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ASY

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1

Mittwoch, 10. Mai 2006, 15:17

Freiheit vs. Bequemlichkeit

Welches ist das humanere und authentischere Ziel?

Bisher glaubte ich, Freiheit sei das höchste Gut - seit ungefähr einer halben Stunde bin ich überzeugt, dass nur die Bequemlichkeit das höchste menschliche Gut sein kann. Nach Freiheit zu streben ist somit der falsche Weg, weil es in den Wahlzwang führt - außerdem: können alle Menschen frei sein? Will das die Mehrheit überhaupt? Bequemlichkeit hingegen arrangiert sich mit jeder Situation und findet ihre Grenzen in irgendeiner Unbequemlichkeit, die es zu vermeiden gilt. Überall kann jeder sofort beginnen, sich es ein bisschen bequemer zu machen oder andere für bequeme Ziele zu begeistern.

Meine Bequemlichkeit endet dort, wo ich eine andere Bequemlichkeit zurückdränge, so hat's nicht mal mehr der Unbequeme leicht, denn seine Unbequemlichkeit wird mit Unbequemlichkeit bestraft.

Was sagt ihr?

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HerrAbisZ

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2

Dienstag, 6. Mai 2008, 23:35

Welchen Wahlzwang meinst du da?

Meine Bequemlichkeit endet dort, wo ich eine andere Bequemlichkeit zurückdränge, so hat's nicht mal mehr der Unbequeme leicht, denn seine Unbequemlichkeit wird mit Unbequemlichkeit bestraft.
Kannst du mir das noch näher erklären, wie du das genau meinst?

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3

Dienstag, 6. Mai 2008, 23:45

Welchen Wahlzwang meinst du da?
Den Zwang zu wählen.

Zu deiner weiteren Frage:

Der sozial Faule wird es nicht so schön haben als der sozial Engagierte. Zuerst werden die Geber und dann die Nehmer bekommen.

Heute leben wir in einer verkehrten Welt, wo das rücksichtslose Nehmen belohnt wird.

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4

Mittwoch, 7. Mai 2008, 00:52

Den Zwang zu wählen.
Das ist ja eine Freiheit! Ich habe die Freiheit zu Wählen zwischen dem oder dem! Oder ich kann sogar gar nix von dem zur Verfügung stehenden wählen! (z.B. ungültig wählen). Aber das ist halt eine Ansichtssache! Ich denke halt letztendlich positiv realistisch!


Der sozial Faule wird es nicht so schön haben als der sozial Engagierte. Zuerst werden die Geber und dann die Nehmer bekommen.

Heute leben wir in einer verkehrten Welt, wo das rücksichtslose Nehmen belohnt wird.
:applaus Wie liegen ja gar nicht so weit auseinander!

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5

Mittwoch, 7. Mai 2008, 01:06

Das ist ja eine Freiheit! Ich habe die Freiheit zu Wählen zwischen dem oder dem! Oder ich kann sogar gar nix von dem zur Verfügung stehenden wählen! (z.B. ungültig wählen). Aber das ist halt eine Ansichtssache! Ich denke halt letztendlich positiv realistisch!
Ja, es wäre eine Freiheit aber ich stelle die Frage in den Raum ob sie überhaupt erstrebenswert, weil sie ohnedies unerreichbar ist. Wir müssen stets lernen, bewegen, atmen, uns ernähren, wärmen, kleiden, fortbewegen, fortpflanzen, schützen, usw. wo kann da je Freiheit (ein absoluter Zustand wie schwanger sein) entstehen? Es ist keine Freiheit, wenn ich zwischen Tomate und Paprika oder Palatschninken und Bratwürstel wählen kann. Es ist keine Freihheit, wenn ich über Not und Leid, Armut und Wohlstand entscheiden kann.

Wenn wir jedoch der Bequemlichkeit für andere - was ja automatisch die eigene Bequemlichkeitsvorsorge ist - einen Vorzug geben, dann fühlen wir uns als ob wir in einer Freiheit leben würden. Ich erinnere dich da an die These, das sich Fehler gerne vermehren, so man sie beseitigt. Es ist also nur schlau, wenn ich eine allgemeine Zufriedenheit schaffe.

HerrAbisZ

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6

Mittwoch, 7. Mai 2008, 01:09

Du kannst auch den Suizid wählen, was ich aber dringend abrate!

Die Wahl zwischen dem Leben annehmen oder ablehnen. Ich habe mich FÜR das Leben entschieden!

ASY

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7

Mittwoch, 7. Mai 2008, 01:10

Danke für die anspruchsvolle Antwort. :oooch:

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8

Mittwoch, 7. Mai 2008, 01:13

Du zählst ja alles so auf, als ob das Leben nur aus Qualen besteht!

Es gibt doch auch viel schöne Sachen.

Was erfreut euch gerade?

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9

Mittwoch, 7. Mai 2008, 01:29

Ich erinnere dich da an die These, das sich Fehler gerne vermehren, so man sie beseitigt.
Dem kann ich überhaupt nicht zustimmen! Fehler macht man dann, wenn man die Sachlage nicht kennt bzw. ignoriert! Und aus Fehlern sollte man ja auch lernen. Ich erinnere an die "3 Arten zur Weisheit zu gelangen"!


Es ist also nur schlau, wenn ich eine allgemeine Zufriedenheit schaffe.
Richtig! Doch diese soll nie zulasten anderer gehen! Nicht bequem sein!

ASY

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10

Mittwoch, 7. Mai 2008, 01:33

Es gibt doch auch viel schöne Sachen.
Wohlfühlen, Sex, Zufriedenheit, Geselligkeit, Fürsorge, Plaudern, die Weisheit und den Frieden lieben, usw.

Aber es ist wichtiger das Leid zu vermindern als das Glück ohnedies Glücklicher zu erhöhen oder zu erhalten. (frei nach Sir Karl Popper)

Also, wo steckt der Diskussionsbedarf über das Schöne, während unsere westlichen Gesinnungs- und Religionswurzelfreunde den Nahen Osten und Afrika terrorisieren? Während wir in Europa für ein paar Oberschmarotzer hetzen und uns gegenseitig einen Wettkampf ums Überleben liefern. Wir nehmen das zwar nicht so wahr, weil wir uns gut beschissen haben. Die Gier nach Konsumgüter treibt uns an und wer nicht mitmacht, wird als Versager abgestempelt, der sich nur aufregt, weil er das System nciht schafft. So feuern wir uns gegenseitig an, zu einer Olympiade, die uns das Leben zu unserer schönsten Zeit raubt.

Die Riesenmenge im Wettkampfsystem untergehenden Leute, haben weder die Bildung noch die Möglichkeiten ihre Not zu artikulieren um sie auf die große Glock zu hängen. Denen müssten wir es bequem machen, dann muss es doch allen bequemer werden.

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