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05.12.2011, 15:34

Bankangestellte buchte Geld von Reich nach Arm

Zitat

Bonn: Bankangestellte soll Robin Hood gespielt haben
23.11.2009
Weil sie Geld von Konten reicher auf die ärmerer Kunden umgebucht haben soll, steht die Filialleiterin einer Bonner Bank vor Gericht. Die 62-Jährige soll dafür gesorgt haben, dass Kunden, die knapp bei Kasse waren, trotzdem noch Geld bekamen. Von den 7,6 Millionen Euro nahm sie keinen Cent für sich selbst.

Weil eine Bankfilialleiterin aus Mitleid über mehr als ein Jahr hinweg Geld von den Konten reicher Kunden auf die armer Kunden umgebucht haben soll, muss sich die 62-jährige nun vor dem Bonner Amtsgericht verantworten.

Insgesamt zweigte sie laut Anklage rund 7,6 Millionen Euro ab, damit Bankkunden in Geldschwierigkeiten ihr Konto problemlos überziehen konnten. Die Betroffenen selbst ahnten davon nichts. Wegen Untreue in 117 Fällen droht der Frau laut Gerichtssprecher im Höchstfall eine Gefängnisstrafe von vier Jahren.

14 Monate lang soll die Filialleiterin ihr Umbuchungssystem betrieben haben, ohne dabei auch nur einen Cent in die eigene Tasche zu stecken. Ihr Ziel sei es gewesen, sich das Geld reicherer Kunden für den Zeitraum zu leihen, in dem die Überziehungslisten der Bank geprüft wurden. Damit Kunden, die stets in den Miesen waren, nicht auffielen, buchte sie laut Anklage in den Prüfungszeiträumen das Geld reicherer Kunden auf die überzogenen Konten um. Nachdem die Prüfung vorbei war, überwies sie das Geld wieder zurück.

Allerdings klappte das nicht immer problemlos: Weil einige der Kunden so stark im Minus waren, war eine Rückbuchung teilweise nicht mehr möglich. Insgesamt konnte sie den Ermittlungen zufolge nur 6,5 Millionen von den insgesamt 7,6 Millionen Euro wieder zurückbuchen.

Die 62-Jährige, die offenbar wie ein moderner Robin Hood handelte, hat sich laut Gerichtssprecher bislang nicht zu den Vorwürfen geäußert. Weil sie die Bank für den Schaden von 1,1 Millionen Euro in Haftung nahm, lebt sie Berichten zufolge nun selbst in Armut. Derzeit erhalte seine Mandantin nur eine kleine Frührente, die bis auf das Existenzminimum gepfändet werde, sagte ihr Anwalt Thomas Ohm.
http://www.welt.de/vermischtes/article53…ielt-haben.html
Sie hat von den Fetten genommen und es den Dürren gegeben - sonst läuft es immer umgekehrt. Sie wird nun wie ein Wirtschaftskrieg-Verbrecher abgeurteilt.

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05.12.2011, 16:02

Zitat

Sie hat von den Fetten genommen und es den Dürren gegeben - sonst läuft es immer umgekehrt. Sie wird nun wie ein Wirtschaftskrieg-Verbrecher abgeurteilt.

Hoffentlich lassen sich trotzdem ganz viele Trittbrettfahrer und Nachahmungstäter finden.

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01.03.2012, 12:44

Endlich mal eine positive Nachricht von den Banken. Es scheint ganz ob es dort doch noch Banken bzw. Menschen gibt die mit Herz handeln und nicht nur nach den Bilanzen gehen.

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