Wie schlimm muss es für die Kuh sein Milch zu geben?
Ohne Kalb, keine Milch. Dauerzwangsbefruchtung, (In)Züchtung, Krankheiten durch Massenhaltung und daraus nötige Impfungen werden von der Gewinnmaximierung verlangt. Durch arglistige, verbrecherische Förderungen etablierte sich ein Belohnungssystem für besonders aggressive Fleischnahrungsindustrialsierung. Der Bauer in Afrika kann am Markt sein Huhn nicht verkaufen, weil die geförderten Exporte von Restefleisch aus Europa den Herstellungspreis des afrikanischen Huhns unterbieten. Umgekehrt läuft es ähnlich. Das System erzeugt den wechselwirkenden Mangel, wo nur der Mächtigste ohne Skrupel sich durchsetzen kann - der Rest muss sich ohne möglichen Einfluss beugen.
Täusch ich mich oder dichtest Du in die Aussagen anderer wieder einmal zu viel Interpretation, die Deinem Beitrag den Boden bereiten soll?
Hier hat niemand die industrielle Tierhaltung befürwortet. Zumindest nicht jene, die man als tierverachtende Massentierhaltung bezeichnen könnte. Natürlich geht auch die "artgerechte" Haltung einen industriellen Weg.
Auch hat hier niemand versucht das wirkliche Unrecht an Tieren zu rechtfertigen.
Eine fruchtbare Diskussion ist nur möglich, wenn die Kontrahenten und ihre systemischen Grenzen begriffen werden. Detlefs Bestrebungen sind nicht durchführbar, solange ein Staat existiert, der das Ausbeuten von Mensch, Tier und Umwelt nicht nur legalisiert, sondern auch großzügig belohnt und die größten Ausbeuter besonders viel Ansehen ernten.
Wer aber das Staatssystem, die Bodenrechte und das Geldsystem akzeptiert oder begrüßt, kann sich gar nicht als Tier- oder Menschenschützer betätigen, ohne fest im Widerspruch zu kleben, weshalb sich alle auf synthetische Rechte berufen, von denen sie mehr oder weniger fordern.
Wobei (ich wiederhole mich)
das Wort »Recht« ist ein künstlich gebildeter und durch nichts bewiesener Begriff ist. Es bedeutet nicht mehr als: »Gebt mir, was ich wünsche, damit ich einen Beweis dafür habe, dass ich stärker bin als ihr.«
unsere Vergangenheit und Geschichte kann nur einen Sinn haben, und zwar daraus zu lernen.
Sehr informativ, was Herr Oppenheimer hier über die Entwicklung von Bauern und Jägern beschreibt. Ebenso wie die längst vergangenen Aussagen von Sokrates zu diesem Thema. (ich glaub das wurde von den meisten hier nicht wahrgenommen, so niemand darauf eingegangen ist.)
Aus der Geschichte ist nur zu lernen, wenn sie auch wahr ist - aus einer nicht entdeckten Lüge kann nichts gelernt werden.
Ich habe deinen Beitrag sehr wohl wahrgenommen, weshalb ich mit Oppenheimers Aufsatz ergänzte. Die damaligen Jäger und Hirten sind die heutigen Polizisten und Soldaten, die künstliches, der Macht alles erlaubende Recht durchsetzen. Durch das Recht, das es ohne Staat nicht gäbe, werden allerdings viele Unregelmäßigkeiten, wie bspw. die Tierindustrie, erst ermöglicht. Derweil um das Recht palavert und gestritten wird, werden auch neue Fleischesser herangezüchtet, für die der Wahnsinn einfach eine Normalität ist.