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ASY

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1

Donnerstag, 7. Februar 2008, 01:29

07.Februar 1968: Die Todesstrafe wurde in Österreich abgeschafft

http://de.wikipedia.org/wiki/Todesstrafe#.C3.96sterreich

Zitat

Österreich
Schon seit dem 16. Jahrhundert gab es hier Vorstöße, die Todesstrafe einzuschränken oder abzuschaffen. Sie hatten im 18. Jahrhundert erste Erfolge, als mit der „verschärften Todesstrafe“ besonders grausame Formen wie das Rädern abgeschafft wurden. Zwischen 1787 und 1795 wurde die Todesstrafe dann aus wirtschaftlichen Gründen ganz abgeschafft: Man setzte die Sträflinge stattdessen zur Zwangsarbeit ein. 1795 wurde sie jedoch für Hochverrat und 1803 auch für andere schwere Verbrechen wieder eingeführt. An Frauen wurde ab 1809 jedoch kein Todesurteil mehr ausgesprochen. Erst im Jahr 1900, nach 91 Jahren, wurde mit der Kindesmörderin Juliana Hummel wieder eine Frau zum Tode verurteilt.
Die Strafrechtsreform von 1871 sah die Todesstrafe nur noch für Mord vor. Während des 1. Weltkriegs führte die Regierung jedoch ein Notverordnungsrecht ein, das wieder weitere Delikte mit dem Tod bestrafte. Es wurde bis 1919 angewandt; dann schaffte die 1. österreichischen Republik die Todesstrafe für ordentliche Verfahren ab. Die Diktatur unter Engelbert Dollfuß (Christlich-soziale Partei) griff 1934 infolge der Februarkämpfe auf das nie formell abgeschaffte Notverordnungsrecht zurück und führte die Todesstrafe für zahlreiche Delikte wieder ein. Nach dem Anschluss Österreichs 1938 ähnelte die Rechtslage der des Dritten Reichs.
In der 2. Republik war die Todesstrafe für schwere Delikte zunächst noch vorgesehen, wurde 1950 jedoch für ordentliche, am 7. Februar 1968 auch für standrechtliche Verfahren abgeschafft. Rechtsgrundlage für die Abschaffung der Todesstrafe sind Artikel 85 Bundes-Verfassungsgesetz, 6. Zusatzprotokoll zur EMRK und − insbesondere − 13. Zusatzprotokoll zur EMRK.[17] Die letzten beiden Hinrichtungen fanden durch Erhängen statt: nach österreichischem Recht am 24. März 1950 im Straflandesgericht Wien, nach alliiertem Recht in der US-amerikanischen Besatzungszone im Februar 1955.
Dieser Tag sollte zum bezahlten Feiertag werden, weil wir erst vor ca. 40 Jahren das Töten von Artgenossen abgeschafft haben.

Diesen Thread gönne ich besonders der Rechtsfraktion, die sich immer wieder für radikale Mechanismen stark macht - und neben der ÖVP, wie wir da nachlesen können, war eh noch nie ein Platz weiter rechts.

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Maria

Lieber Hydrokultur als gar keine Bildung!

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2

Donnerstag, 7. Februar 2008, 10:07

die todesstrafe....ja und nein zugleich!
wenn ein kind oder auch ein erwachsener ermordet kommt es mir schon hoch und ich denke mir: "aufhängt ghört er der grausliche mörder"
bei manchen dachte ich auch schon ich könnte es persönlich tun!
aber es hat jedes ding 2 seiten.
die todesstrafe würde auch mißbraucht werden und das ist auch nicht gut. also besser weg damit.
Ein wacher Geist weiß das in der Rache nichts als Zerstörung liegt.

3

Donnerstag, 7. Februar 2008, 10:32

RE: 07.Februar 1968: Die Todesstrafe wurde in Österreich abgeschafft

Dieser Tag sollte zum bezahlten Feiertag werden, weil wir erst vor ca. 40 Jahren das Töten von Artgenossen abgeschafft haben.
Ähm nicht ganz: Täglich werden allein in Österreich durchschnittlich 150 Babys abgetrieben - kann man ja auch als "Tötung von Argenossen" ansehen!^^

ASY

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4

Donnerstag, 7. Februar 2008, 10:48

Ja, da stimme ich dir zu - ein kranker Staat gewährt seinen Einwohnern das Recht völlig gesunde Menschen noch vor der Geburt abzumurksen. Auch ich glaubte mal diesen Wahnsinn. Das kann nur geschehen, wenn Absurdität zu normalem Verhalten hoch gepriesen wird.

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5

Donnerstag, 7. Februar 2008, 11:00

Ähm nicht ganz: Täglich werden allein in Österreich durchschnittlich 150 Babys abgetrieben - kann man ja auch als "Tötung von Argenossen" ansehen!

Noch dazu in einer Zeit, wo der Geburtenrückgang mehr als erschreckend ist - das österreichische Volk wird einfach aussterben. Somit erlaubt die legale Abtreibung nicht nur das töten von ungeborenen Menschen, sondern hat irgendwann den Untergang eines ganzen Volkes zur Folge.
Also töten wir uns demnach selber!

aber es hat jedes ding 2 seiten.

Natürlich - das Eine kann nicht ohne das Andere existieren!
In einer jeden Zeitepoche (die mir bekannt ist) gab oder gibt es in verschiedenen Länder die Todesstrafe. Verwunderlich ist für mich jedoch, dass sich immer Menschen gefunden habe, die diese auch EXEKUTIEREN! Den ohne "Henker und Vollstrecker" gäb es zwar dieses Gesetz, aber es könnte nicht ausgeführt werden.

Was bewegt Menschen dazu, andere zu töten - ohne jeglichen persönlichen Vorteil, Hass, Triebhaftigkeit usw. sondern einzig als Tätigkeit ihres Berufes?
Gedanken sind Deine wahre Macht - wenn Du Gedanken verstehst, bist Du wahrhaft mächtig !

6

Donnerstag, 7. Februar 2008, 17:30

Wie man (nicht nur) in den USA sieht, ist ein Straftat nicht immer gleich wie eine Straftat obwohl das Selbse passierte. Es ist doch so, dass die Rechtssprechung sehr viel Freiraum zur richterlichen Gestaltung/Unabhängigkeit gibt. So ist es dann natürlich eine Frage des Geldes, ob man eine "gerechte" Strafe bekommt oder nicht.

Und wenn einer etwas Geld hat, hat er vor Gericht auch mehr Möglichkeiten seine Tat-Version und sich selbst zu präsentieren. Er kann sehr gute Anwälte beauftragen, er kann sehr gute psychiatrische Gutachter beauftragen ......

Deswegen eine klares Nein zur Todesstrafe, weil diese die Ungerechtigkeiten nur vergrössern würde.
Die glücklichen Sklaven
sind die
erbittertsten Feinde der Freiheit!

Marie von Ebner-Eschenbach

7

Donnerstag, 7. Februar 2008, 19:22

Why should we kill people, to showing killing people is wrong?
Hat mal Kurt Cobain gesagt.
Es gibt eine Menge Gründe, die Todesstrafe zu Befürworten. Aber ich glaube, dass der oben genannte Satz wohl alles übertönt. (wenn richtig geschrieben, da mein Einglisch)
Zudem gibt es in allen Staaten der USA, die die Hinrichtung in Ihren Gesetztesbüchern verewigt haben, um bis zu 5 mal mehr Mordkriminalität als in dem Rest der USA. Es gibt keinen amerikanischen Staat mit Todesstrafe, die weniger Morde verzeichnen können als die Staaten ohne dieser Art von Gesetzesausübung.
In Russland ist die Todesstrafe übrigens auch noch gestzlich erlaubt, wurde aber seit 1996 nicht mehr vollstreckt.
Die Offizielle zumindest...

ASY

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8

Donnerstag, 7. Februar 2008, 19:39

Exakt so sehe ich das auch.

Weiter möchte ich erwähnen, dass die Staatsgewalt keine Gefühle haben darf, denn Rache ist ein sehr starkes Gefühl und einem Staat nicht würdig. Die geheuchelte Solidarität, presst die Bürger eines Landes in die Täterrolle und gemeinsam einen Menschen zu töten ist "ja nicht so schlimm!" :roll:

Ich stelle mir grad vor, was uns da noch erwarten könnte. Etwa Stromhinrichtungen übers Internet, wo sich dann die Bürger beteiligen können? Zutrauen tue ich das den obigen Wahnsinnigen allemal.

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9

Montag, 11. Februar 2008, 23:17

Ja, da stimme ich dir zu - ein kranker Staat gewährt seinen Einwohnern das Recht völlig gesunde Menschen noch vor der Geburt abzumurksen.

Ich denke, A b t r ei b u n g ist immer noch besser, als ein Neugeborenes, oder Kind mit wenigen Lebensjahren, zu töten!

Bei den heutigen Stand der Ermittlungstechniken, DNA usw. können Verbrechen auch ohne Geständniss aufgeklärt werden und ein Kinderschänder, Kindermörder, Vergewaltiger, Raubmörder udgl. zuzmindest bei solchen Delikten gehört nicht auf diese Welt und darf nie mehr auf die Menscheit losgelassen werden!

Der ganze psychologen Scheiß, die gehören auch gleich mit auf die Richterbank, wenn sie einen Kinderf... als geheilt entlassen und der sich wieder ein Kind kascht!
Gruß, Johann



Zitat von »Vivienne von Wattenwyl «

Wer leugnet, dass Liebe und Jagd verwandte Passionen sind, hat selbst nie gejagt."

ASY

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10

Dienstag, 12. Februar 2008, 08:25

Untergang des Abendlandes!

A b t r ei b u n g ist immer noch besser, als ein Neugeborenes, oder Kind mit wenigen Lebensjahren, zu töten!
Lässt du dann auch den Schluss zu, dass es günstiger sein muss einen jungen als einen alten Menschen zu töten. Ich kann deiner Logik nicht ganz folgen.
Bei den heutigen Stand der Ermittlungstechniken, DNA usw. können Verbrechen auch ohne Geständniss aufgeklärt werden
Ich besorge mir Spuren, beobachte jemanden und so er kein Alibi hat, begehe ein Verbrechen und lege DNA-Hinweise. Mit den DNA-Techniken gibt es also sicher keine Verbesserung den wahren Täter zu finden.
Der ganze psychologen Scheiß, die gehören auch gleich mit auf die Richterbank, wenn sie einen Kinderf.
Richter werden da nicht viel helfen, wenn du folgenden Text zu dir nimmst:

Zitat

Untergang des Abendlandes!

36) Die Interessen Pädophiler werden sogar im Deutschen Bundestag vertreten, und zwar durch Volker BECK, von 1994 bis 2002 rechtspolitischer Sprecher von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN: BECK schreibt: "Eine Entkriminalisierung der Pädosexualität ist angesichts des jetzigen Zustandes ihrer globalen Kriminalisierung dringend erforderlich, ..." (Volker Beck, Das Strafrecht ändern? Plädoyer für eine realistische Neuorientierung der Sexualpolitik. In: Angelo Leopardi (Hrgs.), Der Pädosexuelle Komplex. Handbuch für Betroffene und ihre Gegner, Berlin/Frankfurt 1988, S. 266). Von 1991 bis März 2004 war BECK auch Sprecher des Lesben- und Schwulenverbandes in Deutschland (LSVD). Bekanntlich sind Homosexuelle verstärkt an Kindern interessiert. Daher dürfen wir uns nicht wundern, wenn sie ihren Einfluß in Politik, Justiz und Bildungswesen mißbrauchen, um Kinder zum freien Sex zu verführen. Quelle: Johannes Lerle, Brüxer Str. 25, 91052 Erlangen, Tel.: 09131 - 302455 - "Die Sünde ist der Leute Verderben" (Spr. 14, 34) Warum Deutschland pleite geht", S. 3

37) 2.11.2004: Dr. Iwan Götz: Kinderschänder Piet van Achteren (Name von der Redaktion geändert) - Sie werden alle zusammen in die Geschichte der Kinderschändung als diejenigen eingehen, die in Deutschland am Fortbestand dieser schändlichsten aller Verbrechen aktiv beteiligt waren. Ich versichere Ihnen, daß es nur die Frage der Zeit ist, wann der schwule Abschaum Kinderschänder Achteren, den Sie mit allen Mitteln schützen, "ins Gras beißt". Und Sie mit ihm. Quelle: Internet

38) Kölner Gerüchte um Kinderpornos - Hat ein Kinderschänderring in einem Kölner Hotel mit Mädchen aus Osteuropa Pornofilme gedreht und die Opfer Kinderschändern angeboten? In der Stadt am Rhein schwirren die Gerüchte, seit vor drei Tagen ein Hotel und fünf Wohnungen durchsucht worden waren. Dabei seien Beweismittel sichergestellt worden, hieß es. Ihre Sichtung werde noch einige Zeit dauern, so die Staatsanwaltschaft. Derzeit arbeitet die Polizei an einem Plan, wie ein 65.000 Quadratmeter großes unwegsames Gelände im Stadtteil Porz nach möglicherweise verscharrten Leichen abgesucht werden kann. ... Quelle: "Lübecker Nachrichten" vom 3.4.2004

39) Reporter in der Falle Was die Pressefreiheit wirklich bedroht: Die Arbeit mit versteckter Kamera ist in Gefahr ... Der Reporter Manfred Karremann beispielsweise, der ... fast ein Jahr lang in der Pädophilenszene recherchierte (Unter Kinderschändern), muss um sein Arbeitsgebiet fürchten. Er arbeitet seit Jahren mit versteckter Kamera, um Täter zu überführen. Aber er braucht die Kamera auch zum Selbstschutz, um zu beweisen, dass er sich bei den Recherchen nicht strafbar gemacht hat. Da geht es wirklich um Pressefreiheit. Aber niemand schaut hin. Quelle: Hans Leyendecker in einem Leserbrief - Süddeutsche Zeitung vom 3. September 2004 (Zur Einführung des Straftatbestandes des § 201 a StGB - "Verletzung des höchstpersönlichen Lebensbereichs durch Bildaufnahmen")

40) www.national-journal.org Kinderschändungen und Kindertöten als demokratische Errungenschaft? In der satanischen Welt, die nach Hitler gekommen ist, schänden und töten demokratische Politiker und Geldbonzen wehrlose Kinder auf bestialische Weise, sogar Babys. Jene, die diese satanischen Neigungen des politischen Abschaums kennen, stellen Kinder zur Benutzung und Tötung zur Verfügung. Nach dem Verbrechen erhalten die widerlichen Lumpen ein Video ihrer Tat zugestellt. Von da an ist klar, welche Lobby-Arbeit sie in ihren jeweiligen Parlamenten verrichten. "Grund für die Zunahme der sexuellen Mißhandlungen von Kindern auch in den Industrieländern nannte der belgische Außenminister Eric Derycke den Werteverfall in 'ultraliberalen System', in denen 'alles käuflich' ist sogar der Körper eines Kindes." (Die Welt, 29.8.1996, S. 1) Der Prozess Das Verfahren gegen Kinderschänder Dutroux: fast acht Jahre Vorlauf, mysteriös verstorbene Mitwisser, 450 Zeugen - und die Frage: Einzeltäter oder Pädophilen- Netzwerk bis in höchste Kreise? von Dirk Banse und Michael Behrendt Die kühle Seeluft, die vom Hafen in die Stadt zieht, dringt bis auf die Haut. Uns fröstelt, als wir in Antwerpen die geheimnisumwitterte Zeugin Regina Louf treffen. In den Dutroux- Akten der Gendarmerie von Brüssel, die uns in Belgien zugespielt worden waren, wird sie mit dem Codenamen X 1 geführt. Frau Bellamy von den Vereinten Nationen sagt, man müsse Rücksicht auf die besonderen Neigungen in Bezug auf die kulturelle Herkunft der Kinder-schänder nehmen. Und übri-gens handele es sich bei den Verbrechen an Kindern um ein Milliardengeschäft. Und das zählt schließlich im Globalis-mus! "Die Direktorin der Unicef, Carol Bellamy, wies darauf hin, der Han-del mit Kindern und deren Mißhand-lung zu einem internationalen Ge-schäft mit hohen Gewinnraten ge-worden sei ... Rücksichten seien zu nehmen auf jeweilige kulturelle und wirtschaftliche Zusammenhänge."

Nun steht die inzwischen 34 Jahre alte Frau leibhaftig vor uns und lächelt verlegen. Sie wird an diesem Februartag ihre Geschichte erzählen, die so voll von grauenhaften Details ist, dass man sie nicht glauben möchte. Nachdem Regina Louf den Weg in die Öffentlichkeit gesucht hat, fragen sich die Belgier, ob die Zeugin oder die gesellschaftliche Oberklasse ihres Landes verrückt geworden sei. Denn die 34-Jährige versichert, dass sich prominente Politiker, angesehene Polizisten und Manager in dem Netz der Pädophilen verfangen haben sollen. Als Polizisten die Aussagen von X 1 prüften, kamen sie jedenfalls zu dem Ergebnis, dass viele ihrer Angaben stimmen. Seither steht die Zeugin unter dem Schutz der Gendarmerie. Die 34-Jährige lebt jetzt zurückgezogen auf einem Bauernhof bei Gent und betreibt dort eine Hundezucht. In dem heute beginnenden Prozess gegen den belgischen Kinderschänder Marc Dutroux, dessen ehemalige Ehefrau Michelle Martin, den drogenabhängigen Dutroux- Komplizen Michel Lelièvre und den Geschäftsmann Michel Nihoul soll sie einer der 450 Zeugen sein. "Ich war noch ein Kind, als mich meine Eltern an einen Bekannten verkauften. Er hieß Tony. Dieser Mann gehörte zu einer Gruppe von Pädophilen, die regelmäßig Kinder an reiche Bürger vermittelten", beginnt Regina Louf ihre Geschichte. Sie sei über Jahre hinweg von verschiedenen Männern missbraucht worden. X 1 nennt auch deren Namen, will sie aber aus Angst vor juristischen Konsequenzen noch nicht veröffentlicht wissen. "Dass auch Marc Dutroux zu dieser Gruppe gehörte, ist aber kein Geheimnis mehr. Ich lernte ihn gemeinsam mit meinem Zuhälter Tony auf einer Eisbahn kennen. Er war ein guter Eisläufer und hatte sogar Charme. Dutroux war wie auch Tony ein Zuhälter, der von staatlichen Stellen gedeckt wurde", berichtet sie. Sich an die Polizei zu wenden sei ihr deshalb nie in den Sinn gekommen. "Wer aussteigen wollte, den erwartete der Tod", erklärt sie scheinbar gelassen.

Und dann schildert Regina Louf jenes Ereignis, das auch die Ermittler zunächst nicht glauben mochten. "Eine von uns, sie hieß Christine van Hees, wollte aussteigen. Ich glaube, es war im Jahr 1984. Die Zuhälter versammelten die Kinder in einer alten Champignonzüchterei. Wir mussten uns in einen Kreis setzen. In der Mitte wurde Christine, die damals 16 Jahre alt war, mit einem Seil an einem Haken befestigt und langsam zu Tode gefoltert. ‘Seht her! Das passiert euch auch, wenn ihr unsere Geheimnisse verraten wollt,’ hatten sie zu uns gesagt. Es war schrecklich." Die Polizisten von Brüssel, die die Zeugin vernahmen, waren schockiert. Vor allem deshalb, weil die heute 34-Jährige Details nannte, die nicht einmal den Ermittlern bekannt waren. Sie konnte das ehemalige Fabrikgelände, das längst abgerissen ist, detailliert beschreiben. Regina Louf sagte auch aus, dass Christine van Hees mit einem Metallstift gequält worden sei. Und tatsächlich war später in der gefesselten und verbrannten Leiche des 16-jährigen Mädchens ein solcher Metallstift gefunden worden. In den Akten der Observations- und Untersuchungseinheit der Polizei von Brüssel, die der WELT vorliegen, finden sich die Namen der Täter, Kunden und Schauplätze wieder. Die Ermittlungen, so scheint es, sind gewissenhaft geführt worden. Ob ihre Ergebnisse im Dutroux-Prozess veröffentlicht werden, bleibt zu hoffen.

Staatsanwalt Michel Bourlet, Anhänger der Netzwerktheorie, hat öffentliche Äußerungen über X 1 vermieden. Bekannt ist dagegen, dass sich Staatsanwalt Hubert Massa umgehend mit Regina Louf treffen wollte, nachdem er 1999 den Auftrag bekommen hatte, am Fall Dutroux mitzuwirken. Doch zu dem Treffen kam es nicht. Massa jagte sich angeblich eine Kugel in den Kopf, seine Leiche wurde nie obduziert. Als Regina Louf über ihre Leiden und die korrupten Politiker, Staatsanwälte und Richter spricht, bleiben ihre Augen trocken. Sie erzählt von Folterungen, verschleppten Ermittlungen und Morden sachlich und ohne große Emotionen. "Ich muss den Weg in die Öffentlichkeit suchen, auch wenn mich die meisten Leute für verrückt halten", sagt sie. "Die Wahrheit ist doch, dass nicht nur in Belgien Kinder verschleppt wurden, um die perversen Gelüste jener zu befriedigen, die es sich leisten konnten. Und schließlich wurden solche Neigungen auch gefördert, um einflussreiche Leute zu erpressen. Ich erinnere mich, wie man hochrangigen Politikern auf Partys 13- jährige Mädchen zuführte, die auf älter geschminkt waren. Am nächsten Tag hatten diese Männer einen Umschlag im Briefkasten mit der Geburtsurkunde des Mädchens. Klar, dass sie anschließend ihre Macht nutzten, um die Ermittlungen zu stoppen." Regina Louf schildert auch, wie sie an Kunden in Deutschland und in den Niederlanden "vermietet" worden sei, sie spricht von einem großen Netzwerk. "Wer nur Dutroux bestrafen will, begeht einen großen Irrtum. Er ist nur ein Glied in einer Kette von Pädophilen." Von dieser These ging auch die belgische Psychologin Gina Pardaens aus. Sie scheute jedoch im Gegensatz zu Regina Louf den Weg in die Öffentlichkeit, obwohl sie über brisantes Wissen verfügte. Einer ihrer Patienten hatte über das Pädophilennetzwerk gesprochen und erklärt, dass Kinder vor laufender Kamera zu Tode gefoltert worden sein sollen. Anschließend widmete sie sich dem Kampf gegen die Kinderschänder - bis sie 1999 mit ihrem Auto ungebremst gegen einen Brückenpfeiler fuhr. Zuvor war sie mit dem Tod bedroht worden.

Der WELT hatte sie wenige Tage vor ihrem mysteriösen Unfall berichtet, dass ein belgischer Generalstaatsanwalt von ihr Details über das Verschwinden des deutschen Jungen Manuel Schadwald in das niederländische Kinderpornomilieu erfahren wolle. Der damals Zwölfjährige war 1993 aus Berlin verschwunden. Die Fälle Manuel Schadwald und Marc Dutroux hingen eng zusammen, erklärte Gina Pardaens. Und tatsächlich gibt es Schnittstellen. So soll sich Dutroux nach Aussagen des Niederländers Robert Jan W. oft im Kinderpornomilieu von Amsterdam aufgehalten haben: im Klub "Alex Privé" von Karel van M., in dem auch Manuel Schadwald nach Recherchen dieser Zeitung anschaffen musste. "Wir haben den Jungen 1993 aus Berlin in die Niederlande mitgenommen. Er war zunächst in einem Rotterdamer Klub, später dann in Amsterdam", hatte der Belgier Robby van der P. gegenüber dieser Zeitung 1998 in Amsterdam berichtet. Seine Aussage hatte denn auch zu Streitigkeiten innerhalb der Kinderpornoszene geführt, er erschoss wenige Tage später seinen Komplizen Gerry U. in Italien und sitzt seitdem im Gefängnis. In der Wohnung seines Opfers im niederländischen Zandvoort fanden private Ermittler unzählige Disketten und Videos mit geschändeten und gequälten Kindern. Sogar der Missbrauch von Babys war zu sehen. Rätselraten gibt es seither um einen Film, der sich in einem Versteck in der Zandvoorter Wohnung befand. Es gibt Aussagen, dass es sich dabei um ein so genanntes Snuff-Video gehandelt habe, auf dem die Tötung eines Kindes zu sehen sei. Dieser Zeitung liegt ein Schreiben des belgischen Privatermittlers Marcel Vervloesem vor, in dem er die Aussagen des Niederländers Robert Jan W., die dieser ihm gegenüber gemacht hatte, der Staatsanwaltschaft von Haarlem mitteilte. Und die haben es in sich. So erklärte Robert van W. auch gegenüber dieser Zeitung, dass zwischen 1987 und 1993 mehrere deutsche Kinder in der Nähe von Amsterdam bei Folterungen vor laufender Kamera ums Leben gekommen seien. Er habe dies mit eigenen Augen gesehen. Zudem habe er Dutroux mehrmals in Amsterdam zusammen mit dem Belgier Robby van der P. gesehen. Die für den Fall Dutroux zuständige belgische Staatsanwaltschaft in Neufchâteau nahm die Aussagen ernst und stellte im Jahre 2001 ein Rechtshilfeersuchen an die Niederlande, um mehr über die Verbindung von Dutroux ins Amsterdamer Milieu zu erfahren. Laut der Amsterdamer Zeitung "De Telegraaf" soll Dutroux sogar mit den beiden Mädchen Julie und Melissa 1995 in dem Sado-Maso-Klub "Alex Privé" in Amsterdam gewesen sein. Die achtjährigen Mädchen waren nach der Festnahme von Dutroux im August 1996 verhungert auf einem seiner Grundstücke gefunden worden. Doch die belgische Staatsanwaltschaft interessierte sich nicht nur für die Verbindung von Dutroux nach Amsterdam. Im Visier hatte sie auch immer den ehemaligen Rotterdamer Bordellbesitzer Lothar G., der inzwischen verurteilt worden ist. In einem Protokoll der Rotterdamer Polizei aus dem Jahre 1994 hieß es, dass der Berliner Junge Manuel Schadwald an der Seite jenes Lothar G. gesehen worden sei. Dafür, dass die Polizei dennoch nicht eingegriffen hatte, entschuldigte sich die damalige Justizministerin Winnie Sorgdrager sogar öffentlich. Jener Lothar G. arbeitete aber auch nicht allein. Einer seiner Geschäftspartner war der Belgier Robby van der P., der das auch gegenüber dieser Zeitung einräumte. Und er wiederum soll zusammen mit Dutroux im Amsterdamer Kinderpornomilieu zu sehen gewesen sein. So jedenfalls stand es im Rechtshilfeersuchen aus Neufchâteau an die Niederlande, über das "De Telegraaf" berichtet hatte.

Wer glaubt angesichts dieser Fakten noch daran, Dutroux habe auf eigene Rechnung gearbeitet? Dass auch Marc Verwilghen, der Leiter der Dutroux-Untersuchungskommission und ehemalige Justizminister, von einem Kinderpornonetzwerk ausgeht, liegt der WELT schriftlich vor. In einem Schreiben an eine belgische Bürgerinitiative teilte er bereits kurz nach der Festnahme von Dutroux mit: "Es besteht kein Zweifel daran, dass ein Kinderporno- und Kinderprostitutionsnetzwerk in Belgien existiert." (Die Welt, 1.3.2004, Seite 10)


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