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61

Dienstag, 22. Februar 2011, 18:20

Du vergisst dabei, dass z.B. ein Kleinbauer oder Selbstversorger, der ein wenig Grund hat, viel arbeiten muss, um auf über 700,- € netto zu kommen, wo ein Grundsicherungsbezieher den ganzen Tag auf der faulen Haut liegen kann um dasselbe zu erhalten, das soll fair sein ?

Wenn Grundstücke nichts kosten würden, wie würde denn dann die Vergabe funktionieren, dann gäbe es doch erst recht Korruption bei der Verteilung !
Ausserdem gibt es auf der Welt noch genug billiges fruchbares Land, in Ungarn zahlst du ab ca. 1 € pro m². Ich kenne einige Leute, die sich dort angesiedelt haben, das kannst du dir mit einigen Monaten Grundsicherung leisten, also kostet es nichts.
Wäre es gratis, hätte es bereits ein anderer.
Eigentlich gehts dir nur um die 700 Euro. Woher kommts - weil du selber nichts bekommen hast?

Wie möchte man den gerne, dass die Vergabe funktioniert? Es braucht auch keine Vergabe die irgendwer kontrolliert den man manipulieren könnte, es muss nur organisiert werden. Da muss man sich ohnehin im Rahmen des Möglichen bewegen. Das alles ist schwer zu verstehen, wenn man das Geldsystem auch nicht durchschaut...

Als Gesellschaft hinken wir den Möglichkeiten weit hinterher - dank Menschen wie dir...

mfg

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62

Dienstag, 22. Februar 2011, 18:29

Das alles ist schwer zu verstehen, wenn man das Geldsystem auch nicht durchschaut...

Als Gesellschaft hinken wir den Möglichkeiten weit hinterher - dank Menschen wie dir...
Jeder Mensch, dem wir mit Ruhe und Geduld die Verwerflichkeit des Systems erklären, ist einer mehr, der andere weiter aufklären kann. Ein Mensch, der sich selbst schadet, macht dies nur, weil er in den konditionierten Denkmustern hängen bleibt.

63

Dienstag, 22. Februar 2011, 23:36

Eigentlich gehts dir nur um die 700 Euro. Woher kommts - weil du selber nichts bekommen hast?

Weil die 700 ,- € nun mal Thema sind.

Wie möchte man den gerne, dass die Vergabe funktioniert? Es braucht auch keine Vergabe die irgendwer kontrolliert den man manipulieren könnte, es muss nur organisiert werden. Da muss man sich ohnehin im Rahmen des Möglichen bewegen. Das alles ist schwer zu verstehen, wenn man das Geldsystem auch nicht durchschaut...

Ich weiß es nicht, wie man eine Vergabe gerecht organisiert, sag du es mir !

Als Gesellschaft hinken wir den Möglichkeiten weit hinterher - dank Menschen wie dir...

Ich mach bei dem System ja nicht mehr mit, ich kassiere nichts vom Staat und ich zahle nichts, ich kaufe kaum Produkte von Konzernen, ich versuche halbwegs autonom zu leben, ich tausche ziemlich viel und mache viel selber, ich bin relativ unabhängig vom Staat.

Ein Mensch, der sich selbst schadet, macht dies nur, weil er in den konditionierten Denkmustern hängen bleibt.


Ich denke nicht, dass ich besonders konditioniert wurde, ich bin ein relativ freier Mensch, ich bin vielleicht nicht so verwöhnt worden wie andere, ich musste relativ früh auf eigenen Beinen stehen.

Was ich befürworte, ist ein bedingungsloses Grundeinkommen für Frauen oder Männer, die Kinder versorgen, weil es wirklich schwer ist, neben der Kinderbetreuung einer ganztägigen Arbeit nachzugehen.
Die Nahrung soll deine Medizin sein, nicht die Medizin deine Nahrung.

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64

Dienstag, 22. Februar 2011, 23:49

Ich denke nicht, dass ich besonders konditioniert wurde, ich bin ein relativ freier Mensch, ich bin vielleicht nicht so verwöhnt worden wie andere, ich musste relativ früh auf eigenen Beinen stehen.

Was ich befürworte, ist ein bedingungsloses Grundeinkommen für Frauen oder Männer, die Kinder versorgen, weil es wirklich schwer ist, neben der Kinderbetreuung einer ganztägigen Arbeit nachzugehen.
Eine Konditionierung ist ein Reflex und deine Antworten sind ebefalls Reflexe, eine trainierte Moralvorstellung. Du betonst nicht verwöhnt worden zu sein und bewertest somit schon wieder nicht genau definierte "Andere". Alle müssen sobald sie können auf eigenen Beinen stehen, viele schaffen es nicht, weil eben immer zu wenig Sessel vorhanden sind und sie ewig fürs nackte Überleben arbeiten müssen.

Aha - nur Menschen mit Kindern soll ein Überleben garantiert werden. Hast du diesen Vorschlag auch schon mal fertig gedacht? Wie hoch soll das Grundeinkommen sein und was soll geschehen, wenn eine Hyperinflation startet?

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65

Mittwoch, 23. Februar 2011, 00:15

was soll geschehen, wenn eine Hyperinflation startet?


Ich weiß es nicht, die Hyperinflation wird kommen, spätestens in zwei Jahren, wir sind komplett überschuldet, es wird Hunger und vielleicht Mord und Totschlag geben, aber ich weiß nicht, wie man das verhindern kann, ich glaube es ist zu spät, die Politik hätte vor 20 oder 30 Jahren daran arbeiten müssen, sie haben es versäumt.

Wenn man die Geschichte betrachtet, gab es immer schon ein Auf und ein Ab, das mit einem Crash endet, wir stehen kurz davor... dann wieder ein Auf und ein Ab....
Die Nahrung soll deine Medizin sein, nicht die Medizin deine Nahrung.

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66

Mittwoch, 23. Februar 2011, 09:41

Ein Grundeinkommen, dessen Zweck sinnlos wird, weil die die Preise steigen und die Spitzengehälter ebenfalls, ist nicht mal ein Tropfen auf den heißen Stein.
die Hyperinflation wird kommen, spätestens in zwei Jahren, wir sind komplett überschuldet,
Diese Aussage stimmt, doch ich wundere mich, warum du das so sagen kannst, denn die Begründung für dieses Phänomen erörtern wir gerade im anderen Thread.

67

Mittwoch, 23. Februar 2011, 14:21

Aufrechterhaltung der Inflation .... die schleichende Enteignung

die Hyperinflation wird kommen, spätestens in zwei Jahren, wir sind komplett überschuldet,
Diese Aussage stimmt, doch ich wundere mich, warum du das so sagen kannst, denn die Begründung für dieses Phänomen erörtern wir gerade im anderen Thread.


Hier wird zwar nicht die Hyperinflation erklärt, aber eine Erklärung der Inflation, die mein Verständnis dazu abrundet.

Zitat

Warum die EZB eine hohe Inflation duldet

Eigentlich soll die Notenbank die Teuerung im Griff halten. Doch dabei hält sie sich nicht strikt an die vorgegebenen Ziele. Das hat gute Gründe.

Kurz vor dem Ersten Weltkrieg, im Jahr 1913, waren die deutsche Mark, der britische Schilling, der französische Franc und die italienische Lira in etwa gleich viel wert. Nur zehn Jahre später „kosteten“ diese ausländischen Währungen mindestens jeweils 1.000.000.000.000 Mark (eine Million mal eine Million Mark, sprich eine Billion Mark) – falls man einen geneigten Käufer fand. Das Sterben der deutschen Währung dauerte zehn qualvolle Jahre. Es fing ganz langsam an und steigerte sich dann extrem bis zum 20.November 1923, als der Währungsschnitt mit der Rentenmark erfolgte (Wechselkurs war eine Billion Mark zu einer Rentenmark).

Selbst in den wenigen Jahren 1920-23, als das Inflationsproblem immer offenkundiger wurde, versuchten die Weimarer Politiker, das Problem zu ignorieren. Just als das monetäre Chaos seinen Höhepunkt erlebte, bahnte sich die Katastrophe an: Adolf Hitlers Marsch zur Feldherrnhalle am 9. November 1923 markierte den Beginn des politischen Sterbens des Deutschen Reiches. Die Hyperinflation bankrottierte Millionen und brachte ebenso viele um ihre Hoffnungen auf ein menschenwürdiges Leben und eine stabile Zukunft. Doch, ist Berlin Weimar? Rasante Inflation reduziert den allergrößten Teil der Bevölkerung ganz demokratisch auf ein monetäres Nichts. Insofern ist Inflation ein lautloses Umverteilungsinstrument par Excellenze, und von manchen politischen Kräften deswegen auch so gewollt.

Sie bedarf weder eines Parteitagsbeschlusses noch einer parlamentarischen Abstimmung. Der britische Historiker Adam Fergusson beschrieb schon 1975 in „When Money Dies“ („Wenn die Währung stirbt“; 2010 neu verlegt), je materialistischer eine Gesellschaft, desto zerstörerischer wirkt die Inflation auf diese. Geld ist zwar ein Tauschmittel, aber auch ein „Wertgutschein“. Warum dieser Wert seit Jahren stetig fällt, gemessen am Goldpreis, verstehen viele Entscheidungsträger überhaupt nicht.

Das Interessante an der europäischen Staatsschuldenkrise ist die bewusst verschwiegene Erkenntnis, dass die westeuropäischen Wohlfahrtsstaatdemokratien, die sich in der Eurozone zusammengefunden haben, ohne gehobene Inflation nicht überleben können, und diese jetzt zwingend brauchen (Deflation wäre systemzerstörend). Wenn heute die Europäische Zentralbank (EZB) die Kaufkraftentwertung mit vier Prozent auswiese, würde niemand von einer Staatsschuldenkrise sprechen, denn die tatsächliche Geldentwertung wäre dann bei sieben bis acht Prozent, somit der Staat in wenigen Jahren entschuldet – und der Bürger um ein entsprechendes Maß enteignet.

Die Zentralbanken sind dabei nur halb-staatliche Anstalten, die zwar den Kaufkraftentzug nicht steuern (sie geben dies nur vor), aber in der Tat Inflationserwartungen beeinflussen können. Der designierte Bundesbankpräsident Jens Weidmann ist folgerichtig eine politische Berufung, erneut ein farbloser Technokrat, der für diesen Entschuldungsmechanismus Sorge zu tragen hat. Das erreicht man gewöhnlich dadurch, dass man zwar öffentlich über Inflationsgefahren spricht (wie auch gegenwärtig EZB-Präsident Jean-Claude Trichet), aber letztlich erst mit einer großen Zeitverzögerung die Zinsen anhebt. Diese „Lücke“ entschuldet den Staat.
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Die Staaten der Europäischen Union bauen seit dem Zweiten Weltkrieg ihre ordnungspolitischen Systeme auf einer Verschuldungsmaschinerie auf, die nur durch mindestens zwei bis vier Prozent Inflation über einen langfristigen Zeitraum beherrschbar ist. Die systemimmanente Aufgabe der Europäischen Zentralbank ist es daher dafür zu sorgen, dass dieses inflationäre Grundniveau eingehalten wird, um den ewig schuldenfinanzierten Sozialstaat am Leben zu halten.

So sieht der Bürger, dass seine Lebenshaltungskosten sowie seine Abgaben- und Steuerlast stetig steigen (lautlose Enteignung). Die Europäische Zentralbank wird aber eine Zinserhöhung, auch der Griechen wegen, weiter verzögern (und wahrscheinlich erst nach der amerikanischen Notenbank Federal Reserve reagieren). Sie erfüllt damit ihre Entschuldungsaufgabe, aber nicht unbedingt zum Wohl des Bürgers.

Der Autor ist Finanz-Stratege und Partner bei EPM Group Berlin.

Quelle .... http://www.welt.de/finanzen/article12609…ion-duldet.html


Die kalte uns schleichende Enteignung unserer Werte, von unserer Herrschaft gewünscht und praktiziert!
Gedanken sind Deine wahre Macht - wenn Du Gedanken verstehst, bist Du wahrhaft mächtig !

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68

Mittwoch, 23. Februar 2011, 15:24

Hier wird zwar nicht die Hyperinflation erklärt, aber eine Erklärung der Inflation, die mein Verständnis dazu abrundet.
Du meinst wahrscheinlich, warum sich der Staat bei einer starken Inflation entschuldet? Das funzt so:

Wenn die Inflation steigt, so sinkt auch gleichzeitig das Vertrauen in das Geld, was gleichzeitig - so toll das auch klingt - die Umlaufgeschwindigkeit erhöht, denn die Menschen wollen sich kein inflationäres Geld aufheben. Dies bedeutet aber gleichzeitig auch, dass Verkäufer für ihre Waren ebenso ungern inflationäres Geld annehmen, weshalb das Vertrauen in die Währung noch mehr verfällt. Nun will dieses inflationäre Geld überhaupt niemand mehr haben.

Aufgrund des Wertverfalles des Geldes, werden die Staatsschulden im Verhältnis zur Geldmenge jedoch immer kleiner.

Beispiel:
Österreich hat 200 Mrd. Staatschulden. Wenn nun die Währung weniger Wert hat, dann sind auch die realen Staatsschulden um diesen Wert gefallen. Zwar ist Österreich noch immer 200 Mrd. Euro schuldig, doch bei einer 50%igen Inflation sind diese real nur noch 100 Mrd. schwer. Oder anders erklärt: Würde Österreich die 200 Mrd. an die Gläubiger zurückzahlen, so könnten sie sich für dieses Geld nur Waren im Vorjahreswert von 100 Mrd. kaufen.

Bei verschuldeten Häuslbauern funktioniert das ähnlich, nur haben die zu diesem "Glück" das Problem, dass sie von ihrem erst nachträglich inflationsausgeglichenen Geld, die Preiserhöhungen für Lebensmittel und Energie bezahlen müssen und deshalb nichts für die Rückzahlung der Hypothek übrig bleibt. Wer die starke Inflation nicht überlebt, wird gepfändet. Wer es schafft das Geld für die Hypothek-Raten zu begleichen, kann sich nach einem Währungsschnitt freuen, weil er dann bspw. für einen Monatslohn mit dem neuen Geld, all seine offenen Forderungen begleichen kann.

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69

Freitag, 11. März 2011, 09:27

Staatsknete

Wer lebt wirklich vom Staat? Ist das Grundeinkommen ungerecht?


70

Freitag, 11. März 2011, 13:04

Für manchen schon und für manchen überhaupt nicht.

Viele Grossverdiener sind eh der Meinung, dass sie zu wenig verdienen. Die möchten am liebsten noch mehr haben.


Mein Grundeinkommen beträgt im Moment sage und schreibe CHF 2900.00. Der Staat ist nicht bereit Sozialhilfe zu geben. Sie sind der Meinung, dass wir genug verdienen.
Wir sind nicht verantwortlich für das, was uns widerfährt, sondern dafür, wie wir damit umgehen.
Vergebung ist, alle Hoffnung auf eine bessere Vergangenheit aufzugeben!

:)


www.kopp-verlag.de

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