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ASY

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1

Samstag, 27. August 2005, 15:14

Engel ein Widerspruch?

Gestern sah ich in Alpha-Centauri den Harald Lesch mit einem "Kathologen" über Engel diskutieren. Dabei ist mir ein Widerspruch aufgefallen.

Kathologe behauptete:

Zitat

Engel sind Gottesgeschöpfe und handeln immer gottgefällig.
Engel haben keine Zeit und keinen Raum, wäre also der absolute Überblick für Gott im Vorhinein.
Es gibt auch gefallene Engel, also die sich gegen Gott wendeten - aha!
Engel raten oder weisen den Menschen immer in Richtung Gottgefälligkeit.


Wieso gibt es dann gefallene Engel, wenn Gott den zeitunabhängigen Durchblick hat? Hätte er das kommende Fallen des Engels nicht schon erkennen müssen? Gläubige können somit auch einen Rat eines gefallenen Engels, oder eines bald fallenden Engels erhalten.

Diese Widerspruch wurde total übersehen, oder irre ich mich da?

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2

Samstag, 27. August 2005, 15:38

irgendwann mal hab ich gelesen, dass "luzifer" einstens der höchste aller engelwesen war und sich im aufstand gegen gott geprobt hat.
daraufhin hat gott ihn und seine verbündeten aus dem himmel verbannt und zum "negativsten" wesen auf erden werden lassen: dem teufel.
(von anderen abgefallenen engeln weiss ich nichts!)
nachdem es aber heisst, der kreislauf des irdischen lebens ist erst zu ende, wenn ALLE seelen wieder bei gott sind, (was immer das bedeuten mag) heisst es weiter,
dass luzifer, am ende aller tage als allerletztes wesen durch die himmelstüre schreiten wird.

ist wohl alles "bildlich" gesprochen.
ich stelle mir vor, dass uns mit dieser parabel gesagt werden soll, dass keine menschenseele auf ewig verdammt ist. keine!
selbst der "teufel" wird eines tages "geläutert" in das paradies einziehn!

also: gar keine so schlechten aussichten. ;)
Tausend heitere angenehme Stunden lassen wir mit verdrießlichem Gesicht ungenossen an uns vorüberziehen,
um nachher, zur trüben Zeit, mit vergeblicher Sehnsucht ihnen nachzuseufzen.

Arthur Schopenhauer

3

Samstag, 27. August 2005, 16:02

so, jetzt hab ich noch eine etwas "professionellere" erklärung zum engels-sturz gefunden. 8)

Zitat

Luzifer, jeder hat wohl schon von dem verstossenen Engel, oder auch dem Fürsten der Finsternis gehört.Viele Ansichten sind darüber im Umlauf wie es dazu kam. Hier mal ne Auswahl. Sein Name wurde als der "Lichtbringer" oder "Lichtträger" bezeichnet. Also wohl gleichbedeutend mit einem der einen die Augen öffnet ? Luzifer bedeutet griech. auch "Phosphoros", latein. ist er als "Morgenstern" zu übersetzen. Er ist nach Deutungen der Bibel der erste Engel gewesen, den Gott erschaffen hat, alle anderen Engel überstrahlte. Dessen war sich Luzifer allerdings bewußt. Als Gott die Menschen erschuf hielt Luzifer dies für fehlerhaft und gar nicht mehr so akzeptabel. Er sollte plötzlich auch dem "Menschen" im Himmel dienen müssen? Auf diese Weise lehnte er sich gegen Gott auf, wollte sich über ihn sogar stellen und sagte ihm schließlich den offenen Kampf an, was Erzengel Michael mit seinen Getreuen auf den Plan rief. Dieser gewann den Kampf, da Erzengel Michael auch von Gott unterstützt wurde. Mit etwa einem Drittel der Engel, die sich für Luzifer entschieden, wurde er letztendlich auf die Erde gestürzt und führte seine Taten aus. (Jes. 14,12; und Lukas 10,18). Somit wurde aus ihm der vor Gott in Ungnade gefallene Engel.

Die andere Version lautet,dass Gott einst nach einem Freiwilligen unter den obersten Engeln ersuchte, der zur Erde hinabsteigen und die Aufgabe innehatte, den Menschen in ständige Versuchungen zu bringen, um das Bewußtsein und die Spiritualität der Menschheit zu fördern. Entgegen dem ursprünglichen Verständnis wurde Luzifer jedoch im Bewusstsein der Menschheit verteufelt. Der einstmals göttliche Funke dieser Aufgabe wurde verschüttet und nicht mehr erkannt, was jedoch noch einem anderen Sinn entsprach. Denn wo die Dunkelheit herrscht, kann der Mensch den Schatten wieder von Neuem belichten, was ihm durch Annahme des Schattens - Wachstum und Transformation - einbringen kann. Luzifer wird auch als der "Fürst der Welt" betrachtet, als der Versucher und gefallene Engel Schemchasai, Azazel, Helel, Samael und des gestürzten Morgensterns; Judas und der Verräter. Seine Versuchungen sind die Lüge, alles Schattenhafte, die Gier, Machtmißbrauch, seelenlose Lüsternheit, Bestechlichkeit, Maßlosigkeit usw. Er erscheint dem Menschen nicht immer offensichtlich, sondern sehr trickreich, eben auch in einer gut verpackten oder sehr verlockenden Form. Seine Helfer der Finsternis sind Dämonen, die sich ihm als Heerscharen angeschlossen haben.
Luzifer versucht den Menschen ständig vom Weg abzubringen. Ist dies gelungen, kann es dem Menschen als harte Lehre vorkommen, indem der Kelch, der nicht bewußt abgeschlagen worden war, ihm zur Unterweisung auf einen Umweg zurück ins Licht gereicht. Auch im spirituellen Dasein und Wachstum macht er den Menschen das Leben schwer. Im ständigen Rad der Wiedergeburt wird jedoch letztlich der Mensch widerstanzfähiger, aller Dunkelheiten zum Trotz. Luzifer hat nicht die Macht aus dem Göttlichen heraus etwas zu erschaffen. Er wirkt in seinen Energien zerstörend, versuchend, beeinflussend, betrügerisch, lügenhaft, voller Gier und Neid. Ferner verkörpert er die Schattenthemen, die durch die Gegensätze "des Lichtes" uns wieder offenbar werden können. Um das Licht zu erkennen und zu ehren, werden wir mit der dunklen Seite ab und an konfrontiert. Den Versuchungen von Vornherein zu widerstehen ist demnach unsere eigene Wahl und Aufgabe! Nicht umsonst wird der Merkspruch auch der Wahrheit gerecht: "Der Teufel steckt oft im Detail!"

Wofür soll sein Wesen dienen ? :
Aufrechterhaltung der Polaritäten wie Licht/Schatten, Gut/Böse, Hell/dunkel; der Abhängigkeiten und des Lasters, zur Annahme und Überwindung von Schattenanteilen, Schulungen des Bewußtseins durch Prüfungen, wie z.B. der Unterscheidbarkeiten von Gut/Böse, des Trainings der inneren Wachsamkeit, der Annahme und Wandlung niederer Kräfte, zur spirituellen Stärkung, zur Stärkung des Lebens - oder auch zur Wiederanerkennung, Anwendung und Bestärkung des ihm so entgegengesetzten Lichtes.
Tausend heitere angenehme Stunden lassen wir mit verdrießlichem Gesicht ungenossen an uns vorüberziehen,
um nachher, zur trüben Zeit, mit vergeblicher Sehnsucht ihnen nachzuseufzen.

Arthur Schopenhauer

ASY

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4

Samstag, 27. August 2005, 16:26

Liebe Helena, die Entstehungsgeschichte ist nicht mein Problem, sondern der Widerspruch in der Gottesdefinition samt dem Engelsbild.

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5

Samstag, 27. August 2005, 16:37

sorry asy, da die ganze biblische geschichte von widersprüchen und verschiedenen versionen nur so strotzt, ist es schwierig, wenn nicht unmöglich,
eine erklärende, einleuchtende antwort auf diverse darstellungen und sinnbilder zu finden. (für mich jedenfalls. :oops: )
Tausend heitere angenehme Stunden lassen wir mit verdrießlichem Gesicht ungenossen an uns vorüberziehen,
um nachher, zur trüben Zeit, mit vergeblicher Sehnsucht ihnen nachzuseufzen.

Arthur Schopenhauer

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Samstag, 27. August 2005, 17:16

Papam Asy habemus!

ASY

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7

Samstag, 27. August 2005, 17:49

Ist diese Unlogik niemanden von den Theisten aufgefallen? Welche Funktionen hat nun ein Engel - eine Konstante kann ich nicht erkennen.

Der Teufel als der Antigott, ein ehemaliger Engel und ein Geschöpf mit Fehlern? Er soll die Menschen zu Fehlern verleiten, die dann vor dem Gottesgericht doch nicht bestraft werden, weil der Gottessohn für unsere Sünden gestorben ist, die wir gar nicht machen würden, wenn es Gott nicht so bestimmt hätte. Das ist doch ein Katz & Maus Spiel aber kein Zusammenlebensvorteil.

Kursiv darum, weil ich natürlich nicht an das glaube! :pillepalle::

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