Liebe Zeitwortfreunde es gibt keine Marktwirtschaft und schon gar keine soziale.
Wer immer das behauptet der streut euch Sand in die Augen.
Was bei der Teilnahme an der Occupy-Paradaplatz Demo aufgefallen ist und auch wenn wir die Berichte der anderen Occupy-Aktionen weltweit studieren, ist die Aussage, der Kapitalismus muss weg oder der Kapitalismus ist die Ursache für die Finanzkrise. Das setzt aber voraus, dass wir in den westlichen Gesellschaften im Kapitalismus leben. Das tun wir aber nicht.
Wie kann man dann etwas anprangern was gar nicht existiert. Wenn man nämlich Kapitalismus mit Marktwirtschaft gleichsetzt, dann haben wir gar keine. Wir haben keinen freien Markt. Tatsächlich heißt das System in dem wir uns bewegen Korporatismus, oder
KONZERN-DIKTATUR, eine Welt die für und von Konzernen beherrscht wird. Es gibt keine echte Marktwirtschaft.
In der Konzerndiktatur ist das meiste Vermögen und die Macht in den Händen von wenigen Großkonzernen konzentriert und der Staat wird als Werkzeug benutzt um dieses Vermögen und die Macht zu erlangen, auszuweiten und zu schützen. Das Vermögen und die Macht von Individuen und von Mittel- und Kleinunternehmen ist verschwindend klein im Vergleich zu der Dominanz der Konzerne. Mit der Zeit gehört den Konzernen das ganze Vermögen und sie haben die ganze Macht, um jeden Aspekt unseres Leben und der Gesellschaft zu beherrschen. Es ist der Korporatismus oder die Konzerndiktatur die uns umbringt und alles zerstört und nicht die Marktwirtschaft.
Deshalb finde ich folgendes Plakat, welches an der Occupy-Stuttgart Demo gezeigt wurde, eher richtig. "
Euer Kapitalismus (oder besser Korporatismus)
zerstört unsere Markwirtschaft"
http://pdfforge.mybrowserbar.com/cgi/err…t=1&sc=800c0005
Leider ist der Begriff Korporatismus der Allgemeinheit nicht geläufig, wird nicht verwendet, um das uns beherrschende System zu beschreiben. Deshalb werde ich versuchen zu erklären, warum wir in dieser Gesellschaftsform tatsächlich leben, denn von einem freien Markt kann keine Rede sein.
Das sieht man schon daran, wie alle Zentralbanken ständig in den Markt eingreifen. Sie manipulieren die Kurse der Aktien, Devisen und Commodities und lassen nicht Angebot und Nachfrage ihren Lauf.
Eigentlich handelt es sich auch nicht um den klassischen Korporatismus unter dem wir leiden, der von den Faschisten in Italien unter Benito Mussolini erfunden wurde, sondern unter dem Neo-korporatismus, der nach dem II. WK entstand. Dieser zeichnet sich folgendermaßen aus:
Nur die Interessen der Korporationen, also der Konzerne wird von der Politik und vom Staat vertreten. Sie beherrschen die staatlichen Behörden, das Parlament und die Regierung und wirken auf die Gesetzesentwürfe massiv ein.
Mit viel Geld wird die Interessensarbeit durchgeführt, besser bekannt als Lobbyismus, und der ganze Staatsapparat beeinflusst und kontrolliert.
Die Politik vertritt nicht das Gemeinwohl, sondern führt nur die Wünsche der Konzerne aus. Das ist die Realität in der wir leben.
Der Korporatismus neuer Prägung ist nicht viel anders als der Kommunismus oder der Faschismus. Sie sind alle "kollektive" Wirtschaftssysteme. Unter dem Korporatismus ist das Vermögen und die Macht sogar noch konzentrierter vereint als unter den vorher erwähnten diktatorischen Systemen. Aber keine dieser sind "egalitäre" Systeme, also gerecht für alle. Unter allen Kollektivsystemen genießt eine kleine Elite die meisten Vorteile, während die Mehrheit der Bevölkerung leidet.
Mittlerweile sind viele global agierenden Konzerne so mächtig, sie sind grösser als die meisten Staaten dieser Welt, haben mehr Einfluss über unser Leben als Regierungen. Sie erpressen ganze Länder und zwingen sie nach ihrer Pfeife zu tanzen. Sie kümmern sich um keine nationalen Gesetze und schweben über alles.
Sie haben die Globalisierung verlangt und durchgesetzt, die nur zu ihrem Vorteil ist. Die Mittel- und Kleinbetriebe haben nichts davon. Im Gegenteil, nur die Konzerne können ihre Produktion in Billiglohnländer verlagern, dort die Arbeiter als Sklaven ausnutzen und zu Dumpingpreisen ihre Produkte hier verkaufen. Als Folge verschwinden bei uns die Arbeitsplätze und unsere Löhne sinken ständig. Der Mittelstand wird zerstört und wir verarmen immer mehr.
Hier die harten Fakten über Konzerne, die sich wie Raubtiere verhalten:
1/ Konzerne dominieren praktisch unsere Wirtschaft und die der ganzen Welt. Wie in meinem Artikel "Das Netzwerk der globalen Konzernkontrolle" aufgeführt, hat die Universität Zürich eine neue Studie veröffentlicht die zeigt, 147 Großkonzerne, die miteinander eng verbunden sind, kontrollieren 80 Prozent des gesamten Umsatzes und 40 Prozent des ganzen Vermögens. Das heißt, weniger als 1 Prozent beherrscht die Weltwirtschaft. Diese "Supergruppe" besteht hauptsächlich aus Banken und großen Finanzinstituten, wie JP-Morgan Chase, Goldman Sachs, Morgan Stanley und Bank of America. Studie im Anhang unten.
2/ Diese Dominanz der Weltwirtschaft hat dazu geführt, dass das Vermögen der Welt in ganz wenigen Händen konzentriert ist. Eine Studie der Credit Suisse zeigt, 0,5% der Weltbevölkerung besitzt 40% des gesamten Vermögens. Aber 66% nur 3,3%.
Eine andere Studie des Economic Policy Institute zeigt auf, das Einkommen der obersten 1% stieg um 224% von 1997 to 2007, während das Einkommen der unteren 90% nur um 5% in der gleichen Zeit wuchs. Bei den obersten 0,1 % war der Anstieg noch krasser mit 390%
3/ Es bewahrheitet sich der Spruch, die Reichen werden immer reicher und die Armen immer ärmer. Dabei müssten wir bei dem technologischen Fortschritt den wir haben den Lebensstandard weltweit gleichmäßig nach oben bringen können. Stattdessen verbreitet sich die Armut immer mehr und in vielen westlichen Ländern müssen mittlerweile beide Elternteile mehrere Jobs haben, nur um Essen für die Familie auf den Tisch zu bringen.
Noch schlimmer ist die Tatsache, 3 Milliarden Menschen auf dieser Welt leben mit weniger als 2 Euro am Tag. Und während die Ultrareichen ein verschwenderisches Luxusleben führen, finden unbeschreibliche Tragödien wegen der Armut weltweit statt. Alle 3,6 Sekunden stirbt jemand an Hunger und 3/4 davon sind Kinder unter 5 Jahren.
4/ Die Großkonzerne sind so beherrschend geworden, es ist für Klein- und Mittelbetriebe sehr schwer mitzuhalten und zu überleben. Die Anzahl Kleinbetriebe schwindet immer mehr, das bekannte Sterben der Tante-Emma-Läden war eine Folge davon. Statt viele Einzelhandelsgeschäfte gibt es immer mehr gigantische Supermärkte und Einkaufszentren auf der grünen Wiese. Dabei müsste unter einer funktionierenden Marktwirtschaft die Anzahl Kleinunternehmen stetig steigen. Aber die marktbeherrschenden Monopole machen alles platt und es gibt immer weniger Wettbewerb.
Wenn ein kleineres Unternehmen eine fortschrittliche Lösung erfindet, welche umweltfreundlich, energieeffizient oder revolutionär ist, diese aber das bisherige Geschäftsmodell eines Großkonzernes gefährdet, dann wird das Patent aufgekauft und schubladisiert. Konzerne wollen keine Innovationen, sie wollen von bestehenden Technologien so lange wie möglich profitieren und Geld rausziehen. Elektroautos wurden schon vor über 100 Jahren erfunden und funktionierten bestens, haben damals sogar Rennen gewonnen. Stattdessen fahren wir immer noch mit Verbrennungsmotoren herum. Warum einfach und billig (ist kein gutes Geschäft), wenn es auch kompliziert und teuer geht.
Und von der Glühlampe will ich gar nicht reden, die würde ewig halten, wenn man nicht die Selbstzerstörung bewusst einbauen würde. Das trifft auf viele Produkte zu.
5/ Die Großkonzerne kontrollieren völlig die Medien. Fast alle Nachrichten die wir präsentiert bekommen, die Zeitungen und Magazine, die ganzen Filme und überhaupt die Unterhaltung, wird uns von Großkonzernen geliefert. Sie bestimmen was wir wissen sollen, wie wir denken und was wir gut oder schlecht finden sollen. Sie steuern komplett die Meinungsbildung der Bevölkerung.
Es ist sogar so, die Propaganda ist in den westlichen Ländern viel schlimmer als es je im Kommunismus und Faschismus war. Denn die Menschen unter diesen Systemen wussten wenigstens es sind Lügen. Die Medienkonsumenten in den westlichen Industrieländern glauben aber tatsächlich was ihnen erzählt wird ist die Wahrheit. Dabei wird ihnen eine völlig falsche Realität vorgegaukelt, denn die Nachrichtenmedien werden von einer Handvoll mächtigen Großkonzernen kontrolliert. Großkonzerne die Waffen herstellen haben gleichzeitig TV-Sender. Klar werden sie dann ihren Zuschauern einen Krieg als notwendig verkaufen.
6/ Das Finanzsystem wird ausschließlich von Großkonzernen beherrscht. Vor 10 Jahren haben die Top 10 Banken in den USA 55 Prozent des Geldvermögens kontrolliert. Heute kontrollieren sie 77 Prozent. Und in Europa findet eine ähnliche Marktbeherrschung statt. Die Banken werden immer grösser und sind mittlerweile so groß, sie sind "too big to fail". Sie dürfen gar nicht Pleite gehen, weil sie sonst unsere ganze Gesellschaft in den Abgrund reißen, wird behauptet. Nur, wenn das so ist, dann sind sie einfach zu groß und viel zu gefährlich. Es ist untragbar, dass dadurch Staaten erpresst werden und Banken mit Steuergeldern gerettet werden müssen.
Ein weiterer Beweis, wir haben keine Marktwirtschaft, denn dort müsste eigentlich die Regel gelten, wer nicht überlebensfähig ist muss sterben. Wieso haben Banken das Privileg ewig leben zu dürfen? Kein Klein- und Mittelbetrieb wird vor der Pleite durch den Staat gerettet, wenn er Misswirtschaft baut. Auch keine Person die in einen Privatkonkurs getrieben wird. Da ist man knallhart und zieht die Vernichtung voll durch. Aber wenn es Großkonzerne sind, dann wird ihnen mit Milliarden und Billionen geholfen, die wir im Endeffekt zahlen. Das ist typisch für den Korporatismus.
7/ Großkonzerne dominieren völlig das politische System. Da sie so viel Macht und Vermögen haben, können sie sich die Politiker und Parteien erkaufen, die ihre Interessen vertreten. Sie finanzieren den Wahlkampf und bekommen dann den Einfluss durch die ihnen hörigen Parlamentarier und Regierungsmitglieder.
Es ist mittlerweile die Regel geworden, die Kandidaten die am meisten Wahlkampfspenden bekommen und damit am meisten Wahlwerbung betreiben können, sind auch die welche gewählt werden. Oder Großkonzerne setzen auf alle Pferde die im Rennen sind, also ist es egal wer gewinnt, sie gehen immer als Sieger hervor. Es ist zum Beispiel bekannt, der größte Wahlkampspender für Barack Obama war Goldman Sachs. Und was hat er in den drei Jahren seiner Amtszeit gemacht?
Nur die Interessen der Wall Street vertreten. Sie haben Billionen bekommen, aber die Millionen von Hausbesitzer nichts, die mit ihren Hypotheken unter Wasser waren und wegen Zwangsversteigerung auf der Straße landeten. Sein Finanzminister und seine Wirtschafts- und Finanzberater stammen fast alle aus den Führungsetagen der Großbanken.
Aber alle Großkonzerne, egal welche Branche sie angehören, haben ihre Lobbyisten im Einsatz, die mit viel Bestechungsgeldern ausgestattet sind.
Die meisten Politiker sind gekauft und helfen aktiv der Konzerndiktatur noch mehr Vermögen anzuhäufen und noch mehr Macht zu erhalten.
Ob Rüstung-, Chemie-, Pharma, Energie-, oder Finanzindustrie, sie haben die Parlamentarier in der Tasche. Es werden Gesetze verabschiedet, die nur ihrer Bereicherung dienen. Und wenn die Politiker nicht mehr im Amt sind, dann bekommen sie einen lukrativen Posten in der Wirtschaft und werden "Berater".
Die Aufzählung könnte noch viel weiter gehen. Das Gesundheitssystem wird auch von Großkonzernen beherrscht, sowie die Agrarwirtschaft, ja mittlerweile wird die elementare Grundversorgung, wie Straßen, Energie, Wasser, Müllabfuhr, Reinigung, sogar die Polizei- und Sicherheitsdienste bis hin zur Armee, von Privatunternehmen erledigt.
Das nennt man dann Privatisierung oder Öffentlich-Private Partnerschaft. Es gibt bald keinen Aspekt unseres Lebens mehr, welcher nicht durch Großkonzerne kontrolliert wird. Und wir müssen zahlen, für immer weniger Leistung immer mehr zahlen, denn sie müssen profitabel arbeiten.
Aber es gibt einen Lichtblick. Immer mehr Menschen wachen jetzt auf. Die mittlerweile weltweite Occupy-Bewegung ist ein Zeichen dafür. Immer mehr sind wütend auf das System, mit den Banken an der Spitze.
Wir müssen aber realisieren, es ist nicht die Marktwirtschaft oder der Kapitalismus an sich, der an der Krise und Ungerechtigkeit schuld ist, sondern weil wir von einer Konzerndiktatur beherrscht werden. Ist ja auch logisch. Die Aufgabe eines Konzerns ist immer grösser zu werden und immer mehr Profit zu erwirtschaften. Das ist ihre einzige Aufgabe, egal wie. Konzerne haben kein Gewissen, haben keine gesellschaftliche Verantwortung, und je grösser sie sind, je brutaler gehen sie vor. Und demokratisch sind sie auch nicht.
Konzerne wollen auch keinen freien Markt und keinen Wettbewerb. Sie wollen Monopole und Kartelle und jeder der ihnen im Weg steht wird vernichtet.
In Endeffekt wollen sie die Welt beherrschen, den globalen Markt erobern. Länder sind ihnen völlig egal. Sie haben keine Loyalität. Für sie gibt es auch keine Demokratie, das ist nur lästig und stört. Was sie wollen ist aber nicht das was wir wollen. Deshalb müssen wir die Macht der Konzerne völlig einschränken, sie aufteilen und sogar zerschlagen. Es gab mal Kartellgesetze, nur die sind völlig unwirksam und werden gar nicht mehr richtig angewendet.
Einer der Lehren die man aus der letzten Weltwirtschaftskrise 1933 gezogen hat war, die Aufteilung der Banken in den Investment- und Retailbereich, der Glass-Steagal Act. Man wollte damit die Spareinlagen von dem Spekulationsgeschäft trennen und damit schützen. Was hat aber die Wall Street mit massiver Lobbyarbeit und Bestechungsgeldern erreicht?
Bill Clinton hob 1999 das Gesetz auf und die Banken fusionierten, wurden wieder groß und konnten ihr Spielkasino eröffnen, spekulierten mit Geld der Anleger, bis sie alles verloren und gerettet werden mussten. Diese Aufspaltung muss mindestens wieder her.
Aber ein Weg wie wir sofort gegen die Konzerne was unternehmen können ist, sie einfach zu boykottieren. Jeder kann entscheiden wo er sein Geld ausgibt und welche Produkte und Dienstleistungen er nutzt und kauft. Wir müssen sie dort treffen wo es ihnen am meisten schmerzt, im Geldbeutel. Schließlich sind sie auf uns als Kunden angewiesen. Wenn niemand mehr ihre Produkte kauft, sind sie erledigt. Umgekehrt, die Konzerne haben ihre Macht und Größe nur bekommen, weil wir ihnen dazu verholfen haben. Also sind wir ja schuld.
Wir haben es in der Hand etwas zu verändern, in dem wir Klein- und Mittelbetriebe in unserer Gegend unterstützen, innovative Firmen fördern und unternehmerisches Handeln gut heißen, also eine echte Markwirtschaft. Es ist der Mittelstand, der die meisten Arbeitsplätze schafft. Die Großkonzerne wollen Monopole und globales Denken, wir müssen aber lokal denken, dort uns engagieren wo wir Einfluss haben und es uns auch unmittelbar betrifft. Sie wollen Zentralisierung, wir wollen Dezentralisierung. Sie wollen eine Diktatur, wir wollen direkte Demokratie und Mitbestimmung.
Die Occupy-Aktivisten haben verstanden, dass unser Wirtschaftssystem von Grund auf ungerecht ist.
Völlig richtig. Was aber einige nicht verstehen, sie wollen die bestehende Form des Kollektivismus durch eine andere ersetzen. Nur, das ist nicht die Lösung und nicht durchsetzbar. Was wir benötigen ist eine echte Marktwirtschaft, wo ein fairer Wettbewerb herrscht, wo das Individum und kleine und mittlere Unternehmen florieren und sich entfalten können. Wo die Kontrolle über unser Leben wieder zurück zu uns kommt. Der Trend zu mehr Zentralisierung, ja sogar zu einer globalen Machtausübung, wo Entscheidungen weit weg von uns durch eine nicht gewählte Kabale getroffen werden, muss umgedreht werden.
Die Antwort auf eine gescheiterte Zentralregierung wie die EU ist nicht noch mehr Zentralisierung auf Weltebene. Denn was uns klar sein muss, jede Konzentration von Vermögen und Macht ist eine Bedrohung für unsere Freiheiten und unser Wohlergehen, egal wie der ...ismus heißt.
Die Studie der ETH
Was wir eh schon lange wissen, hat eine wissenschaftliche Studie der Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETH) bestätigt. Eine kleine Gruppe von Konzernen kontrolliert die Welt. Die Verbindungen zwischen 43000 global agierenden Firmen wurde untersucht und dabei kam zu Tage, wenige Konzerne, die hauptsächlich aus Banken bestehen, haben die größte Macht über die Weltwirtschaft und damit über alle Staaten und unser Leben.
Das Team der Universität Zürich zog aus der Datenbank der Orbis 2007, die aus 37 Millionen Firmeneinträge besteht, 43069 transnationale Firmen heraus und analysierte die Besitzverhältnisse, die sie untereinander verbindet. Sie konstruierten dann ein Modell aus den Daten, die zeigen, welche Firmen durch den Aktienbesitz andere kontrollieren, plus die jeweiligen Umsatzzahlen, um eine Struktur der Wirtschaftsmacht zu modellieren.
Die ETH-Studie heißt "The network of global corporate control" und die Autoren sind Stefania Vitali, James B. Glattfelder und Stefano Battiston.
Abrufbar ist die Arbeit auf:
http://arxiv.org/PS_cache/arxiv/pdf/1107/1107.5728v2.pdf
Das Resultat zeigt auf, der Kern dieses Netzwerkes besteht aus 1318 Firmen, mit engen gegenseitigen Verbindungen. Jede dieser Firmen ist mit zwei oder mehr Firmen verbunden und der Durchschnitt liegt bei 20 Verbindungen.
Was noch zu Tage kam, obwohl dieser Kern 20 Prozent des weltweiten Umsatzes repräsentiert, gehört den 1318 Firmen die Mehrheit der sogenannten
BlueChip-Konzerne und wichtigsten Produktionsfirmen der Welt ... also die reale Wirtschaft ... was weitere 60 Prozent des globalen Umsatzes bedeutet.
Als die Forscher tiefer in das Spinnennetz der Besitzverhältnisse drangen, fanden sie heraus, hinter allem steht eine Supergruppe, bestehend aus 147 sehr eng verbundenen Konzernen, die sich gegenseitig besitzen, denen 40 Prozent des ganzes Netzwerkes gehört.
Im folgenden Diagramm sieht man wie die 1318 Firmen den Kern der Wirtschaft bilden. Die 147 Firmend der Supergruppe sind rot, die sehr gut verbundenen Firmen gelb. Die Größe der Punkte zeigt den Umsatz.
http://pdfforge.mybrowserbar.com/cgi/err…t=1&sc=800c0005
Das heißt, 1 Prozent der Firmen kontrolliert 40 Prozent des ganzes Netzwerkes. Die meisten sind Finanzinstitute und die Top-20 beinhaltet die üblichen Verdächtigen, wie Barclays Bank, JP-Morgan Chase, Goldman Sachs, Deutsche Bank und UBS.
Damit wird mehr oder weniger wissenschaftlich bestätigt, was die Occupy-Aktivisten als Slogan ausrufen stimmt, den 1 Prozent gehört das meiste Vermögen und sie kontrollieren einen Großteil der Weltwirtschaft.
Die Wissenschaftler sagen aber, das wäre nicht unbedingt ein Zeichen für eine Verschwörung, sondern die logische Folge einer selbst- organisierenden Wirtschaft. Was die Autoren der Studie auch daraus schließen, diese enge Verbindung bedeutet, das Netzwerk ist sehr verwundbar und kann leicht zusammenbrechen. Das Team aus Zürich meint noch, die echte Frage lautet, kann diese Supergruppe aus 147 Firmen politische Macht ausüben?
Für mich ist das eine naive Frage, denn ganz klar tun sie das, wie die Realität zeigt. Die mächtigen und am besten verbundenen global agierenden Konzerne, welche über Nationalstaaten schweben, haben den größten Einfluss auf Politiker und Regierungen. Sie bestimmen wer ans Ruder kommt und welche Gesetze verabschiedet werden, alleine zu ihrem Wohl natürlich. Sie bestimmen auch ob und wo Kriege geführt werden.
So sind Obama, Merkel, Sarkozy, Cameron oder wer immer gerade die Staatsführung bildet nur Marionetten der wirklichen Drahtzieher, die an der Wall Street, City of London und in
Bankfurt sitzen.
Die Elite kontrolliert das Geld und kauft die Regierungen die sie für geeignet erachten ihre Pläne umzusetzen und diese sind dann Befehlsempfänger.
Siehe "Barack Obama: Der gekaufte Wallstreet-Präsident".
http://www.gegenfrage.com/barack-obama-d…reet-prasident/
Nur so lässt sich vieles erklären, wie die Rettungsaktionen der "too big to fail" Banken auf Kosten der Steuerzahler, oder die Eroberungskriege zur Plünderung der Ressourcen, oder generell der ständige Druck zur Globalisierung der Wirtschaft und selbstverständlich, dass die Konzerne und deren Chefs nie für ihre Straften belangt werden und über dem Gesetz stehen.
Wurde der Chef von BP für die größte Umweltkatastrophe im Golf von Mexiko bestraft? Sicher nicht. Die Obama-Regierung hat den Ölkonzern von allen Schadensersatzforderungen geschützt und Obusher ist sogar mit seinen Kindern im Meer schwimmen gegangen, als Zeichen für die Bevölkerung, die Ölverschmutzung ist völlig harmlos, so ein Lakai ist er. Dabei stirbt massenweise die Flora und Fauna im Golf und die Gesundheit der Anwohner ist durch das Gift stark gefährdet.
Die Occupy Wall Steet Aktivisten werden wegen ihres harmlosen Protest verhaftet.
Die Bankster, welche mit ihrer Gier und ihrem Betrug die Finanzkrise verursacht haben, Millionen von amerikanischen Hausbesitzern in die Zwangsversteigerung trieben, ganze Länder in die Schuldenknechtschaft stürzten und Billionen an Steuergeldern kassierten, sitzen weiter in ihren Marmorpalästen und gehen frei.
Wir wissen doch, das Pentagon und überhaupt die Militärmaschinerie der NATO ist das ausführende Organ der Konzerne zur "Markterweiterung". Vordergründig wird uns erzählt, es geht um den Kampf gegen den Terrorismus oder um die Verbreitung der Demokratie und Menschenrechte. Eine Lachnummer.
In Wirklichkeit geht es um die Kontrolle über Energieressourcen, Ausbeutung der Bodenschätze und den Zugang zu neuen Märkten. Wer dem im Weg steht wird beseitigt.
Siehe das Schicksal von Saddam Hussein und jetzt Muammar Gaddafi.
Als der ehemalige deutsche Bundespräsident Horst Köhler in einem Moment der Ehrlichkeit sagte, die Bundeswehr diene deutschen Wirtschaftsinteressen, wurde er von den Politikidioten und Medienfutzis scharf kritisiert und musste zurücktreten. Dabei wusste er als ehemaliger geschäftsführender Direktor des Internationalen Währungsfonds (IWF) sicher Bescheid wie es läuft.
Henry Kissinger hat es noch deutlicher ausgedrückt: "
Militärpersonal ist blödes, dummes Vieh, welches man als Bauernopfer in der Außenpolitik benutzt." Und Außenpolitik ist nichts anderes als aggressive Wirtschaftspolitik im Interesse der Großkonzerne. Und die Aufgabe der Polizei ist es die Verbrecher vor dem Volk zu schützen, damit das Establishment ungestört weiter seine kriminellen Taten begehen kann. Die Kleinen werden bestraft und die Großen lässt man laufen.
Siehe "Benutzte die Polizei Vasellas Helikopter in St.Moritz?"
http://alles-schallundrauch.blogspot.com…i-vasellas.html
Endlich gibt es auch den wissenschaftlichen Beweis, eine kleine Gruppe von Konzernen kontrolliert die Welt. Was noch interessanter wäre, aber die Studie nicht zeigt ist, WER sind die Großaktionäre dieser Konzerne, die sich hinter der Anonymität der Aktiengesellschaften und Stiftungen verstecken, denn dann würden wir die Gesichter der Elite genau kennen.
Hier die Liste der Top-50 welche die 147 Mitglieder der Supergruppe bilden:
1. Barclays plc
2. Capital Group Companies Inc
3. FMR Corporation
4. AXA
5. State Street Corporation
6. JP Morgan Chase & Co
7. Legal & General Group plc
8. Vanguard Group Inc
9. UBS AG
10. Merrill Lynch & Co Inc
11. Wellington Management Co LLP
12. Deutsche Bank AG
13. Franklin Resources Inc
14. Credit Suisse Group
15. Walton Enterprises LLC
16. Bank of New York Mellon Corp
17. Natixis
18. Goldman Sachs Group Inc
19. T Rowe Price Group Inc
20. Legg Mason Inc
21. Morgan Stanley
22. Mitsubishi UFJ Financial Group Inc
23. Northern Trust Corporation
24. Société Générale
25. Bank of America Corporation
26. Lloyds TSB Group plc
27. Invesco plc
28. Allianz SE
29. TIAA
30. Old Mutual Public Limited Company
31. Aviva plc
32. Schroders plc
33. Dodge & Cox
34. Lehman Brothers Holdings Inc
35. Sun Life Financial Inc
36. Standard Life plc
37. CNCE
38. Nomura Holdings Inc
39. The Depository Trust Company
40. Massachusetts Mutual Life Insurance
41. ING Groep NV
42. Brandes Investment Partners LP
43. Unicredito Italiano SPA
44. Deposit Insurance Corporation of Japan
45. Vereniging Aegon
46. BNP Paribas
47. Affiliated Managers Group Inc
48. Resona Holdings Inc
49. Capital Group International Inc
50. China Petrochemical Group Company
Die 50 Konzerne kontrollieren 40 Prozent der Weltwirtschaft.
Wenn man die Kontroll- und Besitzverhältnisse genauer analysiert, stößt man bei den oben aufgeführten Konzernen praktisch immer auf den Namen mit dem roten Schild. Nur ein Beispiel. Der oberste Chef der Nummer 1 auf der Liste, der Barclays Bank (GB), ist Marcus Agius. Er ist mit Katherine verheiratet, die Tochter von Edmund de Rothschild von der Rothschild Bankiersfamilie aus England. So findet man bei jedem Konzern eine Verbindung zu diesem Familiennamen. Alles nur Zufall natürlich.
Was ich auch interessant finde, die Namen der Konzerne und deren Chefs deckt sich ziemlich genau mit den Teilnehmern der Bilderberg-Treffen. So ist zum Beispiel der Chef der AXA Versicherung (FR), Henri de La Croix de Castries, an 4. Stelle in der Liste, der neue Vorsitzender der Bilderberg-Gruppe. (
http://alles-schallundrauch.blogspot.com…neuen-chef.html ) oder David Rockefeller mit seiner JP-Morgan Chase (US), an 6. Stelle, ist der Mitgründer und Ehrenvorsitzender der Bilderberger. Oder Deutsche Bank Chef Josef Ackermann, an 12. Stelle, ist im Steuerungs-Kommitee der Bilderberger. Also sind die Bilderberger tatsächlich, wie ich schon oft gesagt habe, die Schattenregierung der Welt oder möchten es gerne sein, in dem sie eine weltumspannende
faschistische Konzerndiktatur etablieren wollen.
Wünsche euch ein schönes Wochenende.
euer
Petronius