Du vergisst bei deinen Bedenken immer wieder, dass die Triebfeder Zins in einer Freiwirtschaft unwirksam ist
Du kannst nicht mehrere Grundstücke besitzen, sondern nur Eigentümer mehrerer Grundstücke sein. Wozu diese Bedenken, zumal es keine Beschissregelung durch Nutz-, Bau- und Industriegrund besteht?Wenn jemand mehrer Grundstücke noch besitzt, und diese dann weitergeben will. USW!
Da stellt sich auch die Frage, mit welchem Recht jemand einen Zaunpfahl in die Erde rammte und sagte, "das ist jetzt mein Land"?Du drehst dich mit den Einwänden immer im Kreis, weil du Pflichten unseres Systems nicht auslassen kannst. Eigentumssucht ist ein Phänomen des Kapitalismus - in einer gesunden Gesellschaft gelten prunksüchtige Kapitalisten als schwer krank. Bei uns werden sie noch geehrt und bewundert.
Das wird schon mit den Klimas-CO2 Schwindel ja schon getan. Wer Geld hat, kann die Luft verpesten, weil er sich Zertifikate leisten kann. Auf der anderen Seite kann er, so er viele Grundstücke mit Pflanzen hat, massig Co2 Zertifkate verkaufen.Das wäre das Gleiche wenn jemand behaupten würde, dass das Volumen X an Luft jetzt ihm gehören würde.
und der Mehrheit fehlt einfach der Verstand zu der Sache.
Das bedeutet, das wir alle deppad san, Danke für diese Einschätzung, du bist ja ärger als der Gusi mit seinem Sager.
Zitat
Wirtschaftstheorie in der Krise
Mit den fallenden Aktienkursen sollte eigentlich auch das Selbstbewusstsein der führenden Ökonomen immer neue Tiefstände erreichen. Jean-Philippe Bouchaud, ein französischer Wirtschaftswissenschaftler, brachte das Problem in der Zeitschrift Nature (Bd. 455 S. 1181) so auf den Punkt:
"Im Vergleich zur Physik kann man durchaus sagen,
dass die quantitativen Ergebnisse der Wirtschaftswissenschaften enttäuschend sind."
Raketen fliegen zum Mond, aus Atomen kann man Energie gewinnen und die Satelliten des GPS-Systems weisen Millionen Menschen den Weg. Im Gegensatz dazu erscheinen die Konjunkturprognosen der Wirtschaftsforschungsinstitute und die Kursziele der Investmentbanken als realitätsfremde Kaffeesatzleserei. Diese enttäuschenden Ergebnisse beruhen auf einer Fehlkonstruktion des gegenwärtigen Wirtschaftsmodells, das den Wirtschaftsteilnehmern zu viele Freiheiten gewährt.
Zu viele Freiheiten
Nur zwei einfache Beispiele:
* Wir betrachten es als Selbstverständlichkeit, jederzeit über den Kauf oder Nichtkauf eines beliebigen Gutes entscheiden zu können, und übersehen dabei, dass der Hersteller dieses Gutes durch unsere Entscheidungsfreiheit möglicherweise in die Insolvenz getrieben wird.
* Wir genießen das Recht, jederzeit den Arbeitsplatz wechseln zu dürfen, und müssen letztendlich feststellen, dass nicht genügend Arbeitsplätze zur Verfügung stehen, um jedem arbeitslosen Bewerber eine Erwerbsarbeit zu ermöglichen.
Seit rund 30 Jahren predigen Ökonomen, der Königsweg zum wirtschaftlichen Wachstum führe über mehr Deregulierung und mehr Flexibilisierung zu wirtschaftlichem Wachstum. Seit rund 30 Jahren übersehen sie dabei die Gefahren dieser hemmungslosen Deregulierung.
Analogie Straßenverkehr
Überträgt man diese Deregulierungswut auf den Straßenverkehr, so wird der Irrsinn grenzenloser Freiheiten für alle Verkehrsteilnehmer unmittelbar erkennbar. Sowohl das Verhalten im Straßenverkehr, wie auch Abmessungen, Ausrüstung und Sicherheitsstandards der Fahrzeuge sind weitgehend vorgeschrieben. Doch selbst die verbliebenen kleinen Freiräume reichen aus, um unerfahrenen Fahrern die Gelegenheit zu geben, die Grenzen ihrer Fahrfertigkeiten und zugleich die Grenzen der Fahrphysik auszuloten.
Zahlreiche Manager verhalten sich in der Wirtschaftskrise wie leichtsinnige Autofahrer bei Nebel und Glatteis: Sie versuchen rücksichtslos, allen erkennbaren Gefahren zum Trotz, den Aktienkurs ihres Unternehmens zu steigern und versäumen es, ihre "Fahrweise" den "Straßenverhältnissen" anzupassen. Sie geben Gas, statt zu bremsen, und sind überrascht, wenn sie mit hoher Geschwindigkeit aus der Kurve fliegen.
Gesellschaft und Gesetze
Auf fast allen Feldern des gesellschaftlichen Zusammenlebens hat die Politik per Gesetzgebung Grenzen gesetzt und Bremsen eingebaut. Viele Gesetze sind zwar unbeliebt, dennoch sind sie ebenso notwendig und für das störungsfreie Miteinander ebenso beachtenswert wie Verkehrsampeln. Auch für die Wirtschaft wurden einige sichtbare und unsichtbare Bremsen gesetzlich vorgeschrieben. Bilanzierungsvorschriften, geldpolitische Instrumente wie Leitzins und Mindestreservesatz, Rückstellungen zur Risikovorsorge, um nur einige zu nennen, sollen übermäßiges Wachstum verhindern. Leider sind diese Bremsinstrumente zu schwach, um dem Gasfuß profitgieriger Spekulanten und Glücksritter ausreichende Bremskräfte entgegenzustellen.
Seit uralten Zeiten suchen Politiker und Wissenschaftler nach Möglichkeiten, um die Konjunktur zu steuern und das Wirtschaftswachstum zu steigern. In meinem jüngst im EWK-Verlag erschienen Buch "Lebenslüge Freiheit" beschreibe ich unter anderem ein Steuerungsmodell, mit dem die optimale Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts einer Volkswirtschaft zielgenau erreicht werden kann (ab Seite 160).
Das Scheitern der Wirtschaftswissenschaften
Die Technik hat es mittlerweile geschafft, die Naturkräfte zielgenau zu steuern, während die auf der menschlichen Entscheidungsfreiheit aufgebauten Gesellschaftswissenschaften immer noch Rätsel aufgeben. Wenn die mächtigsten Führer der Welt sich in Davos versammeln, um andere Persönlichkeiten zu treffen, die genauso ratlos sind, dann fragt sich der gewöhnliche Zuschauer:
"Sind die mächtigsten Führer der Welt einfach nur dumm?"
Die Vorstellung, dass der stolze, raketenbauende Mensch seine selbstgeschaffenen Institutionen nicht überblickt, erscheint uns unvorstellbar. Gleichwohl erlauben wir uns den Luxus einer Wirtschaftstheorie, die in all ihrer Hilflosigkeit eher dazu beiträgt, wirtschaftliche Zusammenhänge aus dem menschlichen Bewusstsein zu verdrängen, als sie aufzuklären.
Vernachlässigte Faktoren
Überlegt man, was unsere Gesellschaft im Innersten zusammenhält, findet man bald heraus, dass es sich dabei im Wesentlichen um unsichtbare immaterielle Einflussgrößen handelt. Wissen, Vertrauen, Schuld und Macht sind die ausschlaggebenden Faktoren, die jedoch aufgrund unzureichender Mess- und Beschreibungssysteme in der öffentlichen Debatte gerne ausgeblendet werden.
Die Folge ist ein Menschenbild, das vom tiefen Glauben an eine Gesellschaft von ausnahmslos klugen, gerechten, tapferen und unbeirrbaren Individuen geprägt ist.
Von daher widerstrebt uns die Vorstellung, diese scheinbar perfekten Wesen durch Regeln in ihrer Entscheidungsfreiheit einengen zu wollen.
Das menschliche Gehirn sehnt sich andererseits nach eindeutigen Regeln, um die Komplexität eines modernen Gesellschaftssystems auf ein nachvollziehbares Maß zu reduzieren. Deshalb hat der Mensch im Laufe der Geschichte immer wieder neue Institutionen und Regeln erfunden und weiterentwickelt. Banken wurden zum Beispiel geschaffen, um das Risiko privater Kreditverträge zu begrenzen. Ursprünglich als Instrument zur Risikovermeidung geplant, entwickeln sich die Banken aufgrund ihres immer komplexer erscheinenden Derivatehandels mittlerweile selbst zum Bedrohungsfaktor der wirtschaftlichen Stabilität.
Wird es nicht allmählich Zeit, neue Institutionen und Regeln zu entwickeln?
Solange die Wirtschaftswissenschaft sich damit begnügt, dem eigennützigen Handeln einzelner Wirtschaftsteilnehmer hinterherzulaufen, wird sie die Gestaltungsfähigkeit der Ingenieure und Techniker nicht erreichen.
Die Aufgabe der Wirtschaftswissenschaft sollte es sein, Regeln zu entwerfen, um die komplexen Risiken der modernen Gesellschaft auf ein berechenbares Maß zu reduzieren und den Wirtschaftsteilnehmern somit eine verlässliche langfristige Planung zu ermöglichen.
Die Ideen dazu sind vorhanden.
Freimut Kahrs
im Februar 2009
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Bravo, die ersten Zeitungen schreiben sinnvoll!
Zitat
Das Wunder von Wörgl
FINANZMARKT - Die krisengeschüttelten Regierungen der Welt pumpen Milliarden in ihre Wirtschaft. Ein riskantes Manöver, um die Konjunktur wieder anzukurbeln. Ist zu viel Geld unterwegs, droht Inflation.
Svenja Schönbeck BERLIN.
Das Jahr 1932 geht zu Ende. Die ganze Welt ist erschüttert von der bis dahin größten Wirtschaftskrise. Industriezweige brechen komplett zusammen, die Arbeitslosigkeit steigt. Armut und Verzweiflung greifen um sich. Nur ein kleiner Ort im österreichischen Tirol trotzt der Krise. Dort wird emsig gebaut, Geld ausgegeben und über sinkende Beschäftigungszahlen erfahren die Einwohner nur aus den Zeitungen und vom Hören-Sagen.
Zunächst aber geraten natürlich auch die gerade Mal 12 000 Einwohner der Stadt Wörgl in den Strudel der Weltwirtschaftskrise. Die Kohlebetriebe, Zellulose-Fabriken, die Handwerker und Landwirte der Stadt haben mit sinkender Nachfrage und Geldwertverfall zu kämpfen. Die Wörgler machen, was alle Menschen in Krisenzeiten machen. Sie geben nichts aus, sparen für noch härtere Zeiten. Das Geld staut sich in den Banken. Da keiner was kauft, staut sich die Waren in den Geschäftsregalen.
Doch dann kommt die Wirtschaft wieder in Fahrt mit Hilfe einer einfachen Idee: Regionalgeld. In der Theorie klingt das Modell bestechend einfach. Wer Geld hat, das in kurzer Zeit an Wert verliert und das nur in der Region gültig ist, wird es schnell und eben in der Region ausgeben. Der Konsum wird so angeregt, die Nachfrage steigt und alle sind zufrieden. Im Juli 1932 beginnt das Experiment. Es wird das Wunder von Wörgl.
Den Anfang machen die Mitarbeiter der Stadt. Bürgermeister Michael Unterguggenberger lässt das Gehalt von ihnen auf der örtlichen Raiffeisenkasse ruhen. In die Hand bekommen die Stadtangestellten statt Bares sogenannte Arbeitswertscheine. Das sind Gutscheine, die in ihrem Wert dem jeweiligen Gehalt des Angestellten entsprechen. Das Besondere an den Scheinen ist: Sie verlieren in einem Monat ein Prozent ihres Wertes. Den Verlust können die Mitarbeiter nur aufhalten, wenn sie die Gutscheine mit Wertmarken bekleben. Diese Marken müssen sie aber kaufen. Natürlich haben die Mitarbeiter auch die Möglichkeit, auf die Bank zu gehen, und sich ihr Gehalt in Schilling ausbezahlen zu lassen. Doch auch der Umtausch der Gutscheine in echtes Geld kostet eine Gebühr.
Gutscheine statt Geld
Und daher passiert, was beabsichtigt ist. Die Bewohner geben die Arbeitswertscheine lieber aus. Die Folgen sind sofort zu spüren: Es befindet sich ständig "Geld" im Umlauf. Das ist entscheidend für eine gut funktionierende lokale Volkswirtschaft.
Die Arbeitswertscheine wechseln häufig ihren Besitzer, die Geschäfte der Region nehmen die regionale Währung an und können somit ihre Steuern und Schulden bezahlen.
Unabhängig davon arbeiten die echten Schillinge auf der Bank und bringen Zinsen. Denn die lokale Raiffeisenbank verleiht sie an zahlungsfähige Großhändler weiter. Später verzichtet die Bank auf die Zinsen und überlässt sie stattdessen der Gemeinde.
Ebenfalls im Juli 1932 startet ein großes Konjunkturprogramm in Wörgl. Wie beim aktuellen Konjunkturprogramm geht es vor allem um Bauaufträge. Bei den sogenannten Notstandsarbeiten werden unter anderem Straßen kanalisiert und asphaltiert. Arbeiten im Wert von mehr als 100 000 Schilling werden in Auftrag gegeben. 50 bis 60 Jobs entstehen auf den Baustellen, mehrere Dutzend sind in der Zulieferung beschäftigt. Die Gemeinde bezahlt ihre Rechnungen aber nicht mit Geld, sondern wie ihre Angestellten mit Wertscheinen. Innerhalb kürzester Zeit akzeptieren alle Unternehmen und Geschäfte das sogenannte Freigeld als Zahlungsmittel und zahlen auch ihre Mitarbeiter damit aus. Die Müllnertal-Brücke am Eingang der Schlucht von Wörgl zeugt heute noch von dem damaligen Wirtschaftsprojekt. Ein Schild macht den Wanderer darauf aufmerksam: "Mit Freigeld erbaut".
Während im Krisenjahr 1932 in ganz Österreich ständig die Arbeitslosigkeit zunimmt und schließlich im Schnitt auf 19 Prozent steigt, fängt sie in Wörgl an zu sinken. Sie fällt auf 16 Prozent und die Tendenz zeigt weiter nach unten. Doch dann schreitet die Österreichische Nationalbank, ein Privatunternehmen, ein. Ein Jahr, nachdem das Projekt in Wörgl gestartet ist, klagt sie vor dem Verwaltungsgerichtshof. Sie sieht ihr Banknotenprivileg bedroht. Die Bank hat Erfolg, am 15. September 1933 müssen die Bewohner der Region das Experiment aufgeben. Dabei hat es im Jahr zuvor viele Befürworter gegeben. Unter anderem besucht der ehemalige französische Premierminister Édouard Daladier im Sommer 1933 den kleinen Ort in Österreich.
Heute hält der Verein Unterguggenberger Institut die Erinnerung an das Freigeld wach. Es gibt sogar ein Museum dazu in Wörgl. Nur ein weiteres Experiment mit Regionalgeld wird nicht mehr gewagt.
Zitat
„Freigeld ist ein Bargeld, das nie ohne Risiko oder Schaden gehamstert, thesauriert werden kann und stets in einer Menge im Umlauf erhalten wird, die dem Warenangebot entspricht, so daß seine Kaufkraft fest bleiben muss. Im Gegensatz zum heutigen Geld, dem Dauergeld, kann es also nie von Privaten ohne Risiko oder Schaden dem Umlauf entzogen und später nach Belieben wieder in den Umlauf gegeben werden.” (Fritz Schwarz)
http://www.openpr.de/news/296720/Fritz-S…haftskrise.html
Wenn die Notenbank zu wenig Geld oder ggf. um einiges zu viel an Geld ausgeben würde.Wie könnte es so zu einer Wirtschaftskrise kommen?
Das ist natürlich richtig, doch mit Freigeld ist die Unverhältnismäßigkeit gar nicht mehr möglich, zumal man für jede Bezahlung direkt tätig sein muss. Bei Schuldengeld braucht man nur ganz viele Schuldner und braucht überhaupt nix tun.Aber Freigeld alleine reicht nicht aus um die Defizite des jetzigen System auszugleichen. Ebenfalls müsste die Lohnschere wieder geschlossen werden. Das bedeutet ja nicht, dass alle gleich verdienen sollen, aber es muss ein vernünftiges Maß vorhanden sein.
Natürlich nicht wie jetzt, aber möglich sehr wohl. Übt jemand den Beruf X aus bei dem die Nachfrage sehr hoch, das Angebot aber sehr niedrig ist, ergibt sich alleine daraus schon ein höherer Verdienst. Ziehen somit wenige Gruppen überproportional Geld an sich kann ein gewisses Ungleichgewicht entstehen, das mit Sicherheit nicht so groß wie heute sein aber dennoch existieren kann.Das ist natürlich richtig, doch mit Freigeld ist die Unverhältnismäßigkeit gar nicht mehr möglich, zumal man für jede Bezahlung direkt tätig sein muss. Bei Schuldengeld braucht man nur ganz viele Schuldner und braucht überhaupt nix tun.
Ich denke nicht, dass dies zum Problem wird, weil beliebte Jobs weniger Gegenwert einbringen als unbeliebte. Ich kann mir schon vorstellen, dass ein Mülltaucher mehr verdient als ein Ingenieur oder Arzt.Übt jemand den Beruf X aus bei dem die Nachfrage sehr hoch, das Angebot aber sehr niedrig ist, ergibt sich alleine daraus schon ein höherer Verdienst. Ziehen somit wenige Gruppen überproportional Geld an sich kann ein gewisses Ungleichgewicht entstehen, das mit Sicherheit nicht so groß wie heute sein aber dennoch existieren kann.

