss sparen, effizient arbeiten, Kosten reduzieren.
Hallo? Und für was? Das diese ganzen 'Erträge' wieder in unser krankes Zinssystem fliesssen, wo die Preise immer und immer wieder künstlich hochgeschraubt werden, damit der Umsatz sinkt, und im Gegenzug der Erzeuger mit immer weniger Lohn abgespeist wird.

Wie weit sich die Bio bauern gesellschaft entwickelt hat, kann ich nicht genau sagen, aber vermutlich sind es viele Landwirte, die noch etwas länger etwas von ihren Feldern haben wollen. Zum anderen sind die auflagen für 'Bio' nicht gerade einfach zu erfüllen,
das ist der Vorwurf Bioanbau wäre Völkermord dann wohl doch etwas lächerlich.
Nimm die andere Seite, glaubst du syntetisch hergestellter Weizen wäre gut für menschlichen Organismus? Gerade, weil unsere Wissenschaft kaum wirklich Ahnung mit gentechnisch veränderten Material hat, na dann Guten Appetit, kannst ja schonmal mit minderwertigen Lebensmitteln und Vitaminpräparaten üben, wie das schmeckt.
Und dann überleg dir noch, in was für einen Kreislauf dein Wunsch nach gedüngten und gentechnisch veränderten Ernährung dich bringen würde, siehe Massentierhaltung, die 'Wasserschweine' die es schon gab, und Geflügeltierhaltung, genauso wie die Eier aus Massenproduktion oder 'freilaufende' Hühner, obwohl dieser Ausdruck auch schon für alles benutzt wird, das sich bewegt.
Aber ernähre dich mal 4 Wochen von überzüchteten Lebensmitteln aus Massenproduktion, damit kannst du einen direkten Vergleich bekommen, wie gut das für dich ist.
So ein Wasserschnitzel von einem Schwein ist lustig, wenn es beim braten auf einmal nur noch halb so gross ist, aber vielleicht ist ja sonst noch anders gutes drin, zb Penizillin und andere Hormone, denn damit werden die Schweine meistens 'gedüngt'.

Über die Frage der 'Überbevölkerung kannst du wohl auch noch einmal genauer darüber nachdenken, die Bevölkerungszahlen in unserem Raum sind eigentlich rückläufig, es kommen eigentlich mehr Zuwanderer als Neugeborene.
Und auch dort hat die Regierung einen Einfluss darauf, da sie in allen Bereichen Wachstum anstrebt, du wirst heutzutage nicht als Mensch angesehen, sondern als potenzielle Steuereinnahme, auch deswegen werden Familien besser unterstützt und gefördert.

Eine gesunde Bevölkerungsregulierung hat tiefere Ursachen als Biobauern, die auf der Erde so anbauen, was das Ackerland hergibt, und noch natürliche Inhaltsstoffe vorhanden sind,
was es normalerweise hergeben würde. Dabei hilft auch kein Überdüngen der Felder mit Kunstdüngern, mit der Drohung, wenn wir nicht genug Ertrag haben werden alle verhungern, und lässt sich kaum damit begründen, das halt einfach einmal wieder ein paar Leute weggeräumt werden müssen.

Dieser Beitrag wurde bereits 3 mal editiert, zuletzt von »Joit« (28. Juni 2010, 01:08)


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ASY

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25

Montag, 28. Juni 2010, 11:27

ich vermute mal, dass dir ein kleiner fehler unterlaufen ist. es geht nicht um 12-facher überproduktion, sondern um 12mrd menschen, die nach aktuellem vorhandensein der agrarflächen versorgt werden können.
Richtig - es war Jean Ziegler, der meinte, dass wir heute für 12 Milliarden Menschen Nahrung erzeugen könnten. Minute 1:12


26

Montag, 28. Juni 2010, 11:34

danke asy:
hab diese stelle gesucht, aber nicht mehr gefunden. in verschiedenen anderen quellen (jetzt suche ich die nicht) haben die ja auch von der doppelten bevölkerung gesprochen.
um apollo 11 auf den mond zu bekommen, war eine rechnerleistung von DREI commodore 64 notwendig...
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27

Montag, 28. Juni 2010, 15:46

Gut, dann muss ich hier auch noch richtig stellen, das ich dieses Argument ins Spiel brachte, und 'Fritzhaber' das übernommen hat.
Da hatte ich die falschen Informationen von der Quelle, die mich auf das Video hingewiesen hat.

Aber eigentlich reicht noch immer die Tatsache, das im Moment mehr als genug produziert wird, jedoch immer noch weiteres Wirtschaftswachstum, egal um welchen Preis, angestrebt wird.

Fritz Haber

unregistriert

28

Montag, 28. Juni 2010, 17:27

Trotz meiner Initial-Polemik doch noch ein netter Thread. Mit viel interessantem.AUch ich danke für das Jean Ziegler Interview. Ein blitzgescheiter Mensch mit Moral. Das genaue Gegenteil von Gore. Letzterer: Keine Ahnung von Wissenschaft, und das einzige was er machen möchte ist es neue Finanzprodukte namens Emmissionzertifikate einführen. Natürlich handelbar. Jetzt wo Aktien, Optionen und sogar Euro und Dollar wieder zu dem werden, was sie eigentlich sind, nämlich Papierfetzten Und dafür fälscht man schon mal vorsätzlich und bewusst die Klimadaten. Meine Erwähnung Gores war ironisch gemeint.='http://irgendwer.podspot.de/?s=heilige…istern anhören.

Persönlich bin ich kein Biofreund. Ich bin in den 60ern auch am Land aufgewachsen. Das Essen, das wir damals produzierten schmeckte nicht nur scheisse es war auch ungesund. Schmalz in allen Variationen. "Gemüse" im Winter nur Erdäpfel und Sauerkraut. Kriegte man wenigstens kein Skorbut. Hauptproteinquelle wurmstichiges Obst. Nein, darauf hab ich keinen Bock mehr, Eier aus Prinzip verschissen, weil Waschstrasse viel zu teuer. Legebatterien gabs schon damals. 30% der verschiessenen Eier ohne Schale gingen an die Wirten in Wien. Wenn man das Schnitzel in heissem ranzigem Schmalz-Fett bruzelt, müssen sogar die Salmonellen und Trichinen kotzen und werden abgetötet, meistens, hoffentlich.

Die Industrie auch die Lebensmittelindustrie arbeitet für ihren Gewinn. Kein ideales Modell vielleicht, auch ich bin kein Kapitalismusfan. Aber schließlich tun das alle, auch die Biobauern in der Steiermark, die Mohnbauern im Waldviertel und sogar die am Hindukusch und die Kokabauern in Boliven. Aber das ändert nichts an der Tatsache, dass es im Lebensmittelbereich einen enormen Fortschritt gegeben hat. Vom Saatgut über Röngtensterilisation von Gemüse und Obst bis zur Tiefkühlkost. Ertragssteigerung seit dem zweiten Weltkrieg ein Faktor zwei. Nein ich möchte das alles genauso wenig missen wie den Eiskasten. Ich möchte nicht zurück zum Pöckelfleisch und geselchtem. Kann ja mal ein nostalgisches Gefühl sein, aber bitte nicht jeden Tag.

Ich bin ein begnadeter Nichtkoch und habe mich in den 80er ledig erstmals fern von Mamas Herd jahrelang mit Fertiggerichten aus dem damaligen Supermarkt ernährt. Igitt igitt. Wenn ich heute einmal strohwitwern muss, finde ich immer was leiwandes im Supermarkttiefkühlregal. Schmeckt, sieht knackig aus. Leute das ist Fortschritt.

Unser Essen, erzeugt höheren Ertrag auf gleicher Fläche, schmeckt nicht nur besser, dank Kühlschrank, Stickstoff, Pesti- und Herbizden, es ist auch gesünder, hygienischer und frischer. Ich bin um 7cm grösser als mein Vater, Onkel und Grossvater. Mein Sohn wird 10 cm grösser als ich werden und seine Mutter ist keine Riesin und keiner in ihrer Familie. Und weder sie noch ich haben je Hunger gelitten. So schlecht ist das Zeugs nicht. Nur zu gut, deshalb frisst man zu viel und wird fett.

In einer Welt, in der es seit kurzem auf Grund globaler Lebensmittelmärkte, Biobrennstoffen und hohen Erdölpreisen wieder vermehrt Hungersnöte gibt, ist zurück zu Bio zurück vor Haber-Bosch dezidiert der falsche Weg. Überproduktion bei Essen ist was wünschenswertes. Regionalisierung und strikte Regulierung der Märkte von mir aus auch mit Subventionen, mit verschiedenen Preisen in verschiedenen Teilen der Welt. Lebensmittelimportverbote aus Hungerländern. Was Jean Ziegler über freie Märkte sagt könnte richtiger nicht sein. Freiheit ist eben nicht Liberalismus, ganz im Gegenteil.

Wer jetzt noch nicht gesehen hat, dass die Globalisierung vollkommen gescheitert ist, der schnallts nimmer, und spricht morgen chinesisch.

Schönen Abend

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Fritz Haber

unregistriert

29

Montag, 28. Juni 2010, 17:27

irgendwer.podspot.de

Trotz meiner Initial-Polemik doch noch ein netter Thread. Mit viel interessantem.AUch ich danke für das Jean Ziegler Interview. Ein blitzgescheiter Mensch mit Moral. Das genaue Gegenteil von Gore. Letzterer: Keine Ahnung von Wissenschaft, und das einzige was er machen möchte ist es neue Finanzprodukte namens Emmissionzertifikate einführen. Natürlich handelbar. Jetzt wo Aktien, Optionen und sogar Euro und Dollar wieder zu dem werden, was sie eigentlich sind, nämlich Papierfetzten Und dafür fälscht man schon mal vorsätzlich und bewusst die Klimadaten. Meine Erwähnung Gores war ironisch gemeint.='http://irgendwer.podspot.de/?s=heilige…istern anhören.

Persönlich bin ich kein Biofreund. Ich bin in den 60ern auch am Land aufgewachsen. Das Essen, das wir damals produzierten schmeckte nicht nur scheisse es war auch ungesund. Schmalz in allen Variationen. "Gemüse" im Winter nur Erdäpfel und Sauerkraut. Kriegte man wenigstens kein Skorbut. Hauptproteinquelle wurmstichiges Obst. Nein, darauf hab ich keinen Bock mehr, Eier aus Prinzip verschissen, weil Waschstrasse viel zu teuer. Legebatterien gabs schon damals. 30% der verschiessenen Eier ohne Schale gingen an die Wirten in Wien. Wenn man das Schnitzel in heissem ranzigem Schmalz-Fett bruzelt, müssen sogar die Salmonellen und Trichinen kotzen und werden abgetötet, meistens, hoffentlich.

Die Industrie auch die Lebensmittelindustrie arbeitet für ihren Gewinn. Kein ideales Modell vielleicht, auch ich bin kein Kapitalismusfan. Aber schließlich tun das alle, auch die Biobauern in der Steiermark, die Mohnbauern im Waldviertel und sogar die am Hindukusch und die Kokabauern in Boliven. Aber das ändert nichts an der Tatsache, dass es im Lebensmittelbereich einen enormen Fortschritt gegeben hat. Vom Saatgut über Röngtensterilisation von Gemüse und Obst bis zur Tiefkühlkost. Ertragssteigerung seit dem zweiten Weltkrieg ein Faktor zwei. Nein ich möchte das alles genauso wenig missen wie den Eiskasten. Ich möchte nicht zurück zum Pöckelfleisch und geselchtem. Kann ja mal ein nostalgisches Gefühl sein, aber bitte nicht jeden Tag.

Ich bin ein begnadeter Nichtkoch und habe mich in den 80er ledig erstmals fern von Mamas Herd jahrelang mit Fertiggerichten aus dem damaligen Supermarkt ernährt. Igitt igitt. Wenn ich heute einmal strohwitwern muss, finde ich immer was leiwandes im Supermarkttiefkühlregal. Schmeckt, sieht knackig aus. Leute das ist Fortschritt.

Unser Essen, erzeugt höheren Ertrag auf gleicher Fläche, schmeckt nicht nur besser, dank Kühlschrank, Stickstoff, Pesti- und Herbizden, es ist auch gesünder, hygienischer und frischer. Ich bin um 7cm grösser als mein Vater, Onkel und Grossvater. Mein Sohn wird 10 cm grösser als ich werden und seine Mutter ist keine Riesin und keiner in ihrer Familie. Und weder sie noch ich haben je Hunger gelitten. So schlecht ist das Zeugs nicht. Nur zu gut, deshalb frisst man zu viel und wird fett.

In einer Welt, in der es seit kurzem auf Grund globaler Lebensmittelmärkte, Biobrennstoffen und hohen Erdölpreisen wieder vermehrt Hungersnöte gibt, ist zurück zu Bio zurück vor Haber-Bosch dezidiert der falsche Weg. Überproduktion bei Essen ist was wünschenswertes. Regionalisierung und strikte Regulierung der Märkte von mir aus auch mit Subventionen, mit verschiedenen Preisen in verschiedenen Teilen der Welt. Lebensmittelimportverbote aus Hungerländern. Was Jean Ziegler über freie Märkte sagt könnte richtiger nicht sein. Freiheit ist eben nicht Liberalismus, ganz im Gegenteil.

Wer jetzt noch nicht gesehen hat, dass die Globalisierung vollkommen gescheitert ist, der schnallts nimmer, und spricht morgen chinesisch.

Schönen Abend

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