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Mittwoch, 18. Januar 2012, 05:01

Psychische Störungen nehmen dramatisch zu

Im November 2011 kamen in Heidelberg hochrangige Psychiater / Wissenschaftler zusammen und bekannten sich "machtlos" gegenüber dem seit Jahren wachsenden Problem der Zunahmen bei psychischen Störungen / Erkrankungen.
Ich bin seit 1987 hautnah an diesem Thema dran; habe 1987 den jüngsten Bruder durch plötzlichen Suizid verloren und war danach selbst eine Weile arbeitsunfähig mit "depressiver Verstimmung" und bekam Antidepressiva.
Ende 1990 wurde der andere Bruder depressiv krank und beendete auch selbst sein Leben im Mai 1992.
Ab 1994 engagierte ich mich ehrenamtlich im Bundesverband Psychiatrie-Erfahrener e.V. (BPE) und wurde Mitgründer und Vorstandsmitglied im Hamburger Landesverband (LPE).
Seitdem habe ich - darunter 10 Jahre als Sprecher meines Verbandes und Redakteur seiner Zeitschrift - das psychiatrische Versorgungssystem intensiv kennengelernt und mich auch außerhalb des begrenzten wissenschaftlichen Weltbildes um Erkenntnisse bemüht bezüglich tieferer Ursachen und besserer, grundlegender, Heilungsansätze.

Kritik an der "Psychiatrie" - also dem ganzen Bereich, der sich mit psychischen Störungen befaßt, nicht nur die Kliniken, sondern auch die niedergelassenen Psychiater und Therapeuten - ist nicht neu.

Was ich aber in den letzten Jahren herausgearbeitet habe ist, dass die wissenschaftlich-schulmedizinische Psychiatrie systematisch nicht die tieferen Ursachen erkennt und folglich auch nicht behandelt, sondern mit ihren Möglichkeiten - hauptsächlich mit Psychopharmaka - nur oberflächlich auf Symptome einwirkt, sie unterdrückt - oft eher schlecht als recht.
Die Patienten bleiben oft sehr langfristig auf die Medikamente angewiesen; teilweise gibt es sehr unangnehme Nebenwirkungen und die Spätfolgen sind nicht abschätzbar.
Eine Ausnahme-Psychiater, Volkmar Aderhold - ich kenne ihn persönlich - hat sich jahrelang über eine Veilzahl wissenschaftlicher Arbeiten hergemacht und Faktenm herausgearbeitet, anhand derer er seit ein paar Jahren seine Psychiater-Kollegen kritisiert und bessere Behandlung, niedriger dosierte Anwendung der Medikamente vor allem, fordert.

Selbst wenn das befolgt würde, bleibt für die Patienten das Risiko, auch unter der Einwirkung ihrer Medikation wieder akut krank zu werden und/oder auch ANDERE, weitere Symptome zu entwickeln - aufgrund des Phänomens "Symptomverschiebung".
Denn die Krankheit, die die Symptome produziert, die unterdrückt / kontrolliert werden, sucht sich evtl. andere Möglichkeiten, sich zu manifestieren.
So kann eine medikamentös kontrollierte "Schizophrenie" oder andere psychisch Störung irgendwann sich alternativ oder zusätzlich als "Krebs" bemerkbar machen. Wird nun auch der Krebs nur wegoperiert und die antreibende Krankheit im Organismus nicht erkannt und nicht behoben, kann es wiederum zu einem erneuten Krebs oder einer NOCH anderen Krankheit kommen.

Darin zeigt sich die systematische Unweisheit des wissenschaftlich-schulmedizinischen Gesundheitssystems.

Den Ursachen für die systermatische Unweisheit bin ich eigentlich schon seit 1991 auf der Spur, es hat mich nur einige Jahre gekostet, als Nichtfachmann (ich bin kein Arzt, kein Psychologe oder Soziologe, sondern Kaufmann und Betriebswirt) mir das minimale Basiswissen der beteiligten wissenschaftlichen Bereiche anzueignen, ergänzt durch Informationen aus dem komplementären / alternativen Bereich.

So kann ich jetzt die Zusammenhänge schlüssig erkennen und erklären, die darauf hinauslaufen, daß psychische / psychosomatische Störungen sehr wesentlich Ausdruck eines Mangels sind an
einerseits: Lebens-Energie (Chi, Qi, Ki, Od, Orgon, Prana, usw.)
und
andererseits: Information. Und zwar primär der Information, dass jeder Mensch potenziall ein Quell dieser Lebens-Energie ist.

Diese Lebens-Energie ist uns aus asiatischen Konzepten recht gut bekannt. Bevor die Römer uns Nordeuropäern die Zivilisation und ihre Religion überstülpten, hatten wir in Germanien auch ein Bewußtsein für die universelle / göttliche Lebens-Energie. Ihr Name war: Od / Ot / Oth.
Taucht noch in Wörtern wie "Odem" oder "Kleinod" auf.

Seit gut 1000 Jahren und vielen Generationen aber ist die nordische Kultur und das Bewußtsein von dieser Lebens-Energie zerschlagen. Leider ist dem Kulturverlust auch zum Opfer gefallen, wie man den Übergang hinbekommt, vom "dummen" / unwissenden Kind zum weisen, wissenden Erwachsenen zu werden, der WEISS, wo die Quelle der Lebens-Energie ist und WIE man über diese Energie, die uns Leben und Gesundheit erhält, AUSREICHEND verfügen kann.

Entscheidender Faktor dafür ist in der deutschen Kultur das "PRINZIP SIEGFRIED".
Die germanisch-deutsche Kultur hat diese weisheitsträchtige Legende hervorgebracht, die uns das essentiell wichtige Prinzip der konstruktiven Angst-Überwindung verdeutlicht. Der "jugendliche Held" (Symbolfigur: Siegfried), das ist der Pubertierende, der im Übergang von Kind zum Erwachsenen ist.

Seine Aufgabe ist, Angst KONSTRUKTIV zu überwinden - also nicht nur zu verdrängen, sondern ihr entgegenzutreten mit bedingungslosen Vertrauen in die Kräfte, die ihm zu Gebote stehen - symbolisiert durch das Schwert, das er führt: Verstand und Liebe.
DAS führt ihn zum Sieg über den "Drachen", in dessen Blut Siegfried sich baden kann. Das macht ihn stark - weitgehend unverwundbar - für alle zukünftigen Fälle.

Auch aus anderen Kulturen wissen wir, daß die jungen Menschen erst in die Gruppe der Krieger / Jäger / Erwachsenen aufgenommen werden, wenn sie bewiesen haben, dass sie wahrhaft erwachsen sind - wenn sie gelernt haben, Angst konstruktiv zu überwinden.

Und diese "Heldentat" ist erforderlich, damit wir uns zu unserer höheren Bewußtseins-Dimension entwickeln können, zum "Höheren / wahren Selbst", wo wir dann regelhaft mit der Quelle der Lebens-Energie und der göttlichen Liebe - AGAPE - verbunden sind.

Dieses wahrhafte Erwachsensein ist auch der Garant für wahrhaftes Gesund- und Glücklichsein.

Und DAS fehlt unserer westlichen zivilisierten Gesellschaft. Nur deswegen gibt es bei uns so viel Krankheit und Unglücklichsein.
Und die große Mehrheit der Wissenschaftler / Ärzte / Psychiater ist weitgehend blind für diese Zusammenhänge.

Diese partielle Blindheit, die "Einäugigkeit" der Schulmedizin / Wisssenschaft ist ebenfalls seit langem bekannt. Aber es hat keine - erfolgreiche - Gegenbewegung gegeben. Das wissenschaftliche Weltbild konnte sich in die Gesellschaft ausbreiten und dominiert die Mehrheit der Bürger.

Dass das so ist und warum das so ist, haben diverse Ausnahme-Wissenschaftler z.B. der letzten ca. 100 Jahre auch verschiedentlich in ihren Werken benannt und beschrieben. Zum Beispiel unter dem Begriff "Kollektive Neurose" oder "Gesellschaftsneurose" oder "Krankheit der Gesellschaft".
Ich selbst nenne diese kollektive Störung "Kollektive Zivilisations-Neurose".
Ich weiss: Sie ist heilbar! Auch unabhängig vom Kollektiv in jedem Einzelfall.
Voraussetzung: (Selbst-)Erkenntnis und Selbst-Entwicklung.

Denn ich habe mich selbst genau auf diese Weise von der Beeinträchtigung durch diese Kollektive Neurose befreit.

Etliche Menschen wissen auch, dass sie "irgendwie" oder "ein bisschen" neurotisch sind. Aber meist erkennen sie nicht die Intensität und Tragweite der Beeinträchtigung, die liegt für ihren Blickwinkel wie der sprichwörtliche größere Teil des Eisbergs unsichtbar unter der Wasserlinie.
Und sie messen ihre Neurotizität an der "Normalität" der Gesellschaft. Aber das darf in einer kollektiv neurotischen Gesellschaft selbstverständlich nicht der Maßstab sein!

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Mittwoch, 18. Januar 2012, 10:42

Allein schon das Wort "psychische Störung" aus den Mündern "hochrangiger Psychiater und Wissenschaftler" klingt deprimierend, erniedrigend und demotivierend.

Kannst du mir erklären, warum "hochgradige Psychiater und Wissenschaftler" immer wieder eine solche Sprachweise anwenden müssen?

In meinem Bekanntenkreis gibt es nun eine "Psychiater- und Pädagogenfamilie", wo das Kind seine Eltern letztendlich erschossen hat bzw. glaube ich mich zu erinnern, "nur" die Mutter, was mit dem Vater ist, weiß ich nicht.

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Mittwoch, 18. Januar 2012, 11:44

Das Problem hat mehrere Schwerpunkte. Der eine dürfte im Bereich der Therapie liegen.

Ein weiterer in der Diagnostik und der Zurückhaltung der wirklich erkrankten oder beeinträchtigten Menschen.

Und ein weiterer liegt in den psychischen Zivilisationserkrankungen und deren Einbildung.

Dann gibt es einen Schwerpunkt, der alle anderen Schwerpunkte tangiert, die Forensik.

Ich glaube, dass viele Menschen mit psychischen Störungen, die nicht zu den gerade aktuellen Störungen gehören, diese immer noch leugnen und sich daher jeder Diagnostik und Behandlung entziehen. Ist halt (leider) so, wenn man gesellschaftlich stigmatisiert wird. Vielleicht ist der gestörteste Patient ja die Gesellschaft an sich.

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Mittwoch, 18. Januar 2012, 16:52

Im November 2011 kamen in Heidelberg hochrangige Psychiater / Wissenschaftler zusammen und bekannten sich "machtlos" gegenüber dem seit Jahren wachsenden Problem der Zunahmen bei psychischen Störungen / Erkrankungen.


So schrieb die FAZ am 8. November 2011 über die personelle Zusammensetzung der Konferenz:

Zitat

hat das Europäische Molekularbiologische Labor (EMBL) in eben jenem Konferenzzentrum in Heidelberg zusammen mit der dahinter stehenden Organisation (EMBO) am Wochenende gewissermaßen eine konzertierte Aktion gegen die Umtriebe einer allzu selbstbewussten Genomforschung organisiert.

Organisatorisch war es:

Zitat

die jährliche fächerübergreifende "Science-and-Society"-Konferenz.


Und das Ausmaß der Bedeutung des Themas beschreibt die FAZ folgendermaßen:

Zitat

jährlich immerhin 165 Millionen Kranke in der EU


Kleiner Tip von der FAZ an Esowatch:

Zitat

Viele Pharmakonzerne, darunter Forschungsriesen wie Pfizer und GSK, haben ihre Entwicklungsabteilungen für neuropsychiatrische Leiden dicht gemacht.

Es gibt zwar wenig an Psychisch Kranken zu verdienen, aber instrumentalisieren läßt sich eine solche Einschränkung allemal, indem dann schnell jemand nebenbei mit "Psychiatrie-Erfahrung" qualifiziert wird. Aber Hongkong ist ja auch nicht Deutschland. Wenn man nun der Lesermeinung im Anhang folgen möchte - und nicht jeder möchte das -, ist eine entsprechende Erfahrung nichts anderes als Beschäftigungstherapie, denn er meint:

Zitat

Die WHO sorgte übrigends vor einigen Jahren für massenhafte Spontanheilungen als sie Homosexualität nicht mehr als Krankheit angesehen hat.

http://www.faz.net/aktuell/wissen/mensch…e-11521956.html
Die Frage ist nur: Wieviel ist diese Erfahrung auf dem Arbeitsmarkt wert? Anscheinend nicht viel, zumindest braucht Pfizer und GSK dafür keine Probanden. Und weil diese Erfahrung einen niedrigen Börsenwert hat, soll die Assoziierung von Personen mit dieser Erfahrung zu einem niedrigeren Wert der damit assoziierten Personen auf dem Markt insgesamt führen. So ist halt die Arbeitsweise von Esowatch. Thematisch bringt dies nicht viel weiter, weil es persönlich wird. Offensichtlich kommt es so nicht auf Themen an, denn es wird auf Affekte gesetzt.


Zugang zu dieser Konferenz hatten alle:

Zitat

All are welcome to attend!

schrieb die EMBO auf Ihrer Homepage für die Konferenz vom 4. bis 5. November 2011.
http://www.embo.org/science-policy/scien…ences/2011.html

Die österreichischen EU Nachrichten berichteten deshalb auch über diese Konferenz und stellten dessen Bedeutung entsprechend heraus.
http://euzine.eu/2011/12th-european-mole…-04-05-11-2011/

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Helfersyndrom« (18. Januar 2012, 17:26)


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Mittwoch, 18. Januar 2012, 19:53

Das Problem hat mehrere Schwerpunkte. Der eine dürfte im Bereich der Therapie liegen.

Für Therapie ist kein Geld da und zu wenig Ärzte (und noch weniger Ärzte mit echt Ahnung), weswegen die Kranken tatsächlich nur mit Psychopharmaka vollgestopft werden. Die Kliniken sind froh, wenn sie die Patienten wieder als geheilt entlassen können und mit Medikamenten versorgt alleine zurücklassen.

Oftmals bleibt es an den Angehörigen hängen, die nicht über genug Fachwissen verfügen und die "Patienten" dann ertragen müssen.

Ein weiterer in der Diagnostik und der Zurückhaltung der wirklich erkrankten oder beeinträchtigten Menschen.

Ich nehme an, mit "Zurückhaltung" meinst du die Einweisung in die Klinik? Im Durchschnitt werden die Patienten nach 1-3 Monaten wieder entlassen, wenn sie wieder einigermaßen klar im Kopf sind oder so tun als ob. Richtig geholfen wurde ihnen dann aber auch nicht - zumindest den Meisten nicht.

Und ein weiterer liegt in den psychischen Zivilisationserkrankungen und deren Einbildung.

Ich denke, die Personen die psychisch erkranken sind nicht ehrlich zu sich selbst und waren in ihrem Leben auch nie fähig dazu. Im Eröffnungspost steht ja was von Selbsterkenntnis und es gibt den schönen Spruch: "Selbsterkenntnis ist der beste Weg zur Besserung".

Sie geben immer anderen Menschen die Schuld für ihre Krankheit und finden alle möglichen Ausreden, nur bei sich selbst suchen sie nicht.


Ich glaube, dass viele Menschen mit psychischen Störungen, die nicht zu den gerade aktuellen Störungen gehören, diese immer noch leugnen und sich daher jeder Diagnostik und Behandlung entziehen. Ist halt (leider) so, wenn man gesellschaftlich stigmatisiert wird.

Natürlich leugnen sie, denn es ist ihnen peinlich, genauso wie sie es verdrängen, wenn sie in ihrer Störung was Schlimmes angestellt haben. Zugeben selbst am eigenen Elend schuld zu sein und unfähig zu sein, sich aufzuraffen und ihre Situation ändern zu wollen, können sie nicht.

Vielleicht ist der gestörteste Patient ja die Gesellschaft an sich.

Nein, es sind die Menschen, die nicht ehrlich sein können - aus welchen Gründen auch immer. Sie lügen Andere und sich selbst an. Diese sind leider in der Mehrheit. Nicht jeder von ihnen wird zum Patienten, aber die Möglichkeit besteht bei Allen.
People who lie to others have merely hidden away the truth, but people
who lie to themselves have forgotten where they put it.

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Freitag, 20. Januar 2012, 09:10

Nein, es sind die Menschen, die nicht ehrlich sein können - aus welchen Gründen auch immer. Sie lügen Andere und sich selbst an. Diese sind leider in der Mehrheit. Nicht jeder von ihnen wird zum Patienten, aber die Möglichkeit besteht bei Allen.


Die Meinung des Autors im zitierten Artikel aus FAZ.net ist eine andere:

Zitat

Wird die moderne Biomedizin einen nennenswerten Beitrag leisten können, diese ungeheure seelische Krankheitslast - jährlich immerhin 165 Millionen Kranke in der EU - zu senken?

schrieb die Frankfurter Allgemeine Zeitung Wissen am 8. November 2011.
http://www.faz.net/aktuell/wissen/mensch…e-11521956.html

Wieviel Einwohner hat die EU?

Zitat

Eurostat Pressemitteilung "EU27 Bevölkerung von 502,5 Millionen am 1. Januar 2011" vom 28. Juli 2011

http://de.wikipedia.org/wiki/Europäische_Union#cite_note-3

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Montag, 23. Januar 2012, 18:50

Boreout - ein wenig bekanntes Leiden

http://www.n-tv.de/wissen/Wenn-Langeweil…cle5292061.html

Ob das nicht wieder ein Medienprodukt ist?

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