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ASY

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11

Donnerstag, 13. April 2006, 10:36

Eh kloar waren die über 18jährigen Brüder nicht dabei und wurden dadurch freigesprochen. Somit wurden den Mördern insgesamt 50 Jahre Haft geschenkt.

Super, es laufen 2 Ehrenmörder frei herum. :hmpf: :hmpf:

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12

Donnerstag, 13. April 2006, 10:39

Hier ist eine Seite, auf der eine keine Zusammenfassung steht bzgl Ehrenmorde.

ProFrau.at - Ehrenmorde

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13

Donnerstag, 13. April 2006, 10:52

Ich kanns euch nicht ersparen - hab in einem Forum (Brigitte.de - bitte keine Steinigung zwecks Weiberseite) einen Beitrag gefunden, der über Ehrenmorde handelt.
[hr]
Familie Ehre Schande

so hieß ein gestriger beitrag in der ARD, den ich sehr sehenswert fand. überhaupt begrüße ich, dass nach jahrzehntelangem schweigen oder pöbeln immer mehr inhaltlich über den praktizierenden islam unserer mitbürgerInnen diskutiert wird.

sehr lange wurde hier vermeidungspolitik betrieben. die einen trauten sich nicht, fragen zu stellen oder kritik zu äußern, weil sie fürchteten, sofort in die "rechte ecke" gestellt zu werden. die anderen stellten sich in die rechte ecke, ohne vorher zu fragen oder kritik in eine konstruktiver form zu gießen.

ich begrüße es, dass sich diese dinge mehr und mehr ändern in den letzten jahren, so wie ich es begrüße, in einer multikulturellen gesellschaft zu leben. aber ich halte es für richtig und wichtig, einige dinge offen anzusprechen.

wir haben in unserem land eine uneingeschränkte relegionsfreiheit. jeder kann glauben, an was er will und darf sogar nichts glauben, wenn ihm das lieber ist. das ist grundsätzlich eine tolle und menschenfreundliche basis. leider ist die religionsfreiheit dort kein lösungsansatz, wo durch die religionsfreiheit zustände auftreten, die im widerspruch zu anderen werten unserer gesellschaft stehen, die nicht weniger bedeutend sind.

wenn sich 13-jährige türkische jungs in aller öffentlichkeit dazu bekennen, die eigene schwester zu töten bereit wären, wenn sie sich einen freund zulegen würde, dann haben wir gleich mehrere sorgen auf einmal: einen verstoß gegen die menschenwürde, gegen den gleichzeitsgrundsatz, gegen das grundgesetz und gegen das deutsche strafrecht. wir tun niemandem einen gefallen damit, wenn wir hierzu schweigen.

ich hatte es schon im politik-forum angesprochen, leider mit wenig resonanz. derzeit erreichen viele muslimische kinder horrorgeschichten übers handy. es geht um ein muslimisches mädchen, das in seinem zimmer laut musik hört, während die mutter nebenan den koran rezitiert. die mutter bittet das mädchen, die musik leiser zu stellen. das mädchen sagt zur mutter, sie solle gefälligst selber leise sein. sie geht zur mutter hin, entnimmt ihr den koran und zerreisst das heilige buch. im nächsten moment steht das mädchen in flammen und brennt lichterloh. die mutter, die ihre tochter retten will, wirft eine decke über das mädchen und kann so die flammen ersticken. allerdings hat sich das mädchen jetzt in ein monster verwandelt. es sieht aus wie ein kängaruh-junges mit menschenähnlichem kopf, dürren, verkümmerten gliedmaßen und seltsam entrückter haltung.

das ist mehr als gruselig. es versetzt kinder und jugendliche in angst und schrecken. und was mich am meisten erschreckt: wenn man die betroffenen kinder auf der straße fragt, ob sie diese geschichte kennen, dann bejahen sie das und behaupten voller überzeugung, das betreffende mädchen würden derzeit in einer niederländischen spezialklinik behandelt.

jemand hat mir auf meinen beitrag geschrieben, dass wir in unserem land noch vor einiger zeit unseren kindern ähnliche horrorgeschichten erzählt haben. diese bemerkung ist richtig. aber folgt daraus nicht, dass wir heute etwas unternehmen sollten, wenn wir von solch barbarischen methoden hören?

es gibt viele türkische mädchen, die ernsthaft glauben, ihr haar würde sich in tausend schlagen verwandeln, wenn sie das kopftuch nicht in der öffentlichkeit tragen würden. das ist absurd.

ich habe eine freundin, sie ist noch sehr jung und bekennende muslima. sie ist mutter einer tochter, glücklich verheiratet, trägt konsequent das kopftuch und studiert jura, und zwar gemeinsam mit einer jüdischen kommilitonin. manchmal frage ich sie, was sie von solchen dingen hält und sie antwortet mir regelmäßig, dass es so etwas im koran nicht gäbe. weder beschneidungen, noch zwangsehen, noch gewalt und/oder steinigungen seien vom koran vorgesehen. dann bohre ich weiter und frage sie, warum niemand etwas unternimmt, da es ja trotzdem vorkommt. sie ist stets sehr erschüttert, weicht aber aus, indem sie erklärt, dass ihr persönlich solche fälle nicht bekannt sind.

das finde ich schade. wir können unsere muslimischen mitbürger nicht umerziehen, wir können niemanden dazu zwingen, nach unseren regeln zu leben. wir können in der regel nicht einmal ansatzweise nachvollziehen, unter welchen vorstellungen sie leben. keiner von uns weiß wirklich, wie es ist, wenn die religion alles beherrscht, nicht nur die kirche. wie fühlt es sich an, in einer so strengen gesellschaft zu leben, ständig dem druck der familie und der gemeinde ausgesetzt zu sein? wie sehr leidet jemand darunter, der in angst und scham leben muss?

ich denke, dass jede muslima, die zwar abitur hat, aber dann an einer berufsausbildung gehindert wird, weil man ihr mann und kinder aufbürdet, womit sie regelmäßig in der familiären versenkung verschwindet, ist eine zu viel (wenn sie es nicht selbst aus vollem herzen will).

jede junge frau, die auf der flucht vor der zwangsehe, vor den brüdern oder dem vater ist, ist eine zuviel.

die frauen in unserem land sind einen langen und beschwerlichen weg gegangen, um so etwas wie gleichberechtigung durchzusetzen. und der weg ist noch nicht zu ende. daher frage ich mich, wo bleibt der aufschrei der entrüstung, wenn wir täglich in den medien sehen, hören und lesen können, was unseren muslimischen mitbürgerinnen vielerorts angetan wird?

wer von uns würde heute noch seinem mann die pantoffeln vor den fernseher tragen? und warum schweigen wir dennoch beharrlich, wenn libanesische männer oder türkische jungs in aller öffentlichkeit die rechte der frauen vollumfänglich aberkennen?

vielleicht liegt es daran, dass das "verbindungsstück" fehlt. wir brauchen eine ausgestreckte muslimische hand, die wir halten können, um zu helfen, aufzuklären, zu unterstützen und einen dialog zu führen, der sehr schwierig sein wird.

in den niederlanden gibt es eine solche hand, ayaan hirsi ali. sie ist sehr konservativ im niederländischen sinne, weshalb sie nicht unumstritten ist, aber sie hatte den mut, die westliche welt um hilfe und unterstützung zu bitten, damit der islam sich vom mittelalter befreien kann. eingebracht hat es ihr viele todesdrohungen und das sicher nur schwer zu ertragende resultat, dass theo van gogh an ihrer statt dran glauben musste.

es gibt sie ja, die begegnungstätten, in denen muslimische frauen reden können, fragen und antworten ausgetauscht werden, aber es sind viel zu wenig. deshalb halte ich es für wichtig, dass mehr öffentlichkeitsarbeit stattfindet.

die türkischen kinder sind auch unsere kinder. denn wir schaffen uns im durchschnitt nicht einmal zwei kinder an. auf zwei erwachsene kommen 1,3 kinder. das ist in muslimischen familien anders. unsere zukunft wird also maßgeblich auch von denen mitgeprägt werden, die heute in den entsprechenden ghettos groß werden und sich werte zu eigen machen, die sich mit unserer gesellschaft nur sehr schwer vertragen.

oft ist es mangelde bildung, die die menschen zu solch extremen gemeinschaften zusammen schweißt. merkwürdigerweise hat aber jeder moslem hier die gleiche chance auf bildung, die wir haben. sie bremsen sich eher untereinander aus. der sohn muss die geschäfte des vaters übernehmen und die frau wird dazu verdonnert, möglichst viele söhne zu zeugen. zum glück ist das nicht überall so, aber es kommt vor, und zwar öfter als uns lieb sein kann.


in london, in paris, in berlin und madrid predigen einzelne imane eine sehr denkwürdige auffassung des islam. das sind menschen, die asyl erfahren haben, die wirtschaftlich unterstützt wurden und denen raum zu einem besseren leben eingeräumt wurde. wenn sie heute schreien, wir deutsche/engländer/franzosen/spanier wären stinkende ungläubige, deren gottlosigkeit uns in die hölle führen wird, dann sollte uns das zu denken geben.

wir verlangen von unseren dreijährigen kindern, sich bei der apothekerin für das traubenzucker zu bedanken, schweigen aber in der öffentlichkeit über solche hassprediger. natürlich lesen wir das in der zeitung und wir sind erschüttert. am abendbrottisch äußern wir vielleicht auch unsere meinung dazu, aber in der öffentlichkeit? wer will sich da schon "zu weit aus dem fenster lehnen"?

ist es unsere eigene vergangenheit, die uns zurückhält, sich über fremde religionsgemeinschaften kritisch zu äußern? ist es die angst vor terror? oder sind uns solche vorgänge nicht wichtig genug?

dabei ist es im grunde relativ kurz erzählt: was sich innerhalb der islamischen kultur abspielt, auch innerhalb derjenigen islamischen kultur, die in europa wurzeln geschlagen hat, ist nicht tragbar. ist nicht vereinbar mit vielen unserer grundsätze. es ist eine europäische aufgabe und auch nationale aufgabe, hier etwas zu bewegen.

wir machen es uns zu leicht, wenn wir in andere bezirke ziehen, damit unsere kinder möglichst nicht in einer schulklasse sitzen, wo der ausländeranteil 80 % beträgt (bsp. berlin-schöneberg) und das damit begründen, dass wir um das sprachniveau der kinder fürchten. ich habe allerdings genau das getan.

wir machen es uns zu leicht, wenn wir auf bessere integration hoffen, indem wir sprachtests verlangen. natürlich ist es wünschenswert, dass unsere mitbürger unsere sprache verstehen, damit sie nicht in ihren häusern verbrennen, weil sie im ernstfall nicht die anweisungen der deutschen feuerwehr verstehen können (so geschehen in berlin). aber zur integration gehört sehr viel mehr.

ganz oft höre ich von leuten, die sich kritisch mit dem thema islamische praxis in west-europäischen ländern beschäftigen, dass die türkei gerade deshalb noch nicht reif ist für die EU. ich weiß nicht, ob ich dem zustimmen kann. wenn es einer unterdrückten türkischen frau möglich wäre, den europäischen gerichtshof anzurufen, könnte das ein entscheidender vorteil sein. auch wären die türken gezwungen, sich mit ihrer eigenen religionspaxis auseinanderzusetzen, denn die EU würde das sorgfältig kontrollieren, hoffe ich.

andererseits scheinen mir im moment wirklich noch welten zwischen den kulturen zu liegen. und ich persönlich bin über das, was viele türkische männer in bezug auf frauen vom stapel lassen, nicht minder empört als über einen machospruch, der aus katholischem mund kommt.

aber meine empörung ist nicht das problem. mir geht es um verstöße an menschenrechten und an der menschenwürde. es gibt einen gesellschaftlichen konsens, den millionen von menschen über die jahrhunderte teuer und meist mit dem leben bezahlt haben. wir sollten uns darum bemühen, dass er nicht mit füßen getreten wird. wir sollten parallelgesellschaften nicht ignorieren, sondern uns darum bemühen, mit ihnen gemeinsam einen akzeptablen weg zu finden. dafür müssen unsere muslimischen mitbürger einen langen weg gehen. es wäre schön, wenn wir sie auf diesem weg begleiten könnten.

es ist falsch, frauen zu unterdrücken. es ist falsch, sie zu beschneiden, ihnen das gehirn zu waschen und von ihnen zu verlangen, ihr eigenes leben einer organisierten familie zu opfern. es ist falsch, kinder in angst und schrecken zu versetzen, dem mann die universal-kompetenz für alle lebenslagen zuzugestehen und es beim kopfschütteln zu belassen, wenn mal wieder eine türkische mitbürgerin auf offener straße erschossen wird, weil sie einen deutschen geküsst hat.

nicht weit von meinem haus entfernt ist ein muslimischer friedhof, da liegen einige solcher frauen. kaum eine ist älter als 25. ihre verbrechen: ohne kopftuch herumgelaufen; den mann verlassen, mit dem sie zwangsverheiratet wurden; zu enge jeans getragen und dazu ein nabelfreies top; zu freie reden geführt; den eltern widersprochen; heimlich in der disco getanzt;

etwas weiter von meinem haus entfernt ist die gedenkstätte plötzensee. dort kann man sich die räume ansehen, in denen während der nazi-diktatur deutsche bürger hingerichtet wurden. die wände sind behangen mit den original-todesurteilen. die verbrechen der hingerichteten:

einen russischen zwangsarbeiter vielleicht auf dem heuboden übernachtet haben zu lassen; sich geweigert zu haben, auf einem ball zu tanzen mit der begründung, es gäbe im dritten reich keinen grund zu tanzen; zwei eier während eines fliegeralarms gestohlen zu haben;

wir haben den wahnsinn selbst erlebt. wir sind in der pflicht, ihn für immer im auge zu behalten. wir dürfen keinen unterschied machen, von wem er aus ausgeht. es gibt keinen guten, legalen oder religiös begründbaren wahnsinn.

es gibt nur den wahninn als solchen. danke fürs lesen.

nathamel.
Brigitte.de

Anonymous

unregistriert

14

Donnerstag, 13. April 2006, 13:35

Von solchen "Ehrenmorden" Hab ich bei uns in USA noch nix gehoert! Kann es sein, dass hier die Strafen hoeher sind als die Ehre der Steinzeitmoslems?
:D :D :D

15

Donnerstag, 13. April 2006, 15:59

Ist das bei euch in Amerika wirklich kein Thema? Aber es gibt doch bei euch ebenso moslemische Bürger, aber vermutlich eben andere Strafen.

Bei uns wurde der eine oder andere Ehrenmord auch schon mal als simpler Todschlag gewertet, weil da die Strafen noch niedriger sind, und a gewissen Verständnis anscheindend aufgewendet wird, dass so ein "Ehrenmord" in der Familie dann doch nicht so hoch bestraft werden kann.
Gedanken sind Deine wahre Macht - wenn Du Gedanken verstehst, bist Du wahrhaft mächtig !

16

Freitag, 14. April 2006, 08:51

Zitat von »"Maria"«

Ein mörderischer gott den die da gehorchen. er wird aber auch vorgeschoben um männliche freiheiten nicht aufgeben zu müssen.
aber was ich nicht verstehe: es sind ja die frauen und mütter die ihre kinder erziehen. als mutter hab ich doch einige macht um mein erziehungziel durchzusetzen.

sie lieben ihre mutter, alles schön, aber ist nicht die frau dann die mutter ihrer kinder?


die stellung der frau in gewissen kulturen ist eines der wenigen themen wo ich mich nicht mit den frauen solidarisieren kann. es macht mich wütend dass hier frauen nicht aufbegehren. warum? aus feigheit, aus dummheit? ich weiß es nicht.

auch den frauen in unserem kulturkreis wurde die freiheit ja nicht "geschenkt". keiner ist gekommen und hat uns gefragt "wollt ihr wählen, wollt ihr euch scheiden lassen dürfen?" das haben sich frauen erkämpfen müssen und zwar auch oft blutig (->souffragetten). mich macht das thema oft echt ratlos aber auch wütend.

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17

Freitag, 14. April 2006, 08:54

braucht man nur bei uns schaun
san zwar keine ehrenmorde, aber auch nix anderes
eine frau hat gestern ihren 45jährigen mann umgebracht
ex freund erschießt rivalen

bei uns gibts auch genug morde

ASY

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18

Freitag, 14. April 2006, 09:57

Zitat von »"reinkarnation"«

bei uns gibts auch genug morde


Ja und? Wo ist dein Vorschlag, oder was auch immer?

19

Freitag, 14. April 2006, 10:00

Zitat von »"reinkarnation"«

braucht man nur bei uns schaun
san zwar keine ehrenmorde, aber auch nix anderes
eine frau hat gestern ihren 45jährigen mann umgebracht
ex freund erschießt rivalen

bei uns gibts auch genug morde


Das es auch bei uns genügend Familienmorde gibt, dass zeigt uns gerade die letzte Zeit.

Aber dabei dreht meist einer komplett durch.
Bei den Ehrenmorden, handelt es sich um Taten, die im Familienrat beschlossen werden - Mama, Papa, Brüder, Schwestern, Onkeln....

Der, der die geringste Strafe zu erwarten hat, der nimmt die Sache dann alleine auf sich.

20

Freitag, 21. April 2006, 23:27

@Kratzbürste
genau so ist es, deshalb nimmt jeweils der Jüngste solche Taten aufsich, da er die zu erwartende geringste Strafe erhält.

Trotzdem gehörten die beiden Brüder auch bestraft.
Wir sind nicht verantwortlich für das, was uns widerfährt, sondern dafür, wie wir damit umgehen.
Vergebung ist, alle Hoffnung auf eine bessere Vergangenheit aufzugeben!

:)


www.kopp-verlag.de

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