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Dienstag, 26. Juli 2011, 13:51

Fei Lun - Das älteste Währungssystem der Welt

Zitat

Fei Lun

Das älteste Währungssystem der Welt


Es gibt inzwischen viele alternative Währungen und Ideen, wie man in Zukunft ein Währungssystem nachhaltig und dem Menschen dienlich aufbauen kann. Hier ein sehr interessanter Artikel über Feil Lun aus China.

Text aus dem Newsletter von "Max News".

Fei Lun - das fliegende Rad


Eine Währung ohne Geld - Dezentralisiert - Jeder kreiert zinsfreien Kredit für Jedermann

Gemäß Prof. KURODA Akinobu (Oriental Culture, University of Tokyo) gibt es bis heute keine ernstzunehmende akademische Arbeit - weder von Historikern noch von Ökonomen - welche erfolgreich die asiatischen Währungssysteme erforscht und verglichen hat. Nur unzureichend wurde analysiert was die treibenden Motive für die substitutiven und komplementären Währungssysteme waren. Einig sind sich alle Forscher, dass in China vor 9000-11000 Jahren, Rinder - die Wertebasis für allen Handel darstellten. Daraus resultierte jedoch kein Tauschhandel - wie oft verkannt, sondern ein Kreditsystem. Wer Rinder, d.h. Güter hatte, war kreditwürdig.

China entwickelte sich nicht vertikal sondern horizontal, über eine Vielfalt autonomer landwirtschaftlicher Märkte, mit eigenen Währungssystemen, die alle kreditbasiert funktionierten und keine Konvertierung zu komplementären Währungen vorsahen und wünschten.

Es war keine Gemeinschaftswährung - sondern ein persönliches Kreditsystem - Jeder für Jeden.

Über die Jahrtausende hinweg organisierten sich die unterschiedlichen Klans und Stämme zu einem Staat, der jedoch kein Kreditsystem als Währung betreiben konnte. Es war also ein coexistierendes Wertesystem angesagt, welche sich beide gegenseitig nicht ersetzten konnten. Kredit kann nun mal nie im anonymen funktionieren - sonst verkommt es zu Cash - was übrigens chinesisch ist und die staatlichen Münzen umschreibt.

Dieses Kreditsystem ist bekannt als Fei Lun und geht zurück in die frühe chinesische Geschichte, als das Papier noch nicht einmal erfunden war und mit Kreide angeschrieben wurde. Jeder konnte bei jedem anschreiben lassen und durch Gegenleistungen wieder zinsfrei ausgleichen.

Über die Jahrhunderte wurde das System immer weiter verfeinert. So hatte nach der Erfindung des Papiers jeder ein kleines Büchlein, in welchem die Kredite eingetragen wurden - ein System das sich bis in die heutigen Tage gehalten hat. Der Begriff ,anschreiben lassen' stammt offenbar aus einer Zeit, wo auch bei uns auf Schiefertafeln Schulden angeschrieben wurden. Das System ist in fast allen asiatischen Ländern auf dem Land auch heute noch aktiv, wenn gleich die jüngeren Generationen davon nicht mehr viel halten und von den Schulen, Banken und Medien längst auf die moderne anonyme Geldform getrimmt wurden. Das triviale System ist selbst auf dem Internet bis heute kaum dokumentiert und auch Links lassen sich nur schwerlich finden. Auf einer Reise durch die tiefsten Provinzen in mehreren Ländern Südost Asiens konnten wir das System dieser Tage eingehend studieren.

Weiter lesen .... http://www.initiative.cc/Artikel/2011_07_23_Fei_Lun.htm


UNBEDINGT lesenswert!
Mit diesem Text wird nicht nur unser Verstand bereichert, sondern die Erklärungen bzgl. der Vorteile der "Anschreiberei" (des bargeldlosen "Wertetausches") treffen direkt ins Mark. Manchmal ist für ein besseres Verständnis das "gute Gefühl" unbedingt von Nöten, damit sich die Vorstellungskraft überhaupt erst regt.
Gedanken sind Deine wahre Macht - wenn Du Gedanken verstehst, bist Du wahrhaft mächtig !

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Freitag, 12. August 2011, 13:41

Danke für diesen Hinweis.

Ich versuche schon lange mit den Leuten auf Fei Lun Basis zu handeln - bisher kannte ich den Ausdruck nicht. Leider machte ich mit Fei Lun in unserer Gesellschaft meist schlechte Erfahrungen.

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