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ASY

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1

Dienstag, 28. März 2006, 20:28

Die Höflichkeit

Höflich ist, wer Unhöflichkeit zulässt!

Diese Aussage ist mir heute so während eines Gespräches in den Sinn gekommen und ich entschied mich, sie hier zur Diskussion zu stellen. Welchen Nutzen hat Höflichkeit?

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Maria

Lieber Hydrokultur als gar keine Bildung!

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2

Dienstag, 28. März 2006, 21:13

meinst echte höflichkeit oder arschkriecherei?
Ein wacher Geist weiß das in der Rache nichts als Zerstörung liegt.

3

Mittwoch, 29. März 2006, 08:30

für mich zeigt höflichkeit respekt vor dem anderen.

dass diese hier in mitteleuropa langsam verlorengeht macht mich oft wütend. zum beispiel wenn mir jemand die tür ins gesicht knallt oder 10 leute sich in der tür an mir vorbeidrängen als wär ich der portier, wo ich sie nur meinem hintermann aufhalten wollte.

auch ein "gesundheit" wenn jemand niest tut keinem weh, ist aber höflich.

warum höflichkeit oft mit arschkriecherei verwechselt wird kann ich gar nicht verstehen. ist unhöflichkeit leicht ehrlich? ich denke es ist nur respektlos und rüpelhaft.

ASY

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4

Mittwoch, 29. März 2006, 08:59

Emanuela,

aus dieser Perspektive kann ich dir ja zustimmen – hier ist es ja nicht problematisch. Höflichkeit in Form von Aufmerksamkeit, Rücksichtsnahme, Freundlichkeit würde ich nicht kritisieren.

Ich will jedoch ein Beispiel bringen:

Ich bin Aufmerksam und merke, dass mein Nachbar mit seinem überwinterten Cabrio im Garten steckt, weil jetzt der Rasen total aufgeweicht ist. Ich schrei runter und frage ob ich helfen kann.

Ich hole Auto, Seile und jede Menge Pfosten zum Unterlegen und wir zogen gemeinsam, ohne viel Flurschaden sein Fahrzeug raus und nun kommts.

Ich wurde gefragt, ob ich ein Bier möchte, was ich ablehnte. Würde ich Hilfe anbieten, weil ich dafür entlohnt werden wollte, so hätte ich das mitgeteilt und den Preis dafür selbst bestimmt. Ich sagte nur, dass wir ja eh Nachbarn seien und dass wir sicher mal quitt werden.

Was war nun unhöflich?

Anstatt mich zu fragen, ob ich ein Bier um 90 Cent will, hätte ich es vorgezogen, wenn mir beim Zurückräumen der Pfosten geholfen worden wäre. Dieser Satz ist mir auf der Zunge gelegen, ich habe es jedoch aus Höflichkeit unterlassen, den Nachbarn auf seine Unhöflichkeit hinzuweisen.


@Maria, jetzt sollte es klar sein.

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5

Mittwoch, 29. März 2006, 09:09

naja asy, ich glaub du interpretierst da eine unhöflichkeit hinein, die keine war. dein nachbar hat einfach nicht an die pfosten gedacht. vielleicht wollte er auch erst das bierli mit dir trinken und hätte dann geholfen. wenn wir aber immer drauf warten, dass der andere den ersten schritt macht kommt die welt zum stillstand.

ich geh lieber mit gutem beispiel voran. muss mich dann halt ab und zu ärgern aber das nehm ich in kauf.

in amerika freu ich mich dann imme wie ein kleines kind wenn die leute so über-freundlich sind. zurück daheim ist die enttäuschung dann halt groß.

ASY

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6

Mittwoch, 29. März 2006, 09:22

Ob ich da Unhöflichkeit hineininterpretiere, habe ich diskutiert und bin zur Überzeugung gekommen, nein. Leute wollen gerne, aus mir unerfindlichen Gründen, ganz billig nichts schudlig bleiben. Ich fühlte mich jedoch nicht benachteiligt, also fand ich das Bierangebot völlig daneben. Es war windig und völlig unwirtlich - also keine Gelegenheit Bier zu trinken - ich hätte mir das Bier mitnehmen müssen. :?

Ich denke hier geht es um einen Interessenskonflikt - "ja nix schuldig bleiben"! Wenn ich einen Hilfsausgleich wollte, dann ginge das nur, so ich selbst den Preis bestimmte. Was hätte ich tun sollen, wenn mir etwas, für mich, völlig Nutzloses angeboten worden wäre?

Allein schon diese Unterhaltung darüber zeigt mir, dass die Situation doch nicht so einfach zu sehen ist.

7

Mittwoch, 29. März 2006, 11:25

Zitat von »"Emanuela"«

warum höflichkeit oft mit arschkriecherei verwechselt wird kann ich gar nicht verstehen. ist unhöflichkeit leicht ehrlich? ich denke es ist nur respektlos und rüpelhaft.


Weil Beide sehr nahe beieinander liegen.

Ich denke der Kriecherei bedient sich jedermann, wenn er die Gelegenheit dazu hat und es ihm notwendig erscheint. Schmeicheleien und Nettigkeiten sind meiner Meinung nach Bestandteil der alltäglichen Höflichkeit, und von da bis zum Arschkriechen gibt es keine sehr klar definierte Grenze.

Ähnlich verhält es sich mit der Unhöflichkeit.

Warum sollte eine jede Unhöflichkeit nur dem Zweck der Verletztung dienen. Wird man nicht sehr oft genötigt, UNHÖFLICH zu Menschen zu sein um dabei ehrlich bleiben zu können?

8

Mittwoch, 29. März 2006, 13:21

Um meine Ungeschickte Erläuterung der Unhöflichkeit besser zu erklären.

An einer Unhöflichkeit
Anstoß zu nehmen,
heißt sich darüber zu beklagen,
dass man nicht getäuscht wurde.

Zitat: Sully Prudhomme, Gedanken

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9

Mittwoch, 29. März 2006, 14:20

Zitat von »"Die Kratzbürste"«

Zitat von »"Emanuela"«

warum höflichkeit oft mit arschkriecherei verwechselt wird kann ich gar nicht verstehen. ist unhöflichkeit leicht ehrlich? ich denke es ist nur respektlos und rüpelhaft.


Weil Beide sehr nahe beieinander liegen.

Ich denke der Kriecherei bedient sich jedermann, wenn er die Gelegenheit dazu hat und es ihm notwendig erscheint. Schmeicheleien und Nettigkeiten sind meiner Meinung nach Bestandteil der alltäglichen Höflichkeit, und von da bis zum Arschkriechen gibt es keine sehr klar definierte Grenze.

Ähnlich verhält es sich mit der Unhöflichkeit.

Warum sollte eine jede Unhöflichkeit nur dem Zweck der Verletztung dienen. Wird man nicht sehr oft genötigt, UNHÖFLICH zu Menschen zu sein um dabei ehrlich bleiben zu können?


muss man immer seine meinung kund tun auch wenn man weiß dass es den anderen verletzt? ich kann mir denken "wahnsinn, der hat aber zugenommen". aber aus respekt vor den gefühlen des anderen sage ich es nicht.

andere perspektive: muss den anderen meine ehrlichkeit immer interessieren? d.h. muss ich immer alles beurteilen und das laut? jeder hat auch das recht sich nicht für meine meinung zu interessieren.

davon abgesehen verstehe ich unter höflichkeit gewisse verhaltensweisen (grüßen, hand geben, tür aufhalten) die das leben in einer so großen gemeinschaft wie z.b. einer großstadt möglich und lebbar machen. in einer welt wo jeder gründe vorbringt warum er nicht die hand geben mag, will ich gar nicht mehr leben.

10

Mittwoch, 29. März 2006, 18:58

Höflichkeit ist in einer Gesellschaft unumgänglich.
Leider ist in den letzten zwanzig Jahren der Ton rauher geworden.Ich bin heute mit der U - Bahn gefahren und habe einen Jugendlichen hölich aufgefordert,einer schwangeren Frau den Sitzplatz zu überlassen.
Er reagierte unwillig,also mußte ich ihm es auf Favoritnerisch sagen.....er hat mich sofort verstanden.Ob es nachhaltig wirkt ?
Wenn es die anderen Erwachsenen auch so machen würden,hätten wir bald die freundlichsten Jugendlichen.

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