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Sonntag, 18. September 2011, 19:59

Ecuador möchte Milliarden für die Nicht-Förderung von Erdöl

Ein Geschäftsmodell, das zumindest den Schutz und die Unversehrtheit unseres Planeten ein wenig mehr garantieren würden. Solange die Jenigen sich dumm und dümmer verdienen, die unsere Erde ausrauben, vergiften und wie Heuschrecken über den Planeten wandern, solange braucht die Welt nicht von Klimaschutz zu sprechen.
:tag Rafael Correa, ein Politiker mit Mut und Ideen.

Zitat

Zahlen für Nichtausbeutung

Ecuador möchte Milliarden für die Nicht-Förderung von Erdöl

Sollte der Vorstoß des südamerikanischen Landes erfolgreich sein, dann gibt es ein neues Geschäftsmodell im Namen des Klimaschutzes. Ecuadors Staatspräsident Rafael Correa will dazu die UN-Vollversammlung am kommenden Dienstag anrufen. Die Idee: Unter dem Gebiet des ecuadorianischen Nationalparks Yasuní wurden große Erdöllagerstätten entdeckt. Die Regierung bietet an, das Öl nicht auszubeuten, wenn sie für die entgangenen Erdöleinnahmen entschädigt wird.

Die internationale Staaten-Gemeinschaft soll die Hälfte der entgangenen Erdöleinnahmen auf ein beim UN-Entwicklungsprogramm UNDP eingerichtetes Treuhandkonto einzahlen. Notwendig seien als erste Tranche "70 Mio. Euro bis Jahresende", sonst werde mit der Förderung des Schweröls begonnen. Der Faustpfand: Der Nationalpark Yasuní gilt als das Gebiet mit der reichsten Biodiversität der Welt, das Gebiet umfasst etwa 10.000 km².

Auf einer Umweltkonferenz in Chile verteidigte Ecuadors Kultusministerin María Fernanda Espinosa die Geschäftsidee mit dem Wink auf die Klimapolitik: "Wir brauchen neue internationale Mechanismen, um globale Gemeingüter wie die Atmosphäre zu verwalten." Besonders von Deutschland erwarte man sich Unterstützung, denn der UN-Treuhandfonds sei eine deutsche Idee gewesen und auch der deutsche Bundestag habe sich für die Initiative ausgesprochen - Euros aus Deutschland seien aber noch nicht eingezahlt worden (Yasuní-ITT-Projekt droht zu scheitern).

Die Idee, Klimagelder als neue Staatsquelle einzuwerben, hatte schon 2007 Präsident Rafael Correa. In der Generalversammlung der Vereinten Nationen bot er an, 20 bis 22 % der Erdölreserven nicht zu fördern. Von den so entgangenen Öleinnahmen in Höhe von 7 Mrd. $ sollten die UN-Staaten in den nächsten Jahren 3,5 Mrd. zahlen.

Das Land hängt schon seit langem wirtschaftlich vor allem am Erdöl, jährlich werden 25 Mio. Tonnen gefördert, Ecuador liefert damit 0,6 % der Weltproduktion. Allerdings liegt die Förderreichweite bei nur 25 Jahren, d.h. dass Ecuador sich allmählich nach neuen Einnahmequellen umsehen muss. Ein wichtiger Sektor ist bereits der Tourismus, die Einnahmen daraus liegen bei rund 625 Mio. US $ pro Jahr. Ein für die Erdölförderung zerstörter Yasuní-Nationalpark würde sie einbrechen lassen.
Matthias Brake

Quelle .... http://www.heise.de/tp/blogs/2/150468
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Sonntag, 18. September 2011, 20:06

Leistung und Gegenleistung sind doch grundsätzlich akzeptabel.

Da es sich um ein noch nicht erschlossenes Vorkommen handelt, muss man sich auch keine Gedanken über einen Ausgleich machen. Subventioniert wird auch in anderen Bereichen, warum icht da, wo es der Allgemeinheit wirklich Nutzen bringen kann.

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Montag, 19. September 2011, 14:04

Wie bei allen Dingen könnte man auch hier schon im vor hinein böses vermuten. Erst werden über diese deutsche Erfindung "UN-Treuhandfond" beachtliche Gelder an verschiedene Regierungen ausbezahlt, um die Umwelt zu schützen uns unsere Ressourcen nicht völlig auszubeuten. Anschließend verändern sich die Umstände und "die Welt" hätte keine andere Wahl, Klauseln in den Verträgen können umgangen werden, und die bis dahin subventionierten Länder können zu Höchstpreisen ihre Bodenschätze an den Mann/Frau bringen.

Auf der anderen Seite eine für mich vorbildliche und sehr fortschrittliche Idee, die uns eine wunderbare Gelegenheit schenken könnten, unsere Alternativen in der Energiegewinnung völlig neu und raschest zu überdenken. In einer Diskussionsrunde gestern zum Thema "Griechenland-Hilfe" vertrat ein griechischer Journalist die Unsinnigkeit der bisherigen Hilfeleistung in Form von Krediten. Man könne einem Land wie Griechenland nur dann effektiv helfen, wenn man in das Land investieren würde. Wenn es in Deutschland eine große Atomstromdiskussion gibt, warum investiert man nicht in Griechenlands Sonne (nach seinen Aussage 320 Sonnentage im Jahr), und gewinnt dort Solarenergie, die anschließend nach Deutschland geliefert werde.

Es braucht viel mehr von diesen Ideen, die schnellstens einen Fortschritt im Bereich Energie bewirken. Wir machen seit 100 Jahren keinen wirklichen Fortschritt in dieser Richtung und gewinnen Energie noch immer zum allergrößten Teil aus den umweltschädlichsten Materialien.
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