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ASY

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1

Sonntag, 30. Juli 2006, 11:15

Weißt du?

weißt du
...die heiterkeit war mir immer zu heiter,

und die traurigkeiten immer eine spur zu theatralisch...

weißt du, sagte er, und redete dabei mit sich selbst,

die größe war mir immer zu groß, die tiefe immer

zu tief, das seichte immer zu seicht, die heiterkeit

immer zu heiter, und die traurigkeiten immer eine

spur zu theatralisch, das helle immer zu grell,

das schnelle zu schnell, das banale zu bescheiden,

die innerlichkeit zu kokett, das tiefgründige zu

anmaßend, der protz zu dumm, die dummheit

zu ahnungslos, das laute zu selbstsicher, das genaue

zu pingelig, das wahre zu humorlos, der glaube

zu unduldsam, die ordnung zu stur, das blauäugige

zu blauäugig, die sanftmut zu heuchlerisch, das

heuchlerische zu unsensibel, die lüge zu platt,

der schmäh zu dick, das eingemachte zu dünn, die

herzensgüte zu penetrant, das penetrante zu eitel,

die eitelkeit zu arglos, das gute zu aufgesetzt, der

dreck zu künstlich, die sauberkeit zu klinisch und

das bedächtige zu gedankenlos. die ironie zeigte

keine distanz und der zynismus war nicht glaubwürdig.

so hatte jedes sein zuviel und zuwenig, vieles

kein gegenteil, aber eines war mir immer und in

jeder situation das schlimmste:

dasbedeutende.

(DER STANDARD, Printausgabe, 29./30.7.2006)

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2

Montag, 31. Juli 2006, 09:26

Es ist Unsinn
sagt die Vernunft
Es ist Unglück
sagt die Berechnung
Es ist nichts als Schmerz
sagt die Angst
Es ist aussichtslos
sagt die Einsicht
Es ist lächerlich
sagt der Stolz
Es ist leichtsinnig
sagt die Vorsicht
Es ist unmöglich
sagt die Erfahrung
Es ist was es ist
sagt die Liebe
Ich könnte wenn ich wollte
aber ich will nicht!

Anonymous

unregistriert

3

Mittwoch, 1. November 2006, 18:59

Wenn ich dich liebe, was geht es dich an?

Wenn dir mein Auge mit trunknem Entzücken
Folget, so weit es dich sehen kann.
Wenn deine Worte mich innig beglücken,
Wo ich sie höre - was geht es dich an?

Bist du der Stern mir, der Strahlen versendet
auf meines Lebens umdüsterte Bahn;
Bist du die Sonne mir, die mich verblendet,
Wenn ich dir gut bin, was geht es dich an?

Bist du die Gottheit, die still ich verehre,
Zu der ich hohes Vertrauen gewann
Und ihr im Herzen errichte Altäre -
Wenn ich dich liebe, was geht es dich an?

Wenn ich nichts fordre, so musst du es dulden,
Was ich an Opferrauch fuer dich ersann:
Was ich auch leide, ist nicht dein Verschulden,
Und wenn ich sterbe, so geht's dich nichts an.

ASY

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4

Donnerstag, 17. April 2008, 20:02

„Pflicht ohne Liebe macht verdrießlich.
Verantwortung ohne Liebe macht rücksichtslos.
Gerechtigkeit ohne Liebe macht hart.
Erziehung ohne Liebe macht widerspruchsvoll.
Klugheit ohne Liebe macht gerissen.
Freundlichkeit ohne Liebe macht heuchlerisch.
Ordnung ohne Liebe macht kleinlich.
Sachkenntnis ohne Liebe macht rechthaberisch.
Macht ohne Liebe macht gewalttätig.
Ehre ohne Liebe macht hochmütig.
Besitz ohne Liebe macht geizig.
Glaube ohne Liebe macht fanatisch.
Leistung ohne Liebe macht brutal.
Urteilsfähigkeit ohne Liebe macht unweise.
Wahrheit ohne Liebe macht eitel.
Können ohne Liebe macht egoistisch.
Eifer ohne Liebe macht eifersüchtig.
Vergebung ohne Liebe macht nachtragend.
Erfolg ohne Liebe macht einsam.
Leiden ohne Liebe macht bitter.
Überlegenheit ohne Liebe macht ironisch.
Spontaneität ohne Liebe macht unduldsam.
Gehorsam ohne Liebe macht sklavisch.
Leben ohne Liebe ist sinnlos!“

(Günther Lazik)

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5

Donnerstag, 17. April 2008, 21:21

...die heiterkeit war mir immer zu heiter,


die heiterkeit

immer zu heiter


und die traurigkeiten immer eine spur zu theatralisch...


Warum wiederholen sich diese Sätze im ersten Sprücherl?? :kopfkratz: :schulter:
"Sozialismus - das ist die Brücke von links nach rechts"


ASY

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6

Donnerstag, 17. April 2008, 21:34

Da ist der erste Teil doppelt kopiert worden!

Sehr aufmerksam, plus römisch Eins, setzen! :P

7

Donnerstag, 17. April 2008, 22:52

Wie man sich irren kann

Ich hielt dein Herz einst für ein tiefes Meer,
Auf dessen Grund viel edle Perlen lägen.
Beim Tauchen fand ich alle Muscheln leer,
Scheußlich Gewürm nur that die Tiefe hegen.
Ich fand den Schwertfisch roher Wankellaunen,
Das Molchgezücht der Heuchelei und Lüge -
Entsetzen faßte mich und schmerzlich Staunen,
Ist's möglich, daß die Außenseit' so trüge.

Die Oberfläche war so spiegelglatt,
Die Flut schien mir so durchsichtig und helle,
Sie ließ nicht ahnen was die Tiefe hat,
So manchen Riff, so manche Klippenstelle.
Die Leidenschaften, die dort schrecklich stürmen,
Sind wildverzerrte, scheußliche Gestalten,
Die bald sich flieh'n, bald aufeinander thürmen,
Im steten Kampf als feindliche Gewalten.

Ich hing an einem spitzen Felsenriff,
Vom Wogensturm zerwirbelt und zerschlagen;
Da hat mich einer Welle kühner Griff,
Zur Oberfläche rasch zurückgetragen.
Am Ufer lieg' ich nun mit meinen Wunden,
Und keine Hand kann Balsam für sie pressen,
Denn was ich in der dunkeln Tief' gefunden,
Kann ich im Sonnenlichte nicht vergessen.

Kathinka Zitz
1801 - 1877
Man muss einem Menschen die Wahrheit hinhalten, dass er wie in einen
offenen Mantel hineinschlüpfen kann, und nicht wie einen nassen Lappen um
die Ohren hauen.

8

Montag, 5. Mai 2008, 17:47

Dialog zweier Zwillinge im Mutterleib:

"Sag mal, glaubst du eigentlich an ein Leben nach der Geburt?" fragt der eine Zwilling.

"Ja auf jeden Fall! Hier drinnen wachsen wir und werden stark für das, was draußen kommen wird", antwortet der andere Zwilling.

"Ich glaube, das ist Blödsinn!" sagt der erste. "Es kann kein Leben nach der Geburt geben - wie sollte das denn bitteschön aussehen?"

"So ganz genau weiß ich das auch nicht. Aber es wird sicher viel heller als hier sein. Und vielleicht werden wir herumlaufen und mit dem Mund essen?"

"So einen Unsinn habe ich ja noch nie gehört! Mit dem Mund essen, was für eine verrückte Idee. Es gibt doch die Nabelschnur, die uns ernährt.

Und wie willst du herumlaufen? Dafür ist die Nabelschnur viel zu kurz."

"Doch, es geht ganz bestimmt. Es wird eben alles nur ein bisschen anders."

"Du spinnst! Es ist noch nie einer zurückgekommen von 'nach der Geburt'. Mit der Geburt ist das Leben zu Ende. Punktum."

"Ich gebe ja zu, dass keiner weiß, wie das Leben nach der Geburt aussehen wird. Aber ich weiß, dass wir dann unsere Mutter sehen werden und sie wird für uns sorgen."

"Mutter??? Du glaubst doch wohl nicht an eine Mutter? Wo ist sie denn bitte?"

"Na hier - überall um uns herum. Wir sind und leben in ihr und durch sie. Ohne sie könnten wir gar nicht sein!"

"Quatsch! Von einer Mutter habe ich noch nie etwas bemerkt, also gibt es sie auch nicht."

"Doch, manchmal, wenn wir ganz still sind, kannst du sie singen hören. Oder spüren, wenn sie unsere Welt streichelt................
Man muss einem Menschen die Wahrheit hinhalten, dass er wie in einen
offenen Mantel hineinschlüpfen kann, und nicht wie einen nassen Lappen um
die Ohren hauen.

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9

Montag, 5. Mai 2008, 18:28

Erst unlängst habe ich diese Geschichte gesucht und nicht gefunden. :danke:

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