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Dienstag, 31. März 2009, 18:18

“Gracias Amigos”: Mexikanischer Drogenbaron bedankt sich bei US-Politikern

Zitat

“Gracias Amigos”: Mexikanischer Drogenbaron bedankt sich bei US-Politikern

Joaquin “El Chapo” Guzman Loera, Kopf des mexikanischen Sinaloa-Drogenkartells hat es auf den 701. Platz der weltweit reichsten Menschen geschafft. Und der wohlerzogene Kriminelle bedankte sich umgehend bei jenen, ohne die sein Erfolg nicht möglich gewesen wäre — den US-amerikanischen Politikern.
Diese Sache ist einen eigenen Thread wert.

Zitat

Guantanamo-Flieger stürzt mit 4 Tonnen Kokain an Bord in den Dschungel Yukatans
Am Montag dieser Woche musste der amerikanische Geheimdienst CIA zum zweiten Mal innerhalb von 18 Monaten einen empfindlichen Rückschlag im Drogenschmuggel-Business hinnehmen. Wieder in Mexiko. Eine Gulfstream II mit der Registriernummer N987SA stürzte am Montag nur 2 km von der Stadt Tixkokob und etwa 30 km von Merida entfernt (Hauptstadt des Bundesstaates Yucatán), auf der Flucht vor mexikanischen Militärhubschraubern in ein Waldgebiet. Verletzte oder Tote gab es offenbar nicht, die Besatzung konnte sich zunächst aus dem Staub machen. Letzten Berichten zufolge gab es schließlich doch noch zwei Festnahmen.

Statt menschlichen Passagieren, für deren Transport das Flugzeug eigentlich vorgesehen ist, fanden sich 132 Säcke, die über 3,6 t Kokain enthielten. Das zulässige Transportgewicht des 22-sitzigen Business-Jets wurde somit um mehr als vierzig Prozent überschritten, die Maschine zerbrach in mehrere Teile.



Besonders pikant: Das Flugzeug landete zwischen 2003 und 2005 mindestens drei mal auf der Gefangeneninsel Guantanamo, dessen Flugdaten wurde von europäischen Behörden mit dem Verdacht auf Entführung von Terrorverdächtigen überprüft. Beim damaligen Operator handelte es sich um die Firma Richmor Aviation, die Flugzeuge zur Weitervermietung anbietet, von denen etliche für konspirative Operationen der CIA genutzt wurden und werden.

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2

Mittwoch, 1. April 2009, 10:57

RE: “Gracias Amigos”: Mexikanischer Drogenbaron bedankt sich bei US-Politikern

ohne die sein Erfolg nicht möglich gewesen wäre — den US-amerikanischen Politikern.



:bruell: :ggg: :zkugel:

:thumbsup:
"Sozialismus - das ist die Brücke von links nach rechts"


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Mittwoch, 1. April 2009, 13:44

Denken wir doch jetzt mal an alle Kleindealer und Suchthaufen, die alle im Häfen sitzen, während die Verbrecher weiterhin mit Drogenvorboten und Drogenüberschwemmung die Völker kaputtieren.

Wie man sieht, sind sogar beweiskräftige Umstände kein Grund diese Verbrecherherrschaft einzudämmen.

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Donnerstag, 2. April 2009, 13:32

Jeder weiß, mit einer Prohibition erschafft man Gangster.

Zitat

Der mexikanische Drogenbaron Joaquin Guzmán alias «El Chapo» hat sich bei den USA ausdrücklich dafür bedankt, dass er und seine «Produkte» mit aller Härte verfolgt werden.

Laut einem Vertrauten von Joaquin «El Chapo» Guzmán Loera, den die Internetzeitung «Huffington Post» zitiert, sagte der Boss des Sinaloa-Kartells in Mexiko: «Ich hätte niemals so stinkreich werden können ohne George Bush, George Bush Junior, Ronald Reagan und sogar El Presidente Obama» – mit der Begründung, dass sein «Geschäft» erst durch die Illegalität seiner «Produkte» dermassen lohnend sei.

«Aus tiefstem Herzen: Danke, Freunde!»,

wird der Kartellboss weiter zitiert.

Der 55-jährige, 1,60 Meter grosse Guzmán hatte es kürzlich auf die «Forbes»-Liste der reichsten Menschen der Welt geschafft. Mit einem geschätzten Vermögen von einer Milliarde Dollar klassierte ihn das amerikanische Wirtschaftsmagazin auf Rang 701.

Held und Vorbild der Armen
Unterdessen berichten Quellen in der mexikanischen Regierung, dass der Staatspräsident Felipe Calderón von amerikanischen Politikern fordert, die Drogen aus Mexiko künftig zu legalisieren.

«Jeder weiss, mit einer Prohibition erschafft man Gangster. Und je mehr man verbietet, desto mehr»,

so zitierte die Onlinezeitung, «ist El Chapo heute der Held all jener Slumbewohner, die Millionäre werden möchten.»
Laut dem Bericht werden prominente und reiche Clans in Mexiko mittlerweile verdächtigt, mit amerikanischen Geschäftsleuten unter einer Decke zu stecken. In deren Unternehmen werden die horrenden Gewinne aus dem Drogenhandel angeblich gewaschen. Und massgebliche Personen in der Gesetzgebung bekommen den Quellen zufolge gigantische Bestechungsgelder, damit diese Drogen auch künftig illegal bleiben – die Grundlage für das lohnende Geschäft.

http://bazonline.ch/ausland/amerika/Aus-…/story/13886157
Wir sollten alle diesem Gangster glauben und daraus die Erkenntnis ziehen, dass unsere Gesetzgeber mit und für Gangster arbeiten.

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5

Freitag, 1. Mai 2009, 16:52

Mexiko will Drogenbesitz legalisieren - Schweinegrippe als Strafe der USrealis

Zitat

Mexiko will Drogenbesitz legalisieren

Kleine Mengen an Drogen sollen künftig in Mexiko strafffrei gestellt werden. Der Senat stimmte jetzt einem entsprechenden Gesetzesentwurf zu. Unterdessen nahm die Polizei einen der wichtigsten Drogenbosse fest.


Mexiko-Stadt - Der Senat, das Oberhaus des mexikanischen Parlaments, will den Besitz kleinerer Drogenmengen straffrei machen. Die Senatoren stimmten am Dienstagabend (Ortszeit) einem Gesetzentwurf zu, der vorsieht, dass Personen unter anderem zwei Gramm Heroin, fünf Gramm Marihuana und fünf Milligramm Kokain bei sich tragen dürfen.

Mit dem neuen Gesetz soll vor allem der Drogenhandel bekämpft werden, hieß es am Mittwoch in mexikanischen Zeitungsberichten. Es sieht zudem vor, dass Drogenkranke zur Behandlung gezwungen werden können.

Jetzt muss die Deputiertenkammer, die Unterkammer des Parlaments, noch über die Initiative beraten. Wer ohne Autorisierung mit Rauschgiften handelt, soll mit Gefängnis bis zu vier Jahren bestraft werden.

Weiter lesen ....http://www.tt.com/tt/home/story.csp?cid=…0&sid=57&fid=21


Kann es sein, dass hier ein Gesetz in Richtung "Drogen-Legalisierung" für Konsumenten - Strafe für Verbrecher durchgeführt wird (mit der Zustimmung der Senatoren wird sich das vermutlich rasch erfüllen) und dies "jemandem" nicht passt?
Die "Labor-Grippe" kam da wohl zum Richtigen Zeitpunkt, um Staaten die versuchen Auszubrechen aus der sinnlosen Drogenpolitik gleich mal daran zu erinnern, das man dieses Geschäft nicht gerne aus der Hand gibt.

Mir war das Vorhaben der Mexikaner bisher noch nicht bekannt - aber das war wohl auch so gedacht. Bei so vielen Ungereimtheiten um die Opferzahlen in Mexiko können die einen oder anderen Informationen über dieses Land schon mal untergehen, gell!
Gedanken sind Deine wahre Macht - wenn Du Gedanken verstehst, bist Du wahrhaft mächtig !

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Freitag, 1. Mai 2009, 17:03

Dieser Rückschluss ist für mich sehr nachvollziehbar, wenn ich mich an diesen Thread erinnere. “Gracias Amigos”: Mexikanischer Drogenbaron bedankt sich bei US-Politikern

Mir ist schon lange klar, dass so ziemlich alle westlichen Faschiste-Politiker den Drogengewinn mit allen Mitteln ganz oben halten.

Ich selbst habe bei einen Drogenprozess nicht aussagen dürfen, weil meine Auslegungen politisch nicht erwünscht sind.

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Freitag, 21. August 2009, 13:04

Zitat

Mexiko legalisiert Kiffen und Koksen
Mexiko hat mit einem umstrittenen Gesetz den Besitz kleiner Mengen Drogen entkriminalisiert. Damit ist der Besitz einer zum «persönlichen Gebrauch» gedachten Menge Marihuana, Kokain, Heroin und LSD ab sofort nicht mehr strafbar.
Die Obergrenze des persönlichen Bedarfs liegt bei Marihuana bei fünf Gramm, was etwa zwei bis drei Joints entspricht. Bei Kokain wird ein halbes Gramm toleriert, bei Metamphetaminen 40 Milligramm, bei LSD sind es 0,015 Milligramm.

Ab dem dritten Mal wird therapiert
Wer von der Polizei mit einer geringen Menge erwischt wird, hat die ersten beiden Male keine Konsequenzen zu befürchten. Beim dritten Mal wird allerdings die Teilnahme an einem Entzugsprogramm verpflichtend. Welche Strafe Entzugs-Verweigerern droht, lässt das Gesetz offen.
Der Kongress hatte das Gesetz bereits im April verabschiedet, Präsident Felipe Calderón hatte die Unterzeichnung jedoch hinausgezögert. Er hatte für einen strengeren Gesetzesentwurf geworben, der bereits beim ersten Mal verpflichtende Entzugskuren oder alternativ Gefängnisstrafen vorsah.
Bislang drohten in Mexiko auch beim Besitz geringer Mengen schwere Gefängnisstrafen. In der Praxis wurden jedoch nur wenige Menschen aufgrund des Besitzes einer geringen Drogenmenge verurteilt.

Kampf gegen Drogenkriminalität
Mexikanische Politiker haben mehrfach betont, dass es wichtig sei, zwischen Gelegenheitskonsumenten, Süchtigen und Drogenhändlern zu unterscheiden. Seit Calderón den Drogenkartellen im Land den Kampf angesagt und Truppen in umkämpfte Gebiete geschickt hat, wurden in Mexiko 11'000 Menschen Opfer der Drogenkriminalität.

http://tagesschau.sf.tv/nachrichten/arch…ffen_und_koksen

Das ist aber schön, dass Calderon den Politikern, Drogenhändlern und Pharmakonzernen das Geschäft kaputtiert und die Mehrheit entlastet.

ASY

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8

Samstag, 6. November 2010, 10:05

Drogen legalisieren?

Heute bin ich über einen herrlichen Beitrag gestolpert, auf den ich hier gerne hinweisen möchte.

Zitat

Original-Artikel (Englisch, “The Independent”)
Johann Hari: Gewalt erzeugt Gewalt.
Das einzige, wovor die Drogenbanden Angst haben ist die Legalisierung

Ein Chef der Cruenza-Mafia, einer der größten Drogenbanden in den 1980er Jahren, wurde abgehört als er seiner Dankbarkeit für den Krieg gegen Drogen als “gut fürs Geschäft” Ausdruck gegeben hat.

Für viele Menschen klingt “Krieg gegen Drogen” wie eine Metapher, wie der “Krieg gegen die Armut”.
Ist es nicht.

Es wird mit Panzern und Maschinenpistolen und Handgranaten, die teilweise durch Ihre Steuern finanziert werden, gekämpft, und es hat nur alleine während der Regierungszeit des derzeitigen mexikanischen Präsident, 28.000 Menschen das Leben gekostet.
Die Zahl der Todesopfer in Tijuana – eine der Frontlinien des Krieges – ist jetzt höher als in Bagdad. Gestern wurde ein weiterer Haufen von 72 verstümmelte Leichen in der Nähe von San Fernando gefunden – ein Ereignis, das in Mexiko schon keinen mehr schockt.

weiterlesen: http://ungefragt.com/?p=349

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9

Sonntag, 7. November 2010, 16:26

Auf AlJazeera erschien ein 3 minütiges Video, in dem gefragt wurde ob die mexikanische Regierung das mächtigste Drogenkartell des Landes bevorzugt unterstützt. Es stellt sich die Frage, ob Mexiko gar vom Sinoloa Kartell regiert wird und warum so eine Bande so viel Macht hat, wo doch so viel Geld für die Bekämpfung von Drogen ausgegeben wird.

Das Sinoloa Kartell ist verantwortlich für ca. 45% des mexikanischen Drogenhandels. Die Bande bekriegt sich in Juarez mit der weit kleineren Bande, die sich 'La Linea' nennt und die Regierung bekämpft nur die kleineren Gangster.

Das da ist der Boss von Sinoloa, Joaquin "El Chapo" Guzman:
http://de.wikipedia.org/wiki/Joaqu%C3%ADn_Guzm%C3%A1n

Der Einfluß von "El Chapo", so sagen Experten, reicht bis in höchste Regierungskreise. Seine Vergangenheit ist Teil seiner Legende. 1993 in Guatemala wegen Drogenschmuggel und Mord verurteilt, entkam er 2001 aus einem Hochsicherheitsgefängnis in Mexiko in einem Wäschewagen. Seit damals hat er ein geschätztes Vermögen von über 1 Milliarde Dollar durch den Handel mit Kokain, Heroin und Amphetaminen in die USA gemacht. Seit Jahren liefert sich die Bande einen blutigen Krieg mit anderen Drogenhändlern um die besten Routen in die USA, z.B. über die Grenze von El Paso, Texas. Der Drogenkrieg dort kostete bisher 380 Menschenleben.

"El Chapo" ist nicht unbedingt einer, mit dem man sich anlegen möchte, aber welchen Einfluss hat er auf die Regierung?

Die US-Regierung stellt jedes Jahr 1,6 Milliarden Hilfe für Mexiko für die Merida Initiative zur Verfügung, da sollte man doch wirklich der Sache mal nachgehen, wofür das Geld denn verwendet wird. Korruption ist in Mexiko so weit verbreitet, da kann es gut möglich sein, dass das Geld in genau die Hände derer geht, für deren Bekämpfung es eigentlich gedacht ist. Mexiko hat nämlich auch ein Subventionsprogramm für seine ärmsten Bauern, die Dank des Freihandeslabkommens mit den USA nicht mehr mithalten können und von diesem 1,3 Milliarden-Programm bekommen "El Chapo" und 2 weitere Drogenbarone auch was ab. ("Mexico farm subsidies are going astray", Tracy Wilkinson, Los Angeles Times).

Als Hillary Clinton in Mexiko auf Besuch war, hat sie versichert dass die Merida Initiative auch in Zukunft fortgesetzt wird. Da ist zu erwarten, dass die Drogenbarone auch weiterhin gut versorgt sind.

Mit Clinton auf Reisen waren auch Robert M. Gates; Janet Napolitano; Admiral Mike Mullen und Dennis C. Blair, also die Köpfe der gesamten US National Security, um über die Eskalation der Gewalt in Juarez zu sprechen, den Krieg der Drogenkartelle.

Selbstverständlich nimmt man die Angelegenheit sehr ernst, hatten sie doch sogar Waffen und gepanzerte Fahrzeuge geschickt, um den Drogenkrieg zu bekämpfen. Leider haben sie sich geirrt und es wurde nur noch schlimmer. Jetzt soll es erstmal 'Sozialprogramme' geben. Dafür bekommt Mexiko 300 Millionen Dollar zusätzlich. Clinton & Co. haben nicht verstanden, dass sie damit nur die großen Drogenkartelle unterstützen, indem sie die kleineren bekämpfen. Dadurch gerät der Drogenhandel komplett in die Hände von Profis, die noch dazu mit der Politik vernetzt sind. Frau Clinton wird sich bestimmt geschockt zeigen, wenn sie denn am Ende erfährt wie es gelaufen ist.

Aber die bekämpfen ja auch noch die afghanischen Drogenkartelle...
People who lie to others have merely hidden away the truth, but people
who lie to themselves have forgotten where they put it.

10

Sonntag, 7. November 2010, 16:42

Was die Drogenflugzeuge betrifft, so mal was über die Zusammenhänge (etwas länger, aber für den/diejenigen, den es interessiert:

Es gibt da die 4 Jahre alte Geschichte von der DC-9 mit der Nr. N900SA, die auf eine Firma registriert war, die als Adresse den Hangar von Huffman Aviation agegeben hatte (das ist die Firma mit der Flugschule in Venice, Florida, wo die Piloten der Flugzeuge trainierten, die dann ins WTC krachten. Diese DC-9 wurde vom mexikanischen Militär beschlagnahmt, weil sich an Bord 5,5 Tonnen Kokain für die USA befanden.

Das hat ja jetzt erstmal weder mit 9/11 noch mit der Finanzkrise zu tun, aber....

David Hopsicker veröffentlichte vor ca. 3 Jahren einen Artikel über die Zusammenhänge von Drogenkartellen, US-Regierungen, Banken, Geheimdiensten und Militär. Damals wurde man als Verschwörungstheoretiker bezeichnet, wenn man dies aufgriff.

Nun hat der Journalist Michel Smith anläßlich der Ermittlungen gegen die Wachovia Bank wegen der Wäsche von Drogengeldern einen Artikel bei Bloomberg veröffentlicht, der zu denselben Ergebnissen kommt.

http://www.bloomberg.com/news/2010-07-07…drug-habit.html


Da gibt es also jetzt die Geschichte der Wachovia Bank, die anläßlich der Finanzkrise von Wells Fargo übernommen wurde und ordentlich Drogengelder gewaschen hat, ganz offiziell im Mainstream.

Mit diesen Drogengeldern und weiterem, über die Bank of America gewaschenen Geld, wurde z.B. die DC-9 bezahlt.

Gemäß einem Bericht des Justizministeriums hat die Wachovia zwischen 2003 und 2008 insgesamt 378,4 Milliarden US-Dollar in mexikanischer Währung gehandelt, was eine der größten Verletzungen der Anti-Geldwaschgesetze in der US-Geschichte darstellt. Die Summe entspricht einem Drittel des gegenwärtigen mexikanischen Bruttosozialproduktes.

Seit 2006 sind ca. 22.000 Menschen Opfer des mexikanischen Drogenkrieges geworden.

Es gibt da enge Verbindungen zwischen den größten Banken der Welt, den Drogenkartellen, dem US-Militär und den Geheimdiensten. Die gab es schon immer, allerdings noch nie in dem korrputen Ausmaß, wie es in der heutigen Zeit der Fall ist.

Der Drogenhandel kann heute nur noch existieren, wenn man politische Freunde in hohen Positionen hat. Legale und illegale Geschäfte sind dicht miteinander verwoben und die Grenze zwischen Geschäftsmännern und Kriminellen ist fliessend. Die Beziehungen zwischen Kriminellen, Politikern und Mitgliedern des Geheimdienstes belastet die Strukturen des Staates und die Rolle seiner Institution einschließlich des Militärs in den USA erheblich, wie der Wachovia-Drogenskandal deutlich zeigt.

Statt Airforce One nun Cocaine One

Die DC-9 ist aus vielen Gründen interessant, denn eine an der Fa. SkyWay's (der die DC-9 gehörte), beteiligte Firma war eine private Investmentbank in Dallas die auch Gelder für die mexikanische Industrie bereitstellte und erwiesenermaßen Verbindungen zum Cali- und Juarez-Kartell hat. SkyWay's gab ihren Flugzeugen einen Anstrich und ein Label dass dem des US Dept. of Homeland Security unheimlich ähnlich war. Ausserdem kann man die Geschichte von SkyWay's bis zu In-Q-Tel Inc. verfolgen, eine geheimnisvolle Investment Gruppe die aus dem Schwarzgeldbudget der CIA finanziert wird.

Dann gab es noch einen weiteren Drogen-Flugzeugcrash auf der Yucatan Halbinsel. 18 Monate nach der Beschlagnahme der DC-9 in Mexiko landete ein Gulfstream II Jet (N987SA) mit 4 Tonnen Kokain auf einem Feld und brach auseinander. Er gehörte demselben Netzwerk und benutzte dieselbe Quelle zur Finanzierung, nämlich die 'Casa de Cambio Puebla SA', ein Netzwerk zum Tausch von Währungen. Nach einigen Recherchen durch die FAA Berichte entdeckte der Journalist Hopsicker, dass die Gulfstream II einem Medienmogul und republikanischem Wahlkampfspender gehört, dessen Geschäftsfreunde ein weiteres amerikanisches Drogenflugzeug besaßen, nämlich genau die DC-9 die in Mexiko sichergestellt wurde.

Nun fand auch Bloomberg Journalist Michael Smith heraus, dass diese Flugzeuge mit den durch die Wachovia gewaschenen Geldern und mit Beteiligung der Casa de Cambio Puebla SA gekauft worden waren.

Smith schrieb bei Bloomberg: "Ein Kunde den die Wachovia in 2004 hatte war die Casa de Cambio Puebla SA," Diese Fa. war eine Idee von Pedro Alatorre, einem "Geschäftsmann" der Scheinfirmen für Drogen-Kartelle entwickelt.

Alatorre und 70 Angehörige seines Netzwerkes wurden in 2007 von der mexikanischen Justiz verhaftet. Man hatte entdeckt, dass die Geldwäscher und Airlinebesitzer 23 Konten bei der Wachovia Bank in Miami besaßen, auf denen sich 11 Millionen Dollar befanden, die von US-Untersuchungsbeamten eingefroren wurden.

2008 wurde Alatorre vom Gericht in Miami verurteilt und nun wartet er auf seinen Prozess in Mexiko, zusammen mit 3 weiteren wegen Drogenhandel und Geldwäsche Angeklagter. Ihnen wird vorgeworfen ca. 720 Millionen US-Dollar über Scheinfirmen durch US-Banken gewaschen zu haben. Das US-Justizministerium hat die Auslieferung Alatorres gefordert.

Gemäß Bloomberg haben Angestellte von Puebla mit gestohlenen Identitäten von 74 Leuten Geld über Wachovia- Konten gewaschen. Wachovia führte alle Transaktionen durch ohne jemals etwas Auffälliges bemerkt haben zu wollen.

300.000 US Dollar wurden durch die Wachovia an die Bank of America in Oklahoma City transferriert und per Barzahlung wurde dann in Oklahoma über den Flugzeughändler Aircraft Titels Inc. die DC-9 gekauft. Der Chef von US Aircraft Titels wollte das nicht kommentieren.

Jeffrey Sloman, staatlicher Ankläger im Wachovia Fall sagte in einer Presseerklärung, dass "Wachovia's offenkundige Nichtbeachtung der Bankgesetze den internationalen Kokain-Kartellen praktisch eine Freikarte für die Finanzierung ihrer Operationen gab".

Jetzt, nachdem es fast 3 Jahre her ist wo Hopsicker darüber geschrieben hatte, erklären die politisch explosiven Verwicklungen des Skanals vielleicht, warum amerikanische Offizielle nur sehr widerwillig gegen die Besitzer der Flugzeuge vorgingen und alle Augen zudrückten um die amerikanische Beteiligung an den Drogengeschäften nicht sehen zu müssen.

Als Wells Fargo die Wachovia kaufte, war sie Amerikas viertgrößte Bank und sie kostete nur noch 12,8 Milliarden, weil sie in dicken Schwierigkeiten steckte. Wachovia war auf Einkaufstour und kaufte in 2001 die First Union Bank, verschmolz mit Prudential Securities Division und hielt dabei den Löwenanteil von 532,1 Milliarden. Darauf folge der Einkauf der Metropolitan West Securities mit 50 Milliarden an Sicherheiten und Krediten und 2004 war da noch die Übernahme von SouthTrust Corporation mit 14,3 Milliarden. Dann wollte Wachovia noch die Golden West Financial übernehmen, die unter dem Namen World Savings Bank die zweitgrößte Spar- und Kreditbank war. Zu diesem Zeitpunkt hatte die Golden West ein Vermögen von ca 125 Milliarden. Das war für die Wachovia ein etwas zu großer Happen. Wachovia brauchte Liquidität um jeden Preis und die ist eben nur dann zu bekommen, wenn man solche dunklen Geschäfte macht wie eben mit der Casa de Cambio Puebla SA.

Wachovia benötigte $26 Milliarden für die Golden West Financial und das zu dem Zeitpunkt, als die Immobilienblase platzte. Die Wachovia Aktie die sich bei $70.51 befand, rutschte auf $5.71 im Oktober 2008. Da waren auch illegale Geschäfte willkommen.

Wachovia wurde in mehrfachen Fällen von Geschäften mit einen Drogenhandelsorganisation (Casa de Cambio) verurteilt und der neue Besitzer, die Wells Fargo, erklärte sich mit der Strafe einverstanden.

Unter Benutzung falscher Identitäten hatte die Casa de Cambio Geld über die Wachovia auf andere Konten überwiesen um Flugzeuge für den Drogenschmuggel zu kaufen. Inzwischen wurden 4 solcher Flugzeuge im Ausland beschlagnahmt, in Zusammenarbeit mit den US-Behörden. In allen Flugzeugen wurden große Mengen Kokain gefunden.

Wells Fargo hat es bisher abgelehnt darüber Auskunft zu geben, wie viel Gewinn durch das Handling der 378,4 Milliarden, einschließlich der 4 Milliarden Bargeld, mit der Casa de Cambio gemacht wurde.

Da gibt es allerdings noch mehr hinter dieser Geschichte, wie nur Geldwaschen und Flugzeuge damit kaufen. Der Kauf dieser Drogenflugzeuge steht in direkter Verbindung zum 'Krieg gegen den Terror' der Bush Regierung.

Es ist fast wie die Wiederholung des Iran-Contra Skandals aus den 80ern. Iran-Contra damals hieß Waffen und Drogen, der derzeitige Skandal könnte Drogen und gefolterte Häftlinge heißen. Das Ergebnis ist dasselbe: Kriminalität und Gesetzesbruch der einen sprachlos macht.

Die Gulfstream II mit der Nummer N987SA flog zwischen 2003 und 2005 in mindestens 3 Fällen zwischen der US-Ostküste und Guantanamo hin und her, wie Bill Conroy berichtete. Conroy sagt auch, dass SkyWay oftmals hochsensible Aufträge für das Verteidigungsministerium ausführt, wie man auch aus offiziellen öffentlichen Berichten einsehen kann.

Lt. AFP berichtetet die mexikanische Tageszeitung El Universal darüber, dass sie Dokumente der USA und des europäischen Parlamentes erhalten hat, die zeigen dass das Flugzeug mehrere Male in Guantanamo landete um Terrorverdächtige dorthin zu bringen. Das Flugzeug also, dass kolumbianische Drogen für den Anführer des mexikanischen Drogenkartells Joaquin 'Chapo' Guzman," an Bord hatte, als es in Yucatan abstürzte.

El Universal berichtet auch, dass die Flüge zwischen den USA und Guantanamo im Logbuch des Flugzeuges registriert seien und der letzte Besitzer sei ein "Clyde O'Connor' aus Pompano Beach, Florida.

Der Independent bestätigte unabhängig davon im Januar diesen Jahres, dass es Beweise dafür gibt, die darauf hinweisen dass dieses Flugzeug von der CIA als 'Foltertaxi' benutzt wurde und auch Gatwick und andere EU-Flugplätze anflog und auch Drogen für Europa brachte.

Hugh O'Shaughnessy bestätigte frühere Berichte von Bill Conroy und Daniel Hopsicker, indem er sagte dass die Gulfstream II N9875A von der britischen Regierung und dem europäischen Parlament identifiziert wurde und dieselbe ist, die im September 2008 auf dem Weg von Kolumbien in die USA mit mehreren Tonnen Kokain an Bord abstürzte. Lt. der DEA war die abgestürzte Gulfstream im Dienst des Department of Homeland Security.

Auch gemäß Mark Conrad, einem früheren CIA-Agenten wurde die Maschine zum Transport von Drogen und Häftlingen verwendet und stand unter Kontrolle der CIA.

Wir haben da also ein Flugzeug, gekauft von Drogenhändlern mit Geldern die über eine US-Bank gewaschen wurden, dass gleichzeitig von der CIA für Entführungsflüge benutzt wurde.

Peter Dale Scott schreibt im Japan Focus, dass es keine Überraschung ist, das die US-Regierung durch die CIA über die Jahre zum Protektor von Drogenhändlern geworden ist und diese vor Verurteilungen schützt.

Die Gelder aus dem Drogenhandel die durch Banken in den USA und Europa gewaschen werden, betragen nach Schätzung von UNODOC zwischen $600 Milliarden bis hin zu $1.5 Billionen. Im Bezug auf die globale Finanzkrise waren diese Gelder für manche Bank ein willkommenes Hilfsmittel und hielten das Geldsystem am Laufen, wie auch der Observer am 13.12.2009 berichtete.


Antonio Maria Costa, UNODOC Director, sagte der britischen Zeitung dass er Beweise gesehen hätte, wo Drogengelder das einzig verfügbare Investmentkapital gewesen wären, dass Banken vor der Pleite bewahrte. 352 Milliarden aus Drogengeschäften wurden in das Wirtschaftssystem eingesaugt. Kredite von Bank zu Bank wurden mit Geld finanziert, dass aus dem Drogenhandel und aus anderen illegalen Aktivitäten stammte.

Der UN-Drogenbeauftragte lehnte es ab, die Länder oder die Banken zu nennen, die von den unzähligen Geschäften profitiert haben. Ein dicht gewobenes Netz der Korruption hüllt den gesamten Finanzsektor ein und für Geld machen die inzwischen alles.

Martin Woods, ehemaliger Direktor der Anti-Geldwäsche-Abteilung bei Wachovia in London sagte zu Bloomberg, "Es sind die Banken die das Geld für die Kartelle waschen, das die Tragödie finanziert." Woods sagte dem Magazin, dass er die Bank aus Ärger verlassen habe, weil die Verantwortlichen seine Erkenntnisse, dass Drogendealer ihre Gelder über die Wachovia waschen, einfach ignoriert hätten. Sie wußten von dem Risiko, gestanden sie vor Gericht, betrieben die Geschäfte aber weiter.

Der frühere Scotland Yard Inspektor Woods sagte, er habe besonders auf unleserliche Unterschriften und verdächtige Markierungen auf Traveler Schecks von mexikanischen Unternehmen geachtet und Kopien davon seinem Bericht an die britischen Finanzbehörden, die DEA und das US-Finanzministerium weitergeleitet. Statt aber dafür Anerkennung zu bekommen versuchten seine Vorgesetzten ihn mundtot zu machen und versuchten, ihn loszuwerden. Bei einem Treffen meinte ein Banker, Woods hätte nicht tun sollen was die US und UK Gesetze vorschreiben. Es wurde so massiv Druck auf ihn ausgeübt, dass er einen Bericht über andere verdächtige Aktivitäten in Osteuropa zurückzog. Zeitweise fürchtete er sogar um sein Leben.

Nun ist Wachovia nicht die einzige Bank die kriminelle Geschäfte machte. Lt. Bloomberg haben auch die Bank of America und die HSBC Holdings Plc, Europas größte Bank, American Express Bank, Banco Santander SA, Citigroup Inc. und auch die Western Union ihre Finger in dubiosen Transaktionen.

1994 zahlte z.B. American Express $14 Millionen Strafe an den Staat weil 2 Angestellte in Drogengeschäfte mit dem Drogenhändler Juan Garcia Abrego verwickelt waren.

Zwischen 1999-2004 hat die Bank versäumt zu verhindern, dass ihre Kunden Drogengelder in Höhe von $55 Million waschen. Dafür zahlte sie 2007 65 Millionen an den Staat und versprach, sich künftig an die Gesetze zu halten. Die Strafe wurde dann ein Jahr später erlassen.

Der Independent enthüllte 2004 dass die HSBC wegen Geldwäsche in einem Bericht des US-Senates erwähnt wurde.

Die Journalisten Hugh O'Shaughnessy und Paul Lashmar enthüllten dass die HSBC sich bei der Einhaltung der Anti-Geldwäschegesetze die Drogenhandel, Korruption und Terrorismus unterbinden sollen, nicht besonders bemüht haben. In einem von vielen Fällen, wo es so aussieht als habe die skandalgeplagte Riggs Bank sich mal an die Regeln gehalten, bat sie die HSBC und die spanische Banco Santander darum, die pikante Angelegenheit zu regeln. Die Identität der Besitzer von 2 Firmen die dort Konten hatten sollten geheim gehalten werden. Es ging um einen Transfer in Höhe von 35 Millionen und die Bank weigerte sich zu sagen, wer die Besitzer waren.

Bloomberg enthüllte auch, dass das FBI Leute festgenommen hat, die für mexikanische Kartelle arbeiten und illegal Geld bei Konten der Bank of Amerca in Atlanta, Chicago und Brownsville in Texas einzahlten.

Keine der Banken wurde wegen ihres Fehlverhaltens von der Regierung angeklagt und die beiden Firmen bestritten jegliche Verwicklung in Geldwäscheangelegenheiten.

Der Sprecher der Bank of America, Shirley Norton, sagte zu Smith dass sie sich strikt an die Gesetze gehalten hätten. die Bank of America nähme ihre Anti-Geldwäsche Angelegenheiten sehr ernst. Eine Behauptung die doch sehr deutlich von den von Bloomberg ermittelten Fakten abweicht.

Wells Fargo wird 160 Millionen Dollar Strafe zahlen, was weniger wie ca. 2% ihres Gewinnes aus 2009 ausmacht. Wenn Wells Fargo sein Versprechen hält, wird die Regierung im März 2011 die Strafe aussetzen. Die To-big-to-fail Bankster sind ja in der Krise. Haftstrafen für die Verantwortlichen Entscheidungsträger gab es auch noch nie.

http://www.justice.gov/usao/fls/PressRel…2.Statement.pdf
http://narcosphere.narconews.com/noteboo…s-ground-mexico
http://www.justice.gov/usao/fls/PressRel…Information.pdf

http://japanfocus.org/-Peter_Dale-Scott/3340

http://www.guardian.co.uk/global/2009/de…un-cfief-claims

Zitat


Drug money saved banks in global crisis, claims UN advisor
Drugs and crime chief says $352bn in criminal proceeds was effectively laundered by financial institutions

http://www.independent.co.uk/news/busine…ort-551367.html

Zitat


HSBC and Santander slammed in Senate money-laundering report
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