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Montag, 20. Februar 2012, 12:50

Anfrage an Ministerin Annette Schavan wegen Vermittlung der Relativitätstheorie im Bildungssystem

Hallo zusammen,

Ich habe heute folgende E-Mail an Frau Annette Schavan geschickt, Bundesministerin für Bildung und Forschung:

An Frau Prof. Dr. Annette Schavan, Bundesministerin für Bildung und Forschung
Betr.: Vermittlung der Kritik der Speziellen Relativitätstheorie im öffentlichen Bildungssystem
Datum: 20.02.12


Sehr geehrte Frau Ministerin Schavan,

Einem Lehrer, der Informationen über die Kritik der Relativitätstheorie zur Unterrichtsgestaltung anforderte, wurde 1994 folgende Auskunft vom Lexikonverlag Brockhaus erteilt:

Zitat

Zitat Lexikonverlag Brockhaus:
[...]
2. Die Relativitätstheorie fand in der wissenschaftlichen Welt allgemein eine sehr rasche Anerkennung. Kritik wurde von einzelnen aus eher welt¬anschaulichen Gründen angebracht.

Während die Einwände Ernst Gehrkes naturphilosophischer und erkenntnis-theoretischer Art waren, ging die physikalisch unhaltbare Kritik aus der sogenannten “deutschen Physik” im Dritten Reich auf den nationalsozia¬listischen Rassismus und Antisemitismus zurück. Prominenteste Vertreter waren die Nobelpreisträger Philipp Lenard und Johannes Stark. Sie be¬gannen sich nach Ende des Ersten Weltkriegs nationalistischen und anti¬semitischen Positionen zuzuwenden und zählten schließlich zu den führen¬den Köpfen der nationalsozialistischen Propaganda, die auf die Ausgren¬zung und Abwertung einer angeblich “jüdischen Wissenschaft” zielte. Dabei stuften sie die Relativitätstheorie Einsteins als abstraktes mathematisches Konstrukt ohne Wirklichkeitsbezug ein, das mit seiner Unanschaulichkeit dem “jüdischen Denken” entspringe und einem “ger¬manisch-deutschen Naturbild” zuwiderlaufe.

Lenard stellte der Einsteinschen Theorie eine komplizierte Weiterent¬wicklung der Äthertheorie mit mehreren gegeneinander bewegten Ätherarten entgegen. Aber weder waren die Argumente gegen die Relativitätstheorie physikalisch in irgendeiner Weise stichhaltig, noch wurde die wenig überzeugende Äthertheorie Lenards von nicht-nationalsozialistischen Wissenschaftlern ernst genommen. Eigentlicher Ursprung der Angriffe war nur die nationalsozialistische Ideologie. Einzelheiten entnehmen Sie bitte den beiliegenden Biographien, die Ihnen auch weiterführende Literaturangaben bieten.

3. Die Relativitätstheorie ist heute fest in der Physik etabliert und wird von seriösen Wissenschaftlern nicht angezweifelt. Zahlreiche und immer genauer durchgeführte Experimente bestätigen sie in ausgezeich¬neter Weise. Nicht zuletzt fußen auf der speziellen Relativitätstheorie auch erfolgreiche quantenphysikalische Theorien wie die Quantenelektro¬dynamik, die selbst wieder sehr genau mit Experimenten übereinstimmt. Versuche einzelner heutiger Autoren, die Relativitätstheorie zu “wider¬legen“, sind meist philosophisch-weltanschaulich motiviert und bleiben physikalisch oberflächlich oder in Widersprüchen hängen. Davon zu unter¬scheiden sind die ernsthaften wissenschaftlichen Bemühungen, die allge¬meine Relativitätstheorie quantenphysikalisch zu verallgemeinern – so wie die Relativitätstheorie ihrerseits die Newtonsche Mechanik verallge¬meinert hat – und eine Theorie der “Quantengravitation” zu entwickeln. Als ein wichtiger Vertreter dieses Zweiges der theoretischen Physik sei nur der, auch durch die Medien bekannte, britische Physiker Stephen Hawking genannt.
[...]

Die Schüler und Studenten dürfen dementsprechend von einer im öffentlichen Bildungssystem zugelassenen Unterrichtsquelle lernen, dass Autoren nur aus antisemitischer Motivation die Spezielle Relativitätstheorie kritisiert haben, und dass es bis heute noch „keine seriösen Wissenschaftler gibt, die diese Theorie anzweifeln“. Diese Auffassungen entsprechen auch dem Grundtenor des Wissenstransfers über diese Theorie im öffentlichen Bildungssystem seit mehreren Jahrzehnten, obwohl sie nachweislich falsch sind: Gegenbeweise und gründlich dokumentierte Nachweise sind zum Beispiel in der Webseite "Kritische Stimmen zur Relativitätstheorie" ( http://wissenschaftliche-physik.com/ ) oder im Blog Ekkehard Friebe ( http://ekkehard-friebe.de/blog/ ) im Internet nachzulesen.

Dass diese Auffassungen falsch sind, dürften Sie auch spätestens seit dem 14.08.2006 persönlich zur Kenntnis genommen haben, nachdem Sie mir per E-Mail den Erhalt der umfangreichen Studie der Forschungsgruppe G.O. Mueller über den Nachweis von 3789 kritischen Arbeiten von weltweit ca. 1300 Autoren über eine Zeitspanne von 95 Jahren bestätigt haben:

Zitat

Datum 14.08.06:
Subject: Forschungsgruppe G. O. Müller; Kritik an der Relativitätstheorie


Sehr geehrte Frau Lopez,

sie haben unter dem 31. Juli der Bundesministerin für Bildung und Forschung, Frau Dr. Annette Schavan, Mitglied des Deutschen Bundestages, unter der Überschrift “Freiheit der Wissenschaft nach Artikel 5 des Grundgesetzes” eine E-Mail zugesandt. Frau Bundesministerin Dr. Schavan lässt Ihnen danken und hat das Schreiben dem Referat “Naturwissenschaftliche Grundlagenforschung” im BMBF zur Beantwortung übergeben.

Es soll zuallererst darauf hingewiesen werden, dass das Bundesministerium für Bildung und Forschung aus grundsätzlichen Erwägungen keine Stellungnahme zu wissenschaftlichen Thesen und Theorien abgibt. Ergebnisse der wissenschaftlichen Forschung sind unter den Experten in der Wissenschaft selbst zu diskutieren. Hierzu gehört auch die von der Forschungsgruppe G. O. Müller vorgebrachte Kritik an der Speziellen Relativitätstheorie von A. Einstein aus dem Jahre 1905.

Des Weiteren ist festzustellen, dass die Ergebnisse der Forschungsgruppe G. O. Müller veröffentlicht wurden, zum einen in gedruckter Buchform und zum anderen im Internet. Die Forschungsergebnisse sind damit öffentlich breit zugänglich. Ihr Vorwurf, die Forschungsgruppe könne ihre Meinung nicht öffentlich äußern, ist daher unrichtig und eine Verletzung der Grundrechte in Bezug auf freie Meinungsäußerung kann nicht festgestellt werden.

Mit freundlichen Grüßen
Im Auftrag Jürgen Richter
Prof. Dr. Juergen Richter
Bundesministerium für Bildung und Forschung,
Referat 711, 53175 Bonn

Demnach ist hier zu beanstanden, dass die im öffentlichen Bildungssystem offiziell zugelassenen Unterrichtsquellen Irreführung der Schüler und Studenten betreiben, dass Tausende von kritischen Autoren gegenüber den Studierenden disqualifiziert, zensiert und verleumdet werden, dass die Kritik einer Theorie aus dem öffentlichen Unterricht aufgrund von Geschichtsfälschung und von Verleumdungen völlig ausgeblendet wird, dass die fachliche Kritik einer Theorie im Unterricht nicht vermittelt und behandelt wird und nur im Internet durch private Initiativen zur Verfügung der Schüler und Studenten steht, dass die Gebote der Nicht-Identifikation mit einer Theorie und der meinungsneutralen Wissenschaftspflege, die dem Staat per Grundgesetz Art. 5 § 3 vorgeschrieben werden, im öffentlichen Bildungssystem missachtet werden. Das sind gravierende Verstöße gegen das Grundgesetz.

Vor diesem Hintergrund und im Rahmen des Informationsfreiheitsgesetzes in Nordrhein-Westfalen bitte ich Sie dringend mir mitzuteilen, welche Behörde und welche Abteilung zuständig und verantwortlich ist um folgende Frage zu beantworten:

Aus welchen Gründen wird die Kritik der Speziellen Relativitätstheorie im öffentlichen Bildungssystem nicht vermittelt und nicht behandelt?

Für Ihre Auskunftserteilung bis zum 12.03.12 danke ich im voraus und verbleibe

mit freundlichen Grüßen
Jocelyne Lopez

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Mittwoch, 7. März 2012, 21:40

Hallo zusammen,

Ich verweise auf meine Anfrage vom 20.02.12 an die Bundesministerin für Bildung und Forschung Annette Schavan über die Vermittlung der Kritik der Speziellen Relativitätstheorie im öffentlichen Bildungssystem und gebe einen E-Mail-Austausch wieder:

E-Mail-Antwort von Annette Schavan:

Zitat

Datum: 07.03.2012
Betreff: Vermittlung der Kritik der Speziellen Relativitätstheorie im öffentlichen Bildungssystem
Bezug: Ihre E-Mail vom 20.02.2012


Sehr geehrte Frau Lopez,

vielen Dank für Ihre E-Mail vom 20.02.2012 an Frau Bundesministerin Prof. Dr. Schavan.
Frau Prof. Dr. Schavan hat mich gebeten, Ihnen zu antworten.

Ich möchte Ihnen zunächst versichern, dass ich Ihre E-Mail mit großer Aufmerksamkeit gelesen habe. An dieser Stelle weise ich Sie jedoch darauf hin, dass das Bundesministerium für Bildung und Forschung nicht der richtige Ansprechpartner für Ihr Anliegen ist. Für Fragen der schulischen Bildung - und somit auch für Unterrichtsinhalte - sind entsprechend unserer föderalen staatlichen Ordnung die Länder verantwortlich.

Deshalb sollte hier der Kontakt mit
* dem Sekretariat der Kultusministerkonferenz der Länder - KMK (Sekretariat der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland, Taubenstr. 10, 10117 Berlin, Tel: 030-25418-3, E-Mail: poststelle@kmk.org<mailto:poststelle@kmk.org> bzw. Schulwesen im Sekretariat der Kultusministerkonferenz, Email: schulen@kmk.org<mailto:schulen@kmk.org>)
oder / und in Ihrem Fall
* dem Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen (Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes Nordrhein-Westfalen, Völklinger Str. 49, 40221 Düsseldorf, Tel: 0211-58 67-40, E-Mail: poststelle@msw.nrw.de<mailto:poststelle@msw.nrw.de>)
aufgenommen werden.


Mit freundlichen Grüßen
Im Auftrag

Martina Homt

_____________________________________
Referat 324 - Frühe und allgemeine Bildung
Bundesministerium für Bildung und Forschung


Meine E-Mail-Anfrage vom 07.03.12:

Zitat

An
Sekretariat der Kultusministerkonferenz der Länder
KMK (Sekretariat der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik) poststelle@kmk.org

und
Schulwesen im Sekretariat der Kultusministerkonferenz schulen@kmk.org

Betr.: Vermittlung der Kritik der Speziellen Relativitätstheorie im öffentlichen Bildungssystem

Sehr geehrte Damen und Herren,

Nach Auskunft vom 07.03.2012 des Referats 324 des Bundesministeriums für Bildung und Forschung sind Sie zuständig und verantwortlich um meine folgende Anfrage zu beantworten:

Einem Lehrer, der Informationen über die Kritik der Relativitätstheorie zur Unterrichtsgestaltung anforderte, wurde 1994 folgende Auskunft vom Lexikonverlag Brockhaus erteilt:

Zitat

Zitat Lexikonverlag Brockhaus:
[...]
2. Die Relativitätstheorie fand in der wissenschaftlichen Welt allgemein eine sehr rasche Anerkennung. Kritik wurde von einzelnen aus eher weltanschaulichen Gründen angebracht.

Während die Einwände Ernst Gehrkes naturphilosophischer und erkenntnis-theoretischer Art waren, ging die physikalisch unhaltbare Kritik aus der sogenannten “deutschen Physik” im Dritten Reich auf den nationalsozia¬listischen Rassismus und Antisemitismus zurück. Prominenteste Vertreter waren die Nobelpreisträger Philipp Lenard und Johannes Stark. Sie be¬gannen sich nach Ende des Ersten Weltkriegs nationalistischen und anti¬semitischen Positionen zuzuwenden und zählten schließlich zu den führenden Köpfen der nationalsozialistischen Propaganda, die auf die Ausgren¬zung und Abwertung einer angeblich “jüdischen Wissenschaft” zielte. Dabei stuften sie die Relativitätstheorie Einsteins als abstraktes mathematisches Konstrukt ohne Wirklichkeitsbezug ein, das mit seiner Unanschaulichkeit dem “jüdischen Denken” entspringe und einem “germanisch-deutschen Naturbild” zuwiderlaufe.

Lenard stellte der Einsteinschen Theorie eine komplizierte Weiterent¬wicklung der Äthertheorie mit mehreren gegeneinander bewegten Ätherarten entgegen. Aber weder waren die Argumente gegen die Relativitätstheorie physikalisch in irgendeiner Weise stichhaltig, noch wurde die wenig überzeugende Äthertheorie Lenards von nicht-nationalsozialistischen Wissenschaftlern ernst genommen. Eigentlicher Ursprung der Angriffe war nur die nationalsozialistische Ideologie. Einzelheiten entnehmen Sie bitte den beiliegenden Biographien, die Ihnen auch weiterführende Literaturangaben bieten.

3. Die Relativitätstheorie ist heute fest in der Physik etabliert und wird von seriösen Wissenschaftlern nicht angezweifelt. Zahlreiche und immer genauer durchgeführte Experimente bestätigen sie in ausgezeich¬neter Weise. Nicht zuletzt fußen auf der speziellen Relativitätstheorie auch erfolgreiche quantenphysikalische Theorien wie die Quantenelektrodynamik, die selbst wieder sehr genau mit Experimenten übereinstimmt. Versuche einzelner heutiger Autoren, die Relativitätstheorie zu “widerlegen“, sind meist philosophisch-weltanschaulich motiviert und bleiben physikalisch oberflächlich oder in Widersprüchen hängen. Davon zu unterscheiden sind die ernsthaften wissenschaftlichen Bemühungen, die allge¬meine Relativitätstheorie quantenphysikalisch zu verallgemeinern – so wie die Relativitätstheorie ihrerseits die Newtonsche Mechanik verallgemeinert hat – und eine Theorie der “Quantengravitation” zu entwickeln. Als ein wichtiger Vertreter dieses Zweiges der theoretischen Physik sei nur der, auch durch die Medien bekannte, britische Physiker Stephen Hawking genannt.
[...]

Die Schüler und Studenten dürfen dementsprechend von einer im öffentlichen Bildungssystem zugelassenen Unterrichtsquelle lernen, dass Autoren nur aus antisemitischer Motivation die Spezielle Relativitätstheorie kritisiert haben, und dass es bis heute noch „keine seriösen Wissenschaftler gibt, die diese Theorie anzweifeln“. Diese Auffassungen entsprechen auch dem Grundtenor des Wissenstransfers über diese Theorie im öffentlichen Bildungssystem seit mehreren Jahrzehnten, obwohl sie nachweislich falsch sind: Gegenbeweise und gründlich dokumentierte Nachweise sind zum Beispiel in der Webseite Kritische Stimmen zur Relativitätstheorie (http://wissenschaftliche-physik.com/) oder im Blog Ekkehard Friebe ( http://ekkehard-friebe.de/blog/ ) im Internet nachzulesen.

Dass diese Auffassungen falsch sind, dürften Sie auch spätestens seit Oktober 2002 bzw. November 2003 zur Kenntnis genommen haben, nachdem alle Kultusministerien der Bundesländer sowie die Kultusverwaltung auf Bundesebene die umfangreichen Studie der Forschungsgruppe G.O. Mueller (Textversion 1.1.) über den Nachweis von ca. 2900 kritischen Arbeiten über eine Zeitspanne von 95 Jahren erhalten haben: Siehe

Erster Tätigkeitsbericht des Forschungsprojekts
„95 Jahre Kritik der Speziellen Relativitätstheorie (1908-2003)“
mit Liste der Adressaten und Anschreiben zur Versendung der Dokumentation an die Kultusverwaltungen der Bundesländer
http://www.ekkehard-friebe.de/report1.pdf

Im November 2004 erhielten Sie auch

Zweiter Tätigkeitsbericht des Forschungsprojekts
„ 95 Jahre Kritik der Speziellen Relativitätstheorie (1908-2003)“

mit Nachweis von 3789 kritischen Arbeiten von 1300 Autoren. - Textversion 1.2 und Liste der Adressaten
http://www.ekkehard-friebe.de/report2.pdf

Demnach ist hier zu beanstanden, dass die im öffentlichen Bildungssystem offiziell zugelassenen Unterrichtsquellen Irreführung der Schüler und Studenten betreiben, dass Tausende von kritischen Autoren gegenüber den Studierenden disqualifiziert, zensiert und verleumdet werden, dass die Kritik einer Theorie aus dem öffentlichen Unterricht aufgrund von Geschichtsfälschung und von Verleumdungen völlig ausgeblendet wird, dass die fachliche Kritik einer Theorie im Unterricht nicht vermittelt und behandelt wird und nur im Internet durch private Initiativen zur Verfügung der Schüler und Studenten steht, dass die Gebote der Nicht-Identifikation mit einer Theorie und der meinungsneutralen Wissenschaftspflege, die dem Staat per Grundgesetz Art. 5 Abs. 3 vorgeschrieben werden, im öffentlichen Bildungssystem missachtet werden. Das sind gravierende Verstöße gegen das Grundgesetz.

Vor diesem Hintergrund und im Rahmen der Bestimmungen der EU-Antikorruptionsvereinbarung berufe ich mich auf Art. 5 Abs. 3 Grundgesetz sowie auf Art. 1 Grundgesetz und bitte um die Beantwortung folgender Frage:

Aus welchen Gründen wird die Kritik der Speziellen Relativitätstheorie im öffentlichen Bildungssystem nicht vermittelt und nicht behandelt?

Für Ihre Auskunftserteilung bis zum 06.04.12 danke ich im voraus und verbleibe
mit freundlichen Grüßen
Jocelyne Lopez

3

Samstag, 31. März 2012, 07:32

Zukunftsdialog Angela Merkel - "Verbannung der Relativitätstheorie aus Forschung und Lehre"

Hallo zusammen,

Ich mache auf meinen heutigen Blog-Eintrag aufmerksam, über die Initiative eines Kritikers, einen Dialog im Rahmen des Projekts „Zukunftsdialog“ der Bundeskanzlerin Angela Merkel zu eröffnen:

Bundeskanzlerin Angela Merkel: Zukunftsdialog „Verbannung der Relativitätstheorie aus Forschung und Lehre“

Viele Grüße
Jocelyne Lopez

4

Samstag, 7. April 2012, 11:20

Hallo zusammen,

Ich habe heute folgende Bitte an die Bundeskanzlerin Angela Merkel in ihrem Blog Verbannung der Relativitätstheorie aus Forschung und Lehreim Rahmen des Projekts ”Zukunftsdialog” gerichtet, der bis zum heutigen Zeitpunkt 303 unterstützende Stimmen und 92 Kommentare verzeichnet:



Bitte an die Bundeskanzlerin Angela Merkel
——–

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin Merkel,

wie es aus diesem Blog hervorgeht, ist der wissenschaftliche Meinungsstreit über die Gültigkeit und die Relevanz der Relativitätstheorie Einsteins seit 100 Jahren immer noch aktuell, so daß es für mich nicht nachvollziehbar ist, warum die Kritik dieser Theorie im öffentlichen Bildungssystem völlig ausgeblendet wird.

- Am 20.02.12 habe ich die Bundesministerin für Bildung und Forschung Annette Schavan gebeten, mir die zuständige und verantwortliche Behörde zu nennen, die mir folgende Frage beantworten kann:

“Aus welchen Gründen wird die Kritik der Speziellen Relativitätstheorie im öffentlichen Bildungssystem nicht vermittelt und nicht behandelt?“


- Am 07.03.12 nannte mir Frau Annette Schavan das Sekretariat der Kultusministerkonferenz der Länder – KMK (Sekretariat der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik Deutschland bzw. Schulwesen im Sekretariat der Kultusministerkonferenz.

- Am 07.03.12 habe ich die zwei genannten Behörden gebeten, mir die gestellte Frage bis zum 06.04.12 zu beantworten.

Da ich keine Antwort bekommen habe und ein dringender Verdacht auf Verstöße gegen das Grundgesetz und gegen das unmittelbar geltende Recht vorliegt, würde ich es sehr begrüßen, wenn Sie sich einbringen würden, dass mir diese Frage von den zuständigen Behörden beantwortet wird.

Ich danke im voraus und verbleibe
mit freundlichen Grüßen
Jocelyne Lopez

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5

Samstag, 7. April 2012, 13:13

Ich glaube, dass du Chancen hast, Jocelyne. Eine "Bitte" versteht soweit jeder, der begreift, was Sache ist.

6

Samstag, 7. April 2012, 14:58

Ich glaube, dass du Chancen hast, Jocelyne. Eine "Bitte" versteht soweit jeder, der begreift, was Sache ist.

Ich glaube auch, dass ich eine Chance habe. Erst einmal hat sich Angela Merkel als Physikerin in einem TV-Interview in dem Sinne geäußert, dass man sich ruhig von alten Theorien auch lösen kann.

Zweitens weiß sie auch ganz bestimmt als Bundeskanzlerin, dass eine Frage, die im Kontext eines Verdachtes auf Vertöße gegen das Grundgesetz gestellt wird sehr ernst zu nehmen ist und dass die zuständige und verantwortliche Behörde rechtlich verpflichtet ist, sie zu beantworten. Bei Verdacht auf Verstöße gegen geltende Gesetze macht sich jeder einzelne Bürger und jede einzelne Behörde strafbar, wenn sie nicht veranlassen, dass dieser Verdacht geprüft und ausgeräumt wird (Art. 258 StGB Strafvereitelung).

Viele Grüße
Jocelyne Lopez

7

Samstag, 7. April 2012, 17:58

Erst einmal hat sich Angela Merkel als Physikerin in einem TV-Interview in dem Sinne geäußert, dass man sich ruhig von alten Theorien auch lösen kann.
Also abwarten, was die gelernte Physikerin Angela Merkel da antwortet oder antworten lässt! Zu bedenken möchte ich zu diesem Thema folgendes geben: es gibt ja eine große Anzahl von ausgefallenen wissenschaftsähnlichen Vorstellungen, von denen viele auch schon im Zeitwort-Forum vertreten waren. Um nur zwei Beispiele zu nennen:

- Die Vorstellung von Maschinen, die "Raumenergie" nützen können und damit mehr Energie liefern, als man in den Prozess hineinsteckt.
- Die Vorstellung von elektromagnetischen Skalarwellen, die besondere Eigenschaften haben und u.U. sogar Erdbeben auslösen können.

Alle diese Theorien haben Proponenten, denen man auf Grund ihrer (Aus)Bildung nicht ungeprüft jedes Urteilsvermögen absprechen wird können. Und natürlich können solche Vorstellungen nach dem Grundprinzip der Meinungsfreiheit geäußert und publiziert werden und es darf auch dafür geworben werden. Was aber freilich nicht automatisch heißt, dass derartiges auch im Unterricht vorkommen soll. Die Schulbehörden stehen hier vor dem Problem, ernstzunehmende wissenschaftliche Theorien von wenig ernstzunehmenden Vorstellungen, die nur von Außenseitern der Wissenschaft vertreten werden, zu unterscheiden. Da die Schulbehörden selbst nicht unbedingt die Kompetenz haben, diese Unterscheidung zu treffen, werden sie in solchen Fragen Experten des etablierten Wissenschaftsbetriebes konsultieren. Dabei kann man freilich die Befürchtung haben, dass der etablierte Wissenschaftsbetrieb Dogmen verteidigt und neue, kritische Ideen nicht aufkommen lassen will. Die Erfahrung zeigt allerdings, dass sich richtige Vorstellungen früher oder später in der etablierten Wissenschaft durchgesetzt haben. Und die Schulbehörden haben hier eigentlich auch keine andere Wahl, als Experten des etablierten Wissenschaftsbetriebes zu vertrauen. Denn wen sonst sollten sie zu Rate ziehen?

Was nun die Relativitätstheorien Einsteins betrifft, so stießen diese nach ihrer Veröffentlichung im etablierten Wissenschaftsbetrieb bekanntlich auf große Skepsis und Kritik. Das hat sich allerdings in den folgenden Jahrzehnten geändert, nicht zuletzt auf Grund von Experimenten, die mit immer besserer Qualität durchgeführt wurden. Heute werden die Relativitätstheorien in der etablierten Wissenschaft längst nicht mehr als Theorien betrachtet, auch wenn sie - wie in der Physik häufig üblich - noch so genannt werden. In vielen Bereichen der Physik stellen sie mittlerweile ein selbstverständliches Werkzeug dar, mit dem routinemäßig gearbeitet wird. Wenn die Schulbehörden also Experten des etablierten Wissenschaftsbetriebes befragen, so werden diese die Kritik an der Relativitätstheorie als unrichtige und unbedeutende Außenseitermeinung zurückweisen. Und damit wird diese Kritik wohl auch in Zukunft nicht in den Lehrplänen vorkommen.

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »Uebersicht« (7. April 2012, 18:14)


8

Samstag, 7. April 2012, 20:45

Hallo Übersicht,

Alle Deiner Anmerkungen und Überlegungen wurden auch im Blog "Verbannung der Relativitätstheorie aus Forschung und Lehre" in irgendeiner Form behandelt (schon 96 Kommentare). Du kannst Dich auch gerne dort beteiligen, so oft bekommt man nicht die Gelegenheit, an "höchster Stelle" zu diskutieren. ;)

Viele Grüße
Jocelyne Lopez

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9

Freitag, 13. April 2012, 10:20

.

Ich verweise auf meine Anfrage vom 07.03.12 und habe heute folgende Erinnerung an die zuständige und verantwortliche Behörde für die Vermittlung der Speziellen Relativitätstheorie im öffentlichen Bildungssystem per E-Mail geschickt:

An
Sekretariat der Kultusministerkonferenz der Länder
KMK (Sekretariat der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder in der Bundesrepublik) poststelle@kmk.org
und
Schulwesen im Sekretariat der Kultusministerkonferenz schulen@kmk.org
Datum: 13.04.12
Betr.: Vermittlung der Kritik der Speziellen Relativitätstheorie im öffentlichen Bildungssystem
Meine Anfrage vom 07.03.12



Sehr geehrte Damen und Herren,

per E-Mail vom 07.03.12 habe ich gemäß Hinweis der Bundesministerin für Bildung und Forschung Annette Schavan eine Anfrage über die Rahmenbedingungen der Vermittlung der Speziellen Relativitätstheorie im öffentlichen Bildungssystem an Sie als zuständige und verantwortliche Behörde gerichtet, die leider bis zur festgesetzten Frist vom 06.04.12 unbeantwortet geblieben ist (siehe nachstehend).

Ich vermute einen Mangel in der Einhaltung der rechtlichen Vorschriften durch Ihre Behörde in der o.g. Angelegenheit, und zwar bei der Einhaltung und der Umsetzung des Art. 5 Ziff. 3 Grundgesetz „Wissenschaftsfreiheit“ u.a. gemäß folgenden Erläuterungen aus dem „Bonner Kommentar zum Grundgesetz“:

Zitat

Der Wissenschaftsbegriff darf also nicht dazu dienen, richtige von falschen Lehrmeinungen und Forschungsergebnissen zu unterscheiden (Irrtumsoffenheit als heuristisches Prinzip). (Seite 41)

Ebenso wenig darf die Anerkennung durch die Scientific Community (allein) entscheidend sein (S. 41)

Die Wissenschaftsfreiheit zwingt nicht zuletzt dazu, die Vielfalt der wissenschaftlichen Ansätze im Sinne eines Wissenschaftspluralismus mit dem darin liegenden Innovationspotential zu respektieren, zu schützen und zu fördern; für den Staat führt dies zu einem Gebot der Nicht-Identifikation (S. 41).

Die Förderung der Wissenschaft durch den Staat muß dem “Gebot meinungsneutraler Wissenschaftspflege” entsprechen (Seite 34).

Der Staat, der sich als Kulturstaat versteht, hat die Pflege der freien Wissenschaft und ihre Vermittlung an die nächstfolgende Generation durch Bereitstellung von personellen, finanziellen und organisatorischen Mitteln zu ermöglichen und zu fördern. (S. 28-29)

Der Staat hat durch geeignete organisatorische Maßnahmen dafür zu sorgen, dass das Grundrecht der freien wissenschaftlichen Betätigung so weit unangetastet bleibt. (S. 22).

Die Wissenschaftsfreiheit ist mehr als ein Spezialfall der Meinungsfreiheit des beamteten Hochschullehrers (S.40) [Hervorhebung in der Quelle]

Unkonventionelle Forschungsrichtungen und -ergebnisse oder auch Lehrmethoden dürfen nicht begrifflich ausgegrenzt werden, denn gerade Außenseiter bedürfen des Schutzes davor, daß sie durch die “herrschende Meinung” an der wissenschaftlichen Entfaltung gehindert werden (Notwendigkeit von Innovationsoffenheit. (S. 41)

Der Wissenschaftler muss das eigene Forschungsresultat zum bisherigen Stand der Erkenntnisse in Bezug setzen und sich zumindest ansatzweise mit Gegenpositionen auseinandersetzen. Indem von einem bloßen Versuch der Wahrheitsermittlung die Rede ist, wird die prinzipielle Unabgeschlossenheit jeder wissenschaftlichen Erkenntnis unterstrichen. Das Verfassungsgericht verfährt bei der Anwendung dieser Kriterien sehr großzügig (”weit zu verstehende(r) Wissenschaftsbegriff”) und spricht einem Werk die Wissenschaftlichkeit nur dann ab, wenn “es nicht auf Wahrheitserkenntnis gerichtet ist, sondern vorgefaßten Meinungen und Ergebnissen lediglich den Anschein wissenschaftlicher Gewinnung oder Nachweisbarkeit verleiht”. Indiz dafür ist “die systematische Ausblendung von Fakten, Quellen, Ansichten und Ergebnissen, die die Auffassung des Autors in Frage stellen. (S. 42)

Alle Gewalten in Bund und Ländern, auch der Bundespräsident [...] haben die Grundrechte unmittelbar zu beachten, also nicht etwa erst in ihrer Vermittlung durch das vom Gesetzgeber geschaffene einfache Recht. (S. 126) [Hervorhebung in der Quelle].

Gebunden sind alle staatlichen Organe in Bund und Ländern wie auch die Träger mittelbarer Staatsgewalt [...], insbesondere die Gemeinden, auch die berufsständischen Kammern [...], alle Selbstverwaltungseinrichtungen, soweit sie hoheitliche Gewalt ausüben. (S. 127) [Hervorhebungen in der Quelle].


Ich berufe mich auf § 258 StGB und möchte dringend auf mein besonderes Bedürfnis nach Erfüllung der Artikel 20 Grundgesetz hinweisen. Darüber hinaus berufe ich mich weiterhin auf Art. 1 Grundgesetz sowie auf die Bestimmungen der EU-Antikorruptionsvereinbarung und fordere erneut die Beantwortung meiner an Sie am 07.02.12 gestellten Frage:

Aus welchen Gründen wird die Kritik der Speziellen Relativitätstheorie im öffentlichen Bildungssystem nicht vermittelt und nicht behandelt?

Für eine Antwort bis zum 13. Juni 2012 bedanke ich mich im voraus und verbleibe

mit freundlichen Grüßen
Jocelyne Lopez

10

Montag, 16. April 2012, 09:32

.
Aktuelle Diskussion im Forum “Bildung” der Piraten-Partei:

Ich habe in meiner Thematik „Verstoß gegen das Grundgesetz in der Vermittlung der Relativitätstheorie“ im Forum „Bildung“ der Piratenpartei sowohl meine Bitte an Bundeskanzlerin Angela Merkel vom 07.04.12, als auch meine Erinnerung an die zuständige und verantwortliche Behörde vom 13.04.12 zur Diskussion gestellt.

Es hat sich bis jetzt auf mehrere Seiten eine rege Diskussion darüber entwickelt, siehe:

ab Seite 15 – Forum “Bildung” der Piraten-Partei

Viele Grüße
Jocelyne Lopez

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