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ASY

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Mittwoch, 26. Januar 2011, 20:41

"Dein Probleme interessiert mich nicht!"

"Dein Problem interessiert mich nicht!", würde selten ein Mensch sagen, der vorgibt ein vorurteilsfreier Lebensfreund zu sein!

"Dein Problem interessiert mich nicht!"
, sagt aber jeder Mensch, der sich für seine Sache, die meist ein Resultat einer mehrwertigen Ursache ist, Scheuklappen aufsetzt.

Dazu einige Denkbeispiele:
  • Wie kann ich ein Immigrantenfreund sein, wenn mich nichts in die Wege leitet, die Gründe für Emigration anzuprangern?
  • Wie kann ich ein Tierschützer sein, wenn gleichzeitig die billigste Leberkässemmel vertilge?
  • Wie kann ich Tiere mit jenen Mitteln schützen, die ausgebeuteten Menschen noch mehr aus den Taschen beutet?
  • Wie kann ich Esoterik propagieren, welche ich aus exoterischen Quellen beziehe?
  • Wie kann ich die Pille/das Kondom anwenden, während ich gleichzeitig über Kinderlosigkeit jammere?
  • ....
  • Wie kann ich spenden, wenn ich weiß, dass letztendlich jede Spende das Auszucken verhindert und das Leid verlängert?
  • Wie kann ich redliche Absichten vorgeben, wenn ich gleichzeitig am unredlichen System ignorierend partizipiere?
  • Wie kann ich Lust haben erfolglose Unternehmungen zu wiederholen?
  • Wie kann ich das individuelle Eigentumsrecht verteidigen, was gleichzeitig das Unabhängigkeitsrecht anderer verhindert?
Die Liste der Widersprüche ist endlos lang.

Wollen wir glänzen und uns gut fühlen oder der ganzen herrschenden Scheiße ein Paroli bieten? Wollt ihr Wasserschäden protokollieren, oder Wasserschäden verhindern?

Hat über diesen Kontext schon irgendwer im Team nachgedacht, oder sind wir hier eine Ökumene verschiedener, für sich kompromissloser Glaubensgemeinschaften?

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2

Donnerstag, 27. Januar 2011, 12:20

Zitat

Wie kann ich ein Immigrantenfreund sein, wenn mich nichts in die Wege leitet, die Gründe für Emigration anzuprangern?

Kein grundsätzlicher Widerspruch, im Gegenteil. Ich begrüße die, die sich hier integrieren wollen und verabschiede die, die ihr Glück in der Ferne suchen. Nicht jeder Emigrant flieht vor dem Unrecht.


Zitat

Wie kann ich ein Tierschützer sein, wenn gleichzeitig die billigste Leberkässemmel vertilge?

Das frage ich mich auch.


Zitat

Wie kann ich Tiere mit jenen Mitteln schützen, die ausgebeuteten Menschen noch mehr aus den Taschen beutet?

Indem ich mich von dem festgefahrenen Standpunkt der behaupteten Ausbeutung verabschiede. Ich empfinde es als erniedrigend, wenn man in Europa von Ausbeutung spricht und sich damit auf eine Stufe mit den wirklich Ausgebeuteten in dieser Welt stellt. Erniedrigend für die wirklich Ausgebeuteten, weil ihr reales Leid dadurch relativiert wird. Sie wären froh, das Leben eines ausgebeuteten Europäers leben zu dürfen.


Zitat

Wie kann ich die Pille/das Kondom anwenden, während ich gleichzeitig über Kinderlosigkeit jammere?

Stimmt.


Zitat

Wie kann ich spenden, wenn ich weiß, dass letztendlich jede Spende das Auszucken verhindert und das Leid verlängert?

Indem ich da spende, wo es das Leid mildert und nicht verlängert.


Zitat

Wie kann ich redliche Absichten vorgeben, wenn ich gleichzeitig am unredlichen System ignorierend partizipiere?

Das frage ich mich auch.


Zitat

Wie kann ich Lust haben erfolglose Unternehmungen zu wiederholen?

So geht es Ignoranten halt.


Zitat

Wie kann ich das individuelle Eigentumsrecht verteidigen, was gleichzeitig das Unabhängigkeitsrecht anderer verhindert?

Wie kann ich glauben, dass alle individuellen Eigentumsrechte die Unabhängigkeit anderer beeinträchtigen?

Wie kann man immer noch glauben, dass Volkseigentum Unabhängigkeit oder gar Freiheit bringt?

3

Donnerstag, 27. Januar 2011, 13:02

Wie kann ich ein Immigrantenfreund sein, wenn mich nichts in die Wege leitet, die Gründe für Emigration anzuprangern?

Ich sehe das Immigrantenproblem so : jeder ist solange zufrieden, so er keine Existenzangst haben muss, aber man braucht ja nur Nachrichten zu sehen/hören, wir werden ja ständig neben Terror- und Klimawandelangst mit steigender Kriminalität und Verarmung und Arbeitslosigkeit und Sparbudget konfrontiert. Also einerseits denkt sich jeder normale Mensch: Wenns eh schon zuwenig Arbeit und zuwenig Geld fürs Soziale gibt, warum nehmen wir soviele Ausländer auf? Diese Gedanken kann man ja mE niemand verübeln, Aber fast niemand traut sich, diese Gedanken laut auszusprechen, da man als gelernter Österreicher weiss, dass man sonst schnell in der Naziecke landet.
Auf die Idee, dass dahinter ein System steckt, kommen weder die (meist stillen) Immigrantenfeinde noch die ewigen Gutmenschen die sich als freiwillige Wächter über die anderen erkoren haben und jede immigrationsfeindliche Meldung mittels Nazikeule erschlagen.

Zitat





Zitat




Wie kann ich ein Tierschützer sein, wenn gleichzeitig die billigste Leberkässemmel vertilge?
Ja, das sehe ich genau so. Tierschutz hört bei den meisten nach Hund und Katze und vlt. Spenden ans Tierheim auf.
Dass die öff. Tierschutzeinrichtungen genauso korrupt sind wie alle anderen öff. Organisationen, wissen sie einfach nicht.

ASY

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4

Donnerstag, 27. Januar 2011, 13:59

Kein grundsätzlicher Widerspruch, im Gegenteil. Ich begrüße die, die sich hier integrieren wollen und verabschiede die, die ihr Glück in der Ferne suchen. Nicht jeder Emigrant flieht vor dem Unrecht.
Hier meinte ich die Emigranten des Auslandes. Jeder hiesige Immigrant ist in seiner Heimat ein Emigrant. Wer seine Heimat, Freunde und Verwandtschaft verlässt, der muss drückende Gründe haben, für welche ich unsere Ausbeutungssysteme verantwortlich mache.
Indem ich mich von dem festgefahrenen Standpunkt der behaupteten Ausbeutung verabschiede. Ich empfinde es als erniedrigend, wenn man in Europa von Ausbeutung spricht und sich damit auf eine Stufe mit den wirklich Ausgebeuteten in dieser Welt stellt. Erniedrigend für die wirklich Ausgebeuteten, weil ihr reales Leid dadurch relativiert wird. Sie wären froh, das Leben eines ausgebeuteten Europäers leben zu dürfen.
Deine Anschauung ist nur auf den ersten Blick schlüssig.

Wenn ich in Indien pro Arbeitstag eine Schüssel Reis verdienen kann, die ich unbedingt zum Überleben brauche, dann nennen wir das wohl beide zurecht Ausbeutung. Wenn der Inder nur eine halbe Schüssel verdienen kann, so wäre das Mord.

In unserem rechtsstaatlichen Gebilde ist dies nicht anders, sondern nur schöner verpackt. Wenn ich im Monat EUR 1.000,- fürs Überleben brauche und für einen Vollzeitjob 1.000 Euro bekomme, so siehst du dahinter nicht dieselbe Ausbeutung, wie die des Inders - ich aber sehr wohl. In Österreich vegetieren 2,7 Mio Menschen mit einem Bruttojahreseinkommen von EUR 11.000,-.

Nun wirst du exponieren, dass wir ein ausgeklügeltes Sozialsystem haben, welches die Menschen vor dem Verhungern rettet. Dem stimme ich teilweise zu und ergänze, dass bei diesem Argument einige wichtige Tatsachen permanent weggelassen werden, nämlich: An dieses Grundeinkommen sind harte Bedingungen geknüpft. Um Sozialhilfe in Österreich und Hartz4 in Deutschland zu erhalten, muss der Bittsteller vorher total enteignet werden. Wohnimmobilien werden versteigert und der Enteignete in eine Mietwohnung gesteckt, obwohl eine Betriebskostenunterstützung für die ETW oder das Haus dem Staat viel billiger käme. Wohl gemerkt! - das passiert nicht, weil der Enteignete zu faul oder zu ungebildet ist, sondern weil bspw. ein gruppenversteuerter Konzern, mit EU-Geldern gesponsert, ins schöne Rumänien ausgewandert ist, wo sich die glänzende EU dann kräftig feiern lässt.

Aber noch nicht genug, denn du wirst nun entgegenen, dass dem enteigneten deutschen Michl und dem enteigneten österreichischen Sepp doch auch ihre Mindestsicherung, die Zinsmiete übernommen werden und dass Michl als auch der Sepp den ganzen Tag herumlenzen können oder einer unversteuerten Nebenbeschäftigung nachgehen, wobei sie wieder Diebstahl am Staat begehen.

Auch hier haben sich die Zivilisationen Indien, Österreich und Deutschland ein heftiges Mittel ausgedacht, nämlich die Dauerbeschäftigung mit vertrottelten Arbeiten und Kursen, worüber sich die Ausbildner freuen, weil sie damit ihren anständigen Lebensunterhalt verdienen. Diese endlosen Bewerbungskurse und Grasauszupferarbeiten darf man nicht ablehnen, weil man sonst zur Todesstrafe verurteilt wird. Denn was ist es sonst, als die Todesstrafe, wenn einem total Enteignetem die Mindestsicherung vorenthalten wird? Dem Mörder, Vergewaltigter, Räuber droht die Todesstrafe nicht, wenn er nach seiner Haft brav alle Bewerbungskurse macht, dem unschuldigen Opfer des Raubtierkapitalimus schon.

Meine Frau musste einen ECDL-Kurs in jenem Institut absolvieren, wo sie Monate vorher als MOUS-Trainerin unterrichtete und im Rahmen einer Personalrochade gekündigt wurde.
Wie kann ich glauben, dass alle individuellen Eigentumsrechte die Unabhängigkeit anderer beeinträchtigen?
Weil sich Eigentum bei noch mehr Eigentum sammelt, bis alle, bis auf wenige, kein Eigentum mehr haben.
Wie kann man immer noch glauben, dass Volkseigentum Unabhängigkeit oder gar Freiheit bringt?
Das ist eine Antithese zum trägen Kommunismus, der gegen den wendigen und anfänglich dynamischen Kapitalismus freilich keine Chance haben kann. Beide Systeme beanspruchen für sich das richtige Eigentums- und Gesellschaftsprinzip zu haben - also ziemlich ähnliche Werkzeuge der Ausbeutungsverwaltung, doch mit einem heftigen Unterschied, nämlich:

Der Kommunismus könnte nicht ausbeuterisch sein, beim Kapitalismus ist keine Ausbeutung nicht möglich.
Indem ich da spende, wo es das Leid mildert und nicht verlängert.
Nicht wirklich, denn wenn dir dein Autolackierer heimlich das Auto zerkratzt, du kein Geld hast und dir deshalb ISS die Kosten leiht, dann ist nicht dir, sondern dem dreckigen Autolackierer geholfen.

Diese Überlegung kam mir in einer Diskussion, wo es um Spenden für die Tierschützer-Anwälte und -Gutachter geht, denen mit dem Terrorparagraphen die Bürgerrechte entzogen wurden.

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5

Donnerstag, 27. Januar 2011, 14:17

Diese Gedanken kann man ja mE niemand verübeln,
Klar, weil sie durch vorenthaltene Prämissen als logisch gelten. Die Menschen können ihre Meinung nur über Gewusstes bilden, das Zensierte können sie nicht berücksichtigen.
Aber fast niemand traut sich, diese Gedanken laut auszusprechen, da man als gelernter Österreicher weiss, dass man sonst schnell in der Naziecke landet.
Auf die Idee, dass dahinter ein System steckt, kommen weder die (meist stillen) Immigrantenfeinde noch die ewigen Gutmenschen die sich als freiwillige Wächter über die anderen erkoren haben und jede immigrationsfeindliche Meldung mittels Nazikeule erschlagen.
Hier ist auch schon das Mittel gegen Denkversuche bei den Einwohnern, die verunglimpfende Nazikeule, die den Menschen via Bildung und Medien einen Nazi-Sabberreflex induziert.

Bekanntlich sind Hunde-Tacker (=ferngesteuerte Schockhalsbänder) zurecht wegen Tierquälerei verboten. Die ideologischen Schockhalsbänder der Menschen sind aber nicht zu kritisieren. :pfui:

Linksaussen

unregistriert

6

Donnerstag, 27. Januar 2011, 22:53


Habe ich hiermit dein Interesse an anderen Problemen geweckt?
Ne, hast Du nicht. Es war immer schon da.

Michael Caine

unregistriert

7

Freitag, 28. Januar 2011, 00:18

Zitat

Wie kann ich ein Tierschützer sein, wenn gleichzeitig die billigste Leberkässemmel vertilge?


Indem ich nicht mehr gedankenlos, bewusstlos in mich hineinfresse, sondern mich im vollen Bewusstsein um andere Schicksale grundsätzlich fast fleischlos, mit vielen anderen Geschenken aus der Natur gesünder ernähre und wenn ich gelegentlich eine Fleischkässemmel esse, dann mit dem Bewusstsein was ich tue und dem Wissen, dass es eine ultimative, neue Ernährung gibt.

Tierschützer werden gerne mit dem Widerspruch konfrontiert. Ein Vegetarier müsste sich vom Fleischfresser den Satz gefallen lassen, auch ein Salat ist ein Lebewesen, schon mal daran gedacht, du Unperfekter? Ja, lautet dann Hanselmanns Antwort, und an noch viel mehr, aber was das ist, das verstehst du vielleicht in deinem zehnten nächsten Leben.

ASY

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Freitag, 28. Januar 2011, 09:26

Habe ich hiermit dein Interesse an anderen Problemen geweckt?
Ne, hast Du nicht. Es war immer schon da.
Faszinierend - denn das hast du vor mir absolut gut verborgen. Es interessierte mich schon sehr, welcher meiner Inhalte für deine vehemente Kontraposition anlässlich war.
Tierschützer werden gerne mit dem Widerspruch konfrontiert.
Jeder konfrontiert andere mit ihren Widersprüchen, nur die eigenen Widersprüche werden stillhaltend toleriert.

Eigene Toleranz ist somit gut.
Fremde Eigentoleranz ist böse.

So flog mir heute, früh am Morgen, schon das Frühstück aus dem Gesicht, weil ich den Text eines Aufklärungskollegen Ignoranten, der sich mal als Bundespräsident bewarb, auf Facebook las, der die Volksherrschaft zurück fordert. Unterstützung für Harald Matschiner for Präsident erbeten

Solche Menschen meinen es gut und wir wissen, wenn "gut gemeint" wurde, dann verbarg sich dahinter ein grauslicher Schaden.

Mein Kommentar:
Matschiner, wir können nicht mal die Sommerzeit abschaffen und du willst eine Volksherrschaft herbeisudern. Wer soll leere Worthülsen, auch wenn sie ständig wiederholt werden, ernstnehmen?

Wer sich in solche "Aufklärungen" reinlesen und seine Zeit verschwenden will, hier der Link http://gedanken21.wordpress.com/2010/12/07/divide-et-impera/

Ja freilich arbeiten solche Menschen mit denselben MItteln der Gegner - sie verpacken Lügen und Irrtümer unter einigen Wahrheiten. Der Feind ist also unter uns und in uns. :schulter:

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