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Sonntag, 19. Juli 2009, 17:59

Zur Besetzung des Böhringergeländes in Hannover

http://boehringerbesetzung.blogsport.de/



Aufruf zur Besetzung des Boehringer Geländes in Hannover



In der Nacht vom 1. auf den 2. Juli haben wir ein Gelände in Hannover,

auf dem das Tierversuchslabor des Pharmakonzerns Boeheringer Ingelheim

gebaut werden soll, besetzt. Mit dieser Aktion des Zivilen Ungehorsam

wollen wir mehr Öffentlichkeit gegen Boehringers Bauvorhaben gewinnen

und die Baupläne durch gewaltfreie Art durchkreuzen. Wir fühlen uns

keiner Gruppe oder Organisation zugehörig und verstehen uns als loser

Zusammenschluss von Tierbefreiungs- und Ökoaktivist_innen aus dem ganzen

Bundesgebiet und freuen uns über jeden Besuch und Mitbesetzer_innen.

Kommt einfach vorbei! Am Donnerstag, 2.7. gibt’s ab 16 Uhr ein erstes

Kennenlernen für Anwohner_innen und Interessierte bei veganem Kuchen und

Döner und am Freitag, 3.7., ab 18:30 Uhr Volkxküche und danach

Live-Musik vom Liedermacher Fidl Kunterbunt! (Anfahrt: siehe Ende der Mail)



Massentierhaltung – Boehringer macht's möglich!




Der Bau des Tierversuchslabors soll im Herbst/Winter diesen Jahres

beginnen und nach Fertigstellung sollen hier an maximal (weil von der

Stadt so beschränkt) 200 „Großvieheinheiten“, also bis zu 4000

Jungschweine, Impfstoffe getestet werden. Das Leben der Tiere wird nach

den Versuchen, sprich nach wenigen Monaten, gewaltsam beendet und die

toten Körper in Lauge aufgelöst abtransportiert werden. Boehringers

Versuche sind also keinesfalls als „tierlieb“ zu verstehen – auch nicht

für die Tiere, die nach „erfolgreichen“ Versuchsreihen die von

Boehringer entwickelten Impfstoffe verabreicht bekommen. Denn diese

Impfstoffe sind vorwiegend dort nötig, wo unhygienische Verhältnisse

herrschen und sich Krankheiten schnell ausbreiten können, das heißt in

diesem Zusammenhang: in der industriellen Massentierhaltung. Hier werden

mehrere tausend bis zehntausend Tiere auf engstem Raum eingesperrt, so

dass das normale Verhalten von Tieren – wie Orientierung in der Gruppe

und Beziehung zu den anderen Tieren - gestört wird. Dies führt zu

schweren psychischen und physischen Schäden, was sich zum Beispiel im

gegenseitigen Ohr- und Schwanzabbeißen zeigt. In der Fleischproduktion

spielt das Leben keine Rolle mehr, denn nur ein totes Tier lässt sich

zum Produkt „Fleisch“ verarbeiten. Boehringer unterstützt mit seinen

Versuchen dieses System der Tiervernutzung, profitiert von den

Nebenwirkungen der Massentierhaltung und hilft durch seine Impfstoffe

aktiv mit, diese zu optimieren. Wir jedoch fordern einen ganz anderen

Umgang mit nicht-menschlichen Tieren: wir erkennen sie als eigenständige

und fühlende Lebewesen an und lehnen ihren Status in dieser

Gesellschaft, in der sie als Versuchsobjekte und ihre toten Körper als

Nahrungsmittel benutzt werden, ab!



Lokaler Widerstand – globale Folgen!




Wir betrachten aber nicht nur die Folgen, die für Tiere durch

Boehringers Vorhaben entstehen, sondern setzten dieses in einen globalen

Zusammenhang. Dabei erkennen wir sowohl soziale als auch ökologische

Missstände, die wir ebenso kritisieren. Ein großes Problem, das mit der

industriellen Produktion von „Fleisch“ einhergeht, ist die Beschaffung

von Futtermitteln. Das Futter besteht meist aus Gen-Sojabohnen, für

deren Anbau nicht nur riesige Flächen Regenwald gerodet werden, sondern

auch dort lebende Menschen und Kleinbäuer_innen vertrieben werden. Immer

wieder verlaufen diese Vertreibung und der Protest dagegen tödlich1.

Diesen Menschen gilt unsere uneingeschränkte Solidarität! Ebenso all

jenen, die hungern müssen, weil die Lebensmittel, die in ihren Ländern

angebaut werden, als Futtermittel in die Tiermägen des globalen Norden

fließen, um dem dortigen Fleischkonsum gerecht zu werden.2 Bei der

Produktion von „Fleisch“ handelt es sich um eine enorme

Ressourcenverschwendung. Bei der Fütterung an Tiere gehen wertvolle

pflanzliche Kalorien, die ebenso Menschen essen könnten, verloren – je

nach Tierart und Futtermittel werden zwischen 7 und 16 Kalorien Getreide

benötigt, um eine Kalorie Fleisch herzustellen.3



Für die Produktion von Tierprodukten werden aber auch ökologische

Probleme in Kauf genommen: so fallen 18% der anthropogenen Treibhausgase

auf die Tierhaltung4. Durch die Rodung von Regenwald für Weideland und

Futteranbauflächen, durch den Methanausstoß bei verdauenden Widerkäuern

und durch die Düngung mit tierlichen Exkrementen entstehen gefährliche

Treibhausgase, die den Klimawandel verstärken. Auch sehen wir im

Wasserverbrauch (laut FAO fallen 8% des menschlichen Wasserbedarfs auf

die Tierhaltung) und der Wasserverschmutzung ein ökologisches Problem,

das sich in den nächsten Jahren durch erhöhte Wasserknappheit zu

sozialen Konflikten, die im schlimmsten Fall mit militärischer Gewalt

ausgetragen werden, wandeln wird.



Die Tierhaltung des globalen Norden ist also Ursache für vielerlei

Probleme, fernab von der Gewalt, die die eingesperrten Tiere Tag für Tag

bis hin zu ihrem vorzeitigen Tod erleben. Boehringers Impfstoffe

optimieren eine (intensive) Tierhaltung und somit ist dieses Unternehmen

Ziel unseres Protests.

Kommt daher vorbei, unterstützt unsere Besetzung oder organisiert

Soli-Aktionen bei euch vor Ort! Mensch, Natur und Tiere vor

Profitmaximierung!



WO?: Hannover, Straßenbahnhaltestelle Bünteweg/TiHo (Linie 6)

WANN?: immer!

Für Donnerstag, 2.7., ist ab 16 Uhr ein erstes Kennenlernen für

Anwohner_innen und Interessierte bei veganem Kuchen und Döner geplant.

Am Freitag, 3.7., gibt’s ab 18:30 Uhr Vokü und danach Live-Musik vom

politischen Liedermacher Fidl Kunterbunt!

WAS WIR SO BRAUCHEN:

Geschirr, Becher, Kochtöpfe, Pfannen etc.

Tische, Bänke, Stühle, Sofas, Matratzen, Zelte

vegane Lebensmittel

Holz zum Verbauen

Geldspenden (am besten direkt vorbei bringen, ein Konto haben wir leider

(noch) nicht)



ebenso sind wir auch auf einen Wasseranschluss und eine Duschmöglichkeit

in örtlicher Nähe angewiesen. Auch würde wir uns über günstige

Rechtshilfe (jetzt oder im Nachhinein) freuen! Wenn ihr uns bei diesen

Dingen helfen könnt, meldet euch! Wir sind dankbar für alles!



MEHR INFOS UNTER:

http://boehringerbesetzung.blogsport.de

eMail: boehringer-besetzung@gmx.de



Pressesprecher_In unter: 015126353045



http://boehringerbesetzung.blogsport.de/
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Sonntag, 19. Juli 2009, 18:45

Das ist ja schon vorbei - die letzte Besitzung war gestern.

3

Montag, 20. Juli 2009, 14:36

Das ist ja schon vorbei - die letzte Besitzung war gestern.
Da ist nichts vorbei, die Besetzung geht unvermindert weiter. Im September sollte der erste Spatenstich stattfinden. Morgen werde ich auch wieder auf dem Gelände sein.
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Sonntag, 6. September 2009, 00:38

1000 Polizisten, unter ihnen eine Terrorabwehrgruppe, nebst Polizeihubschrauber, zig anderen Fahrzeugen, wurden letzendlich aufgeboten um das Gelände von 33 friedlichen Demonstranten zu räumen. In Hannover leben wir wohl in Schilda. ???

Die Räumung der Boehringer-Besetzung gibt es jetzt auf YouTube.

Boehringer-Besetzung - Räumung 12.08.2009
http://www.youtube.com/watch?v=qY8RT7LIT-w



Danach gab es noch mal eine kleine Besetzung, bei der "nur" 80 Polizisten räumten.

Erneute Besetzung
SEK räumt Boehringer-Gelände
Die Polizei und das Spezialeinsatzkommando (SEK) haben am Sonnabendmittag das Boehringer-Gelände erneut geräumt. Etwa 15 Besetzer hatten sich am Morgen auf Bäumen des Geländes verschanzt.






http://www.haz.de/Hannover/Aus-der-S...inger-Gelaende
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Sonntag, 6. September 2009, 01:05

Ab Sonntag den 6 September bis Freitag den 11 September gibt es gegen Böhringer noch eine Aktionswoche in Hannover.







Unterkunft
:
ihr werdet privat in kleinen Gruppen untergrbracht sein. Essen, Treffen und Aktionsvorbereitungen werden im UJZ Korn statt finden. Bitte teilt uns über Mail (boehringer-besetzung@gmx.de) oder über Telefon (0151 26353045) mit wievielen Leuten ihr vorhabt zu kommen, damit wir Pennplätze und Essen planen können!


http://boehringerbesetzung.blogsport.de/…woche/programm/
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Sonntag, 6. September 2009, 11:03

Schön zu erkennen, dass die Macht billig gekauft wird. Weil Menschen ihre Familien ernähren müssen, arbeiten sie für die Polizei- und Räumungsdienste, um unhinterfragt jede Aufgabe zu erledigen.

7

Montag, 7. September 2009, 11:23

Nicht nur die Polizei ist augenfällig eingekauft, sondern auch Gutachter. Siehe:

http://boehringerbesetzung.blogsport.de/2009/08/31/57/


Aktuelle Informationen zum Boehringer Bauvorhaben


Wir haben in der letzten Woche eine sehr informative Email erhalten, für
die wir uns bedanken, und aus der wir hier einige Zeilen
veröffentlichen möchten :




“ …Es ist bisher noch kein
Gutachten zur biologischen Sicherheit eingeholt worden. Was Ihr so
meint ist lediglich der „Bericht über die Evaluierung der Biologischen
Sicherheit des BIVRC, Hannover vom 05.08.2009 der Firma „tecrisk“ Ltd.

Ltd.-Firmen können nicht haftbar gemacht werden, weder finanziell noch
– wie hier, für den Inhalt des Berichtes. Diese Firma gehört dem
schweizer Konstrukteur der Anlage: P. Mani, der zugleich auch selbst
Geschäftsführer ist- sehr praktisch. Diese Firma besteht aus
selbsternannten „Experten“. Der Auftrag kam allein von Boehringer –
nicht von der Stadt.

Den ahnungslosen Ratsmitgliedern und der HAZ wurde dieser Bericht als
„Gutachen“ verkauft. Es ist nicht einmal eine Stellungnahme-, die würde
eine Aufforderung voraussetzen; – daher auch die Bezeichnung „Bericht“.
Die Stadt Hannover hat werder eine wissenschaftliche Stellungnahme,
noch ein Gutachten angefordert; die Initiative kam von der Fa.
Boehringer.


Die Begriffe „Gutachter“ und „Gutachten“ sind nicht geschützt ein jeder kann sich Gutachter nennen und Gutachten abgeben.

Der Bericht enthält lediglich imposante
Begriffe und keine Angaben zu den Umweltrisiken, sondern nur
betriebstechnische Belange, die das Gewerbeaufsichtsamt und die
Mitarbeiter betreffen. Für die Ausfertigung des längst fälligen
Sicherheitsgutachtens sind allein die staatlichen Stellen zuständig (
gesetzliche Regelung )… Das würde aber negativ ausfallen, deswegen wird
es auch nicht von der Stadt in Auftrag gegeben, obwohl sie dafür nicht
zahlen müßte; das Gutachten muß vom Betreiber ( BIVRC) vorgelegt und
bezahlt werden.“
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