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Montag, 12. November 2012, 07:40

Unser Hund Fidelio ist nicht mehr

Samstag Abend mussten wir mit unserem Hund Fidelio notfallmässig in die Kleintierklinik fahren, da er über den ganzen Samstag fast nicht mehr laufen konnte. Fidelio lag nur noch und hat sich einige male übergeben.


Als wir am Abend mit Fidelio zur Klinik fuhren atmete er nur noch ganz schnell und hastig. So um 19:15 Uhr waren wir dort. Fidelio wurde umgehend in die Intensivstation gebracht. Nach ca. 1Stunde informierte uns eine Ärztin, daß er am sterben ist und er noch mit künstlicher Beatmung am Leben erhalten werden könne. Auf die Frage ob sie weiter versuchen sollen antworteten wir mit ja. Es konnte niemand sagen, was er genau hatte, da keine Schmerzsymptone bekannt waren. Nach einer weiteren Stunde konnte man uns mitteilen, daß der Bauchraum voller Blut sei und dies auf einen Unfall herführen könnte. Dies konnten wir ganz klar ausschließen, da er von keinem Fahrzeug angefahren wurde. Außerdem arbeiteten die lebenswichtigen Organe nicht mehr. Wir haben noch vermutet, daß er etwas gegeßen hat was Gift enhalten könnte. Nach diesem Bericht mußten wir eine Entscheidung treffen.

Da wir nicht wollten, daß Fidelio leiden mußte und er nur noch mit künstlicher Beatmung am Leben erhalten wurde, entschieden wir uns, mit sei schwerem Herzen, daß sie ihn erlösen sollen.

Um 21:24 Uhr ist er eingeschlafen.

Heute Morgen haben wir Fidelio in unserem Garten beerdigt.

FIDELIO DU FEHLST UNS SEHR. WIR WISSEN DASS DU JETZT NIE MEHR SCHMERZEN HABEN WIRST UND DU MIT ALLEM ANDEREN TIEREN ZUSAMMEN BIST.

Die Todesursache ist ein Tumor, den wir nie vermutet hätten.

Fidelio wurde nur 81/2 Jahre jung.
Wir sind nicht verantwortlich für das, was uns widerfährt, sondern dafür, wie wir damit umgehen.
Vergebung ist, alle Hoffnung auf eine bessere Vergangenheit aufzugeben!

:)


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2

Montag, 12. November 2012, 12:46

Fidelio ist jetzt wirklich erlöst. Für ihn wird es jetzt wohl so sein wie es vor seiner Geburt und seinem mehr als achtjährigem Erdenleben war: Ruhe und Frieden, unendliche Stille und wie Schlafen, ohne Traum oder vielleicht sogar mit Traum? Für euch die Hinterbliebenen ist das sicher eine schwere Zeit mit intensivem Schmerz, Trauer und Verlust, aber Fidelio ist vom Monster Krebs erlöst. Ein Krebs den ihr nie vermutet hättet, ich dachte während des Lesens auch an Gift, welches zu inneren Blutungen führen kann, aber Krebs? Welche Art von Krebs? Ein Krebs, wegen der inneren Blutungen offenbar im Bauchraum, der aber keine Schmerzen verursacht ... hat so ein Monster auch einen Namen?

Kopf hoch, stark sein und nach vorn schauen, alles Gute!
LG Marie

3

Montag, 12. November 2012, 14:33

Hallo Erdbeeramazone

Herzlichen Dank für die Anteilnahme. Die Trauer ist gross. Für unseren älteren Sohn war es auch ein Schock, den es war sein Geburtstag. Er konnte es gut verkraften.

Für den jüngeren Sohn war es sehr schlimm und auch für meine Frau. Fidelio war ein einzigartiger Hund. Ein Hund der zum jüngeren eine sehr enge Bindung hatte und auch zu meiner Frau hatte er eine sehr, sehr enge Bindung. So hat er zum Beispiel immer gemerkt, wenn irgendetwas in der Familie nicht richtig lief. Da hat er sich sofort zurück gezogen und lies die Ohren nach hinten fallen. Oder wenn es streit gab und es sehr laut wurde, was ja vorkommt, dann ging er sogar so weit, dass er sich in sein Körbchen verkroch und nicht mehr hervorkam. So hatte er auch jeden Menschen der bei uns war immer mit einer riesen Freude begrüsst bis auf sehr, sehr wenige Ausnahmen. Das waren meistens Menschen die Hunde oder Tiere nicht mochten.

Wenn Fidelio andere Hunde sah oder hörte konnte man ihn fast nicht halten. Er wollte mit jedem Hund spielen und seinen Plausch haben. Auch wenn er bei uns auf dem Sofa war, kam er mit uns schmusen und drückte sich ganz fest an uns. Waren meine Frau und ich am Duschen so lag er entweder direkt vor der Badewanne oder dann vor der Türe um uns zu bewachen.

War eines von uns in der Küche und nahm ein Messer um etwas zu schneiden, dann war er sofort zur Stelle in der Hoffnung er bekäme etwas zum Essen, auch wenn es nur Brot war.

Dass er jetzt keine Schmerzen mehr haben muss, da bin ich mir zu Hundertpro ganz sicher.

Wir wissen nicht um was für einen Tumor es sich handelt. Dies hätten wir untersuchen lassen können, die Kosten wären aber sehr hoch gewesen. Auch, wenn sie jetzt versucht hätten Fidelio zu retten, so wären die Kosten auf ca. 4'000.00 CHF (Euro 4'800.00) gekommen. Und es wäre nicht einmal sicher gewesen ob er dies überhaupt überstehen würde. Abgesehen von den gesundheitlichen Schäden die geblieben wären.

Fidelio war bereits vor ca. 5 Wochen mal "krank". Er hatte damals einen steinharten und geblähten Bauch. Wir haben ihm Fencheltee gegeben und da erging es ihm nach einigen Tagen wieder gut. Ausser übergeben, war nichts auffälliges zu bemerken. Das einzige was uns dann in den Sinn gekommen ist, war, dass er nicht mehr aufspringen konnte, also nicht mehr ohne Mühe auf das Sofa. Fidelio hat auch nie gewinselt oder geknurrt, wenn man ihm über den Bauch gestrichen ist. Auch beim hochheben hat er nie gewinselt oder einen Laut von sich gegeben. Deshalb konnten wir auch nicht ahnen, dass er echt krank war.

Tja und nun ist er bei den anderen Tieren am herumtollen und hat es ganz sicher schöner.

Er hatte bei uns wirklich ein sehr schönes Leben.

fidelio777
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Andreas Zehetbauer

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4

Montag, 12. November 2012, 16:43

Ihr habt mein Mitgefühl

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5

Dienstag, 13. November 2012, 08:28

Peter, ich kann euren Schmerz nachvollziehen - vor 5 Jahren erging es uns ähnlich. Mein Hund hat einen Milztumor!

Möglich, dass eurer Fidelio auch einen plötzlich aufgeplatzten Milztumor hatte.

6

Freitag, 4. Januar 2013, 08:40

Peter, ich kann euren Schmerz nachvollziehen - vor 5 Jahren erging es uns ähnlich. Mein Hund hat einen Milztumor!

Möglich, dass eurer Fidelio auch einen plötzlich aufgeplatzten Milztumor hatte.


Hallo Christian

Danke Dir für dein Mitgefühl. Nach dem ich deinen Bericht gelesen hatte, ist es durchaus möglich, dass er einen Milztumor hatte.

Wir hatten echt keinen einzigen Hinweis, dass er einen Tumor gehabt haben könnte. Keine Anzeichen, dass er irgendwo schmerzen hatte. Bis eben an diesem Samstagmorgen. Da hat er kurz zweimal ganz schwach gewinselt. Ansonsten war er eigentlich bis zu diesem Tag immer munter. Gut aus unserer Sicht natürlich.

In solchen Momenten würde man sich wünschen die Tiere könnten sprechen und uns sagen, dass sie schmerzen haben.

Wir sind nur froh darüber, dass er dann nicht noch lange leiden musste, denn das wäre für uns unerträglich gewesen.
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