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Freitag, 19. Juni 2009, 19:44

ARIZONA - Gefangene stirbt Hitzetod in Außenkäfig

Zitat

Gefangene stirbt Hitzetod in Außenkäfig



In den USA ist eine Gefangene nach stundenlanger Hitze-Tortur in einem Käfig kollabiert und gestorben. Die 48-jährige Marcia Powell musste in einem Gefängnis des US-Bundesstaates Arizona bei 42 Grad Celsius unter praller Wüstensonne auf eine Überstellung in die Psychiatrie warten.

Die Prostituierte sei einen Tag nach der rund vierstündigen Qual im Krankenhaus gestorben. Der Vorfall ereignete sich Mitte Mai. Die bundesstaatliche Gefängnisaufsicht ermittelt. Gefängnisbehördenleiter Charles Ryan sprach von einer „Tragödie".

Vertreter der Häftlingsorganisationen bezeichneten die Praxis in den zehn staatlichen Gefängnissen Arizonas als „mittelalterlich und barbarisch“. Seit dem Vorfall wurden alle insgesamt 233 solcher Käfigzellen in den Gefängnissen geschlossen.

Die Zellen gibt es seit den 60er Jahren, wie ein Sprecher der Gefängnisbehörde sagte. Sie würden nur für Kurzaufenthalte genutzt, wenn Häftlinge in andere Anstalten überstellt werden sollten. Im Sommer klettern die Temperaturen in Arizona auf bis zu 49 Grad Celsius.

Ryan gestand ein Versagen des Strafvollzugs ein. „Es liegt in unserer Verantwortung, für das Wohl und die Bewachung der Häftlinge zu sorgen“, sagte Ryan. Ziel der Ermittlungen sei, mögliche Verstöße oder Unterlassungen ans Tageslicht zu bringen.

Donna Leone Hamm, von der Häftlingsorganisation Middle Ground Prison Reform, sagte, der Vorfall sei „verrückt“ und „mittelalterlich“. In Arizona dürfe man keinen Hund draußen der Hitze schutzlos und ohne Wasser aussetzen. Dass die Gefängnisbehörde so eine Praxis bislang als routinemäßig angewandt habe, zeige, wie weit es mit den Menschenrechten her sei.

http://nachrichten.aol.de/nachrichten-pa…810261922208377


In einem Gefängnis sitzen Menschen, die gegen das geltende Recht in einem Land verstoßen haben, und müssen dort unter den dortigen Bestimmungen ihre verhängte Freiheitsstrafe absitzen. Die dort arbeitenden Menschen haben keinerlei Anlass, diesen noch zusätzliche, unmenschliche Praktiken aufzuerlegen. Wie kann es sein, dass seit den 60er Jahren niemand diesen Aufenthalt in Käfigen hinterfragt und abgeschafft hat?
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ASY

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2

Freitag, 19. Juni 2009, 23:41

Ich schätzte, dass der Verantwortliche einen öffentlichen DUDU-Finger und eine inoffizelle Beförderung bekommt. Wir wissen nämlich von Europa aus nicht, was diese Frau wirklich verbrochen hat.

Was wir wissen ist, dass sie sterben hat müssen und gestorben ist.

Ich frage mich, was die Kinder der Verantwortungsperson über ihr Eltern denken.

3

Samstag, 20. Juni 2009, 11:40

Sieht aus als hätten sich Guantanamo-Methoden so bewährt, dass man sie jetzt in jedem US-Gefängnis eingeführt hat. ;(

Wird wohl ein Exportschlager für die ganze Welt werden...
People who lie to others have merely hidden away the truth, but people
who lie to themselves have forgotten where they put it.

4

Samstag, 20. Juni 2009, 12:34

Sieht aus als hätten sich Guantanamo-Methoden so bewährt, dass man sie jetzt in jedem US-Gefängnis eingeführt hat. ;(
Das Gefangenen-Lager Guantanamo gibt es meines Wissens erst seit 2002 - deshalb können die Praktiken nicht in deiner beschriebenen Reihenfolge errichtet worden sein. Diese Käfige werden in Arizona seit den 60er Jahren genutzt, also schon weitaus früher. Was sie aber nicht minder schlimm macht - verwerflich ist für mich nur, dass Guantanamo ständig erwähnt und verurteilt wird (und das zurecht), aber diese schon seit Jahrzehnten eingeführten Käfigaufenthalte für Gefängnisinsassen kein Wort der Erwähnung in den Medien finden - dazu musste erst eine Frau sterben (und niemand weiß, wieviele schon vor in in diesen Käfigen zu Schaden oder zu Tode gekommen sind).
Ich schätzte, dass der Verantwortliche einen öffentlichen DUDU-Finger und eine inoffizelle Beförderung bekommt. Wir wissen nämlich von Europa aus nicht, was diese Frau wirklich verbrochen hat.
Ganz so schlecht denke ich nicht von meiner Welt (auch wenn sie viel schlimmer ist, als ich es mir erträumen kann).
Ausgenommen ihre Berufsbezeichnung "Prostituierte" ist im Artikel nichts zu finden über ihre Straftat, die zur Inhaftierung führte. Aber ich gehe davon aus, dass sie lediglich ihrem Beruf nach ging, und der in Arizona verboten sein wird.

Wie singt Reinhard Mey in "sei wachsam"
Man packt den Hühnerdieb, den Waffenschieber läßt man laufen,
Kein Pfeifchen Gras, aber ‘ne ganze Giftgasfabrik kannst du kaufen.
Verseuch’ die Luft, verstrahl’ das Land, mach ungestraft den größten Schaden,
Nur laß dich nicht erwischen bei Sitzblockaden!
Man packt den Grünfried, doch das Umweltschwein genießt Vertrau’n,
Und die Polizei muß immer auf die Falschen drauf hau’n.
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5

Sonntag, 21. Juni 2009, 18:19

Das Gefangenen-Lager Guantanamo gibt es meines Wissens erst seit 2002 - deshalb können die Praktiken nicht in deiner beschriebenen Reihenfolge errichtet worden sein. Diese Käfige werden in Arizona seit den 60er Jahren genutzt, also schon weitaus früher. Was sie aber nicht minder schlimm macht - verwerflich ist für mich nur, dass Guantanamo ständig erwähnt und verurteilt wird (und das zurecht), aber diese schon seit Jahrzehnten eingeführten Käfigaufenthalte für Gefängnisinsassen kein Wort der Erwähnung in den Medien finden - dazu musste erst eine Frau sterben (und niemand weiß, wieviele schon vor in in diesen Käfigen zu Schaden oder zu Tode gekommen sind).

Das wußte ich tatsächlich nicht. Ich war zwar schon oft in den USA, aber selbst bei TV-Sendungen im Fernsehen habe ich niemals solche Käfige gesehen und daher angenommen, dass Menschen in Käfighaltung ein Produkt der Bush-Politik sind.

Es ist schlimm zu sehen, was Menschen Menschen antun können.
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6

Sonntag, 21. Juni 2009, 18:33

US-MILITÄRGEFÄNGNIS BAGRAM

Zitat

Testfall für Obamas Anti-Terror-Kurs
Weltweit wird die Schließung von Guantanamo gefeiert. Doch wie ernsthaft Barack Obama wirklich eine neue Politik verfolgt, wird sich woanders zeigen: In Bagram in Afghanistan betreibt die US-Armee ein riesiges Anti-Terror-Gefängnis - und die Zustände dort sind schlimmer als auf Kuba.
Berlin - Die Welt spricht in diesen Tagen viel von Guantanamo Bay. Erleichtert, ja fast euphorisch, nahmen fast alle Länder die Nachricht auf, die der neue Präsident Barack Obama als eine seiner ersten Amtshandlungen verkündete: Das US-Lager für Terrorverdächtige auf Kuba wird geschlossen. Foltermethoden und Geheimgefängnisse des US-Geheimdienstes CIA sollen endgültig der Vergangenheit angehören.
Eine Woche nach der Amtseinführung allerdings gerät nun ein weiterer schwarzer Fleck aus dem Anti-Terror-Kampf in die Schlagzeilen, ein anderer Sündenfall von Obamas Vorgänger George W. Bush. Die "New York Times" widmet Bagram den Aufmacher auf der ersten Seite.
Bagram ist ein weit weniger bekanntes Anti-Terror-Gefängnis, das innerhalb einer gleichnamigen US-Flughafenbasis rund 60 Kilometer nördlich der afghanischen Hauptstadt Kabul liegt. Die steile, aber berechtigte These der Zeitung: Dieses Lager stelle Obama vor größere Probleme als Guantanamo Bay.
Bagram könnte sich in der Tat zum Testfall entwickeln, wie ernst es Obama mit dem angekündigten Wechsel im Anti-Terror-Kampf der USA meint. Schon bald wird er sagen müssen, wie es mit dem Gefangenenlager weitergeht - und wie die US-Armee unter dem neuen Befehlshaber ganz grundsätzlich mit Terrorverdächtigen weltweit umgehen soll.
Erst mal keine Änderungen in Bagram
Unter anderem muss Obama über Neubauten in Bagram entscheiden, die Millionen kosten - und das bisher provisorische Lager zu einem noch größeren Knast aus Stahl und Beton machen würden.
Auch ein US-Gericht wird genau beobachten, was Obama unternimmt. Vier Insassen hatten eine Grundsatzklage angestrebt. Bis zum 20. Februar wollen die Richter noch mit einer Entscheidung warten - bis dahin erwarten sie in Sachen Bagram zumindest ein Signal aus dem Weißen Haus.
Bisher hat Obama zum Thema geschwiegen. Zwar setzte er eine Kommission an, die sich mit im Ausland inhaftierten Verdächtigen befassen soll. Doch wird sie in den angesetzten sechs Monaten vermutlich nur den Stand der Dinge abbilden können. Als die präsidiale Order zur Schließung Guantanamos verkündet wurde, soll ein Spitzenbeamter gesagt haben, bis zum Abschluss der Kommissionsarbeit werde sich nichts am Prozedere in Bagram ändern.
In Afghanistan gilt das Kriegsrecht
[...]

Ich stelle mal den Link herein!
Man liest, es ist nicht nur Guantanamo, das in derart üblen Zuständen geführt wird! Von wem es geführt wird, kann man auch gut lesen! ;(

7

Sonntag, 21. Juni 2009, 19:54

Da fällt mir gerade ein, dass man diese Käfige beim letzten G8-Gipfel in Deutschland auch schon eingesetzt hat, um Demonstranten darin einzusperren. ;(
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