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ASY

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Freitag, 1. April 2011, 13:22

Salzburg: Jean Ziegler wurde als Festspielredner ausgeladen

Zitat

Jean Ziegler sei wegen angeblicher Nähe zu Gaddafi als Eröffnungsgast "nicht sinnvoll" - Druck von Sponsoren vermutet - Grüne planen Gegenveranstaltung
Salzburg - Das Land Salzburg hat Jean Ziegler, der als Redner bei der Eröffnung der Salzburger Festspiele 2011 vorgesehen war, wieder ausgeladen, berichtete die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) am Dienstag. Der Schweizer Soziologe, Globalisierungskritiker, Sachbuchautor und Politiker Jean Ziegler steht seit einigen Jahren wegen einer angeblichen Nähe zu Libyens Diktator Gaddafi immer wieder in der Kritik.
Die Salzburger Festspiele haben sich jetzt gegen Ziegler stark gemacht und auch Landeshauptfrau Gabi Burgstaller teile die Sorge, "dass in der Folge nicht die Inhalte von Zieglers Festspielrede, sondern der genannte Kritikpunkt im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses gestanden wäre", wie es am Donnerstag aus ihrem Büro hieß. Für Burgstaller sei es "auch im Interesse von Jean Ziegler nicht sinnvoll", wenn dieser die Salzburger Festspielrede halte.
Festspiel-Präsidentin Helga Rabl-Stadler betonte einmal mehr, die Festspiele würden sich ihren Redner gerne selbst aussuchen. Sie habe dem Land eine Liste mit acht Persönlichkeiten aus dem Bereich Kunst und Kultur übergeben. Welche Namen auf dieser Liste stehen, geben Festspiele und Land nicht bekannt. Von einer Abgabe des Bestellungsrechts an die Festspiele will indes Landeshauptfrau Burgstaller nichts wissen: "Dies ist und bleibt Sache des Landes und nicht der Festspiele."
Vorwürfe und Relativierungen
Besonders die vom American Jewish Committee gegründete Organisation UN-Watch warf Jean Ziegler immer wieder vor, enge Beziehungen zum libyschen Staatschef zu pflegen. Im Jahr 2006 haben 20 weiterer Menschenrechtsorganisationen versucht, Zieglers Ernennung zum Menschenrechtsexperten der UNO zu verhindern. Damals wie heute Hauptkritikpunkt: Der heute 76-Jährige sei beteiligt am "Muammar-Gaddafi-Preis für Menschenrechte", einem Propagandainstrument des Regimes, wie UN-Watch in diversen internationalen Zeitungen betonte: Mit dem Engagement für das libysche Regime habe sich Ziegler disqualifiziert. Wer mit einem der schlimmsten Diktaturen verbandelt ist, sei völlig ungeeignet, für die UNO tätig zu sein.

http://derstandard.at/1297821929901/Salz…-Festredner-aus

Zitat

Standard: Und wieso wollten Sie überhaupt zu den Festspielen?
Jean Ziegler: Sie sind ein fantastisches Podium. Ich wollte über die kannibalische Weltordnung sprechen und über die bewusstseinserweckende Rolle der Kunst. Es braucht ein kollektives Gewissen, um das Massaker des Hungers zu stoppen.
http://derstandard.at/1297821979749/STAN…oeffnungsredner



Ein bisschen Diktatorennähe, Antisemitismus und Kommunismus vorwerfen, und ein tadelloser Mensch wird zur unerwünschten Person. Anstatt das Konzern Gesindel auszuladen, hat man man Jean Ziegler geschnitten.

Es wäre schön, wenn die Künstler den Festspielen fernblieben oder Frau Burgstaller anständig ausgebuht würde.

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Freitag, 1. April 2011, 18:00

irgendwie peinlich fuer die burgstaller...erst einladen...dann ausladen

aber insgesamt eine gute aktion fuer den widerstand:

- ziegler bekommt wieder ein paar minuten ins gespraech
- ziegler kommt trotzdem nach salzburg, aber vor interessiertes publikum (die salzburger festgesellschaft kann sich in der zwischenzeit gemuetlich die haare gelen
- die strukturen hinter den ganzen polit- und kulturzirkus dringen wieder mal deutlich an die oberfläche



freuen wir uns auf ziegler in salzburg und stimmen wir uns mit einem seiner letzten interviews ein

http://www.zeit.de/2011/01/DOS-Ziegler?page=6


jedes wort sitzt, jeder satz ein genuss, 6 seiten purer freude


uebrigens @ asi
kommunismus ist kein vorfuer fuer einen ziegler, sondern er steht dazu im marxistischten seiner sinne....und das macht ihn noch liebenswerter....
in kreisen sartres verkehrend, als fahrer vom comandante che
kapitalistisch aber ein kompletter versager mit 6 mio schulden udn damit privatinsolvenz

sicher ein vorbild, der franzoesische hans

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