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HerrAbisZ

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1

Sonntag, 19. April 2009, 09:58

Das Judas Evangelium

Heute stolperte über eine ZDF DOKU



Hier wird Judas nicht als Verräter dargestellt, sondern als einziger, der JESUS verstanden hat! Es fehlen aber Dokumententeile, um das genauer nachvollziehen zu können

Zitat



Geheimakte Jesu

Die "Evangelien der Ketzer"

Streit um den "richtigen" Glauben eskaliert


Die Meinungen über das, was Jesus gesagt haben soll, gingen im zweiten Jahrhundert nach Christus mehr und mehr auseinander. Gemeinden mit ganz eigener Glaubenspraxis und Glaubenslehre spalteten sich ab. Die Gnostiker waren eine dieser Gruppen. In ihrem Umfeld ist auch das Judas-Evangelium entstanden, sowie viele andere Schriften.

Die Gnosis war die Esoterik der Antike, der Begriff der "Gnosis" stammt aus dem griechischen heißt "Erkenntnis". Der Gnostizismus im zweiten Jahrhundert im Mittelmeerraum ist eine schwer fassbare, geistige Bewegung. Die Dokumente gnostischer Religiosität - dazu zählen die Schriften von Nag Hammadi oder auch das Judas-Evangelium - spiegeln die Vielfalt und den religiösen Reichtum der Zeit wider. Diese Texte, die auch als "verbotene Evangelien" bezeichnet werden, bereichern unsere Kenntnis der frühen Kirche - sie stellen auch viele bisherige Annahmen in Frage.



ZDF

Ist Jesus nicht am Kreuz gestorben?

Die Gnostiker haben eine ganz eigene Glaubenslehre, die sich teils radikal von dem uns heute vertrauten Christentum unterscheidet. Eine der für viele Christen der Zeit schockierende Behauptung war, dass Jesus nicht am Kreuz gestorben sei. Als Sohn Gottes, so sagten sie, kann er nicht einen irdischen Tod erlitten haben. Ein anderer sei statt seiner hingerichtet worden. Diese Glaubensrichtung sollte auf erbitterten Widerstand vieler Christen stoßen - bis hin zu Verbot und Verfolgung.

Infobox

Religionswissenschaftlerin Elaine Pagels über die Diskrepanzen in den Evangelien:

"Die Evangelien des Neuen Testaments betonen, dass nur Jesus Erlösung bietet. Die "verbotenen Evangelien" sagen, dass man den Weg zu Gott selbst finden kann, weil man von Gott kommt. Und diese Texte besagen, dass man keine Kirche, keinen Priester, keinen Bischof und keine solche Institution braucht. Darum lehnten die Kirchenoberen diese Evangelien ab."

Ein völlig anderes Christentum

Was sollte das für ein Christentum sein, ohne Kirche, ohne Priester, ein Weg zu Gott ohne Jesus? Ein Jesus, der nicht am Kreuz gestorben ist, sondern für den ein anderer starb. Ein Jesus, der nicht zu Grabe getragen und nicht am dritten Tag wieder auferstanden ist. Angesichts dieser extremen Positionen wird klar, wie weit die verschiedenen Meinungen über das Christentum auseinandergingen. Die Gnostiker haben sich als treue Anhänger der christlichen Religion begriffen. Die wissenschaftliche Untersuchung gnostischer Schriften bringt neuen Diskussionsstoff in die Kontroverse, denn es zeigt sich, dass der Gott der Gnostiker nicht ein allmächtiger, guter Gott ist.

Infobox

Gregor Wurst über Erkenntnisse aus gnostischen Schriften:

"Chemkal ben Saklas, das bedeutet die Diener des Saklas, das heißt hier ist von Leuten die Rede, die offensichtlich diesen Dämon Saklas verehren. Saklas das ist eine ganz typische gnostische Gestalt, die nicht nur im Mythos des Judas-Evangelium, sondern auch in anderen gnostischen Schriften, eine ganz typische Gestalt für den Schöpfergott ist. Allen Gnostikern gemein ist, dass sie die Schöpfung als ein Werk eines untergeordneten, minderwertigen, jedenfalls nicht allmächtigen und auch nicht guten Gottes darstellen."




ZDF

Frauen als Apostel

Kurze Episode: Emanzipation

In einem Punkt hat die Wissenschaft eine Besonderheit entdeckt: Die Schriften der Gnostiker erwähnen vielfach Frauen. In den Gemeinden scheinen sie in der sonst von Männern dominierten Welt - anders als in der Antike üblich - sogar Ämter übernommen zu haben. Im Thomas-Evangelium, einer der Schriften von Nag Hammadi, werden zwei Frauen als Apostel erwähnt.

"In einem der gnostischen Evangelien wird Maria Magdalena als erste der Apostel genannt, die als Anführerin auftritt," erklärt Theologin Elaine Pagels: "In keinem der Evangelien des Neuen Testaments findet sich eine vergleichbare Schilderung ihrer Position." Eine von den Kirchenautoritäten bewusst verfolgte Politik zur Stärkung ihrer eigenen Positionen verdrängte die Frauen jedoch. Mit dem Verbot der gnostischen Schriften schließlich war das kurze Kapitel Emanzipation rasch zu Ende. "Wenn diese Schriften zur christlichen Tradition dazu gehört hätten, dann hätte es auch Frauen in kirchlichen Leitungspositionen gegeben - was bis heute kontrovers diskutiert wird," bestätigt Religionswissenschaftlerin Pagels.



ZDF

Streit um den richtigen Glauben verdrängt die Gnostiker

Das Ende der Gnostiker

Der Streit um den richtigen Glauben eskaliert gegen Ende des zweiten Jahrhunderts. Mit allen Mitteln werden Auseinandersetzungen innerhalb der konkurrierenden christlichen Bewegungen ausgetragen. Nun tritt einer auf, der Kraft seiner Autorität bestimmt, was Christentum ist und was nicht. Der Bischof aus Lyon, der Kirchenvater Irenäus. Er erklärt die Gnostiker zu Ketzern, mit denen keine Kirche aufzubauen ist. Er sorgt für ideologische Klarheit. Er verbannt und verbietet, was der Kirche seiner Meinung nach schadet.

Infobox

Religionswissenschaftlerin Elaine Pagels über das Ende der Gnostiker:

"Der erste, der über die vier Evangelien des Neuen Testaments spricht, ist Irenäus im zweiten Jahrhundert. Er legt sie fest. Die Ketzer haben nur gotteslästerliche, blasphemische Evangelien. Und deshalb verdammte er alle diese sogenannten "Evangelien der Ketzer"."



ZDF

Evangelien landen im Feuer

Schriften auf dem Scheiterhaufen

Es ist wie eine Ironie der Geschichte, dass Irenäus, der selbst Zeuge der Christenverfolgung durch die Römer war und deren grausame Folgen miterlebt hat, andere Christen verfolgt. Seine Devise: Eine Kirche, die sich nicht auf die von ihm verkündeten Prinzipien beruft, ist keine Kirche. Bücher werden verbrannt. Die "Evangelien der Ketzer" landen auf dem Scheiterhaufen.

Die letzten Anhänger ordnen sich unter, gehen verloren in der Geschichte, hinterlassen Fragen denen sich die Experten heute stellen. Wie wäre es, wenn sich die Geschichte anders entwickelt hätte. Wenn sich nicht die vier kanonischen Evangelien, sondern die Gnostiker durchgesetzt hätten. Hätte das den Lauf der Geschichte geändert?

Infobox

Alexander Demandts Einschätzung:

"Nein, das hätte den Lauf der Geschichte nicht geändert, sondern es hätte das unglaubliche Spektrum von Häresien noch mal um eine weitere erweitert. Es hätte Leute gegeben, die gesagt hätten, das Judas-Evangelium sei das entscheidende. Dann hätte der Bürgerkrieg, der ja permanent im Osten getobt hat zwischen den christlichen Sekten, noch eine weitere Facette erhalten."
Gregor Wursts Einschätzung:
"Ein solches gnostisches Christentum hätte sich von seinen alttestamentlichen Wurzeln verabschiedet und damit auch den Gedanken der Schöpfung aufgegeben. Und zweitens, ob solch ein esoterisches Christentum, wie es die Gnostiker vertreten haben, die historische Kraft gehabt hätte, 1900 Jahre zu überleben - das wage ich zu bezweifeln."
Elaine Pagels Einschätzung:
"Wenn einige dieser Texte, die vernichtet wurden, in der Geschichte des Christentums weiterhin beachtet worden wären, hätten wir andere Auffassungen von Gott, ein anderes Verständnis von der Rolle der Frau, und ein anderes Verständnis von Jesus und von seinem Opfertod. Eine ganz andere Kirche, ein anderes Christentum, wären die Folge, wenn die Glaubensvorstellungen der Ketzer, wie der Kirchenvater Irenäus sie nannte, noch heute das religiöse Bewusstsein bestimmen sollten."

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  • Weiter mit: Buchtipps zum Thema

    Einen anderen Weg gewählt

    Die Geschichte hat einen anderen Weg eingeschlagen. Einen Weg, in dem die uns bekannte Kirche über zwei Jahrtausende hinweg zur tragenden Institution der christlichen Welt wurde. Die "Evangelien der Ketzer" - erst vor wenigen Jahrzehnten entdeckt - öffnen den Blick für ein Christentum, dessen Dimensionen bislang unbekannt waren. Sie sollten aus der Geschichte gelöscht werden um Platz zu machen für ein Christentum, das sich auf eine besondere Auswahl von Evangelien berief: die Evangelien des Neuen Testaments. Von Ihrer ersten Niederschrift bis auf den heutigen Tag sind sie das Fundament der Christenheit.

    http://dokumentation.zdf.de/ZDFde/inhalt…7182437,00.html


Hier die ganze DOKU http://dokumentation.zdf.de/ZDFde/inhalt…7182435,00.html

Da muss ich jetzt noch genauer reinschauen

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2

Sonntag, 19. April 2009, 10:16

Dem Judas war eine schwere Aufgabe auferlegt.

Jesus wußte was passieren würde wenn er am nächsten Tag vor dem Tempel erscheinen würde um zu prdigen. Die Priester würden ihn dort verhaften und seine Anhänger würden versuchen, dass zu verhindern - es würde Blut vergossen werden.

So bekam Judas von Jesus die Aufgabe, den Priestern zu sagen wo sie Jesus finden würden. Er wußte dass es sein mußte und das die Geschichte ihn dafür verurteilen würde.
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who lie to themselves have forgotten where they put it.

HerrAbisZ

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3

Sonntag, 19. April 2009, 10:44

Ich habe mir jetzt die DOKU komplett angeschaut! Und da wird berichtet, das die Gnostiker meinen, man braucht kein "Christentum", um GOTT zu finden. Die Gnostiker vertraten eben Esoterik.

Na dann stellen wir uns ein Leben ohne Kirchen vor! Natürlich waren da viele dagegen!

Und hier wird die Rolle der Frauen auch anders dargestellt! Für mich sind die Frauen "gleichwertig", weil wir ja alle Menschen sind! Im Vordergrund sollte immer die Kompromisssuche sein, wenn es unterschiedliche Ansichten gibt!

Und wie der Zufall so will fand ich auch Erich von Däniken über JESUS , der in Indien dann gestorben sein soll



Und hier gleich eine andere DOKU dazu, die es bestätigen würde


ASY

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4

Sonntag, 19. April 2009, 11:26

Ich habe mir die Filme nicht angesehen, doch ohne Judas, kein Christentum. :schulter:

Unzählbar viele Menschen leiden und litten wie von Jesus angenommen, doch sie hatten alle keinen Judas und keinen Gewinner aus ihrer Geschichte, der dann das als Christentum betonierte.

Denkt doch einfach an die Wallstreet-Schuhputzerkarrieren - ein ähnliches Prinzip, welches nur der Ausbeutungsmotivation dient.


Dazu muss ich mich selbst zitieren:

Dass Gott Gott geopfert hat um Gott zu beschwichtigen, ist lächerlich und muss nicht erst lächerlich gemacht werden.

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ASY

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5

Sonntag, 19. April 2009, 12:27

Jetzt habe ich mir die Filme doch noch angesehen und finde keine neuen Erkenntnisse, sondern sie unterstützen meine bisherige Ansicht.

Die Gnostiker waren echte Esoteriker, was bedeutet, sie suchten die Wahrheit am richtigen Fleck, nämlich in ihnen selbst. Diese Einigkeit hat gewissen machtmanischen Leuten nicht gepasst und um sich selbst zufriedenzustellen, nahmen sie sich gnostische Ansichten und gründeten damit viele einzelnen Parteien.

Damals wie heute; es ist immer wieder dasselbe. Das Gute wird gestohlen und in verwerfliche, widersprüchliche Fragmente zerteilt. Die Rechnung geht immer wieder auf, weil jeden Tag Menschen geboren werden, die jeden außerhalb ihrer selbst liegenden Schwachsinn ungeprüft übernehmen.

Fraktionsreligiosität ist Fraktionspolitik - jeder kocht sein eigenes Süppchen und wir verschwenden unser aller Leben, um die permanente Destruktion wieder auf einen Nenner zu bringen.

Wie schon gesagt: Schuhputzerkarrieren ohne jemals Schuhe geputzt zu haben, um einen besseren Zugriff auf die Hoffnungen und Sehnsüchte der Menschen zu erlangen. :oooch:

Wir plaudern uns in die Erschöpfung, über Themen, auf deren Wahrheitsgehalt wir absolut keinen Zugriff mehr haben können.

Darum:

Frag dich selbst, dann fragst du Gott.

HerrAbisZ

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6

Sonntag, 19. April 2009, 14:57

Frag dich selbst, dann fragst du Gott.

Wenn ich seit ich hier bin geschrieben habe, ich bete jede Nacht und suche auf mein Inneres zu hören, hast du mir das immer wieder um den Kopf geworfen!

Das Gute, LIEBEVOLLE ist da! Wir brauchen es nur hervor zu kramen und anwenden! Das Erkennen ist allerdings ob der vielen Disinfos schwierig, anstrengend, aber nicht unmöglich! Aber wer nimmt das schon auf sich alles? Wer sucht die Puzzlesteine alle zusammen?

Ob der Nachricht des Judas-Evangeliums, habe ich auch meine Handlungsweisen und Bibelerkenntnisse wieder aufs neue geprüft (lag ich wieder so falsch?). Da war ich wieder etwas "down", doch es gilt wie immer das beste daraus zu machen! Was steht denn da drinnen im Judas Evangelium?

7

Sonntag, 19. April 2009, 16:16

Wir plaudern uns in die Erschöpfung, über Themen, auf deren Wahrheitsgehalt wir absolut keinen Zugriff mehr haben können.

Frag dich selbst, dann fragst du Gott.


Wenn man die Logik benutzt, ist die sehr hilfreich für die Antworten auf unsere Fragen. Jedoch muß man auch die richtigen Fragen stellen.

Wie sind Religionen entstanden?

Bei einem Clan in der Steinzeit war der Stärkste meist der Anführer. War dieser ein schlechter, egoistischer Mensch ging es dem Clan schlecht.

Als die Zahl der Menschen auf der Erde immer größer wurde und aus Familien Dorfgemeinschaften wurden, brauchten diese Regeln. Man kannte kein Fernsehen und keine Zeitung, das Wort war noch nicht erfunden. So erzählte man sich 'lehrreiche Geschichten'. Sie handelten von Menschen und ihren Taten und so gab es Geschichten über gute und böse Menschen. Solche Geschichten waren nicht nur was für Kinder um deren Charakter zu formen, sondern auch für Erwachsene. So entstand eine regelrechte 'Vorbildsfamilie' - im alten Sumer genauso wie im alten Germanien oder Griechenland.

Die Götterfamilie hatte alle Charaktere aufzuweisen. Den guten Gott Enki, weise und gerecht, den bösen Enlil, der danach trachtete kluge Menschen zu vernichten oder die Göttin der Liebe Inanna. Jedenfalls war anfangs die Götterfamilie noch komplett und jeder konnte sich gemäß seinem Charakter darin wiederfinden. Die Menschen bauten irgendwann den Göttern Tempel und es spaltete sich in verschiedene Richtungen. So kam es unbemerkt, dass die schlechten Charaktere ihren Gott Enlil immer weiter in den Vordergrund rückten, bis er dann im Judentum als einziger Gott übrigblieb.

Enlil ist für mich die Verkörperung des Kapitalismus.

Als dann Jesus auf der Bildfläche erscheint, hat er eine Frau...

Teile und herrsche heißt es so schön. Wer Mann und Frau schonmal auseinanderbringt, hat die Welt in halb und halb geteilt. Wer dann noch 3 Religionen schafft, hat nochmal geteilt und wer dann unter den Nationen teilt, hat den Turmbau zu Babel zunichte gemacht.

Aber uns sind die alten Geschichten geblieben um uns zu erinnern. Die Wahrheit ist mit Logik immer noch greifbar. :roll:
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who lie to themselves have forgotten where they put it.

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