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Dienstag, 29. November 2011, 16:53

Der Original-Brief von Johann Rzeszut

Zitat

Der Original-Brief von Johann Rzeszut
Johann Rzeszut, Ex-OGH-Präsident und Mitglied der Evaluierungskommission im Entführungsfall Natascha Kampusch, hat folgenden Brief per e-mail an die ÖSTERREICH-Redaktion gesendet.

"Sie gestatten mir den unter Zeitdruck unternommenen Versuch, mit ein paar grundsätzlichen Bemerkungen den fallbezogenen Standpunkt der Evaluierungskommission, der in den Medien teilweise nicht verstanden wird, zu verdeutlichen.

Das öffentliche Informationsinteresse ist nicht nur zu respektieren, mit Rücksicht auf die damit verbundenen Kontrollaspekte vielmehr nicht hoch genug einzuschätzen. Dies insbesondere dann, wenn es um Jugendschutz (und damit um den Schutz gesellschaftlicher Zukunft) geht. Dass eine Entführung Unmündiger, insbesondere dann wenn - wie im sog. "Fall Kampusch" - spezifische Mißbrauchskomponenten nicht ausgeschlossen werden können, zu dem angesprochenen Problemfeld besonderer gesellschaftlicher Bedeutung zählt, liegt auf der Hand.

Wie Sie ersichtlich wissen, bin ich (neben Präsident des VfGH i.R. Univ.-Prof. DDr. Adamovich und Univ.-Prof. Dr. Reindl-Krauskopf) eines der ehrenamtlich tätigen Mitglieder der im Innenressort eingesetzten sog. Evaluierungskommission, welcher (in Ausübung einer Zusatzfunktion zu ihrem regulären beruflichen Wirken) auch aktive Spitzenvertreter aus dem Innenressort angehören. Die Auffassung der Kommissionsmitglieder von der übernommenen Aufgabe ist ebenso einhellig , wie die Beurteilung der bisher vorliegenden Arbeitsergebnisse. Der ursprüngliche Kommissionsauftrag bestand darin, das kriminalpolizeiliche Wirken im Fall Kampusch nachzuvollziehen, es zu bewerten und Vorschläge dafür zu erstatten , inwieweit allfällige Mängel mit strukturellen Vorkehrungen in der Zukunft vermieden werden könnten. Im Zuge der Neubestellung der Evaluierungskommission im Dezember 2008 wurde der ihr erteilte Auftrag dahin erweitert, auch die Ermittlungstätigkeit der im Fall Kampusch eingesetzten operativen Sonderkommission des Bundeskriminalramtes interdisziplinär beratend zu begleiten.

Ermittlungen zum Verdacht strafbaren Verhaltens sind - nicht erst seit der ab 1.1.2008 geltenden Neuordnung des strafprozessualen Vorverfahrens

- seit jeher auf ein gedeihliches Zusammenwirken zwischen Sicherheitsbehörden und Strafgericht angewiesen. Eine Bewertung kriminalpolizeilichen Wirkens führt demzufolge zwangsläufig auch zur Sicht auf das Zusammenspiel zwischen Polizei und Justiz. Die gravierendsten Unzukömmlichkeiten, auf die die Evaluierungskommission fallbezogen aufmerksam wurde, betreffen gerade diese wechselseitige sachdienliche Abstimmung, die - besonders nach neuem Strafprozessrecht - der leitenden Verantwortung der Staatsanwaltschaft unterliegt. Soweit Mangelhaftigkeit kriminalpolizeilichen Wirkens seine Ursache (auch) in staatsanwaltschaftlichen Versäumnissen hat, hat dies die Evaluierungskommission selbstverständlich durchaus im Rahmen ihres Auftrags aufzuzeigen.

In diesem Zusammenhang ergeben sich für die Evaluierungskommission und damit insbesondere auch für Ihren mit laufenden Medienanfragen konfrontierten Vorsitzenden Präs.d.VfGH i.R. Univ.-Prof. DDr. Adamovich große Schwierigkeiten. Die umfassende Detailaufarbeitung ergab in vielerlei Hinsicht - in krassem Gegensatz zur bisherigen staatsanwaltschaftlichen Sicht - beträchtlichen (auch) kriminalstrategischen Nachholbedarf, der in seinen Einzelheiten nicht medial offen gelegt werden kann, ohne dabei wesentliche Ermittlungsziele zu gefährden. Dies einerseits betonen zu müssen, gleichzeitig aber nicht verantworten zu können, dass Details der offenen Ermittlungsstoßrichtungen vorzeitig bekannt werden, ist jenes Dilemma, dem Präs. Univ.-Prof. DDr. Adamovich bereits längerfristig und zwangsläufig ausgesetzt ist. Längerfristig deshalb, weil der staatsanwaltschaftliche Verantwortungsbereich (StA Wien und OStA Wien) jenes offene Ermittlungssubstrat, das die Evaluierungskommission seit nunmehr bereits rund 14 Monaten als sachlich unvertretbares Defizit reklamiert, ausschließlich mit der Begründung ignoriert, das Tatopfer spricht nur von einem Täter, dieser sei tot, weshalb es nichts mehr zu ermitteln gebe. Erst unter dem Druck der aktuellen öffentlichen (medialen) Anteilnahme wurde in jüngster Vergangenheit erreicht, dass vor dem Beginn der entscheidenden Einvernahmen die Primäreinlassungen des Tatopfers (wenigstens) eingesehen werden konnten, worauf im Interesse absehbar notwendiger Vorhalte nicht verzichtet werden konnte.

Ich ersuche um Verständnis dafür, dass ich Ihnen zur Sicht der Evaluierungskommission derzeit nicht mehr als Folgendes eröffnen kann:

Vorweg: wir fürchten nichts mehr als in einigen Jahren eine Zeitungsmeldung des Inhalts: "Natascha Kampusch tot aufgefunden" oder "Natascha Kampusch tödlich verunglückt". Verantwortungsbewusster Opferschutz in gebotenem umfassendem Verständnis hat nach Lage des Falles auch ein derartiges Risiko in Rechnung zu stellen. Dies aus folgenden Gründen:

In einem grundlegend wesentlichen Punkt kennen wir zwei absolut unvereinbare Darstellungen: Einerseits jene des Tatopfers Natascha Kampusch, deren Angaben hinsichtlich der Täterbeteiligung von (ursprünglich)"Es war nur ein Täter" bis hin zu (derzeit aktuell)"Ich habe nur einen Täter bemerkt" reichen. Andererseits die Angaben einer (zur Tatzeit 12-jährigen, jetzt mehr als 20-jährigen) Tatzeugin, die von Anfang und in der Folge bis heute stets gleichbleibend bekundete, dass ein Täter das Opfer in das Tatfahrzeug zerrte, während eine zweite männliche Person hinter dem Lenkrad des Tatfahrzeuges gesessen sei. Den unmittelbar handgreiflich agierenden Täter beschrieb die Tatzeugin detailliert und gab an, ihn bei einer Gegenüberstellung zweifelsfrei identifizieren zu können. Hinsichtlich des männlichen Wagenlenkers sah sich die Zeugin (verglasungsbedingt reduzierte Sicht ins Wageninnere) zu näheren Angaben außerstande, bekräftigte ihre Wahrnehmung eines Täterduos aber von Anfang an damit, dass das Tatfahrzeug bei Fortsetzung ihres Schulweges (infolge der in der Tatortumgebung vorgegebenen Fahrtrichtungen) nochmals an ihr vorbeigefahren sei, wobei sie wieder sowohl den Wagenlenker als auch den mitfahrenden Komplizen wahrgenommen habe.

Evident ist, dass nur eines der beiden Mädchen (nunmehr jungen Frauen) objektiv wahrheitsgemäße Angaben macht. Aber auch subjektiv ist die Möglichkeit eines Irrtums nach Lages Falles so gut wie ausgeschlossen:

Eine - wenn auch erst 10-jährige bzw noch so eingeschüchterte tatbetroffene Insassin eines sog. Kastenwagens, die nicht betäubt ist, deren Augen nicht verbunden und deren Ohren nicht verstopft sind, kann nicht übersehen und überhören, dass als Wagenlenker jemand fungiert, der schon beim Lenkrad saß, während sie von einem Komplicen in das Kraftfahrzeug gezerrt wurde. Dies umso weniger, wenn - so gibt sie an - anschließend ein längeres Umherfahren eingesetzt haben soll. Auf der anderen Seite kann ein - wenn auch vorfallsbedingt erschrockenes - 12-jähriges Mädchen nicht (wiederholt) einen vom handgreiflichen Täter verschiedenen Wagenlenker wahrnehmen, wenn sämtliche Ausführungshandlungen tatsächlich nur von einem Täter gesetzt wurden.Nahe liegt vielmehr die Überzeugung, dass eines der Mädchen (jungen Frauen) bewusst die Unwahrheit sagt.

Davon ausgehend hat sich eine sachkompetente weitere Fallermittlung der Prüfung zu unterziehen, welche der widerstreitenden Angaben vorzugsweise für realitätskonform zu halten ist. Dazu zählt vor allem eine gegenüberstellende Motivsondierung. Für eine zufällige, mit dem Tatopfer nicht bekannte oder sonst vertraute Tatzeugin ist kein plausibles Motiv denkbar, wahrheitswidrig einen zweiten Täter hinzuzufabulieren. Eine derartige Mutmaßung kommt umso weniger in Betracht, als das damals das Tatgeschehen beobachtende Kind - wie sich zweifelsfrei ergeben hat - hinsichtlich der zeitlichen und örtlichen Modalitäten der Entführung ebenso die Wahrheit bekundete, wie hinsichtlich der Beschreibung Tatfahrzeuges und auch der Person des handgreiflich agierenden Entführers (W. Priklopil).

Auf Seite des Tatopfers hingegen ist schon aus grundsätzlichen Überlegungen eine ganze Reihe möglicher Motive für bewusste (wenn auch zwangslagenbedingt jedenfalls nicht vorwerfbare) unwahre Angaben denkbar: langfristige Annäherung an die Täter (Stockholm-Effekt), aufrechte Druckausübung durch einen bisher nicht belangten Täter, Deckung von Implikationen nahestehender Personen etc.

Ist jedoch - wie vorliegend - jedenfalls nicht auszuschließen, dass es die Tatzeugin ist, welche die Wahrheit sagt, dann darf schon aus Gründen des Opferschutzes zumindest der Aspekt der Opferangst bzw Opfersorge vor einem bisher nicht belangten Mittäter nicht vernachlässigt werden.

Die Beurteilung des damit verbundenes Risikos und seiner Tragweite darf grundsätzlich nicht allein dem Opfer überlassen werden. Es kommt dabei nicht darauf an, dass das Opfer nach den Tätervorgaben "spurt". Die zukünftige Opfersicherheit hängt vielmehr ausschließlich davon ab, bis zu welchem Grad und wie lange der Täter in einem lebenden Opfer ein aus seiner Sicht fortgesetzt vertretbares Risiko sieht. Befürchtet er beispielsweise irgendwann einmal, das Opfer könnte die volle Wahrheit über sein Schicksal etwa medial verwerten, könnte er sich zu finalisierendem Handlungsbedarf entschließen.

Natürlich ist es nach dem Muster der Anklagebehörden einfach, allein dem Opfer zu glauben und das Verfahren wegen des Ablebens des behaupteten einzigen Täters unverzüglich zu beenden, sämtliche Beweisgegenstände aus dem als Verlies bezeichneten Raum - wie geschehen - freizugeben und sich kommentarlos über zahlreiche (von der Evaluierungskommission und der operativen Sonderkommission des Bundeskanzleramtes seit mehr als einem Jahr reklamierte) Ermittlungsdefizite und -ansätze hinwegzusetzen, wie etwa

- dass der Tatplan eines Einzeltäters, ein Kind in verbautem Gebiet mit einem selbstgelenkten , von außen einsehbaren Kraftfahrzeug zu entführen, völlig unrealistsisch wäre, zumal ein verkehrs- oder rotlichtbedingtes Anhalten ebenso zwingend einzukalkulieren ist, wie fortgesetzte Kontaktversuche eines nicht betäubten older gefesselten Opfers mit anderen Verkehrsteilnehmern oder Passanten;

- dass ein Täter ein aufwendiges und längerfristig risikoträchtiges Tatvorhaben der hier in Rede stehenden Tragweite nur mit einer Person seines Vertrauens planen und verwirklichen kann;

- dass eine Person, die während der Zeit der Opferabgängigkeit wiederholt gemeinsam mit Priklopil und dem Tatopfer gesehen wurde, akzentuierten Erklärungsbedarf hat;

- dass ein Täter, von dem sich das ehemalige gemeinsame Tatopfer entfernt, naheliegender Weise unverzüglichen Primärkontakt zu seinem seinerzeitigen Komplizen sucht, usw.usw ..... (von diesen einfachsten Denkansätzen abgesehen ist es aus kriminaltaktischen Gründen derzeit und hier nicht möglich auf die kontextabhängige Aussagekraft einer Vielzahl weiterer bereits vorliegender, teilweise noch abzuklärender Ermittlungsdetails einzugehen).

Die Evaluierungskommission kann lediglich aufzeigen und anregen , während die operative Sonderkommission des Bundeskriminalamtes nach neuer prozessualer Rechtslage grundsätzlich nicht gegen den erklärten Willen der Staatsanwaltschaft und Oberstaatsanwaltschaft ermitteln darf.

Wenn von (ober-) staatsanwaltschaftlicher Seite seit nahezu drei Jahren (auch öffentlich) stereotyp erklärt wird, bisher vorliegende Ermittlungsergebnisse hätten keinen Hinweis auf die Beteiligung eines weiteren Täters ergeben, obwohl seit nunmehr _*länger als 11 Jahren die in sich völlig schlüssige, seit nahezu drei Jahren in weiten Teilen als zweifelsfrei richtig objektivierte Aussage_ einer _von Anfang an völlig unbedenklichen Tatzeugin _über die _Beteiligung (auch) eines männlichen Lenkers des Tatfahrzeuges*_ vorliegt, so ist dies nicht nachvollziehbar und aus rein fachlicher Sicht nicht zu erklären. Nicht zu erklären ist auch, dass die führende Ermittlungsverantwortung offenbar weiterhin bei einem Leitenden Oberstaatsanwalt bleibt, der in der vorletzten Ausgabe des Magazins "profil" die von kriminalpolizeilicher Seite angeregten Ermittlungsinitiativen ins Lächerliche zieht (so ua.: "Ich verstehe den Wind nicht, der um die Protokolle gemacht wird.... da könnte auch jemand von der Sozialversicherung kommen und die Protokolle lesen wollen ...jeder kann sich etwas zusammenreimen, in Österreich herrscht Meinungsfreiheit..").

Frau Kampusch hat ein bedauernswertes Schicksal erlitten, weil ihr - das steht mit Sicherheit fest - eine unbeschwerte Kindheit mit normalen Entwicklungschancen kriminell genommen wurde. Schon aus diesem Grund verdient sie Mitgefühl. Die Evaluierungskommission will nichts anderes, als im Rahmen der ihr erteilten Aufträge dazu beizutragen, dass der (nunmehr) jungen Frau ein weiterer Schicksalsschlag erspart bleibt. Sie legt aber auch Wert auf einen effizienten Beitrag zu der Überzeugung noch nicht belangter oder potentieller Täter, dass Kapitalverbrechen und dazu fassbare Ermittlungsansätze von der österreichischen Strafrechtspflege nicht salopp auf die leichte Schulter genommen werden.

Eine umfassend verantwortungsbewusste Deliktsaufarbeitung darf sich nicht vorschnell darauf verlassen, dass jede tatbetroffene Person die sie treffende Risikotragweite voll erfasst.

In der Hoffnung, die Beweggründe derer ansatzweise verdeutlicht zu haben, die sich aus öffentlichem (daher auch opferschützendem) Interesse im Rahmen der Evaluierungskommission um eine endlich sachadäquate und sachkompetente Fallbearbeitung bemühen

mit verbindlichen Grüßen

Johann Rzeszut
http://www.oe24.at/oesterreich/chronik/w…-Rzeszut/599204



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422

Freitag, 9. Dezember 2011, 10:38

Letzthin habe ich gelesen, dass im Fall Natasche Krampusch eine neue Untersuchung stattfinden solle.

Nach durchlesen des Schreibens von Johannes Rzeszut kann ich mir das nicht vorstellen.

Tatsache wäre aber, dass dieser Fall neu aufgerollt werden sollte und die ganze Wahrheit ans Tageslicht kommt.
Wir sind nicht verantwortlich für das, was uns widerfährt, sondern dafür, wie wir damit umgehen.
Vergebung ist, alle Hoffnung auf eine bessere Vergangenheit aufzugeben!

:)


www.kopp-verlag.de

423

Freitag, 9. Dezember 2011, 14:08

Letzthin habe ich gelesen, dass im Fall Natasche Krampusch eine neue Untersuchung stattfinden solle.

Nach durchlesen des Schreibens von Johannes Rzeszut kann ich mir das nicht vorstellen.

Tatsache wäre aber, dass dieser Fall neu aufgerollt werden sollte und die ganze Wahrheit ans Tageslicht kommt.

Fall Kampusch wird zum Fall Krampusch, mir scheint, du hast recht. Mich bewegt da aber gar nicht mal so sehr noch das "Schicksal von Natascha", weil sie wirkt auf mich nicht wie am Boden zerstört, sie hat sich sehr gut erholt, sie ist immerhin auch der festen Meinung, es könne gar keinen Zweittäter gegeben haben, nun gut, wenn das ihre Meinung ist, dann sollte man ihr das lassen und nicht weiter nachbohren (in ihrem Fall). Im anderen Fall aber schon.

Abgesehen von Nataschas Fall, den ich nur am Rande verfolgt habe, bewegt mich der Todesfall Franz Kröll umso mehr, toter Chefermittler im Fall Kampusch, welcher ja kurz vor seinem "freiwilligen Selbstmord"-Tod ja noch der festen Meinung gewesen war (laut Aussage seines Bruder Karl), dass er mit seinen Ermittlungen in ein ECHTES WESPENNEST stochere ...

424

Freitag, 9. Dezember 2011, 15:12

Letzthin habe ich gelesen, dass im Fall Natasche Krampusch eine neue Untersuchung stattfinden solle.

Nach durchlesen des Schreibens von Johannes Rzeszut kann ich mir das nicht vorstellen.

Tatsache wäre aber, dass dieser Fall neu aufgerollt werden sollte und die ganze Wahrheit ans Tageslicht kommt.

Fall Kampusch wird zum Fall Krampusch, mir scheint, du hast recht. Mich bewegt da aber gar nicht mal so sehr noch das "Schicksal von Natascha", weil sie wirkt auf mich nicht wie am Boden zerstört, sie hat sich sehr gut erholt, sie ist immerhin auch der festen Meinung, es könne gar keinen Zweittäter gegeben haben, nun gut, wenn das ihre Meinung ist, dann sollte man ihr das lassen und nicht weiter nachbohren (in ihrem Fall). Im anderen Fall aber schon.

Abgesehen von Nataschas Fall, den ich nur am Rande verfolgt habe, bewegt mich der Todesfall Franz Kröll umso mehr, toter Chefermittler im Fall Kampusch, welcher ja kurz vor seinem "freiwilligen Selbstmord"-Tod ja noch der festen Meinung gewesen war (laut Aussage seines Bruder Karl), dass er mit seinen Ermittlungen in ein ECHTES WESPENNEST stochere ...



Es ist ja gut, dass da ein ermittler in einem Wespennest herumstocherte. Nur schade, dass er dem Druck nicht gewachsen war oder anders gesagt, dass man ihm nicht glauben will oder wollte.

Demzufolge können die Ermittlungsbehörden ja ganz froh sein, dass da jemand weniger herumstochert. Leider. Hoffe aber trotzdem weiter auf eine vollständige Aufklärung und nicht nur in diesem Fall.
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Sonntag, 18. Dezember 2011, 07:56

Fall Kampusch: Wenn die "Geheimhaltungspflicht" immer verdächtiger wird ...

Im Gegensatz zu heute wurde früher die Öffentlichkeit über das Fernsehen für die Aufklärung schwieriger Kriminalfälle um Mithilfe ersucht und sogar darum gebeten, die Sendung hieß "Aktenzeichen XY". Heute wird jeder dubiose Fall nur noch "streng geheim" gehalten, sprich verschleiert und vertuscht. Zeugen der Öffentlichkeit werden oft erst gar nicht mehr angehört, vermutlich lässt sich daraus die politische Brisanz zu einem Fall ableiten. Franz Kröll, der tote Chefermittler im Fall Kampusch hat für seinen "Aufklärungseifer" mit dem Leben bezahlt, welchen "Kreisen" vertraut Johann Rzeszut sein "Wissen" da eigentlich so vertrauensselig an?

Zitat

17. Dezember 2011 18:06
Causa Kampusch

‚Will mein Wissen nicht mit ins Grab nehmen‘
Ex-OGH-Chef Johann Rzeszut im ÖSTERREICH-Interview:



Wien. Streng geheim, unter Ausschluss der Öffentlichkeit, beschäftigt sich seit Anfang Dezember der Stapo-U-Ausschuss unter dem Vorsitz von Werner Amon (VP) „topsecret“ mit der Causa Kampusch. Alle offenen Fragen und Zweifel in der schier endlosen Kriminalstory sollen nun endgültig ausgeräumt werden – am Ende soll ein parlamentarischer U-Ausschuss stehen, den die Opposition geschlossen unterstützt.

Von U-Ausschuss geladen. Am vergangenen Dienstag wurde mit Johann Rzeszut einer der „Hauptankläger“ von den zwei Dutzend Abgeordneten des Ausschusses geladen und befragt. Rzeszut (70) war 16 Jahre Staatsanwalt, 40 Jahre Richter, Präsident des Obersten Gerichtshofs und zuletzt Mitglied der Kampusch-Evaluierungskommission. Doch auch in der Pension lässt ihn der Fall nicht kalt.

Rzeszut schließt die Mehrtäter-Theorie nicht aus und sagt: „Gemeinsam mit Ludwig Adamovich habe ich meine Zweifel an den Polizei-Ermittlungen geäußert.“
Mehr darf der 70-Jährige zu seiner Aussage nicht verraten: Denn wie für sämtliche Ausschuss-Mitglieder gilt auch für ihn absolute Geheimhaltungspflicht.
Gegenüberstellung. Trotzdem gab der Kampusch-Insider ÖSTERREICH ein ausführliches Interview und erklärt, warum er die Ermittlungen von Polizei und Justiz auf das Schärfste verurteilt. „Ich habe in meiner Laufbahn noch nie einen Fall wie diesen erlebt, der bei einem solchen Ermittlungsstand eingestellt wurde. Es gibt eine Reihe von Ermittlungsfehlern, die ich anprangere und die noch nicht untersucht worden sind“, sagt er.

Rzeszut fordert eine Gegenüberstellung von Natascha und der Zeugin Ischtar A., die bei der Kampusch-Entführung 1998 zwei Männer gesehen haben will. „Diese Gegenüberstellung muss vor der Justiz passieren, wie es im Gesetz steht.“ Im Visier hat er auch Priklopil-Freund Ernst H.: „Er muss in die Mangel genommen werden, er hat widersprüchlich ausgesagt.“

ÖSTERREICH: Was haben Sie im geheimen U-Ausschuss ausgesagt?
Johann Rzeszut: Das kann ich nicht sagen, es besteht ja Geheimhaltungspflicht. Es wird aber darum gehen, ob beim Verfahren in Innsbruck ein fachlich wichtiger Punkt vernachlässigt wurde.

ÖSTERREICH: Glauben Sie an die Mehrtäter-Theorie?
Rzeszut: Ich wehre mich gegen die Bezeichnung ‚Mehrtäter-Theorie‘. Ich war aber von Anfang an alarmiert, weil Zeugin Ischtar A. immer sagte, dass sie einen Fahrer und jemand anderen, der ein Mädchen in das Auto zog, gesehen hat. Das wiederholte sie immer, sie wurde aber nie niederschriftlich einvernommen. Das Verfahren wurde auf Basis der Opferangaben eingestellt. Wegen der Widersprüche zwischen A. und Kampusch wäre es aber Aufgabe der Justiz, dass eine Gegenüberstellung erfolgt – nicht nur eine polizeiliche.

ÖSTERREICH: Ist das der einzige Hinweis auf Mittäter?
Rzeszut: Nein. Kampusch hat der Erst-Betreuerin zum Thema Mittäter gesagt: „Ich kenne keine Namen.“ Die Frage ist, wem glaube ich. Man kann nicht auf die Untersuchung von Verdachtsmomenten verzichten.

ÖSTERREICH: Die FPÖ vermutete zuletzt, dass Kampusch ein Kind geboren haben soll …
Rzeszut: Es ist aktenkundig, dass sie nach der Flucht den Arzt fragte, wie lange man eine Schwangerschaft nachweisen kann. Er antwortete: „Im Blut eine gewisse Zeit.“ Darauf Kampusch: „Es ist eh egal, es ist schon so lange her.“ Das ist ein Ermittlungsansatz. Und es gibt Spekulationen, die sich auf ein konkretes Kind beziehen, das 2003 geboren ist.

ÖSTERREICH: Es gibt Spekulationen über einen Kinderporno-Ring …
Rzeszut: Eine Komponente spielt da hinein: Die Staatsanwaltschaft hat 2006 eine Rufdatenrückerfassung von vier Handys angeordnet, je zwei von Priklopil und Ernst H. Aber die Ergebnisse haben niemand interessiert. Erst später stellte sich heraus, dass es Telefonzusammenhänge zwischen H., Offizier B. und einer Sex-Shop-Besitzerin G. gibt. Natürlich muss man als Motiv an Missbrauch denken.

ÖSTERREICH: Wann ist dieser Fall für Sie abgeschlossen?
Rzeszut: Es ist noch nicht alles aufgeklärt, was ich anprangere. Ich habe aber keine operative Befugnis. Für mich war mit dem Schreiben an das Parlament mein Gewissen beruhigt. Ich will mein Wissen einfach nicht ins Grab mitnehmen.

ÖSTERREICH: Soll Kampusch erneut einvernommen werden?
Rzeszut: Kampusch und Ischtar A. gehören vor der Justiz gegenübergestellt. Ernst H. muss neu befragt werden.

Autor: J. Prüller, K. Wendl

http://www.oe24.at/oesterreich/chronik/W…nehmen/49850631

HerrAbisZ

alias HerrAbisZ - unbequemer Zeitgenosse

  • »HerrAbisZ« ist männlich
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426

Sonntag, 18. Dezember 2011, 09:24

Wem nützt denn diese totale Geheimhaltung ?

Den Tätern ?

Dem Volk ?

Der Wahrheit ?

Den Aufkläreren ?

Frau Kampusch ?

Den Ermittlern ?

Der Justiz ?

Der Gerechtigkeit ?

wem fällt noch etwas ein ?

427

Sonntag, 18. Dezember 2011, 10:21

Wem nützt denn diese totale Geheimhaltung ?
In Fällen, wo eine Polizei sich derart blind, taub und unfähig stellt, nützt totale Geheimhaltung am ehesten wohl noch ins-Verbrechen-involvierten Personen in höchsten Kreisen.

428

Sonntag, 18. Dezember 2011, 12:18

Geheimhaltung

Wem eine Geheimhaltung im Fall Kampusch "nützen" soll, ist wohl hinlänglich bekannt... Man stellt von bestimmter Seite in Abrede, dass hier ungeklärte Fragen im Raum stehen. Man habe ja bis zum "Geht- nicht-mehr" ermittelt, mit dem Soko-Chef Franz Kröll sei man stets in einvernehmlichem Kontakt gestanden...
Es ist Dr. Rzeszut mehr als zu danken, dass er sich in dieser Sache engagiert hat. Im Unterschied zu vielen anderen zählt er zu jenen, die moralisch integer, mit einem wachen Gewissen und ohne Furcht vor "Gegenwind" ihrer Erkenntnis und Überzeugung Ausdruck verliehen haben. Es war mir daher wichtig, ihm auch dafür persönlich zu danken, und es sollten ihn möglichst viele Menschen in seinem Einsatz bestärken. Denn er hat unserem Rechtsstaat einen großen Verdienst erwiesen.
Nun wird die Opposition (nicht nur in dieser Angelegenheit) zu beweisen haben, ob sie ihre Bezeichnung auch zu Recht trägt. (Denn eine "Schweige-Opposition" wäre ja ein Widerspruch in sich).
Auf die angekündigten "vertrauensbildenden Maßnahmen" seitens der Justiz darf man außerdem gespannt sein. Eines sei diesen Herrschaften jedenfalls "ins Stammbuch geschrieben": Mit einigen schönen, substanzlosen Floskeln zwecks Beruhigung des Volkes wird es jedenfalls nicht getan sein...
Amadeus

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429

Mittwoch, 21. Dezember 2011, 11:57

Zitat

Zeugin bleibt dabei: Es waren zwei Täter
Fall Kampusch: Die Zeugin der Entführung sagt, die Justiz habe ihr nahegelegt, zu schweigen. Ihre Aussage sei schlecht für den Fall.


Zwei Täter. Irrtum ausgeschlossen. Ischtar A., die einzige Zeugin der Entführung von Natascha Kampusch im März 1998, bleibt auch 2011 dabei. Zwei Täter. Niemals habe sie etwas anderes behauptet. Niemals habe sie gemeint, sie hätte sich geirrt haben können, wie die Justiz in ihrer Begründung für die Einstellung des spektakulären Falles Anfang 2010 erläutert hatte. Mehr noch: Jüngste KURIER-Recherchen ergaben: Ischtar A. wurde von den Behörden unter Druck gesetzt. Sie dürfe ja nichts über zwei Täter erzählen. Auch nicht ihrem Arzt oder einem Psychologen.

Nun liegen dem KURIER Informationen über die Zeugenaussagen von Ischtar A. aus dem Sommer 2011 vor. Die Informationen stammen aus Innsbrucker Justizkreisen. Sie bergen gewaltigen Zündstoff.

Wahrheitspflicht
Innsbruck, 2011. Verfahren gegen fünf hochrangige Staatsanwälte. Sie sollen wesentliche Erkenntnisse der polizeilichen Sonderermittler im Fall Kampusch ignoriert haben. Ischtar A., die nunmehr 25-jährige Schlüsselzeugin, ist am 29. Juli 2011 mit ihrer Aussage in Innsbruck an der Reihe. Sie muss sich unter Wahrheitspflicht erklären. Ihre Aussagen sind klar und bekräftigen die Mehrtätertheorie der Sonderermittler.

Zur Zeit der Entführung war Ischtar A. eine begabte, 12-jährige Mittelschülerin. Insgesamt hat sie zwischen 1998 und 2009 sechs Mal vor der Polizei angegeben, zwei Täter gesehen zu haben.

In Innsbruck wiederholt sie ihre Angaben. Zwei Täter. Ohne Zweifel. Einer sei am Steuer des Kastenwagens gesessen, ein anderer habe die damals 10-jährige Natascha Kampusch ins Wageninnere gezerrt.

Täuschungsmanöver
Vieles deutet darauf hin, dass Ischtar A. noch immer Angst hat. Angst vor einem zweiten Täter. Vor jenem Mann, den sie damals, nach dem Wiederauftauchen von Natascha Kampusch Ende August 2006, im Tatrekonstruktionsvideo mit Stoppelglatze beschrieb, und der – aus ihrer Sicht – noch immer frei herumläuft.

Am Beispiel der Ischtar A. lässt sich mittlerweile rekonstruieren, wie im Fall Kampusch getarnt und getäuscht wurde. Wie versucht wurde, das Licht der Ermittlungen nur ja nicht auf mögliche Hintermänner zu richten. Und wie man es schaffte, Ermittlungsergebnisse zumindest falsch darzustellen, womöglich gar zu vertuschen.

Brisant ist diesbezüglich die Gegenüberstellung von Zeugin Ischtar A. mit Opfer Natascha Kampusch vom 3. Dezember 2009.

Explosive Aussagen
Auch hier rückt die Zeugin Ischtar A. nicht von ihrer Position ab. Es waren zwei Täter.

Mehr noch: Laut KURIER-Informationen hat sie dies auch Natascha Kampusch, die sich auf einen Täter festgelegt hatte, zu Beginn der Gegenüberstellung deutlich erklärt. Eine explosive Aussage: Denn die Staatsanwaltschaft hat im Abschlussbericht als auch bei der Abschluss-Pressekonferenz (Jänner 2010) festgehalten, Ischtar A. habe bei dem Treffen mit Kampusch gemeint, sie hätte sich offenbar getäuscht.

Doch mitnichten. Recherchen ergaben, dass Ischtar A. sich bei der so genannten Gegenüberstellung, die nicht nach den Vorgaben der Strafprozessordnung verlief, von einem vernehmenden Beamten und vom Anwalt der Natascha Kampusch unter Druck gesetzt gefühlt hatte und deshalb im weiteren Verlauf der

Begegnung einfach schwieg. Ihre Version jedoch hat sie nicht abgeändert.

Zudem brisant: Die Tatzeugin hat am 29. Juli 2011 im Innsbrucker Gericht erzählt, dass sie von Polizisten immer als Lügnerin hingestellt worden sei.

Polizisten hätten ihr gesagt, dass sie niemandem von zwei Tätern erzählen dürfe, weil dies "schlecht für den Fall" sei. Diesbezüglich hätte sie auch etwas unterschreiben müssen.

Offene Fragen
Diese Erkenntnisse werfen zahlreiche Fragen auf: Warum etwa wurde Ischtar A. nahe gelegt, nur ja nicht von zwei Tätern zu reden? Warum durfte sie sich nicht einmal einem Arzt oder Psychologen anvertrauen, die ohnehin der Schweigepflicht unterliegen? Vor allem aber: Warum wurde nach der Gegenüberstellung ein Aktenvermerk angelegt, in dem es heißt, die Zeugin könne sich geirrt haben, obwohl sie dies bis heute heftig dementiert?

Faktum ist, dass die Staatsanwaltschaft seit Jahren bemüht ist, den Ausführungen der Ischtar A. keine besondere Bedeutung beizumessen – es könne sich um eine Vermischung aus Fantasie und Realität handeln, heißt es in einer jüngsten Begründung.

Krasser Widerspruch
Eine Einschätzung, die in krassem Widerspruch zu den Ergebnissen der Evaluierungskommission steht, die sich unter der Leitung des ehemaligen Höchstrichters Ludwig Adamovich höchst kritisch mit der seltsamen Arbeitsweise der Staatsanwaltschaft auseinander gesetzt hat – und die stets die Mehrtätertheorie vertreten hat. Die neuen Erkenntnisse rund um die so wichtige Zeugin bestätigen diesen Eindruck.

Und erhärten ganz konkret den Verdacht: Hinter dem Fall Kampusch könnte doch viel mehr Schreckliches verborgen sein als ein toter Entführer.

Das Nachspiel im Parlament
Fast ein Jahr dauerten die Ermittlungen gegen fünf Staatsanwälte wegen Verdachts auf Amtsmissbrauch im Fall Kampusch (wesentliche Ermittlungsergebnisse, vor allem in Bezug auf einen zweiten Täter, sollen ignoriert worden sein). Vor einigen Wochen folgte das Justizministerium dem Vorhabensbericht der Staatsanwaltschaft Innsbruck, die die Ermittlungen geleitet hat: Verfahrenseinstellung, weil sich "klar ergeben" habe, "dass kein Fehlverhalten vorliegt".

Für die Politik ist der Fall nicht erledigt. Unter der Leitung von ÖVP-Mandatar Werner Amon wird zunächst in einem geheimen Unterausschuss überprüft, ob tatsächlich alles mit rechten Dingen zugegangen ist. Der Vorhabensbericht aus Innsbruck wird dabei von gut zwei Dutzend Mandataren ebenso durchforstet wie Akten aus Innen- und Justizministerium. Es kommen auch Zeugen – wie die Evaluierungsrichter Rzeszut und Adamovich – zu Wort. Danach könnte ein parlamentarischer Untersuchungsausschuss die Arbeit aufnehmen, den FPÖ und BZÖ schon jetzt heftig einfordern.
http://kurier.at/nachrichten/4478621-zeu…zwei-taeter.php
Das ist doch gar nicht möglich, denn es sind doch so viele Leute beteiligt, sagen die Systemgläubigen, das könnte niemals geheim gehalten werden.

430

Mittwoch, 21. Dezember 2011, 12:57

Herr "Kurier" ....


Zitat
Zeugin bleibt dabei: Es waren zwei Täter
Fall Kampusch: Die Zeugin der Entführung sagt, die Justiz habe ihr nahegelegt, zu schweigen. Ihre Aussage sei schlecht für den Fall.

Unglaublich!

Das ist eine der besten Neuigkeiten, wie wir uns in der Kette der ungeklärten Kriminalfälle (und skandalösen Justizzustände) nur wünschen konnten!

Die Zeugin Ischtar A. ist für mich eine Heldin! Angst hat sie selbstverständlich, aber trotzdem bleibt sie dabei, verheimlicht nichts und unterdrückt nichts, auch wenn ihr die gute (oder doch kriminelle?) Justiz nahe gelegt hat - zu schweigen!!

Nur nebenbei bemerkt: Lieber "Kurier", du bist mit deinen Verantwortlichen ein ziemlicher Schleimer!

Hättest du ehrliche Reporter angestellt, wäre die "einzige Zeugin" schon viel eher wahrgenommen worden, was dem Chefermittler Franz Kröll vielleicht das Leben gerettet hätte!

Auch im Fall Haider gibt es Zeugen wie eine Ischtar A., die von ihren Aussagen NICHT abweichen!

Fragt mal nach!

Oder wird es weitere zehn Jahre dauern, bis ihr Medien (schlaft ihr?) euch irgendwann aus dem Koma aufwecken lassen werdet? Von einer Einzelperson die sich nicht abbringen lässt von dem was sie GESEHEN HAT?

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