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ASY

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Dienstag, 12. Februar 2008, 13:48

Jugend: zweithäufigste Todesurache SELBSTMORD

Unsere Kinder und Jugendlichen sterben nur noch im Verkehr öfter - sonst nehmen sich unsere Nachkommen selbst das Leben.

Gefordert werden mehr psychiatrische und psychologische Einrichtungen, was ich für totalen Schwachsinn halte. Seit 2005 hat das Wagner-Jaureggspital die Betreuungseinrichtungen verdoppelt. Es geht wieder mal um Geld für das liebe Investitionskapital.

Doch woran liegt es wirklich? Ich meine, wir werden in ein System hineingepresst, welches einfach der Menschheit unwürdig ist. Ein Wettkampfsystem um Anerkennung, Spitzenleistung, Repräsentationszwang, usw.

Wer fühlt sich unschuldig?

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Dienstag, 12. Februar 2008, 17:49

Österreich hat nach Finnland und Ungarn seit Jahren die höchste Selbstmordrate. Davon ist in Österreich die Steiermark (genau genommen der Bezirk Murau) am schlimmsten betroffen.

Ich hab hier in der "österreischen Apotheker-Zeitung" einen Beitrag zum Thema Selbstmord gefunden - wonach es bereits im Jahre 2004, in Österreich jährlich mit rund 1.500 Suizidopfern mehr Tote gab als im Straßenverkehr und am Arbeitsplatz zusammen. Also ein Thema, dass nicht nur unsere Jugendlichen betrifft, sondern die gesamte Bevölkerung.

Warum nur können wir zwar täglich von schlimmen Unfällen, Totschlag und Arbeitsunfällen lesen, jedoch die Suizidopfer werden gänzlich verheimlicht. Wenn nicht in unmittelbarer Nähe jemand durch die eigene Hand den Tod findet, dann erfahren wir es im besten Fall noch, wenn im Zuge der Selbsttötung eine "Fremdtötung" voran ging.

Das wären mal die Fakten, wie ich das Thema sehe.

Das unsere Jugendlichen unter dem momentan HERRSCHENDEN System am allermeisten zu leiden haben - da sie sich ja noch in der "Hineinpressphase" befinden - und sie sich mit Händen und Füßen dagegen versuchen zu wehren - kann ich mir den psychischen Zustand unserer zukünftigen Erwachsenen in etwas vorstellen.

Es kommt mir vor, als würde man Vögel ihre Flügel stutzen, um ihnen dann auf immer und ewig vorzuhalten warum sie nicht fliegen könnten, warum sie überhaupt vor hätten zu fliegen, warum sie so DUMM waren sich die Flügel stutzen zu lassen. Man redet ihnen ein, niemand ausgenommen ihnen selber hätten daran schuld, oder wenn es besser passt, das müsste eben so sein - und den Weg aus diesem Dilemma hätten sie auch selber zu finden. Ausgenommen es findet sich eine Möglichkeit, bei der JEMAND viel Geld an diesem Umstand verdienen kann, den natürlich Betroffener selber zu entrichten hat - ansonsten wieder selber schuld.

Ich fühle mich von Herzen "Mitschuldig" an diesem Gesamtzustand - den nur so kann man auch die Verantwortung dafür übernehmen, damit sich etwas daran ändert.
Gedanken sind Deine wahre Macht - wenn Du Gedanken verstehst, bist Du wahrhaft mächtig !

3

Dienstag, 12. Februar 2008, 18:20

Die Statistiken zum Suizid und wo am meisten selbstgemordet wird, sind alles andere als verlässlich. Oftmals wird aus Rücksicht für die Hinterbliebenen ein Suizid mit dem Auto als Autounfall dargestellt. Aber Finnland überrascht allerdings keineswegs, auch Japan hat eine extrem hoche Selbstmordrate. In Japan ist es vielleicht kulturell bedingt, in Finnalnd liegt das allderings auch an der nördlichen Lage und deren dunklen Wintermonaten. Ein Bekannter von mir war oft in Finnlands Norden zum Langlaufen. Dafür natürlich ein Paradies aber zum leben ... Gerade wenn es nie richtig hell wird werden die Menschen höchst depressiv, diese Stimmung merkt man dort anscheinend sehr stark.

Aber generell ist es schwer zu sagen, warum genau junge Menschen freiwillig den Tod wählen. Perspektivlosigkeit/Ausweglosigkeit gepaart mit einem depressiven Gemüt sind sicher die Grundvoraussetzungen.
Die glücklichen Sklaven
sind die
erbittertsten Feinde der Freiheit!

Marie von Ebner-Eschenbach

ASY

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4

Dienstag, 12. Februar 2008, 19:44

Warum nur können wir zwar täglich von schlimmen Unfällen, Totschlag und Arbeitsunfällen lesen, jedoch die Suizidopfer werden gänzlich verheimlicht.
Was denkst du? Die Selbstmordrate ist ein Spiegel der Gesellschaft - den sie nicht sehen soll, weil dann die Wettbewerbsmotivation stirbt. Ja, diese Selbstmörder sind Wettbewerbsverlierer , die es einfach zu Gunsten der Gewinner und halbwegs Lebensdurchwurschtler geben muss. Selbstmorde sind auch ein Indiz wie schlecht regiert wird, ähnlich einer schlechten Prognose über ein Aktienunternehmen, denn diese würde den Aktienkurs fallen lassen.

Ein Gesellschaft mit vielen Selbstmördern ist eine bankrotte. :schulter:

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5

Mittwoch, 13. Februar 2008, 08:54

Die Selbstmordrate ist ein Spiegel der Gesellschaft - den sie nicht sehen soll, weil dann die Wettbewerbsmotivation stirbt.

Und nicht nur, dass wir uns liebend gerne weigern in diesen Spiegel zu blicken - so wird unser Bestreben von der Politik und den Medien bestens unterstützt. Nur ja keine Informationen zu diesem Thema - zumindest nicht, so lange nicht wenigstens einer aus den oberen Reihen daran verdienen kann.

Auf der "wien.gv.at" konnte ich einen Bericht der WHO zu diesem Thema finden und bin dabei auf interessantes gestoßen:

Zitat

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) versteht unter psychischer Gesundheit einen Zustand des Wohlbefindens, in dem sich die Menschen ihrer eigenen Fähigkeiten bewusst sind, mit normalen Stresssituationen umgehen, produktiv und erfolgreich arbeiten können und fähig sind, einen Beitrag zur Gemeinschaft zu leisten. Zentrale Aspekte psychischer Gesundheit sind persönliches Wohlbefinden, Lebenszufriedenheit, Selbstbewusstsein, Beziehungsfähigkeit, die Fähigkeit, den Alltag zu bewältigen und einer Arbeit nachgehen zu können, sowie zu gesellschaftlicher Partizipation. Psychische Gesundheit ist das Ergebnis einer Reihe von Voraussetzungen, Interaktionen und Wechselwirkungen mit individuellen und sozialen Ressourcen und Erfahrungen und bedeutet mehr als die bloße Abwesenheit psychischer Störungen.

Psychische Labilität, Erkrankung und Störung werden mir durch die Schilderung des Gegenteils erst richtig gehend bewusst. Zumal man bedenken muss, dass ....

Zitat

Ein besonderes Risiko, psychisch zu erkranken, haben Gruppen mit schwierigen Lebensbedingungen (wie z. B. Menschen in extremer Armut, Kinder und Heranwachsende in zerbrochenen familiären Beziehungen, vernachlässigte alte Menschen). Hoffnungslosigkeit, Erfahrung von Gewalt, körperliche Erkrankungen etc. spielen dabei eine bedeutsame Rolle.

Zitat

Entsprechend finden sich gegenwärtige psychische Gesundheitsprobleme in Österreich bei beiden Geschlechtern (vor allem aber bei den Frauen) etwas seltener. Während in Österreich ein Fünftel (19,5 Prozent) über gegenwärtige psychische Gesundheitsprobleme berichtet, und zwar Frauen (mit 21,2 Prozent) der Tendenz nach (jedoch nicht signifikant) häufiger als Männer (17,0 Prozent), ist es im Durchschnitt der Europäischen Union nahezu ein Viertel (23,4 Prozent), und zwar Frauen (27,6 Prozent) signifikant häufiger als Männer (18,9 Prozent).


Und wie wir uns alle denken können ist die Tendenz ABSOLUT steigend - zumal der Bericht aus dem Jahre 2001 stammt.

Das bestreben der Verursacher konzentriert sich jedoch nur auf die "Pseudo-Behandlung" durch mehr oder weniger qualifizierten Psychologen (mal Fett, mal Fingernägel beißend, selber in psychologischer Betreuung, usw - wer selber in seinem Wesen krank ist, kann niemanden heilen) - die durch das Gesundheitssystem in Österreich bestens unterstützt werden und von den Patienten zum Teil (mehr oder weniger) aus der eigenen Tasche berappt werden müssen - wie soll das gehen, wenn es sich mehrheitlich um "sozial Schwache Menschen" handelt.

Ein Teufelskreis, aus dem wir (dieser Verdacht kommt mir) gar nicht ausbrechen sollen/DÜRFEN - weil ansonsten nicht mehr so leicht lenkbar. Wenn wir alle GEISTIG gesundes Volk wären, dann würde vieles anders aussehen. Vielleicht sollte man hier an dieser Stelle nochmals den zitierten Text der WHO zur "psychischen GESUNDHEIT" lesen.
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