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Baumfällt

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1

01.11.2010, 21:33

Unterdrückte Literatur (Relevante Passagen)

Das Internet ist halt schon ein gewaltiges Mittel zur Informationsfreiheit, auch wenn sich der Gegner durch unfassbare Massen von Desinfo und Volksverblödung im selben Medium nun besser drauf eingestellt hat, als bei der Erfindung des Buchdrucks.
Wer was finden will, hat jedoch eine gute Chance, dass es ihm gelingt.

Hier kann man diverse schwerst auffindbare Werke vorstellen, daraus zitieren und was sonst noch beliebt.

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Baumfällt

unregistriert

2

01.11.2010, 21:51

Der totale Widerstand (Hans von Dach)

Das Buch wurde von einem schweizerischen Milizoffizier verfasst und erschien bereits 1957.
Der Autor wollte seinen Mitbürgern eine Anleitung geben wie sie im Falle einer sowjetischen Invasion in den Freiheitskampf übertreten können.

Das Buch wurde jedoch in weiterer Folge in einigen Ländern verboten, u.a. weil auch Anleitungen zum Herstellen gewisser Kampfmittel vorkommen.
Ich selbst habe KEIN Exemplar dieses Buches daheim stehen. Das möchte ich klarstellen. Das wäre auch illegal.
Das Internet ermöglicht unter Umständen trotzdem, einen Blick hineinzuwerfen. Link werde ich keinen bereitstellen, da es durchaus gut ist, wenn nicht ein Haufen Hippies auf die Idee kommen, Anarcho-Waffen zu basteln.

So, was ich eigentlich hier zitieren möchte halte ich für einen inoffiziellen weiteren Grund dafür, wieso das Buch verboten wurde.
WEITBLICK des Autors.

Im Kapitel "Kirchenkampf" schreibt von Dach:

Zitat

- Der totalitäre Gegner wird auch die Kirche als potentiellen Feind betrachten und dementsprechend
bekämpfen. Hierbei wird er mit grosser Verschlagenheit zu Werke gehen und die Entchristlichung des
Lebens etappenweise durchführen, um nicht allzusehr aufzufallen. Er wird die Kirche nicht auf einen
Schlag vernichten, sondern vielmehr einem langsamen, sich über mehrere Jahre erstreckenden Aushöhlungsprozess
unterwerfen, um sie allmählich «kalt» zu erledigen. Denn würde er sein Endziel allzu
offen zeigen, wäre allgemeiner Widerstand die Folge.
- Unter dem Begriff «Kirche» ist ein weltgespannter Kreis zu verstehen:
a) Katholische Kirche;
b) Reformierte Kirche;
c) freie Glaubensgemeinschaften (z. B. Methodisten, Christliche Wissenschaft, Zeugen Jehovas
usw.).
- Das Vorgehen im Kirchenkampf wird sich etwa wie folgt abspielen:
1. Anschwärzen der Kirche.
2. Verächtlichmachung der Kirche.

3. Getarnte Störung des kirchlichen Betriebes.
4. Offene, direkte Verfolgung.
- Im Bestreben, keine Märtyrer zu schaffen, sondern den Gegner als Verbrecher darzustellen, werden
z. B. Sittlichkeitsprozesse gegen Geistliche aufgezogen, oder diesen sonstige Verfehlungen (Unterschlagungen
usw.) unterschoben.

- Zuerst werden die freien Glaubensgemeinschaften zerschlagen. Da es sich hierbei um Minderheiten
handelt, ist der Widerstand der Bevölkerung am geringsten. Katholiken und Protestanten sehen tatenlos,
eventuell sogar mit einer gewissen Schadenfreude zu, da ja eine «Konkurrenz» ausgeschaltet
wird.
- Die Katholische Kirche wird vor der Reformierten bekämpft, da sie straffer organisiert und somit gefährlicher
ist.

Gegnerische Massnahmen im Kirchenkampf:
- Schikanen aller Art, wie z. B. Entzug der Kohlenzuteilung oder Drosselung der zustehenden Elektrizitätsmenge,
so dass die Kirchen weder geheizt noch beleuchtet werden können.
- Erschwerung des Kirchganges der Erwachsenen. Dieser wird mit gewissen Gefahren und wirtschaftlichen
Nachteilen verbunden («schwarze Liste», «Steuererhöhung» usw.).
- Entfernung der christlichen Zeichen wie Kreuze, Bilder usw. in der Öffentlichkeit (z. B. Schulen, Spitäler
usw.).

- Abschaffung des Religionsunterrichts in den öffentlichen Schulen.
- Schulkampf gegen die katholischen Schulen und Institute.
- Schliessung der theologischen Fakultät, Verbot der Ausbildung von Geistlichen.
- Aufhebung spezieller religiöser Unterweisung, z. B. «Sonntagsschule», «Kinderlehre», «Konfirmandenunterricht
», «Firmunterricht» usw. Ausübung eines Drucks auf die Eltern, ihre Kinder nicht mehr
zu diesem Unterricht zu schicken. Nach einiger Zeit Schliessung des Unterrichts, mit der Begründung,
dieser sei überflüssig, da er doch nur von einer rückständigen Minderheit besucht werde.
- Ersatz der Konfirmation und Firmung durch eine staatliche «Jugendweihe».
- Erhebung hoher Gebühren zugunsten des Staates auf allen kirchlichen Handlungen (Taufe, Trauung,
Begräbnis).
- Auflösung religiöser Vereinigungen.
- Verbot religiöser Zeitschriften und Bücher.
- Erschwerung und schliesslich Verbot des Abhaltens von Glaubens-, Gebets-, Sing- und Andachtsstunden.
Vielfach wird nach einer ersten Verfolgungswelle mit der Kirche eine Art «Burgfrieden» abgeschlossen.
Besonders dann, wenn untergeordnete Instanzen in ihrer kirchenfeindlichen Haltung zu weltvorgeprellt
sind und grosses Aufsehen erregt haben. Die darauffolgende Periode des Stillhaltens soll die Wogen der
Empörung glätten und die wachgerüttelte Öffentlichkeit wieder beruhigen. Die Kirche selbst wird sich
erfahrungsgemäss peinlich an die getroffenen Vereinbarungen halten, um keinen Anlass zu weitern Verfolgungen
zu geben. Hierdurch werden ihr für längere Zeit die Hände gebunden.
Das Verhalten der Kirche im Kirchenkampf:
- Der Kirchenkampf hat auch seine positiven Seiten. Er scheidet die bisherigen blossen Mitläufer von
den wahren Gläubigen.
- Da die Kirche die einzige Zufluchtsstätte für bedrängte Seelen darstellt, gewinnt sie an Bedeutung
und Wert für alle diejenigen, welche das staatliche Zwangssystem ablehnen.
- Indem die Kirche Opfer bringt, gewinnt sie ein festeres Vertrauensverhältnis zu allen Teilen des Volkes.
Sie beeindruckt mit ihrer Haltung auch bisher skeptisch oder gar ablehnend eingestellte Personen.
- Gerade in der Verfolgung ist die Kirche im Stande, wahre Missionsarbeit zu leisten. Grösste Schwierigkeiten
und höchste Erfolgsmöglichkeiten liegen eng nebeneinander.
- Praktische Massnahmen:
a) die Kirche muss Unduldsamkeit und Personenkult bekämpfen;
b) die Kirche muss immer wieder darauf hinweisen, dass jede bewusste Missachtung der Gebote
Gottes sich früher oder später sicher rächt;
c) sie muss den Begriff des «Nächsten» pflegen und als solche alle Diskriminierten und Verfolgten
bezeichnen;
d) sie muss an allgemeine Pflichten des Christen erinnern, so z. B. - der missbrauchten Gewalt zu
widerstehen; - gottwidrige Befehle nicht zu befolgen;

e) sie muss daran erinnern, dass die Kinder in erster Linie den Eltern gehören und dass diesen das
erste Erziehungsrecht zusteht.


Auch wenn ich inzwischen glaube, dass der Vatikan seine eigene Verfolgung herbeiführt, um dann nach Umwälzungen in einer NNWO als Sympathieträger an die Macht zu kommen. wird es vielleicht zuerst so kommen wie es hier steht.
Ganz ohne russische Invasion.
Oder vielleicht auch mit. Wer weiß.

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