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Montag, 26. Februar 2007, 20:33

beziehungssucht

der beziehungssüchtige ist IMMER auf der suche. auf der suche nach nähe und geborgenheit, auf der suche nach dem märchenprinzen - oder der prinzessin. über kurz oder lang macht diese ewige suche krank und lässt emotionale nähe nicht mehr zu.
weder mann noch frau gibt in einer zeit, in der sich die zweierbeziehung - die familie zum letzten ort von geborgenheit und nähe stilisiert hat - sein scheitern gerne zu.

die verhaltensweisen eines beziehungssüchtigen :

* suche eines partners, der unerreichbar ist
* verharren in beziehungen, die nur illusion sind
* sich selbst schädigen, um dem idealbild des partners zu entsprechen
* demütigungen und kränkungen ertragen, um den partner nicht zu verlieren
* das selbstzerstörerische verhalten wird ständig wiederholt.
* die herstellung einer glücklichen beziehung/familie wird bis zur selbstaufgabe angestrebt

gruss, preciosa
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2

Montag, 26. Februar 2007, 20:39

Ich denke da an Hörigkeit?

Begriffsbestimmung


Der Begriff Hörigkeit stammt ursprünglich aus der Rechtssprache und bezeichnet ein Verhältnis besonderer Abhängigkeit. Bereits in der ersten Entwicklungsphase der Leibeigenschaft (9. Jahrhundert bis Ende des 12. Jahrhunderts) flossen Leib- und Grundherrschaft zusammen, wobei die Hörigen, die an den Boden gebunden waren (Grundholden) von den Leibeigenen, die sich als Freie in den Schutz des Grundherren begeben hatten, unterschieden werden müssen. Die an die Scholle gebundenen Hörigen (Halbfreien) galten als Zubehör des Bauernguts. Zur Abhängigkeit gehörten auch persönliche Dienst- und Kriegsleistungen der gesamten Familie des Hörigen (Hand- und Spanndienste). Die Hörigkeit wurde endgültig im 19. Jahrhundert mit der Bauernbefreiung beseitigt. Sie wurde in Rußland z. B. erst 1861 aufgehoben.

Sollte abgeschafft sein, ist sie aber sicher nicht.
Eine schwere Frage, Jasomirgotthelfe!
Was sich nie und nirgends hat begeben,
Das allein veraltet nie!

3

Montag, 26. Februar 2007, 21:04

@ schlauerrabe
selbstverständlich ist suchtverhalten in der partnerschaft mit hörigkeit gleichzusetzen.

die erzwungenen - also auferlegten, politischen abhängigkeitsverhältnisse werden sich nie ganz egalisieren lassen. ich befürchte eher das gegenteil.
life is blue like an orange

ASY

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  • »ASY« ist männlich
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4

Montag, 26. Februar 2007, 21:20

Re: beziehungssucht

Das Thema finde ich sehr interessant.

@ preciosa

ist sehe da weniger eine Hörigkeit, als tatsächlich eine Sucht. Wenn, dann ist man sich seinen gesetzten und konditionierten Zielen hörig. Alles muss perfekt und Leistungsdefiniert sein: Kinder, Repräsentanz, Frau, Freundin, Sex, Beliebtheit, Anerkennung, Vorsprung, Auto, Urlaubsreise, Respekt, Familie, Beziehung.

Alles wird auf Herzeigen ausgelegt, niemand darf eine Schwäche zeigen um nicht als Versager zu gelten. Wenn wer sagt, er will nicht mehr, kommt immer wieder Spott daher! (ein passierter Reim)

Wir wollen überall die Besten und die Schnellsten sein - wann lebt man dann eigentlich?

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