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Donnerstag, 10. November 2011, 19:31

Comeback von Mehrwegverpackungen, Pfandflaschen, Mehrwegglasflaschen

Liebe Zeitwort User und -innen,

in der heutigen Zeit wird mit Verpackungsmaterial nicht gespart und das bedeutet erhöhten Rohstoffbedarf, Energieaufwand, Umweltbelastung und Kosten. Die Verpackung schützt das Produkt und ist auch praktisch für den Transport und die Lagerung, dennoch bleibt die Frage offen, ob es hier nicht Verbesserungsmöglichkeiten gibt?

Hier habe ich einen interessanten Beitrag gefunden, der meine Meinung unterstützt:

http://www.recyclingportal.eu/artikel/25349.shtml

Meine Meinung ist, dass eigentlich eine Mehrwegglasflasche (wie z.B. die Pfand-Bierflasche) im Endeffekt die bessere Lösung ist.
Was ist mit den vielen 0,7-lt.-Weinflaschen warum kann man den vergorenen Traubensaft nicht in eine 0,7-lt.-Mehrwegflasche abfüllen?
Gibt es die 1-lt.-Mehrwegweinflasche überhaupt noch? Warum gibt es keine Pfand-Gläser z.B. für Essiggurken/Kompott/Sauerkraut usw.?

Ich will die abgefüllten Lebensmittel nicht schlecht machen, habe aber das Gefühl, dass die Verpackung manchmal mehr wert ist, wie der Inhalt.

Welche Meinung habt ihr?
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May Sarton ----------------------------------> Gerechtigkeit/Anzahl der Bürger = (Besitz+Macht+Mitspracherecht)/Anzahl der Bürger

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Donnerstag, 10. November 2011, 21:25

dennoch bleibt die Frage offen, ob es hier nicht Verbesserungsmöglichkeiten gibt?
Möglichkeiten gibt es immer, doch das Problem der Verpackung ist auch eines der unbedingten Gewinnmaximierung. Die Produzenten verseuchen uns mit Verpackungsmüll und erzwingen damit neue Gewinnmöglichkeiten, denn bezahlen müssen letztendlich alles die dummen Konsumenten, von denen noch dazu nicht immer alle in der Lage sind auf umweltoptimale Verpackungen zu achten. Wenn ich bspw. auf Öffis angewiesen bin, werde ich mir kaum Flaschenbier kaufen. Einweggebinde sind somit knapp nicht abschaffbar.

Die Pfandflasche - las ich - kann bis zu 60 Mal verwendet werden, dann muss sie wieder in den Recyclingprozess. Aber auch die Umweltbelastung, durch Reinigung und Transport, muss berücksichtigt werden. Glas birngt auch eine erhöhte Verletzungsgefahr mit isch.

Ein Dilemma, dessen Auflösung nur durch die Ursachenbeseitigung angestoßen werden kann. Das ist wie beim Dach, wo es reinregnet .. ich kann permanent die Wasserschäden oder einmalig das Dach reparieren, um es wieder schön trocken zu haben. Beim Müll können meiner Meinung nur die dezentrale, bedarfsorientierte Produktion und geschicktere Verteilungskonzepte Abhilfe schaffen.

Meine Bäuerin bringt mir in ihren Flaschen den Most, die ich bei jedem Mostkauf wieder austausche. Ich beziehe bei ihr auch Gemüse, Obst, Eier, Brot, Früchte, Milch und totes Tier, was ich alles nur notdürftigst oder gar nicht verpackt vor die Haustüre geliefert bekomme. Nach diesem Prinzip könnte es auch allgemein funktionieren.

ABER! Wo fänden wir dafür eine solvente Lobby?

3

Freitag, 11. November 2011, 08:17

Die PET-Flaschen haben den Vorteil, dass sie leicht sind und die Verletzungsgefahr durch Glassplitter wegfällt.
Ich habe einige davon (0,5 lt.) in Verwendung für Wandertouren. Die Flaschen halten wirklich viel aus.
Trotzdem ist nicht ganz unumstritten, ob nicht Giftstoffe ins Füllgut übergeben.
http://de.wikipedia.org/wiki/PET-Flasche

Bei Blechdosen kann man nicht sagen, dass man sich damit nicht verletzen kann.

Meine Vorstellung wären genormte Glasflaschen 0,5/0,75/1 lt. und Gläser ebenfalls in 3 Größen, eventuell auch die Deckel in INOX-Ausführung dazu.
Über die Steuergelder wird eine Produktion dieser NORM-Verpackungen gefördert. Durch den Kauf des Produkts geht auch die Verpackung in den Besitz des Konsumenten über. Er kann sie nun behalten ;) oder an jemanden direkt weitergeben, der sie haben möchte, oder beim Recyclinghof abgeben, wo es spezielle Container für jede NORM-Mehrweg-Verpackung gibt. Dort kann sich jeder diese Verpackung abholen, wenn er sie benötigt (Bauersfrau für Most z.B.). Für mich als Konsument macht es nämlich kaum einen Unterschied, ob ich meinen Glasabfall in den Glascontainer reinwerfe und die Gläser und Flaschen dabei kaputtgehen, oder ob ich sie säuberlich irgendwo abstelle.

Natürlich ist das alles mit einem leichten Mehraufwand verbunden. Trotzdem, Glas lässt sich wunderbar reinigen und ich vermute, dass bei der Glasherstellung auch nur saubere Recycling-Glasbruchstücke eingesetzt werden. Vor dem Abfüllen von neuen Lebensmitteln müssen die Gläser sowieso nochmals gereinigt werden.

Ich sehe im Moment als Erschwernis nur die sorgfältige Lagerung beim Recyclinghof, wenn jemand größere Mengen an dieser Mehrwegverpackung beim Recyclinghof abholt, muss er dafür garantieren, dass die Flaschen und Gläser bestimmungsgemäß verwendet werden.

Man würde sich dann 60 mal das Einschmelzen ersparen, welches doch gewaltige Energie benötigt und die Glaspressmaschine freut sich, wenn sie nur 1 Flasche anstatt 60 Flaschen erzeugen muss. ;) Etwaige Nachteile für den Glashersteller sollte die Gemeinschaft im Auge behalten und einen Ausgleich anstreben.
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4

Sonntag, 27. November 2011, 19:15

Ich würde folgende Verpackungen als Mehrwegverpackungen vereinheitlichen:
Flachen weiß: 0,5 - 0,75 - 1,00 lt.
Flaschen grün: 0,5 - 0,75 - 1,00 lt.
Flaschen braun: 0,5 - 0,75 - 1,00 lt.
Auf alle Flaschen muss der gleiche Niroschraubverschluss passen.
Flaschen mit großer Öffnung für 0,75 lt. (Fruchtsäfte/passierte Tomaten)
Natürlich mit passendem Edelstahlverschluss
Gläser weiß: 0,25 - 0,50 - 0,75 - 1,00 lt.
Mit zwei Deckelgrößen sollte man auskommen (Niro).
Kunststoffbehälter 350 ml für Shampoos und Duschgel
Kunststoffbehälter 1 lt. + 2 lt. für Putzmittel
Eierschachtel für 6 sowie 10 Eier.
Ich vermute, dass in der Woche pro Einwohner ca. 1 Eierschachtel benötigt wird, das macht dann ca. 8 Mio. Stück/Woche in Österreich. Ich denke bis zu 5 - 10 mal kann man diese durchaus verwenden. Den Wert einer Schachtel würde ich mit ca. 0,15 € ansetzen - vielleicht weiß es aber jemand genauer.
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5

Montag, 28. November 2011, 01:24

Wo ist der Gewinn und wer soll in solche Projekte für sich gewinnbringend investieren? Österreich hat ein zu schwaches Militär, um solche Vernunft durchzusetzen. Vielleicht könnte dir die USA oder Israel bei dieser Idee die nötige Durchsetzungskraft verleihen.

6

Mittwoch, 30. November 2011, 07:37

Vielleicht könnte dir die USA oder Israel bei dieser Idee die nötige Durchsetzungskraft verleihen.
:D Mit kleinen Schritten fängt alles an. Nachdem mein Vorschlag für Österreich umgesetzt worden ist, würde es mich freuen, wenn sich auch ganz Amerika und das Morgenland ein Beispiel an Österreich nehmen würden. Ich habe eine Vision ;) , dass eine Umsetzung meines Vorschlages auch noch in 100 Jahren ein gutes Licht auf Österreich werfen könnte. Ich würde gerne in einem vorbildlichen Land leben :) .
Da ich entgegen Hrn. Minister Darabos nicht für die Abschaffung der Wehrpflicht bin (aus demokratischen Gründen), aber die Zeit des Präsenzdienstes verkürzen würde, sehe ich trotzdem die Möglichkeit, dass das Bundesheer die baulichen Maßnahmen für die Sammenstellen entwirft und ausführt. So lernen die jungen Menschen zusammenzuarbeiten und können sich nützliche Dinge abschauen. Die Bretter kommen aus dem Gemeindewald, Werkzeug ist vorhanden, die Arbeit kostet in diesem Fall nichts und ist lehrreich. Am Ende kommen noch die Erstklässler und bemalen die allseitig geschlossenen Buden mit z.B. Sonnenblumenmotiven. :D
(Spaß on) Hr. Bundespräsident Fischer von der SPÖ ;) könnte bei der Neujahrsrede meinen Vorschlag als guten Vorsatz für das Neue Jahr bekanntmachen. :D (Spaß off).

Wer das bezahlt? Die Verpackungen werden einfach vom Staat in Auftrag gegeben und bezahlt. Die Lebensmittelabfüller sind angehalten, diese zu verwenden und selbstverständlich in der Kalkulation der Preise die Verpackung nicht einzurechnen, da der Konsument die Verpackungen bereits im Vorhinein über die Steuern bezahlt hat. Sollte diese Verpackung, welche dem Staat Österreich gehört, die Landesgrenze verlassen, ist eine Gebühr an den Staat zu entrichten. Details sind zu klären.
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