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Dienstag, 23. Februar 2010, 13:57

Helmut Schmidt: Die Deutschen sind noch immer sehr einfach verführbar

Zitat

Helmut Schmidt bei "Beckmann"

Ausnüchterung mit Mentholrauch

Von Reinhard Mohr


Altbundeskanzler Helmut Schmidt sitzt bei "Beckmann" und liest den Sozialstaats-Kritikern die Leviten. Statt Geschrei empfiehlt er Gelassenheit. Die Atmosphäre der Altersweisheit wird nicht mal dann gestört, wenn Schmidt Barack Obama mit Hitler vergleicht.

...

Und immer noch hält Schmidt die Deutschen für "verführbarer" als andere Völker. Sein Gegenmittel trägt den Namen eines römischen Kaisers, Marcus Aurelius, in dessen "Selbstbetrachtungen" sich das Leben zwischen zwei Polen bewege: Pflichtgefühl und Gelassenheit.

http://www.spiegel.de/kultur/tv/0,1518,679648,00.html
Das war wieder einmal eine Sendung mit Widersprüchen und so richtig zum schlecht werden.

Schmidt ist zwar gegen den Afghanistaneinsatz aber man dürfe auch nicht einseitig abziehen, weil dies gegenüber unseren "Verbündeten" verantwortunglos wäre. Tja, eine Sache ist falsch aber man muss sie dennoch weiterführen weil andere ebenfalls den falschen Weg gehen? :schüt:

Zwar gibt er zu, dass die Mehrheit der Deutschen gegen den Afghanistaneinsatz wäre aber der Bundestag darf das quasi ignorieren weil man eben eine Verantwortung habe und sich Deutschland ansonsten isolieren würde. Das Recht geht also vom Volke aus, aber es hat nicht zu bestimmen. :schüt:

Und dann kam natürlich die Keule aller Keulen, dass Deutschland eben ein besondere Verantwortung (wegen seiner Geschichte) habe. Hmm, also weil man in WK II viele Menschen tötete, muss man jetzt weiter töten und Kriegsverbrechen begehen? :schüt:

Und alle Völker sind eigentlich verführbar, aber keines so sehr wie die Deutschen. Und dass sich daran bis heute nichts geändert hat dient als Beweis eben der Afghanistaneinsatz. Weil eben die überwiegende Mehrheit der Deutschen gegen diesen ist obwohl man sich anderseits isolieren würde. :schüt:
Die glücklichen Sklaven
sind die
erbittertsten Feinde der Freiheit!

Marie von Ebner-Eschenbach

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2

Dienstag, 23. Februar 2010, 14:35

Sehr interessante Analyse. Was mir aber besonders gefällt, ist:
weil dies gegenüber unseren "Verbündeten" verantwortunglos wäre.
Das ist, als ob die Zwangsprostituierte vom "Verbündeten" spräche, wenn sie ihren Zuhälter meint.

Wenn man Schmidt bei der "Verführbarkeit" ganz genau nimmt, dann entschuldet er die Deutschen. Denn immerhin sind sie gegen den Afghanistan-Einsatz und können nix dagegen tun. Vielleicht waren sie auch gegen den bösen Hitler und konnten gegen ihn auch nix tun?

3

Dienstag, 23. Februar 2010, 15:39

Vielleicht waren sie auch gegen den bösen Hitler und konnten gegen ihn auch nix tun?
Klingt nachvollziehbar!

Wer weiß, vielleicht wird man in 40 Jahren den Deutschen (also dem gemeinen Volk) eine Mitschuld am Afghanistankrieg geben. Weil wenn sie dagegen gewesen wären - was sie zwar sind - dann wäre das doch gar nicht passiert.

Schmidt behauptet auch immer wieder, er habe von den KZs usw. während WK II nicht gewusst. Das glaube ich ihm auch, weil wie kann man etwas wissen was man nicht wissen kann? Aber er gehört halt zu den Auserwählten welche nichts wissen dürfen, während andere es wissen mussten was man nicht wissen kann. :schulter:
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Marie von Ebner-Eschenbach

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