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11

26.11.2011, 16:49

Wer kann oder will das ändern, dass Menschen jedes Jahr das neueste Handy brauchen?

hmmm, sind es NUR die menschen, die ein neues handy brauchen, oder ist es nur die industrie, die alle halb lang ein neues handy auf den markt bringt, mit der unterschwelligen werbung...
"du hast kein neues? dann bist du nicht IN"


und das gilt für alle produkte, die NUR eine halbwertszeit von 6-12monate haben

lg mike

PS: ich sehe heute produkte auf dem markt, die es bis vor wenigen jahren noch gar ned gab und KEINER KANNTE. aber die produzenten sagen eben, die menschen wollten es haben.
um apollo 11 auf den mond zu bekommen, war eine rechnerleistung von DREI commodore 64 notwendig...
um heute einen ticket zu lösen, ist EIN pentium-prozessor nicht ausreichend.

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12

26.11.2011, 19:28

Du meinst, jene, denen das 100% Kontingent bereitgestellt wird, sind nicht das Problem, sondern die 25% sind es, die durch Hochpreispolitik gebremst werden müssen? Ich verstehe das nicht, weil, wenn bspw. der Privatverbrauch durch Kostenerpressung auf 15% gesenkt würde, braucht dann die Industrie nicht mehr 100%?

Kalorische Kraftwerke sind zyklisch nicht um 85% zurückzufahren. Bei Flusskraftwerken wäre die Abschaltung der Turbinen sinnlos. Lediglich Pumpkraftwerke, von denen es nicht so viele gibt, wären abschalt- und sogar aufladbar.
Natürlich schlägt der Industrieverbrauch viel stärker zu Buche und natürlich ist der u.a. so hoch, weil Unnötiges und Kurzlebiges produziert wird. Was ich sagen wollte ist lediglich, dass die Industrie in Bezug auf Energie meist sehr kostenbewusst ist. In der Industrie amortisieren sich energiesparende Maßnahmen im allgemeinen auch viel schneller als im Haushalt.

Die Regelung der Stromerzeugung ist nicht das Problem. Auch thermische Kraftwerke lassen sich - zwar nicht blitzschnell aber doch - zwischen 40% und 100% ihrer Leistung regeln und man kann sie auch hinunter- und wieder hinauffahren - wenn das auch bei Kohle- und Ölkraftwerken so an die zwei Stunden dauert. Aber zum schnellen Lastenausgleich gibt es ja die Gasturbinenkraftwerke moderner Bauart, die sehr schnell in einem weiten Bereich regelbar sind und in nur wenigen Minuten hoch- bzw. heruntergefahren werden können.

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13

27.11.2011, 09:21

Jo, Gasturbinen selbst haben einen miesen Wirkungsgrad und bei einer Kraft-Wärme-Kopplung sind auch nur um die 60% drin und das sicherlich nicht bei Zyklenbetrieb.

Zitat

Mit einem Wirkungsgrad der Gasturbine zur Stromerzeugung von 40 % und einem Wirkungsgrad der Abwärmenutzung von 18,4 % (jeweils bezogen auf den Heizwert Hu) liegt der bisher beste erreichte Gesamt-Wirkungsgrad bei 58,4 %.

Am E.ON-Standort Irsching entsteht derzeit ein Testfeld für die weltweit größte und leistungsstärkste Gasturbine SGT5-8000H (375 MW), die von Siemens Power Generation neu entwickelt wurde. Nach Abschluss der Testphase wird die Gasturbine in ein modernes GuD mit einem Gesamtwirkungsgrad von 60% integriert. Am 11. Mai 2011 erreichte der Kraftwerksblock 4 in Irsching im Probebetrieb einen Wirkungsgrad von 60,75% und ist damit neuer Weltrekordhalter.[3]
http://de.wikipedia.org/wiki/Gas-und-Dampf-Kombikraftwerk#Wirkungsgrad
Vielmehr stoße ich mich an deiner Bemerkung zu den erhöhten Energiekosten, die an sich nur die Privatverbraucher tragen. Strom für Gewerbe/Industrie ist um ein Hauseck billiger und genau deren Verbrauch wird mit der Hochpreispolitik am Endverbrauchern nicht gedrückt. Der Endverbraucher kann Strom sparen was er will, die Industrie braucht ihre 100% und sie braucht sie meist zentral, was weiter die Übertragungsverluste erhöht, die auch wieder der Endverbraucher aufgepatzt bekommt.

Für eine Haushaltsstromversorgung wären viele Probleme überhaupt nicht vorhanden, weil dezentrale Strom/Wärmelieferanten eindeutig effizienter sind.

14

27.11.2011, 18:23

Jo, Gasturbinen selbst haben einen miesen Wirkungsgrad und bei einer Kraft-Wärme-Kopplung sind auch nur um die 60% drin und das sicherlich nicht bei Zyklenbetrieb.
Ja, Renitenz, wobei der "miese" Wirkungsgrad aber natürlich kein Spezifikum der Gasturbinen ist, sondern ein Merkmal jeder thermischen Stromerzeugung, die in unserer derzeitigen Strom-Energielandschaft überwiegt. Das Ersetzen von Uralt-Kraftwerken durch moderne mit besserem Wirkungsgrad ist in der näheren Zukunft sicher ein sehr wichtiger Beitrag zur Energieökonomie.

Vielmehr stoße ich mich an deiner Bemerkung zu den erhöhten Energiekosten, die an sich nur die Privatverbraucher tragen. Strom für Gewerbe/Industrie ist um ein Hauseck billiger und genau deren Verbrauch wird mit der Hochpreispolitik am Endverbrauchern nicht gedrückt. Der Endverbraucher kann Strom sparen was er will, die Industrie braucht ihre 100% und sie braucht sie meist zentral, was weiter die Übertragungsverluste erhöht, die auch wieder der Endverbraucher aufgepatzt bekommt.
Es ist ja hier schon in Postings angesprochen worden: ist es nur die böse Industrie, die durch ihre Werbung die Verbraucher zum Kauf verleitet oder sind es die Verbraucher, die diesen Versuchungen allzu gerne nachgeben (sofern sie überhaupt die Mittel dazu haben). Beide Seiten sind hier verstrickt. Ich sehe das grundlegende Problem in unserer Wirtschaftsorganisation, für deren Funktionieren ein dauerndes Wachstum notwendig ist, was ja tatsächlich einem verkappten Schneeballsystem gleich kommt, und auf die Dauer keine Stabilität gewährleisten kann. Hier traut sich aber niemand einzugreifen - und so leicht ist das ja auch nicht. Da man auf die Entwicklung eines umfassenden ethischen Bewusstseins zu dieser Problematik kaum warten kann, wird es hier meiner Meinung nach verordnete Beschränkungen geben müssen - und die vor allem für die Industrie - denn das wirkt sich dann bei den Endverbrauchern sowieso automatisch aus. Auch das wird aber ohne Änderung unseres Wirtschaftssystems nicht funktionieren.

15

27.11.2011, 21:01

Ich hab mir lieber einen Tischherd gekauft, mit Holz zu beheizen, auf dem ich kochen kann, brauch ich noch weniger Strom.
Eine AKW für zu Hause - schlimme Vorstellung!

Lieber zurück zur Natur, mit Holz hacken und einheizen, Gemüse anbauen und als nächstes kommt der Hühnerstall.
Ein neues Handy, wenn das alte kaputt ist, dann findet sich bestimmt ein anderes altes, das keiner mehr braucht.

Es ist ein Teufelskreis, die Industrie produziert immer mehr und muss gleichzeitig den Kunden einreden, alles zu brauchen und haben zu wollen, es gibt fast alles im Überfluss, Gebrauchtes urbillig in Fundgruben, willhabens und ebays.

Würden aber alle davon Gebrauch machen, würde die Wirtschaft vermutlich zusammenbrechen, was sie aber auch so tun wird, nur eine Frage der Zeit. Der entmündigte Kunde kann tatsächlich nichts dafür, er lebt nicht selber, er wird gelebt und benutzt.
Die Nahrung soll deine Medizin sein, nicht die Medizin deine Nahrung.

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