Fordert man heutzutage für sich Toleranz ein, dann ist das nichts weiter, als dass man für die eigene Dummheit Verständnis verlangt. Aber was gibt es da wohl für die meisten zu verstehen, ich könnte solchen Menschen eventuell noch einen Dummheitsentlarvungsspruch andrehen, er wird mich dann womöglich sehr erschüttert ansehen, und bei so viel Frechheit die Welt nicht mehr verstehen. War er doch der Auffassung, Dummheit könnte heutzutage absolut nicht mehr entdeckt werden, und deswegen könnte niemand seine Forderungen gefährden.
Desto toleranter jemand ist, in seiner Wut (die Wut, einfach nichts dazu zu sagen, da es sich wegen dem guten Ton und der guten Sitte nicht gehört), desto mehr Aggression speichert er in sich ab, gegenüber jedem Dummen, der ihm in seiner Art, Toleranz zu erwarten, entgegen tritt. Und so kommen wir dann zu dem Umstand: Männer bringen sich selbst um, oder sie schänden Frauen und Kinder, denn in ihrer aggressiven Toleranz (bei der sie den aggressiven Teil immer zu verdrängen versuchen) werden sie immer verschwiegener und blinder. Wenn nun aber zunehmende Dummheit immer mehr Toleranz verlangt, dann ist es schon einmal so, dass sie überreizt und über einen Mord aus dem Affekt heraus abdankt.
Ja die Bombe platzt, vor allem bei denen, die wissen, dass sie am Zünder herumspielen. Auf wen sie wohl dabei zielen?
Die Dummheit ist beim Menschen oftmals solch ein bequemer Gewohnheitstrieb, doch Gottes Gesetz verpasst ihr, ab einem gewissen Übermaß, einen denkanstößigen Hieb.
Männer haben heutzutage Angst, vor der Nötigung zur Toleranz, vor allem aber, weil sie sich selbst immer zusammenreißen sollen (z. B. unter dem Umstand: „Bis der Tod euch scheidet.“), und das voll und ganz. Wenn die Männer so blöd sind, dann ist es natürlich so, dass die Toleranz und alles was an ihr drum und dran hängt, Land auf dem Friedhof gewinnt.
Ja die heutige Toleranz, die eingefordert wird, ist ein Rückschritt im Geist, als Gegenspieler, das zunehmende Wissen, will dagegen die persönliche Bewusstseinsentwicklung nicht missen.
Ekelüberwindungserregung ist heutzutage salonfähige Geilheit, unter dem Motto: „Ich liebe den schmutzigen Sex, doch danach hopp und ex, denn der schmutzige Abreaktionspartner entspricht hinterher nicht mehr meinem plötzlich aufkommendem Reinheitsgebotsreflex.“ Und widmen die Menschen sich dann irgendwann, ganz offiziell, nur noch dem Reinheitsgebot, so ist das ihr heimlicher Untergang im Schmutz, und somit ihr Tod. Warum? Das Heimliche wirkt in ihnen unheimlich, ganz anders sind sie dagegen, für alle andern, augenscheinlich.
Was sagt eine selbstbewusste Frau zu einem Mann, der kann? Sie sagen: „Wie komme ich denn dazu, dich dort abzuholen, wo er dir steht.“ Mann o Mann, sei froh, denn auch das vergeht.
Kluge Frauen wissen: Männer sind wie Omnibusse, eine Frau braucht nur lange genug an der Haltestelle zu warten, dann kommt auch einer vorbei und will für den Verkehr büßen, welche Umstand die Frauen natürlich nicht als verkehrt betrachte und sehr begrüßen.
Ist der Verkehr nun verkehrt, oder wie wird er verehrt?
Was sagt ein selbstbewusster Sträfling? Er sagt: „Geh mir bloß nicht auf die Ketten, sonst gehöre ich gleich nicht mehr zu den Netten. Ja den Netten, denen geht man besser nicht auf die Ketten, denn sie brauen eine feste Gliederbindung, über die sie sich retten.
Warum liebt eine Mutter ihr kleines Kind? Weil sie sich sagt: „Es ist zwar schmutzig, aber dafür putzig.“ Ja sie ist ständig am Putzen, wenn die Kinder sich, der Mutter zur Liebe, selbst beschmutzen.
Siegelbruch