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Sonntag, 9. Juli 2006, 19:01

Fragenkatalog (nicht nur) an Muslime

Ich möchte in diesem Forum einige Fragen über den Islam aufwerfen und diese eventuell lesende Muslime um Stellungnahmen dazu zu bitten (sie können selbst entscheiden, wozu sie dann lieber schweigen. Schweigen sagt schließlich auch etwas aus). Es würde mich freuen, wenn in diesem Thread weitere Fragen gesammelt würden, so als eine Art „Fundus“ (werde diesen dann ggf. in anderen – z.B. muslimischen – Foren zur Diskussion stellen):

1. Wie erklärt es sich, dass in westlichen Ländern bisher ausschließlich Muslime, nicht aber Buddhisten, Hindus oder Taoisten als Extremisten bzw. Integrationsverweigerer/Schmäher unserer Werte in die Medien geraten sind?

2. Im Koran wird behauptet, die Bibel als „vorangehende“ Offenbarung des angeblich mit dem Gott der Bibel identischen, schon in vorislamischer Zeit angebeteten Gottheit Allah sei „verfälscht“ worden von Juden und Christen.

Es wird ferner behauptet, Wüstengott Allah sei „allmächtig“ (offenbar aber auch „allgleichgültig“ - sonst würde er ja all die Anschläge in seinem Namen evtl. verhindern wollen).

Schließlich wird von Allah gesagt, er sei „wahrlich der Hüter“ des Korans – also der „Bewahrer“ vor Verfälschung.

Daraus ergibt sich für mich die Frage:

Weshalb hat ein angeblich allmächtiger Gott es nicht geschafft, seine angeblich vorangehende Offenbarung vor Manipulationen zu bewahren – und warum soll ihm dies beim Koran dann urplötzlich wieder gelingen?


3. Im Koran bezeichnet sich Allah immer und immer wieder als "barmherzig", so dass es einem schon aus den Ohren rauskommt.

Gleichzeitig ordnet er das Schlagen ungehorsamer Frauen, Hausarrest für "unzüchtige" Frauen ("bis dass der Tod sie ereile") sowie die Handamputation bei Dieben an.

Frage: Wo ist hier die "Barmherzigkeit"? Und wem gegenüber vor allem?

Etwa den "Opfern" wie z.B. Männern gegenüber, die Scherereien mit zickigen Ehepartnerinnen haben?

Tut mir leid, aber diese "Barmherzigkeit" - zu schlagen, einzusperren und Hände abhacken zu lassen - würde ich selbst nicht in Anspruch nehmen wollen.

Bin ich also - und das als "Ungläubiger"! - gar barmherziger als Allah höchstpersönlich?


4. Im Alten Testament gibt Gott im Rahmen der 10 Gebote die Anweisung: „Du sollst nicht töten“.

Im Koran, der laut eigener Aussage die vorangehenden Offenbarungen der Bibel bestätigen will (andererseits aber kurioserweise behauptet, die Bibel sei „verfälscht“ worden), kommt das obige Gebot zumindest in dieser Absolutheit NICHT vor:

„Wenn jemand einen Menschen tötet – es sei denn mit gutem Grund -, so soll es sein, als hätte derjenige die gesamte Menschheit getötet“, so heißt es dort.

(Zur Info: Als „gute Gründe“ für das Töten sehen islamische Gelehrte 1. Mord, 2. Unzucht (Ehebruch, Homosexualität), 3. Abfall vom Islam (siehe die unter http://scharia-ist-faschismus.blogspot.com/ zitierte Fatwa) sowie natürlich 4. den Einsatz im „heiligen Krieg“ vor. (Habe ich etwas vergessen?))

Frage: Wusste Gott/Allah bei der Offenbarung des Korans als „Bestätigung der Bibel“ etwa nicht mehr, was er zuvor im Alten Testament offenbart hatte?
*** ﷲ ﻻ ﺍﻻ ﺸﻳﻄﺎﻦ ﻮ ﻤﺤﻤﺪ ﻻ ﺍﻻ ﺮﺴﻮﻞ ﺍﻠﺸﻳﻄﺎﻦ ***

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Donnerstag, 13. Juli 2006, 00:40

Re: Fragenkatalog (nicht nur) an Muslime

Zitat von »"OnkelAllah"«

1. Wie erklärt es sich, dass in westlichen Ländern bisher ausschließlich Muslime, nicht aber Buddhisten, Hindus oder Taoisten als Extremisten bzw. Integrationsverweigerer/Schmäher unserer Werte in die Medien geraten sind?
Da gibt es eine Reihe von Gründen.
1. Muslime sind einfach eine größere Gruppe als die verstreuten Buddhisten, Hindus und Taoisten.
2. Der Islam kennt umfangreiche Regeln für das alltägliche Leben.
3. Es gibt in der islamischen Welt eine politische Strömung, die den Islam zur postkolonialen Identitätsfindung einsetzt, als Ausdruck eines Zurück zur "eigenen" Kultur als selbstbewusste Abgrenzung gegen die als Entfremdung empfundene Verwestlichung. Dadurch wird der Islam ganz bewusst und gezielt dem Westen entgegengesetzt und besonders streng und vor allem traditionell ausgelegt.

Zitat von »"OnkelAllah"«

3. Im Koran bezeichnet sich Allah immer und immer wieder als "barmherzig", so dass es einem schon aus den Ohren rauskommt.
Die Barmherzigkeit Allahs besteht in erster Linie darin, dass Menschen ins Paradies kommen können. Ist wie im Christentum: Wir sind alle unwürdig, aber durch die Gnade/Barmherzigkeit Gottes können wir trotzdem ins Paradies kommen.

Barmherzig ist von Allah auch, dass er uns Gesetze gegeben hat, die unser Zusammenleben regeln. Eine Gesellschaft braucht nun einmal Gesetze und Strafen um den sozialen Frieden zu erhalten.
Ob Dir die Gesetze im einzelnen sinnvoll und gerecht erscheinen oder ungerecht und unverhältnismäßig, ist eine andere Frage. Aber dass Gott das Zusammenleben der Menschen gestaltet, indem er Gesetze vorgibt, steht mit Barmherzigkeit nicht in Widerspruch.

Zitat von »"OnkelAllah"«

4. Im Alten Testament gibt Gott im Rahmen der 10 Gebote die Anweisung: „Du sollst nicht töten“.

Im Koran, der laut eigener Aussage die vorangehenden Offenbarungen der Bibel bestätigen will (andererseits aber kurioserweise behauptet, die Bibel sei „verfälscht“ worden), kommt das obige Gebot zumindest in dieser Absolutheit NICHT vor:
In dieser Absolutheit kommt das Gebot auch in der Bibel nicht vor. Im Alten Testament heißt Gott das Töten von Menschen in vielen Fällen gut: In Form der Todesstrafe zum Beispiel im Levitikus, oder im Krieg, wo im Zuge der Landnahme des Volkes Israel andere Völker mit dem Segen Gottes brutal niedergemetzelt werden.
Im Englischen wird gewöhnlich übersetzt: You shall not murder. Und "morden" entspricht eher dem hebräischen "ratsach" als "töten".

Anonymous

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3

Donnerstag, 13. Juli 2006, 01:37

Der Sytax ist relativ einfach!
Es gibt mehr dumme als kluge und mehr arme als reiche Menschen. Der Gscheite und Reiche wird immer Dumme und Arme brauchen um seine Position zu halten denn ohne diese haette er seinen Status gar nicht. Lediglich durch Bildung ist die Situation fuer den einzelnen zu aendern. Aber wie soll man von Bildung sprechen wenn jemand nur den Koran lesen kann!
:pillepalle:: :pillepalle:: :pillepalle::

4

Donnerstag, 13. Juli 2006, 08:13

Sehr richtig Qualtinger. Dem will ich noch hinzufügen:
Das derzeitige Terrorismusproblem ist kein Religionskrieg. Es werden ARME und UNGEBILDETE Menschen von einer Hand voll Wahnsinniger für ihre Mordlüsternheit missbraucht (Beispiel Bin Laden). Da der Westen aber meint mit mehr Gewalt (USA) oder Embargos (Europa) kann man dem begegnen dreht sich die Armut und damit die Gewaltbereitschaft in einer endlosen Spirale immer schneller weiter.

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ASY

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Donnerstag, 13. Juli 2006, 09:46

Hermann Göring:
18. April 1946

Abend im Gefängnis. Görings Zelle:

" ... Nun, natürlich, das Volk will keinen Krieg", sagte Göring achselzuckend. "Warum sollte irgendein armer Landarbeiter im Krieg sein Leben aufs Spiel setzen wollen, wenn das Beste ist, was er dabei herausholen kann, dass er mit heilen Knochen zurückkommt. Natürlich, das einfache Volk will keinen Krieg; weder in Russland, noch in England, noch in Amerika, und ebenso wenig in Deutschland. Das ist klar. Aber schließlich sind es die Führer eines Landes, die die Politik bestimmen, und es ist immer leicht, das Volk zum Mitmachen zu bringen, ob es sich nun um eine Demokratie, eine faschistische Diktatur, um ein Parlament oder eine kommunistische Diktatur handelt. ... das Volk kann mit oder ohne Stimmrecht immer dazu gebracht werden, den Befehlen der Führer zu folgen. Das ist ganz einfach. Man braucht nichts zu tun, als dem Volk zu sagen, es würde angegriffen, und den Pazifisten ihren Mangel an Patriotismus vorzuwerfen und zu behaupten, sie brächten das Land in Gefahr. Diese Methode funktioniert in jedem Land." (S. 270)

Aus: Nürnberger Tagebuch / von G.M. Gilbert. Ehemaliger Gerichts-Psychologe beim Nürnberger Prozess gegen die Hauptkriegsverbrecher. Aus dem Amerikanischen übertragen von Margaret Carroux ... - Fischer: Frankfurt a.M., 1962. - 455 S.


Ich schätze, hier ist das Problem des Krieges zu finden. Das Wissen, jederzeit das Volk aktivieren zu können.

Anonymous

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Donnerstag, 13. Juli 2006, 14:12

Hallo Asy
Du hast da ein Massenphenomaen angesprochen. Die meisten Menschen benoetigen einen"Fuehrer" weil sie nicht faehig sind fuer sich selber zu denken. Ein schoenes Beispiel ist hier unser Forumskasperl Caddy. Sein Fuehrer ist die Partei. Er befolgt alles was sie vorgibt!
Meiner und ich glaube auch Deiner Einer hasst solche Abhaengigkeitsstrukturen. Wuerde es mehr von unserer Sorte geben, so wuerden sich die sogenannten Fuehrer mit der Volkskontrolle etwas haerter tun!
LG.
:D :wink

ASY

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7

Donnerstag, 13. Juli 2006, 14:46

Was mich dabei immer wieder erstaunt, dass Moralisches total gut funktioniert um Unmoralisches durchzusetzen. Es fehlt den Leuten an Durchblick, sie können es gar nicht glauben, dass so viel obrige Angesehenheit trotzdem Ethikdreck enthalten kann.

Hehe, derweil ist es grade deswegen, weil die "Anständigen" sagen ja was anständig ist.

Anonymous

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8

Donnerstag, 13. Juli 2006, 14:49

Asy!
Ab einem gewissen Level ist Moral nur noch fuer die Allgemeinheit. Entscheidungstraeger der Politik und Wirtschaftskapitaene haben keine Moral, nur Machthunger!
:pillepalle:: :pillepalle::

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