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Freitag, 13. Januar 2006, 12:30

Wenn Eltern rot sehen

Zitat

Hirnschädigungen, innere Verletzungen, Knochenbrüche: Überforderte Eltern schlagen immer häufiger und immer heftiger zu. Noch nie war die Zahl der schwer misshandelten Kinder so hoch.

Die Kinderschutzgruppe des Kinderspitals Zürich hat im vergangenen Jahr eine deutliche Zunahme schwer misshandelter Säuglinge und Kleinkinder registriert. Auch gesamtschweizerisch läuft der Trend zu mehr schweren Misshandlungen.

Gegenüber 5 im Vorjahr mussten 2005 im Zürcher Kinderspital 13 Kleinkinder und Säuglinge wegen schweren Verletzungen behandelt werden. Zwei der 13 von ihren Eltern schwer misshandelten Kinder seien 2005 gestorben, teilte die Kinderschutzgruppe und Opferberatungsstelle der Kinderspitals am Donnerstag mit.

Auch im Vergleich zu früheren Jahren stellt die Zahl von 13 schweren Misshandlungen ein klarer Rekord dar, wie Ulrich Lips von der Kinderschutzgruppe auf Anfrage der SDA sagte.

Schwerste Verletzungen

Das Durchschnittsalter der im Raum Zürich misshandelten Kleinkinder und Säuglinge betrug 9 Monate, der jüngste behandelte Säugling war erst drei Wochen, das älteste Kleinkind 4 Jahre alt. Betroffen waren zehn Knaben und drei Mädchen.

Die Schutzgruppe, die im Grossraum Zürich bei Misshandlungen aktiv wird, musste dabei schwerste Verletzungen feststellen: Diese reichten von Hirnschädigungen durch Schütteltrauma (5 Kinder) über Verbrühungen (3 Kinder), Schädelbrüche (2 Kinder), Knochenbrüche, Hirnblutungen bis zu inneren Verletzungen im Bauchraum eines Kleinkindes, das aus dem Fenster geworfen wurde.

Überforderte Eltern

Bei den meisten der betroffenen Kleinstkindern muss laut der Kinderschutzgruppe mit bleibenden Schäden gerechnet werden. Alle hätten sich in der Obhut ihrer Eltern befunden, als sie die schweren Verletzungen erlitten. Als Grund der Misshandlungen orten die Fachleute schwere Überforderung der Eltern, die mit ihren Kindern in einen «Teufelskreis» gerieten.

Im Hintergrund stünden Belastungen wie wirtschaftlicher Druck, massive Paarkonflikte, soziale Isolation, Suchtmittelabhängigkeit oder psychische Probleme solcher Eltern. Nicht selten sei aber auch «fehlende Zivilcourage» des Umfeldes mitverantwortlich, weil trotz Alarmzeichen lange Zeit niemand reagiere.

400 Fälle abgeklärt - 83 bestätigt

Insgesamt musste sich die Kinderschutzgruppe im letzten Jahr mit 396 Fällen tatsächlicher oder nur vermuteter Misshandlung von Kindern und Jugendlichen im Grossraum Zürich beschäftigen (Vorjahr 458). Bei 83 Fällen bestätigte sich schliesslich der Verdacht auf Kindsmisshandlung.

In 39 Fällen habe eine Risikosituation bestanden, wo durch geeignete Massnahmen eine Misshandlung erfolgreich verhindert werden konnte. Bei den 396 Abklärungen und Beratungen durch das 12- köpfige Team der Kinderschutzgruppe ging es im letzten Jahr am häufigsten um die Themen sexuelle Ausbeutung, gefolgt von sexueller Misshandlung, psychischer Misshandlung sowie Vernachlässigung.

Auch gesamtschweizerische Trend

Laut Lips macht die Schweizerische Statistik der Schütteltraumata deutlich, dass es auch in anderen Landesregionen zu mehr schwereren Misshandlungen von Kleinkindern durch überforderte Eltern kommt. Dies sei nicht nur ein Zürcher Phänomen.

Seit der gesamtschweizerischen Erhebung ab Mitte 2002 habe es in den letzten Jahren jährlich 5 bis 10 Fälle von schwerem Schütteltrauma gegeben. Allein im letzten Halbjahr 2005 wurden laut Lips 9 Fälle registriert, soviele wie sonst in einem ganzen Jahr. Er gehe hier nicht von einem Zufall aus, sagte Lips.

Quelle: SDA


Quelle dieses schockierenden Berichtes: http://www.20min.ch/news/schweiz/story/18875546

Ich frage mich wirklich wie bösartig wir Menschen sind. Ich finde es schockierend was sich da alles in den Familien abspielt. Es macht einem wütend, wenn man solches liest. Und man ist als aussenstehender machtlos. Die Eltern wollten ja die Kinder und statt, dass man ihnen Liebe schenkt und gibt, bekommen die etwas ganz anderes.
Wir sind nicht verantwortlich für das, was uns widerfährt, sondern dafür, wie wir damit umgehen.
Vergebung ist, alle Hoffnung auf eine bessere Vergangenheit aufzugeben!

:)


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