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Wahnfried

unregistriert

401

Mittwoch, 30. November 2011, 13:31

Gute Lösung, woran man aber auch erkennt, wie flexibel die Justiz an sich gestaltet ist. Mit diesem Instrument kann viel verhindert und auch verursacht werden.

Und wahrlich ich sage Dir, auch der LügenPeitl wird suchen diesen Weg zu gehen... ;-)

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402

Mittwoch, 30. November 2011, 13:42

Wenn die Anklage steht, dann bestimmt über ihn ein Geschworenengericht. Haben Peitls Aussagen wirklich so viel Aufmerksamkeit verdient?

403

Samstag, 3. Dezember 2011, 08:50


Die Psychiater haben eine andere Lösung gefunden. ... Breivik wollte im Gerichtssaal seine Ideologie erklären. Bei der ersten Anhörung Mitte November hatte er sich als "Kommandeur im norwegischen Widerstand" vorgestellt, die Taten eingestanden, sich aber nicht schuldig bekannt. Der Richter unterbrach ihn prompt und stoppte das Gestammel.
http://kurier.at/nachrichten/4319585.php
Der Kurier schreibt, der Richter habe das "Gestammel" gestoppt. Nun haben "die Psychiater" auch einen anderen Weg gefunden, nämlich einen, dass nicht einmal der Richter sich Breiviks "Gestammel" mehr anhören muss, weil Breivik nun nicht "schuldfähig" sei, das heißt also, keiner von den Richtern bräuchte sich jetzt noch zu erkundigen über Breiviks geistesgestörtes "Gestammel", was es mit dem "norwegischen Widerstand" so auf sich hat? Und was ist, wenn in ein paar Monaten oder in einigen Jahren es wieder bombt in Norwegen, weil man den Irren nicht angehört hat? Steckt man den nächsten "Einzelttäter" in die Klappsmühle? Oder fragt man sich dann, ob nicht doch eine "terroristische Geheimarmee" dahinter stecken könnte?

In einem anderen Artikel stand nun auch zu lesen, dass Breivik deshalb unterbrochen worden sei in seinen öffentlichen Rechtfertigungsversuchen vor Gericht, weil man das den Angehörigen der Opfer "nicht zumuten" wollte. Ich versuche gerade, mich in die Lage zu versetzen: Da ist als Fakt gewiss, dass die Polizei zu langsam war. Fakt ist, dass Polizeifehler eingestanden werden mussten, das in aller Offizielle. Fakt ist, dass der Attentäter eine volle Stunde lang ungehindert auf der Insel herumlaufen und töten konnte. Fakt ist, dass nur ein Medienhubschrauber den Attentäter "beschoss" und zwar mit der Kamera, für Luftaufnahmen!

Wisst ihr, was ich als Mutter im Gerichtssaal gemacht hätte? Nachdem der Richter befunden hatte, mich zu verschonen vor der "Wahrheit"? Ich wäre aufgestanden, wäre vor den Richter getreten und hätte diesen Richter ersucht, den Mörder meines Kindes aussprechen zu lassen, ihm Fragen stellen zu dürfen - um aus dem Mördermund persönlich zu hören, wie es ihm gelungen war, in Polizeiuniform erst eine Bome in Oslo zu zünden bzw. dann auf eine Insel zu fahren, um dort als Einzelperson "unauffällig" mit viel Munition auf die Insel zu gelangen (mit Benzinflaschen im Gepäck?). Auch hätte mich interessiert, wie der Mörder selbst es sich erklären konnte, dass KEIN SIcherheitspersonal und Personenschutz auf der Insel anzuztreffen war, schließlich waren prominente Politiker an diesem Tag anwesend gewesen, bis kurz vor dem Attentat.

Nichts mehr als die "eigene Wahrheitsanschauung" aus dem Mund des Mörders persönlich würde mich da noch als Mutter interessieren, zu diesem Norwegen-Ereignis, wo so vieles schief gelaufen ist, weil ein angeblicher "Einzeltäter" so schlau gewesen sein soll, Polizei samt Geheimdienst völlig zu überrumpeln und "auszutricksen"?

Ich finde, da haben ein paar wieder mal ein gutes juristisches Hintertürl gefunden mit "Schuldunfähigkeit" zur Mehrtäter-Theorie nicht mehr näher nachbohren zu müssen. Als Mutter würde ich diesen Herrschaften aber keine Ruhe lassen zur Polizei/Geheimdienst-Versagensfrage.


Mein Nachtrag um 13:01 Uhr:
Ich vermute, dass der User namens "Uebersicht" meine Meinung so ganz sicher nicht stehen lassen wird.

Ich bin deshalb schon echt gespannt auf die Gegenargumentationen zu "Uebersichts" anhänglicher Argumentation, neue Wahrheiten zu Norwegen ans Licht bringen zu wollen. Oder ob er/sie meine Meinung einfach an die Mainstream-Meinung wieder einmal anzupassen versucht.

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »erdbeeramazone« (3. Dezember 2011, 13:06)


Wahnfried

unregistriert

404

Sonntag, 4. Dezember 2011, 06:41

Zitat

Breivik-Gutachten gibt Einblicke in seine Wahn-Welt
Demnach heißt es in dem Gutachten, dass Breivik wohl nie ein ganz normales Leben hatte, er fürchtete sich vor allem und jedem. Selbst seine Mutter löste bei ihm Panik aus, da er annahm, sich bei ihr mit Krankheiten anstecken zu können. Deshalb weigerte er sich auch, mit ihr an einem Tisch zu sitzen oder gemeinsam mit ihr zu essen. So holte er sich die Mahlzeiten lediglich ab und verschwand damit in seinem Zimmer.

Auch sonst näherte sich Breivik seiner Mutter nur mit Mundschutz, wie diese den Gutachtern erzählte. Außerdem befürchtete er, radioaktive Strahlung abzubekommen, und hatte überdies panische Angst vor Spinnen und anderem Ungeziefer. "So wie er sich verändert hatte, muss er krank gewesen sein", wird die Mutter in dem Papier zitiert.

Breiviks kranke Gedanken hatten ihn so sehr unter Kontrolle, dass er sein tägliches Leben nicht mehr auf die Reihe bekam, wie es im Gutachten heißt. Er schlief nur noch tagsüber, nachts tüftelte er darüber, welchen Schritt er als nächstes setzen könnte. Wie er zu Protokoll gab, wollte er alle Moslems nach Afrika "deportieren" lassen. In Norwegen wiederum wollte er nach dem Nachfahren des letzten Wikingerkönigs suchen und ihn an die Macht bringen. Sich selbst sah er übrigens als den "Kreuzritter Sigurd II".

Den Gutachtern gegenüber meinte er lediglich, dass er eine "starke Psyche" habe - aber verrückt seien "die anderen".


Der dick markierte Teil erinnert an den LügenPeitl und S. Almhofer.

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405

Dienstag, 6. Dezember 2011, 23:58

Mein Nachtrag um 13:01 Uhr:
Ich vermute, dass der User namens "Uebersicht" meine Meinung so ganz sicher nicht stehen lassen wird.
Ich bin deshalb schon echt gespannt auf die Gegenargumentationen zu "Uebersichts" anhänglicher Argumentation, neue Wahrheiten zu Norwegen ans Licht bringen zu wollen. Oder ob er/sie meine Meinung einfach an die Mainstream-Meinung wieder einmal anzupassen versucht.
Richtig vermutet, Erdbeeramazone, ich lasse deine Meinung so nicht stehen. Zunächst zu der Gerichtsverhandlung, bei der Breivik vom Richter "gestoppt" worden war: diese Gerichtsverhandlung war nur ein Formalakt, bei dem zu entscheiden war, ob Breivik in Untersuchungshaft zu behalten ist. (Dies wurde in den Medienberichten nicht immer berücksichtigt.) Dass man Breivik bis zur eigentlichen Gerichtsverhandlung auf freien Fuß setzen würde, war wirklich nicht zu erwarten. Für die vom Gericht zu treffende Entscheidung - Verbleib in Untersuchungshaft oder nicht - waren Breiviks Erklärungen nicht relevant, deshalb konnte ihn der Richter auch völlig zu Recht abstoppen. Später wurde dann das psychiatrische Gutachten veröffentlicht, dass Breivik für unzurechnungsfähig erklärt hat.

Ich wäre aufgestanden, wäre vor den Richter getreten und hätte diesen Richter ersucht, den Mörder meines Kindes aussprechen zu lassen, ihm Fragen stellen zu dürfen - um aus dem Mördermund persönlich zu hören, wie es ihm gelungen war, in Polizeiuniform erst eine Bome in Oslo zu zünden bzw. dann auf eine Insel zu fahren, um dort als Einzelperson "unauffällig" mit viel Munition auf die Insel zu gelangen (mit Benzinflaschen im Gepäck?). Auch hätte mich interessiert, wie der Mörder selbst es sich erklären konnte, dass KEIN Sicherheitspersonal und Personenschutz auf der Insel anzuztreffen war, schließlich waren prominente Politiker an diesem Tag anwesend gewesen, bis kurz vor dem Attentat.
Ich weiß nicht, wo du die Schwierigkeit für Breivik siehst, erst eine Bombe zu zünden und dann auf die Insel zu fahren. Er stand ja nicht unter Verdacht, niemand hat nach ihm gefahndet. Und von Bezinflaschen war er kaum beschwert, das mit den Benzinflaschen war mit großer Sicherheit eine Falschmeldung. Und ich verstehe auch nicht, warum du meinst, dass Breivik auf der Insel Sicherheitspersonal hätte vermuten müssen. Norwegen ist ein friedliches Land, da ist nicht jeder Politiker von Bewachern umgeben. Wenn es überhaupt Sicherheitspersonal gab, ist dieses mit den Politikern wieder abgereist. Schließlich wusste ja niemand, dass ein Anschlag auf Utoya erfolgen sollte, Breivik hätte auch an vielen anderen Stellen ein Massaker anrichten können. Warum hätte also gerade auf Utoya Sicherheitspersonal sein sollen? Du streichst auch wieder hervor, dass Breivik eine Stunde Zeit hatte, auf der Insel zu morden. Ich habe aber bereits darauf hingewiesen: selbst bei optimaler Reaktion der Polizei hätte Breivik ein Massaker angerichtet. Eine optimale Reaktion der Polizei hätte die Tat nicht verhindern können, es hätte auf jeden Fall eine schrecklich große Anzahl von toten Kindern gegeben.

Hättest du die dir vorschwebenden Fragen an Breivik gestellt, hätte dieser vermutlich ungern darauf geantwortet. Er war ja mehr darauf aus, seine wirren Vorstellungen darzutun als die banalen Abläufe zu erklären. Ungern aber doch hätte er vielleicht berichtet, was er in den Verhören schon mehrmals erzählt hat und was auch überprüft wurde: wie er erst die Bombe gezündet hat, dann auf die Insel gefahren ist und dort gemordet hat. Es ist nichts Außergewöhnliches bei diesen Abläufen dabei, nichts, das den Verdacht auf eine Verschwörung nahe legt. Das psychiatrische Gutachten wird sicher auch in Norwegen diskutiert, es ist derzeit für die weitere Vorgangsweise noch nicht bindend. Dass Breivik geistesgestört ist, erscheint mir aber sehr plausibel.

406

Mittwoch, 7. Dezember 2011, 06:40

... Erdbeeramazone, ich lasse deine Meinung so nicht stehen.
Und warum nicht?

407

Freitag, 9. Dezember 2011, 02:28

Und warum nicht? (lasse ich die Meinung von Erdbeeramazone nicht stehen)
Weil ich sie aus guten Gründen für falsch halte. Es war eben nicht besonders schwierig für Breivik nach dem Bombenattentat auf die Insel zu gelangen. Und es gab für ihn keinen Grund, dort Sicherheitspersonal zu vermuten. Und es hätte wohl auch wenig Sinn gemacht, wenn jemand bei dem Gerichtsverfahren Fragen an Breivik gestellt hätte, die allesamt längst beantwortet sind.

Und was ist, wenn in ein paar Monaten oder in einigen Jahren es wieder bombt in Norwegen, weil man den Irren nicht angehört hat? Steckt man den nächsten "Einzeltäter" in die Klappsmühle? Oder fragt man sich dann, ob nicht doch eine "terroristische Geheimarmee" dahinter stecken könnte?
Breivik nicht angehört? Es gibt umfangreiche Vernehmungsprotokolle, er wurde bei den Verhören sehr ausgiebig angehört. Und man hat sich auch durchaus gefragt und das auch untersucht, ob nicht mehr dahinter steckt als ein geistesgestörter Einzeltäter. Es ergaben sich dafür bei den Untersuchungen aber keinerlei Hinweise, sodass man berechtigterweise von einem Einzeltäter ausgeht. Du siehst zwar immer wieder alles mögliche "Auffälliges", "Verdächtiges" und "Widersprüchliches", dass deiner Meinung nach restlos aufgeklärt werden muss, aber das ist halt ehrlich gesagt für mich ziemlich an den Haaren herbeigezogen. Auch dass die Polizei Fehler offiziell zugibt, ist nicht wirklich ein Hinweis auf eine "terroristische Geheimarmee".

408

Dienstag, 13. Dezember 2011, 13:04

Und warum nicht? (lasse ich die Meinung von Erdbeeramazone nicht stehen)
Weil ich sie aus guten Gründen für falsch halte.
Es war eben nicht besonders schwierig für Breivik nach dem Bombenattentat auf die Insel zu gelangen.

Woher mit voller Sicherheit weißt du das so genau?

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409

Dienstag, 13. Dezember 2011, 15:19

Woher mit voller Sicherheit weißt du das so genau?
Ich sage das, weil ich mir keine besondere Schwierigkeit vorstellen kann. Weißt du eine? Breiviks Weg zur Insel war soweit ich weiß so, dass er zu Fuß zu einem Auto gegangen ist, mit diesem zur Küste gefahren ist und dann mit einem Boot auf die Insel gekommen ist. Er hat das vorher geplant und alles vorbereitet. Details darüber weiß ich nicht, die Berichterstattung war ja bei uns nicht so detailliert, in norwegischen Zeitungen hätte man sicher mehr darüber lesen können. Ich sehe aber nicht ein, warum es für ihn auf diesem Weg besondere Schwierigkeiten gegeben haben sollte. Es wurde ja nicht gleich nach ihm gefahndet, die Identität des Mannes, der das Bombenauto gemietet hatte, stellte sich ja erst nach einiger Zeit heraus. Und selbst wenn man in einer Großstadt nach jemanden fahndet, heißt das ja nicht, dass sich der nicht mehr bewegen kann ohne gleich geschnappt zu werden. Er hatte ja schließlich kein Schild mit der Aufschrift "Ich bin Breivik, der Bombenattentäter" um den Hals.

410

Samstag, 25. August 2012, 12:51

Zusammenfassung

Das Gericht hat über Herrn Breivik das Urteil gesprochen, ein erster Schritt in der Bewältigung dieses schrecklichen Verbrechens ist damit getan. In der Gerichtsverhandlung wurden alle Details des Geschehens durchgegangen und auch Breivik kam ausführlich zu Wort - für manche zu ausführlich. Parallel zur Gerichtsverhandlung hat sich eine Untersuchungskommission mit den zahlreichen Polizeipannen bei diesem Vorfall befasst. Weder in der Gerichtsverhandlung noch in dieser Untersuchungskommission sind irgendwelche Hinweise für eine Verschwörung bzw. ein "false flag"-Attentat aufgetaucht. Breivik war offensichtlich ein Einzeltäter. Alle abenteuerlichen Spekulationen, die in diesem Thread angestellt wurden, haben sich nicht bewahrheitet.

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