Du bist nicht angemeldet.

1

Freitag, 8. Juni 2007, 14:18

Renten in Österreich

OECD fordert weitergehende Pensionsreformen
Wien (APA) - Österreichs Pensionssystem ist vergleichsweise großzügig. Dies hat eine internationale Studie der OECD ergeben. Einzig in Griechenland, Luxemburg, den Niederlanden und in Spanien erhält man mehr Pension in Relation zum Aktivgehalt. Die OECD- Forscher glauben, dass dieses System nicht hält. Angesichts der ungünstigen Alterspyramide würden in Zukunft "entschlossenere Reformen" notwendig sein.

Die Studie "Renten auf einen Blick" vergleicht die Pensionssysteme von 30 Staaten. Die Hauptuntersuchung stellt darauf ab, wie viel nach derzeitigem Stand eine Person an Pension zu erwarten hat, die 2004 ins Berufsleben eingestiegen ist. Hier käme ein männlicher österreichischer Arbeitnehmer mit Durchschnittsverdienst auf 80,1 Prozent des davorigen Brutto-Verdienstes. Zum Vergleich: In Deutschland sind es gerade einmal 39,9 Prozent. Der OECD-Schnitt liegt bei 58,7 Prozent. Ähnliche Werte zeigen sich sowohl bei Niedrigverdienern als auch bei Besserverdienern. Auch hier liegen die Ersatzraten über dem internationalen Durchschnitt, bei den Schlechtverdienern aber nur knapp (Österreich 80,1 - Schnitt: 73). Neben diesen vergleichsweise hohen Pensions-Einkünften gibt es laut OECD ein weiteres Problemfeld für das österreichische System: Die "nach wie vor sehr attraktiven Regelungen" zur Frühpensionierung. So sind die Abschläge von 4,2 Prozent deutlich unter dem üblichen wert. Am Rande ein interessantes innerösterreichisches Detail der Studie: Bei einer fiktiven Berechnung einer Einmalzahlung der gesamten Pension kommen Frauen auf einen deutlich höheren Gesamtwert - wohl auf Grund der längeren Lebenserwartung und des früheren Pensionsantritts. So kann die Durchschnittsfrau in ihrem Leben 407.755 Euro an Pensionseinkünften lukrieren, der Durchschnittsmann dagegen nur 320.432 Euro.

APA 11:44 7.06.2007

Ich komme da nicht ganz mit.
Können die uns dazu zwingen, die Renten zu kürzen?
Was sich nie und nirgends hat begeben,
Das allein veraltet nie!

Die Werbung ist nur für Gäste sichtbar!

JonDonym anonymous proxy servers

IP-Check

2

Freitag, 8. Juni 2007, 20:49

Hallo schlauer Rabe :wink2:

Nein die schon in Rente sind, denen wird ihr Geld nicht verkürzt ,
aber die was erst ihre Pension antreten könnten davon betroffen
werden.



Gruß Eva

ASY

33.333 Beiträge sind genug

  • »ASY« ist männlich
  • Private Nachricht senden

3

Samstag, 9. Juni 2007, 23:00

Pensionisten bekommen zu viel Geld

Pensionen: Österreich ist "zu großzügig"


08.06.2007 | 11:00 | (DiePresse.com)

Österreichs Pensionisten bekommen zu viel Geld, sagt eine Studie der OECD. Für Sozial-Minister Buchinger haben die Vorwürfe aber eine "neo-liberale Schlagseite".

Österreichs Pensionssystem ist vergleichsweise großzügig. Dies hat eine internationale Studie der OECD (Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung) ergeben, die gestern veröffentlicht wurde. Einzig in Griechenland, Luxemburg, den Niederlanden und in Spanien erhält man mehr Pension in Relation zum Aktivgehalt. Die OECD-Forscher bemängeln zudem, dass das System nicht zukunftstauglich ist. Angesichts der ungünstigen Alterspyramide würden in Zukunft "weitere und entschlossenere Reformen" notwendig sein, heißt es in dem Report.
Buchinger gegen OECD

Sozialminister Erwin Buchinger weist die Kritik der OECD am österreichischen Pensionssystem zurück. Sie sei ein "sachlich völlig ungerechtfertigten Alarmismus". Nach Ansicht Buchingers sind nämlich keine weiteren Einschnitte notwendig. Im Gegenteil, es gebe sogar noch Spielraum für weitere Verbesserungen.

Buchinger argumentiert seine Position mit Zahlen eines EU-Reports aus dem Vorjahr. Dieser zeige, dass sich die staatlichen Ausgaben für Pensionen in Österreich gemessen am Bruttoinlandsprodukt in den nächsten Jahrzehnten sogar reduzieren würden. So seien 2004 13,4 Prozent des BIP für die Renten aufgewandt werden, 2030 werde der Anteil gemäß Prognose zwar ein wenig höher liegen (14,0), bis 2050 aber auf 12,2 Prozent sinken. Die gegenteilige Entwicklung gebe es bei den damals noch EU-25. Hier lag man 2004 bei 13,4 Prozent des BIP und damit unter Österreich, 2050 soll man dagegen bei 14,6 Prozent landen, also deutlich über dem österreichischen Vergleichswert.
"Neo-liberale Studie"

Die Schlussfolgerungen der OECD interpretiert der Sozialminister als ideologisch motiviert. Die Kritik habe eine starke neo-liberale Schlagseite. Die OECD sei offenbar erst dann zufrieden, "wenn den Menschen im Sozialsystem möglichst viel weg genommen wird", wirft Buchinger der Organisation vor.
Durchschnitt: hohe Pensionen

Die Studie "Renten auf einen Blick" vergleicht die Pensionssysteme von 30 Staaten. Sie untersucht, wie viel Geld jemand, der 2004 ins Berufsleben eingestiegen ist, im bestehenden System in der Pension erwarten darf Hier käme ein männlicher österreichischer Arbeitnehmer mit durchschnittlichem Gehalt auf 80,1 Prozent des davorigen Brutto-Verdienstes. Zum Vergleich: In Deutschland sind es gerade einmal 39,9 Prozent. Der OECD-Schnitt liegt bei 58,7 Prozent.
Auch Wenig- und Vielverdiener kriegen mehr

Ähnliche Werte zeigen sich auch bei Niedrigverdienern (50 Prozent des Durchschnittseinkommens) und Besserverdienern (150 Prozent des Durchschnittseinkommens). Auch hier liegen die Ersatzraten über dem internationalen Durchschnitt: Bei den Schlechtverdienern aber nur knapp (Österreich 80,1 Prozent - Schnitt: 73). Bei den Spitzenverdienern (200 Prozent des Durchschnittseinkommens) ist Österreich mit 58,8 Prozent ebenfalls relativ knapp über dem OECD-Mittelwert. Der OECD-Mittelwert ist 49,2 Prozent.
Frühpensionen "problematisch"

Neben diesen vergleichsweise hohen Renten-Einkünften gibt es laut OECD ein weiteres Problemfeld für das österreichische Pensionssystem: Die "nach wie vor sehr attraktiven Regelungen zur Frühverrentung". So sind die Abschläge von 4,2 Prozent deutlich unter dem, was in den meisten untersuchten Staaten üblich ist. Dabei ist hier noch nicht einmal die jüngste Halbierung der zusätzlichen Abschläge in der Frühpension mit einberechnet. Diese wurde am Mittwoch im Nationalrat beschlossen.

Co-Studienautor Edward Whitehouse bemerkt zwar, dass Österreich mit den letzten Reformen die finanzielle Nachhaltigkeit des Systems erhöht habe. Angesichts von Demografie und schon heute hohen Kosten seien aber entschlossenere Reformen "dringend geboten". Im Jahr 2003 hatte Österreich für die Alters- und Hinterbliebenenversorgung 13,2 Prozent seiner Wirtschaftsleistung aufgewendet, nach Italien der zweithöchste Wert innerhalb der OECD (Schnitt: 7,7).


Jetzt geht's den Pensionisten an den Kragen. :pfui:

4

Sonntag, 10. Juni 2007, 00:14

Re: Pensionisten bekommen zu viel Geld

Lieber Asy,
ich habe einen Thread eröffnet:Renten in Österreich.
Ist doch ein Thema, warum schreibst Du dort nicht dazu?
Somit ist mein Thread abgewürgt.
??
Was sich nie und nirgends hat begeben,
Das allein veraltet nie!

Die Werbung ist nur für Gäste sichtbar!

JonDonym anonymous proxy servers

IP-Check

ASY

33.333 Beiträge sind genug

  • »ASY« ist männlich
  • Private Nachricht senden

5

Sonntag, 10. Juni 2007, 00:17

Re: Pensionisten bekommen zu viel Geld

Sorry, dass habe ich übersehen! Ich muss da nachschauen!

Thema bewerten