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ASY

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1

Dienstag, 25. Juli 2006, 10:42

Was ist unser Geld?

Wie in den letzten Tagen zu erkennen ist, habe ich ein mächtiges Problem mit unserem Geld und der Bewertung desselben. Auch in vielen Gesprächen in der Realwelt stoße ich auf Unglaubwürdigkeit, welche sich innerhalb von Tagen in totale Enttäuschung und Erschütterung verwandelt. Tatsächlich ist unser verzinstes Geld eine Machtmaschinerie ohne Aussicht auf irgendeine wirkende Opposition. Sogar ohne Krieg könnte jeder Staat vernichtet werden, was wir an der ehm. Sowjetunion nachvollziehen können. Karl Marx hat die Zinsproblematik auch nicht erkannt, darum musste der Kommunismus versagen, weil die Wertschöpfung für Zins nicht erfüllbar ist.

Unser Geld hat auch noch andere Tücken eingebaut, die sich jedoch in einer Diskussion auftun werden.

Ich wiederhole anfänglich mein unverstandenes und als Verarschung denunziertes Beispiel:

Es ist nicht möglich bei einer geliehenen Menge von 100 Geldeinheiten (GE) bspw. 10% Zinsen pro Jahr zu verlangen. Warum?

Weil dann nur mehr 90 GE vorhanden sind. Die GE-Menge verringert sich und daraus ergeben sich folgende Konsequenzen:
  • ich wirtschafte mit 90 GE weiter und zahle im nächsten Jahr 9 GE an Zinsen, was wiederum die Geldmenge verringert und jedes Jahr bis zum Geldverlust=Zinszahlverlust führt.
  • ich leihe mir weitere GE, was mich in die Schuldenspirale, durch noch höhere Zinsen wirft.


Eigentlich sollte nun schon klar werden, dass hier etwas faul ist.

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2

Dienstag, 25. Juli 2006, 11:06

Asy,
die erste Aufgabe wird wohl sein, die Zinsen und die anfallenden Kosten zu erwirtschaften, oder hast du vor, 100 GE aufzunehmen, sie in eine Vitrine zu legen und das ganze Jahr bewundern?
Oder meinst du, dass Kapital leichter durch Spekulation vermehrt wird als durch harte Arbeit?
Oder meinst du, dass die Zinsenwirtschaft, d.h. Kapitalverwaltung keinen Nutzen für die Beteiligten bringt?
Oder meinst du staatliche Geldangelegenheiten, wo die Politik ziemlich unverantwortlich das Geld verteilt?

ASY

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3

Dienstag, 25. Juli 2006, 11:46

Die 100 GE sind für einen Minimalstaat. Es gibt eine Ausgabestelle, die Weltbank, die dem Staat Geld zur Verfügung stellt. Alles was jetzt passiert bestimmt die Ausgabemacht. Deine angeführten Fragen sind alles Mechanismen, die sich der Zinspolitik bedienen; das Desaster hinauszögern, in dem sie die Armutskriege auf der Welt verteilen und uns so einen halbwegs "Weltfrieden" vorgauckeln.

Stell dir vor, du bist mit ein paar Leuten auf einer Insel und dir würde von einem prächtigen Schiff Gold angeboten, welches auf deiner Insel nicht vorkommt. Du nimmst es an, weil du dir Geschäfte mit dem Schiff erhoffst. Dir wird das Gold geliehen und ein prächtiges Handeln fängt plötzlich mit den Ankömmlingen an. Das Vertrauen wurde durch das gebotene Wachstum erschlichen.

Ab jetzt sitzt du mit deinem Inselstaat in der Falle, du bist ihm völlig ausgeliefert.

Anm.: Ich bin absichtlich so zurückhaltend, weil ich auf eigene Denkfehler aufmerksam werden will.

4

Dienstag, 25. Juli 2006, 12:17

Die Ausgabemacht bestimmt leider nicht was passiert nachdem sie einen großzügigen Kredit von der Weltbank bekommen hat.

Die Weltbank fordert in ihren Kreditbedingungen immer Ausgabensenkung und Steuererhöhung sowie Preiserhöhung bei Lebensmitteln, Strom und Wasser. Wie jeder Hobby-Volkswirt weiß, treibt eine Staatsausgaben-Senkung und eine Steuererhöhung eine Rezession immer weiter bis zur Depression.

Damit ist dann eine Kreditrückzahlung natürlich unmöglich.

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ASY

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5

Dienstag, 25. Juli 2006, 12:32

Die Weltbank ist die Ausgabemacht und wenn man versteht, dass das Geld nur ein Versprechen und kein Wert ist, dann hat man ein Problem erkannt.

Weil das Geld knapp wird, versucht der Staat Geld zu bekommen, um es weiter zu verleihen. Dafür bietet er auch Zinsen!!!!! an - somit geht es jedem Bürger wie dem Staat. Jetzt beginnen natürlich die Sparer das Geld zu horten, weil es ja ohne zu arbeiten Zinsen bringt. Ein Teufelskreis, der nur daran liegt, dass für GE Zinsen bezahlt werden.

Ein perfekter KettenGeldBrief.

6

Mittwoch, 26. Juli 2006, 16:54

Zitat von »"ASY"«

Die 100 GE sind für einen Minimalstaat. Es gibt eine Ausgabestelle, die Weltbank, die dem Staat Geld zur Verfügung stellt. Alles was jetzt passiert bestimmt die Ausgabemacht. Deine angeführten Fragen sind alles Mechanismen, die sich der Zinspolitik bedienen; das Desaster hinauszögern, in dem sie die Armutskriege auf der Welt verteilen und uns so einen halbwegs "Weltfrieden" vorgauckeln.

Stell dir vor, du bist mit ein paar Leuten auf einer Insel und dir würde von einem prächtigen Schiff Gold angeboten, welches auf deiner Insel nicht vorkommt. Du nimmst es an, weil du dir Geschäfte mit dem Schiff erhoffst. Dir wird das Gold geliehen und ein prächtiges Handeln fängt plötzlich mit den Ankömmlingen an. Das Vertrauen wurde durch das gebotene Wachstum erschlichen.

Ab jetzt sitzt du mit deinem Inselstaat in der Falle, du bist ihm völlig ausgeliefert.

Anm.: Ich bin absichtlich so zurückhaltend, weil ich auf eigene Denkfehler aufmerksam werden will.


Nein es kann nicht nur an den Zinsen liegen, es liegt fast immer am Individuum, wie Geld verarbeitet und gewinnbringend eingesetzt wird. Da wir den Tauschhandel offiziell ja abgeschafft haben, müssen wir, ob wir es wollen oder nicht uns des Geldes bedienen. Schon allein, dass der Staat mit seinem System Verpflichtungen eingegangen ist, ist er auch verpflichtet von allen Steuerschuldigen soviel heraus zu holen, bis zum geht nicht mehr. Wie wir alle wissen, es reicht trotzdem nicht!

Einen Staat wie einen Privatbetrieb zu führen, lässt sich leider nicht machen, weil es allzu viel Schmarotzer in der Kette gibt, die ein Privater schnellstens unterbunden hätte, weil er ja auch nicht dieselbe Sozialverantwortung und keinen überbesetzten Stab (Politiker) tragen wird.

Je weniger Geld gebraucht wird, desto einfacher ist die Ausschaltung von Kreditinstituten und da nun der Tauschhandel mit Gold auf „meiner“ Insel nach meiner Meinung, nach meinen Gesetzen gehen wird, werde ich das Gold nicht annehmen um mich nicht in die Schose der Geldgeber zu verstricken.
Da ich annehme, dass es vor diesem Angebot auf der Insel möglich war, von dem Befindlichen zu leben, werde ich alles daran setzen, diesen Status weiter zu verfolgen.

Anonymous

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7

Mittwoch, 26. Juli 2006, 17:18

Asy! Du unterliegst einem maechtigen Denkfehler!!
Nicht das Geld hat einen Wert sondern die Ware und die Dienstleistung die damit geschaffen wird.
Wozu sollte jemand auf Deiner Insel das Gold benoetigen?? Zum Anschauen??
:wink

ASY

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8

Mittwoch, 26. Juli 2006, 18:04

Zitat von »"assam"«

Nein es kann nicht nur an den Zinsen liegen, es liegt fast immer am Individuum, wie Geld verarbeitet und gewinnbringend eingesetzt wird. Da wir den Tauschhandel offiziell ja abgeschafft haben, müssen wir, ob wir es wollen oder nicht uns des Geldes bedienen. Schon allein, dass der Staat mit seinem System Verpflichtungen eingegangen ist, ist er auch verpflichtet von allen Steuerschuldigen soviel heraus zu holen, bis zum geht nicht mehr. Wie wir alle wissen, es reicht trotzdem nicht!

Einen Staat wie einen Privatbetrieb zu führen, lässt sich leider nicht machen, weil es allzu viel Schmarotzer in der Kette gibt, die ein Privater schnellstens unterbunden hätte, weil er ja auch nicht dieselbe Sozialverantwortung und keinen überbesetzten Stab (Politiker) tragen wird.

Mit mächtigem Verlaub, lieber Assam, deine Überlegungen lehnen sich ans Realleben und an die Mechanismen der Verzinsung von Wertlosem an. Ich werde es am von mir erfundenen Beispiel weiter erklären.

Zitat von »"assam"«

Je weniger Geld gebraucht wird, desto einfacher ist die Ausschaltung von Kreditinstituten und da nun der Tauschhandel mit Gold auf „meiner“ Insel nach meiner Meinung, nach meinen Gesetzen gehen wird, werde ich das Gold nicht annehmen um mich nicht in die Schose der Geldgeber zu verstricken.
Da ich annehme, dass es vor diesem Angebot auf der Insel möglich war, von dem Befindlichen zu leben, werde ich alles daran setzen, diesen Status weiter zu verfolgen.

Ich sagte doch, dass du in der Falle sitzt und ich postuliere, dass du auf dieser Insel in die Falle laufen musst, weil du nicht weißt was dein Goldgeber weiß und vor hat.

Szenario:
Ich beobachte deine Insel und stelle fest, dass dein Hauptwerkstoff Holz ist. Ich werde dir das Holz durch bspw. Feuer vernichten und dann komme ich helfend vorbei. Dein Rohstoff Holz ist vernichtet und ich habe "zufällig" ein Schiff gesehen, das ich noch treffe und Holz mit hat, welches du unbedingt brauchst. Ich behaupte auch, dass der Kapitän dieses Schiffes nur gegen Gold/Geld tauscht.

Ich biete dir das Geld/Gold an und verlange dafür etwas, was ich brauchen kann (Zinsen). Solltest du mir das nicht versprechen wollen, dann werde ich von dannen ziehen und deinen Inselstaat dem determinierten Schicksal überlassen. Bote hast du keine, du kannst auch keine bauen ohne Holz.

Oder:
Du bist fürs Überleben deines Staates und nimmst das für dich wertlos gewesene Gold und sitzt somit in der Spirale drinnen. Ab jetzt weiß ich genau wie viel Geschäfte ich mit dir machen kann, um dir immer nur so viel Gold/Geld zu geben, dass du die Goldschulden nicht begleichen kannst. Diesen Fehler gibst du deinem Volk weiter – da man mit den Fischen kein Geschäft machen kann, werden die Hunde deine Letzen, nämlich das Volk beißen.

Wo wir bei den Armen wären und es ist nur "Zufall", dass wir nicht zu ihnen gehören. Es liegt nicht an unserem Fleiß, dass wir reich sind und andere wegen ihrer Faulheit arm.

Es geht um das dreckige Geschäft des Kreditzinses.

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9

Mittwoch, 26. Juli 2006, 18:24

Einmal anders gesehen!
Du baggerst mir ein Loch! Normal brauchst Du eine Woche. ich will es aber gleich haben. Du baggerst mir das Loch in 2 Tagen verlangst aber zusaetzlich Licht in der Nacht und noch einen Bagger mit Bedienung.
Jetzt zahle ich fuer die gleiche Leistung wesentlich mehr habe sie aber frueher. Das heist der Faktor Zeit kostet Geld.
Wenn ich etwas spaeter zurueckgebe auch! Ich zahle dann "Miete" weil ich es in der Zwischenzeit benuetze. Beim Geld heisst das dann "Zinsen"
:D

10

Mittwoch, 26. Juli 2006, 18:34

Mal weg vom Kredit: Ich halte das Sparen für Blödsinn der nur den Banken und dem Finanzminister dient.

Überlegt mal was ihr dafür bekommt.
Variante 1: du willst dein Geld in Sicherheit wissen und wählst ein Sparbuch. Momentan sind die Banken ganz "großzügig" weil sie im BAWAG-Kundenteich fischen und bieten 2,75 bis 3 Prozent.
Wow! Wie hoch ist die Inflationsrate? Und um wieviel stieg der Verbraucherpreisindex letztes Jahr? (2,3%)
Also bleibt dir ein heißer Furz.

Variante 2:
Du denkst dir wer wagt gewinnt, ich will mehr Rendite.
Also kaufst du Wertpapiere. Super Performance bisher. Gute Risikostreuung. Die hatten wirklich tolle Wertzuwächse in den letzten 10 Jahren. Aber komisch: kaum hast du sie gekauft, da geht der Kurs runter. Verflixt! Dein Berater sagt: halten, das geht vorüber. Aber nix da.
Nach 3 Jahren hast du einen Verlust eingefahren. Und nicht vergessen: auch brav Spesen für Wertpapierdepot, Ankauf und Verkauf gezahlt.

Drum: kauft euch Erlebnisse um das Geld!

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