Du bist nicht angemeldet.

Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: Zeitwort Nachrichten Diskussionsforum. Falls dies dein erster Besuch auf dieser Seite ist, lies bitte die Hilfe durch. Dort wird dir die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus solltest du dich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutze das Registrierungsformular, um dich zu registrieren oder informiere dich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls du dich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert hast, kannst du dich hier anmelden.

Der Beitrag »Gibt es eine österreichische Sprache?« von »PastorPeitl« (Montag, 18. Juli 2011, 18:29) wurde vom Benutzer »Renitenz« gelöscht (Dienstag, 6. März 2012, 20:14).

Die Werbung ist nur für Gäste sichtbar!

JonDonym anonymous proxy servers

IP-Check

HerrAbisZ

alias HerrAbisZ - unbequemer Zeitgenosse

  • »HerrAbisZ« ist männlich
  • »HerrAbisZ« ist der Autor dieses Themas
  • Private Nachricht senden

2

Montag, 18. Juli 2011, 18:48

Topfen - Quark
Leberkäse - Fleischkäse
Frankfurter - Wiener Würstel

3

Dienstag, 19. Juli 2011, 21:09

Es tut mir leid, dass ich Euch enttäuschen muss.

Bis auf Topfen und Paradeiser geht ihr hier nichts Neues zum Besten :-)


Vielmehr ist es so, dass wir für einige Eurer Beispiele in Deutschland verschiedene Bezeichnungen haben.

4

Dienstag, 19. Juli 2011, 21:49

Radi - Rettich
Karfiol - Blumenkohl
Marmelade - Konfitüre
Fleischlaberl - Frikadellen
Powidl - Pflaumenmus

Die Werbung ist nur für Gäste sichtbar!

JonDonym anonymous proxy servers

IP-Check

5

Dienstag, 19. Juli 2011, 21:52

Ganz klar es gibt keine österreichische Sprache. Das Österreichische ist ein Dialekt oder Regionalismus innerhalb der deutschen Sprache. Und zwar ziemlich im Zentrum der deutschen Sprache.
Für einen deutschen Muttersprachler ist es im allgemeinen kein Problem einen Österreicher, der sich nicht anstrengt nicht verstanden zu werden; grösstenteils zu folgen. Ich spreche so gut wie nie Hochdeutsch, weil ich nicht klingen möchte wie Toni Polster im Deutschen Fernsehen. Und das wäre bei einem Versuch meinerseits leider unvermeidlich und besser verstehen würde man mich auch nicht. Auch mein breiter Wienerischer Dialekt wird in Hamburg, Berlin und sonst irgendwo verstanden. Es gibt eine Handvoll Ausdrücke die ich vermeide. Schnalle für Klinke, Sessel für Stuhl, Tschik für Zigarette, Kasten für Schrank und last not least ,Piefke für Deutscher,
In der Tat verstehen 90% der tatsächlich muttersprachlichen Norddeutschen durchaus was eine Semmel, Karotten, und sogar Erdäpfel sind, genau so wie ich verstehe; was Brötchen, Mohrrüben, Aprikosen, Kartoffel , ein Kasten Bier und Sonnabend und Januar sind. Nur die erste und zweite Einwanderergeneration hat Schwierigkeiten nicht lokale aber gebräuchliche und weit verbreitete Regionalismen zu verstehen.

Dasselbe gilt nicht für viele deutsche Dialekte besonders westliche, die die zweite Lautverschiebung nur unvollständig mit gemacht haben oder gar nicht.. Schwäbisch, Platt, Rheinländisch, Moseldeutsch, Elsäsisch besonders im Nordelsass stellen für einen Zuagroastn eine massive Herausforderung dar. Da ist es nicht so, dass man nicht jedes Wort versteht sondern, vielleicht einmal ab und zu eines. Auch dort wo Hochdeutsch heute die Umgangssprache ist, Hannover, Essen, Hamburg, nördliches Ruhrgebiet etc hatten sie ursprünglich Dialekte, die dem Hochdeutschen sehr viel ferner sind als das Bajuwarische.
Das Hochdeutsche wurde ganz entscheidend von Leuten geprägt, die zuhause Sächsich, und ähnliches zB fränkisch-hessisch redeten. Von Luther, über Goethe, Grimm bis Karl May. Und sächsich ist zwar nicht unbedingt schön, aber dem Bajuwarischen doch sehr nahe, vorallem in der Sprachstruktur. Die östlichen Dialekte haben das Hochdeutsche sehr viel mehr bestimmt als die westlichen
Desweiteren, sind die Sptrachvariationen innerhalb Österreichs, stärker als über die Grenze hinweg. Die Dialektgrenzen laufen von Norden nach Süden lustig quer über eine aus sprachlicher aber auch kultureller SIcht völlig bedeutungslose Grenze, nicht zwischen Norden und Süden. Oberösterreichisch=Niederbayrisch, Salzburgerisch, Unterrländisch=Oberbayrisch, Ausserfernerisch=Allgäuerisch, Voralbergisch=Bodenseeschwäbisch.
Die österreichische Sprache ist eine ideologische Erfindung, die dazu dient die Mehrstaatlichkeit nicht zu gefährden besser noch zu stärken. Ob es für einen Staat tatsächlich ein Volk braucht, und für ein Volk eine Sprache, oder ob ein Volk in mehreren Staaten leben kann oder mehrere Völker einen Staat bilden können ist eine interessante Frage, ungefähr so interessant wie Briefmarkensammeln.
Ich sehe es jedenfalls nicht ein, warum deutschsprachige, die in Rumänien, oder der DDR lebten und leben, oder in Italien oder Australien, sich und ihre Sprache ungeniert und ungestraft deutsch nennen dürfen, ich mich aber besser nicht einmal so fühlen darf. Dass ich Wiener bin, hindert mich nicht daran, Österreicher zu sein,und letzeres nicht an einer deutschen Muttersprache und von mir aus sogar Deutscher zu sein. Sogar der grosse Bewahrer und literarische Konservator des Wienerischen med seina schwoazzn dintn, der H:C: Artmann, war bei der Büchnerpreisverleihung beleidigt als man ihn in der Laudatio einen österreichischen Schriftsteller nannte. Er hat sich den "Deutschen Dichter" ausgebeten. Und der war bei Gott kein bräunlicher Deutschtümler.
Kaum jemand in Deutschland nimmt Simmel oder Handke oder Zweig oder Kafka oder Romy Schneider oder Udo Jürgens als Österreicher oder gar Nichtdeutsche wahr. Und die wären blöd sich abzugrenzen. Regionalismus ist schön, aber das Verneinen der deutschen Sprache als die eigene, führt zu lächerlichem Provinzialismus. Ich hab nix gegen Rosegger oder Karl Moik, aber das ist nicht alles. Wenn wir uns dem Provinzialismus hemmungslos hingeben, erlaubt uns das keineswegs die Deutschen ignorieren zu können. Dazu sind das zu viele, und wir kommen nicht drum herum zu lernen was ein Brötchen ist, wenn wir ihnen eines verkaufen wollen. Es führt nur dazu, dass sie uns getrost ignorieren können, wir sind wenig genug. Und das wiederum führt dazu, dass wir nicht die Rolle wahrnehmen, die uns innerhalb der deutschen Sprache und Kultur zusteht. Ein Teil von vielen, aber immerhin ein Teil. Immerhin haben Österreicher nicht nur die Hymne der BRD geschrieben sondern sogar die der DDR. Und mich würd's nicht stören, der Beethoven hät unsere geschrieben, sei's mit Töchtern oder Söhnen.
Ich finde es lächerlich, dass der Assinger dem Jauch die Millionenshow ins Österreichische übersetzt. Ich versteh den Jauch nicht nur sprachlich, sondern auch vom Schmäh her mindestens so gut wie den Assinger Arrogante Wiener und Berliner unter sich. Soll der Bergdolm doch eine Show machen, die man sich genau so in Deutschland anschauen kann. Insofern ist mir dann der Moik lieber. Den seine Stadl zogen sich sogar die Piefke rein.
Wenn ein Fisch sagt er wär ein Vogel wachsen ihm davon keine Flügel. Wenn ein Vogel sagt er hätte keine Flügel macht ihn das auch nicht zum Fisch. Als Österreicher braucht man sich auf seine deutsche Muttersprache und Kultur nicht stolz zu sein, zwingt einen keiner dazu. Aber schämen muss man sich dafür auch nicht. Es ist einfach ein Faktum, das man zwar bestreiten kann, aber nicht ohne sich in die Tasche zu lügen und vor sich selbst lächerlich zu machen.
Nicht nur Angie Merkel ist ein Androide aus der Trabifabrik. Sogar ich, Gott, der Allmächtige habe den Touringtest, oder Turingtest oder wie das heisst nicht bestanden und bin vermutlich eine doofe Maschine. Aber den CHAPTCHA um hier zu schbämmen, schaff ich auch nach 10 Dosen des isotonischen Energydrinks meines Sponsors noch mit links,

Der Beitrag »Zum Glück« von »PastorPeitl« (Mittwoch, 20. Juli 2011, 06:03) wurde vom Benutzer »Renitenz« gelöscht (Dienstag, 6. März 2012, 20:14).

7

Mittwoch, 20. Juli 2011, 07:25

Dann wird es schon stimmen, wenn es die Wikipedia schreibt. Vermutlich kenn ich höchsten ein paar hundert der Austriazismen und fühl mich trotzdem als Österreicher und halte meine Muttersprache dennoch für Deutsch. Es ist ein sicheres Zeichen dafür, dass man keine Identität hat, weder eine sprachliche noch eine kulturelle, wenn man sie in der Wikipedia suchen muss.

Pfiad eing, gruezi, tschüss, habe d'Ere
Nicht nur Angie Merkel ist ein Androide aus der Trabifabrik. Sogar ich, Gott, der Allmächtige habe den Touringtest, oder Turingtest oder wie das heisst nicht bestanden und bin vermutlich eine doofe Maschine. Aber den CHAPTCHA um hier zu schbämmen, schaff ich auch nach 10 Dosen des isotonischen Energydrinks meines Sponsors noch mit links,

8

Mittwoch, 20. Juli 2011, 07:40

PS
Sächsisch ist im Gegensatz zu Österreichisch sehr wohl eine eigene Sprache. Es gibt in meinem DDR Windows sogar eineneigenen sächsischen Text to Speech generator.
Nicht nur Angie Merkel ist ein Androide aus der Trabifabrik. Sogar ich, Gott, der Allmächtige habe den Touringtest, oder Turingtest oder wie das heisst nicht bestanden und bin vermutlich eine doofe Maschine. Aber den CHAPTCHA um hier zu schbämmen, schaff ich auch nach 10 Dosen des isotonischen Energydrinks meines Sponsors noch mit links,

Die Werbung ist nur für Gäste sichtbar!

JonDonym anonymous proxy servers

IP-Check

9

Mittwoch, 20. Juli 2011, 18:37

Es tut mir leid, dass ich Euch enttäuschen muss.

Bis auf Topfen und Paradeiser geht ihr hier nichts Neues zum Besten :-)


Vielmehr ist es so, dass wir für einige Eurer Beispiele in Deutschland verschiedene Bezeichnungen haben.

Ich denke viel mehr, dass das Österreichische eine Mischung zwischen Sprache und Dialekt ist. Dialekte sind für mich die regionalen Direkte... wie das Wienerische, das Tirolerische usw.

Thema bewerten