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461

Sonntag, 4. März 2012, 14:34

Und dass Parteien Akteneinsicht haben, aber nicht die Öffentlichkeit.

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Für meinen Geschmack wird in dem Kampusch-Brei schon viel zu lange herumgerührt. Jetzt schaut sich das eine parlamentarische Untersuchungskommission an, nachher soll evtl. noch eine ausländische Polizeibehörde eingeschaltet werden?
Parteien sind private, korrupte Vereine, die den unbedingten Wunsch hegen über alle Menschen eines Landes zu herrschen. Ein machtgeiler Haufen, wo die Schleimigsten mit den schärfsten Ellbogen gleich ganz oben neben den sonstig hochbezahlten Staatsfäkalien schwimmen, darf Geheimnisträger sein. Jessas, da muss ich wieder mal auf diesen Aufsatz hinweisen. http://www.freiwilligfrei.info/archives/115

Wenn das FBI und deutsche BKA sich anbiedern, dann ist die Kacke am Dampfen; und mein Rasiermesser, welches ich auch von Ockham habe, suggeriert mir, dass hier nicht endgültig aufgeklärt, sondern beim Vertuschen geholfen werden soll, weil die österreichische Gewaltenteilung doch zu viele anständige Leute beherbergt, die das Thema mit dem verschworenen Sumpf nicht ruhen lassen.

Nicht zu fassen, dass deine Meinung von wohlwollenden Motiven angetrieben wird ... aber ich gehe noch immer davon aus.

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462

Montag, 5. März 2012, 19:55

Parteien sind private, korrupte Vereine, die den unbedingten Wunsch hegen über alle Menschen eines Landes zu herrschen. Ein machtgeiler Haufen, wo die Schleimigsten mit den schärfsten Ellbogen gleich ganz oben neben den sonstig hochbezahlten Staatsfäkalien schwimmen, darf Geheimnisträger sein ...
Ein verbales Missverständnis. Wenn ich geschrieben habe, dass nur Parteien Akteneinsicht bekommen, habe ich natürlich die Parteien eines juristischen Verfahrens gemeint, nicht politische Parteien.
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Du hast kritisiert, dass die Untersuchung intransparent abläuft (Stichwort abhörsicherer Kellerraum). Aber was ist dein Vorschlag dazu? Würdest du es wirklich befürworten, den ganzen Aktensatz über das Internet öffentlich zu machen?

Nicht zu fassen, dass deine Meinung von wohlwollenden Motiven angetrieben wird ... aber ich gehe noch immer davon aus.
Das kannst du getrost! Nun, im Gegensatz zu mir siehst du in der Kampusch-Sache offensichtlich ganz massive Unregelmäßigkeiten bzw. Vertuschungsversuche. Ich weiß freilich nicht welche.

- Meinst du, dass Prikopil in Wirklichkeit ermordet wurde und die Behörden das vertuschen?
- Dass es einen Mitwisser/Mittäter gibt, den die Behörden vorsätzlich verschonen?
- Dass der Selbstmord des Ermittlers Kröll nur inszeniert war?
- Oder dass die Behörden einen Pornoring mit prominenter Beteiligung nicht auffliegen lassen wollen?

Oder gibt es noch anderes in dieser Sache, das ich bis jetzt vielleicht noch gar nicht registriert habe?

463

Montag, 5. März 2012, 20:26

Ich sehe da keinerlei Verschwörungsspinnerei, ich habe einfach nur scharf getippt und die Wahrheit erraten.
Du machst wieder den Fehler, Medienberichten unreflektiert zu glauben. Ich halte es für plausibel, dass der Polizist gar nicht Herrn Rzeszut explizit als Auftraggeber angegeben hat. Das wurde vielleicht nur von den Medien so interpretiert, weil es mehr hermacht. Er hat sich vielleicht einfach darauf berufen, dass es von Herrn Rzeszut die Vermutung gab, Frau Kampusch könnte ein Kind geboren haben, und dass er eben dieser Vermutung nachgehen wollte. Das wäre aber überhaupt kein Anpatzen sondern einfach der Versuch, das eigene ziemlich dümmliche Verhalten irgendwie zu bemänteln. Genaueres wird man wohl spätestens bei dem Verfahren gegen den Polizisten erfahren.
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Ich denke, du bist zufrieden, dass es Persönlichkeiten wie Adamovich und Rzeszut gibt, die der Kampusch-Sache auf den Grund gehen wollen. Und als (ehemalige) OGH-Richter sind das zweifellos honorige Personen. (Wenn auch nicht immer unumstritten. Der verstorbene Landeshauptmann Haider hatte z.B. von Herrn Adamovich keine gute Meinung. ("Wenn einer schon Adamovich heißt, muss man sich zuerst einmal fragen, ob er eine aufrechte Aufenthaltsberechtigung hat".) Über "Rzeszut" hätte er vielleicht ähnliches sagen können. Aber das jetzt beiseite.)

Wenn du meinst, dass die Polizei und Staatsanwaltschaft (von Wien, Graz und Innsbruck) sowie einige Richter hier alles andere als gut ermittelt haben und vielleicht sogar etwas vertuschen wollen, welche Ermittlungen sollten denn deiner Meinung noch vorrangig vorgenommen werden? Die bis jetzt beteiligten Behörden sagen dazu ja einfach, es wurde ohnehin bereits alles ermittelt, was ermittelnswert war.

464

Dienstag, 6. März 2012, 12:25

Ein verbales Missverständnis. Wenn ich geschrieben habe, dass nur Parteien Akteneinsicht bekommen, habe ich natürlich die Parteien eines juristischen Verfahrens gemeint, nicht politische Parteien.
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Du hast kritisiert, dass die Untersuchung intransparent abläuft (Stichwort abhörsicherer Kellerraum). Aber was ist dein Vorschlag dazu? Würdest du es wirklich befürworten, den ganzen Aktensatz über das Internet öffentlich zu machen?
"Ohne Partei bin ich nichts", sagte Fred Sinowatz und ohne Partei wirst du auch kein offiziell geschützter Geheimnisträger. Mein Vorschlag ist - alles öffnen, wenn ein so grausliches Verbrechen sich nicht aufklären lässt. Ich verzichte auf einen nicht wirkenden Opferschutz, der nur die Spuren der Täter erkalten lässt.

Meinst du, dass Prikopil in Wirklichkeit ermordet wurde und die Behörden das vertuschen?
- Dass es einen Mitwisser/Mittäter gibt, den die Behörden vorsätzlich verschonen?
- Dass der Selbstmord des Ermittlers Kröll nur inszeniert war?
- Oder dass die Behörden einen Pornoring mit prominenter Beteiligung nicht auffliegen lassen wollen?
Ich meine, dass deine aufgezählten Punkte ungeklärt im Raum stehen. Dazu gesellt sich die seltsame Bevorzugung und Handlungsfreiheit von Holzapfel am Tatort, Polizisten die sich zurückgepfiffen geben und ignorierte Zeugen. Was brauchst du mehr für das Erkennen von dampfender Kacke?

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465

Dienstag, 6. März 2012, 13:57

Geheimer Abschlussbericht

Der "geheime Abschlussbericht" (das Prädikat "geheim" ist bestens geeignet, Vertraulichkeit, Glaubwürdigkeit und somit Unhinterfragbarkeit zu suggerieren) der Staatsanwaltschaft Innsbruck zum Fall Kampusch, in dem angeblich von "Verschwörungstheorien" und "Verhöhnung des Opfers" seitens Dr. Rzeszuts zu lesen ist, klingt wie ein wilder "Rundumschlag", ein verzweifelter Versuch, den Höchstgerichtspräsidenten i. R. "unmöglich" zu machen. Kein Mensch, der die Stellungnahmen Dr. Rzeszuts aufmerksam studiert hat, kann einer solchen "Qualifikation" zustimmen. Vielmehr ist genau das Gegenteil der Fall: Er ist einer der Besten - und damit möglicher Weise auch einer der für bestimmte Kreise "Gefährlichsten". Aus diesem Grund wird er nun aus verschiedenen Kanälen heraus mit Schmutz übergossen - eine sattsam bekannte Methode der Lüge bzw. Desinformation. Eines ist klar: Er kann nicht mehr kommentarlos übergangen werden - daher diese unflätigen Angriffe. Möge sich Recht und Gesetz in unserem Land trotz allem letztlich durchsetzen!
Amadeus

466

Dienstag, 6. März 2012, 14:29

Es bleibt willkürliche Rufschädigung an Dr. Rzeszut (von NEWS schwarz auf weiß belegt)

Ich halte es für plausibel, dass der Polizist gar nicht Herrn Rzeszut explizit als Auftraggeber angegeben hat.
Dann wäre nachzufragen, wer WIRKLICH Herrn Dr. Rzeszut, auf den ich große Stücke halte, weil er in unserem Staat der Einzige von höchster Justiz zu sein scheint, der AUGEN IM KOPF hat, um grobe Ungereimtheiten zu erkennen, auf diese Weise angepatzt hat:


467

Dienstag, 6. März 2012, 17:32

Der nächste Rundumschlag der Medien

Jetzt wo es ernst werden soll mit Aufklärung zu den Ermittlungspannen, um endlich die Verantwortlichen ausfindig zu machen, denen der lange Gefangenenaufenthalt von Natascha und auch der "Selbstmord" des Chefermittles Franz Kröll zu "verdanken" ist, gibts den nächsten Rundumschlag, diesmal von der Staatsanwaltschaft Innsbruck.

Sollen das hier unten wirklich ernstzunehmende Argumente einer Staatsanwältin sein? Wennngleich im Artikel von derselben Justiz "Widersprüche und Indizien" eingeräumt und sogar bestätigt werden? Eines ist sicher: In diesem Artikel scheinen die Zeugen Ischtar A. und Karl Kröll, der Bruder des toten Chefermittlers, mit keinen Wort auf, sie werden wieder einmal zum x-mal ignoriert und nicht ernst genommen, staatdessen werden diesen Menschen "phantastische Theorien" unterstellt.

Zitat

Staatsanwaltlicher Bericht
"Spekulationen" und "phantastische Theorien" im Fall Kampusch
06. März 2012 14:23

Der Zeitschrift "Falter" liegt der Bericht der Innsbrucker Staatsanwaltschaft vor

Wien - Von November 2010 bis Ende 2011 ermittelte die Innsbrucker Staatsanwaltschaft gegen fünf Staatsanwälte im Entführungsfall Natascha Kampusch. Sie wurden des Amtsmissbrauchs verdächtigt, nachdem Johann Rzeszut, ehemaliger Präsident des Obersten Gerichtshofs (OGH) und Mitglied der "Kampusch-Evaluierungskommission", bei den Klubobleuten der Parlamentsparteien interveniert hatte. Nun liegt der Wiener Wochenzeitung "Falter" der geheime Abschlussbericht aus Innsbruck vor.

Die zuständige Staatsanwältin Gabriele Ginther-Schöll rechnet laut dem "Vorhabensbericht" mit Rzeszut und dem ebenfalls mit der Sache befassten Ex-Präsidenten des Verfassungsgerichtshofs, Ludwig Adamovich, hart ab. Diese würden nur "Verschwörungen" verbreiten, die durch die Akten keine Deckung fänden.

"Bei Natascha Kampusch handelt es sich augenscheinlich in den Augen des Dr. Rzeszut nicht um ein maßstabsgerechtes Opfer, weil sie vom Täter nicht gänzlich zerstört wurde, sondern sich der Situation angepasst hat und sich nach außen hin stark gibt. Die Frage ist nur", so Ginther-Schöll, "ob das den Vorstellungen des Dr. Rzeszut gerecht werdende Opfer ein solches Schicksal überhaupt überlebt hätte."

Trotz Widersprüchen keine konkreten Hinweise

Zwar räumt die Staatsanwaltschaft Innsbruck laut "Falter" Widersprüche und einige "schwache Indizien" ein, dass der als Mittäter verdächtigte Freund Wolfgang Priklopils "in Zusammenhang mit der Entführung Kampuschs stehen könnte". Konkrete Hinweise würden allerdings fehlen.

Rzeszut, der eine bedingte "Freiwilligkeit der Gefangenschaft" Kampuschs annehme, "verhöhne" sie damit. Es sei "lebensfremd", wenn der Ex-OGH-Präsident die Todesangst des Entführungsopfers infrage stelle, obwohl dieses von "Schlägen, Essens-, Licht- und Ventilatorenentzug sowie von Fesseln mit Kabelbindern und Drohungen" berichtet habe.

"Spekulationen" und "phantastische Theorien"

Die Innsbrucker Staatsanwaltschaft kommt zu dem Ergebnis, dass es sich bei den Vorwürfen Rzeszuts und Adamovichs um "Spekulationen" und "phantastische Theorien" handelt.

Im Bericht wird auch der Chef der Wiener Oberstaatsanwaltschaft, Werner Pleischl, zitiert: "Wir können das Opfer nicht foltern, damit es das sagt, was manche hören wollen." Die Aussagen Natascha Kampuschs stützte vergangene Woche auch Sonderermittler Thomas Mühlbacher, einer der fünf verdächtigten Staatsanwälte, im derStandard.at-Interview. (red, derStandard.at, 6.3.2012)

http://derstandard.at/1330390525933/Staa…m-Fall-Kampusch

Da sieht mans wieder mal: So eine gewaltenherrschaftliche Staatsanwaltschaft kann sich doch tatsächlich immer wieder erlauben, alle anderen für dumm anzuschauen!

468

Dienstag, 6. März 2012, 18:50

So schön kuschelig

Ich liebe ja diese Verschwörungstheorien. Da kann man sich herrlich kugeln.

Ob Kampusch, Jörg oder 9/11.

Der Gipfel ist ja die Mondlandung. Warnse oder warnse nich?

:hehe :hehe :hehe

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469

Mittwoch, 7. März 2012, 05:34

Zitat

Eine Richter ohne Ruhe im Ruhestand
06. März 2012 18:04
Johann Rzeszut (71) will die Akte Kampusch nicht schließen.
Für Johann Rzeszut gibt es einfach zu viele offene Fragen in der Causa Kampusch
...
Doch Johann Rzeszut bleibt dabei: Für ihn gibt es einfach zu viele offene Fragen. Dafür folgt nun die Retourkutsche aus der Justiz: Rzeszuts Behauptungen (und auch ähnlich formulierte Vorwürfe von Evaluierungsleiter Ludwig Adamovich) seien nichts als Verschwörungen, Spekulationen und "phantastische Theorien", heißt es im Abschlussbericht der Innsbrucker Staatsanwaltschaft. Tatsache ist, dass sowohl Rzeszut als auch Ex-VfGH-Präsident Adamovich bisher handfeste Beweise schuldig blieben. Was sie, wenn es in den Akten tatsächlich ebensolche geben sollte, wegen ihrer Verschwiegenheitspflicht aber auch müssen.
http://derstandard.at/1330390576522/Kopf…he-im-Ruhestand
Ich bin gespannt, wann die STA Innsbruck endlich anfangen wird, die anstehenden Zeugen ernst zu nehmen, damit "handfeste Beweise" zustande kommen können. Mit Wörtern wie "Verschwörungstheorien, Spekulationen und phantastischen Theorien" werden Nebelkranaten geschmissen (ähnlich wie die Forentrolls im Internet). Vom Bruder des toten Chefermittlers hört man z.B. kein einziges Wort mehr, warum denn nicht? Es gibt keine aktuellen Interviews mehr, dabei hätte gerade ER sicher einiges zu erzählen, sein Bruder hatte seinen unfreiwilligen Tod (nicht Selbstmord) ja bereits voraus befürchtet. Wollen die Staatsanwalten und auch Medien dem Bruder nicht glauben, weil er von allen ignoriert wird und wie Luft behandelt?

Und auch hier kommt die Panik heraus: "Sollte es handfeste Beweise geben", so meint die STA Innsbruck, müssten Dr. Rzeszut und Adamovich diese quasi dann doch "schuldig bleiben (der Öffentlichkeit?)", wegen Verschwiegenheitspflicht? Das wird hoffentlich dann nicht der Fall sein, ansonsten taufen wir die Verschwiegensheitspflicht um in Kriminelllegales Vertuschungsrecht, zugunsten aller in hohen Positionen angesiedelten Tiere, Täter und Versager.

470

Mittwoch, 7. März 2012, 07:03

Es geht nicht mehr um Kampusch, es geht um FALL FRANZ KRÖLL

Das Gewimmere der Staatsanwaltschaft vonwegen "Verschwörungstheorien" und "Phantastereien" wird immer unerträglicher, je mehr man Einblick auf die andere Seite auch bekommt, zu der unsere Medien sich leider leider ausschweigen!

Zitat

04.11.2011 – Kurier – Fall Kampusch: Endstation Justizministerium

Der Chefermittler in der brisanten Causa Kampusch durfte nicht in Richtung schwerer Kindesmissbrauch ermitteln.

Kindesmissbrauch und Pornonetzwerke. Diese Hintergründe vermutete Chefermittler Franz Kröll im Entführungsfall Natascha Kampusch. Ein Fall, der Anfang 2010 offiziell mit einem (toten) Einzeltäter Wolfgang Priklopil eingestellt wurde, trotz zahlreicher Widersprüche um mögliche Mittäter. Der KURIER berichtet seit Monaten über diverse Ungereimtheiten. Auch die jüngsten Recherchen lassen die Verdachtsmomente des Kriminalisten plausibel erscheinen – und werfen neue Fragen auf.

Bekannte Personen
Im Oktober 2008 ersuchte Kriminalist Kröll darum, zumindest vier namentlich bekannte Personen einvernehmen zu dürfen. Das geht aus neuen internen Unterlagen hervor, die dem KURIER vorliegen.
Der hoch dekorierte Polizeioberst wollte einem schwer wiegenden Verdacht nachgehen: Sexueller Missbrauch von Unmündigen (§207), schwerer sexueller Missbrauch von Unmündigen (§206) sowie pornografische Darstellung Minderjähriger (§207a).

Seltsamerweise verweigerte die Staatsanwaltschaft dem Sonderermittler die gewünschten “Einvernahmen” . Stattdessen wurden lediglich “zweckdienliche Erkundigungen” erlaubt. Mehr noch: Franz Kröll durfte allein in Richtung pornografischer Darstellung Minderjähriger ermitteln. Die Missbrauchsaspekte, für die härtere Strafen und längeren Verjährungsfristen gelten, wurden ausgespart.
Wie aber kam es nun zum Wegfall der Missbrauchspunkte, die für Kröll und seinen Kollegen so wichtig gewesen waren? Wer hinderte die Beamten daran, die schaurigen Abgründe des Verbrechens zu erkunden?

Im Normalfall schickt ein Kriminalist einen Ermittlungsantrag an die Staatsanwaltschaft, die dann zu entscheiden hat. Im besonders heiklen Fall Kampusch jedoch landete das Ansinnen des Chefermittlers am 24. Oktober 2008 im Ministerium. Bei Albin Dearing, dem Kabinettschef der damaligen Justizministerin Maria Berger (SPÖ).

Welche Rolle spielte der einstige Spitzenbeamte Dearing tatsächlich bei der Anweisung an die Kampusch-Ermittler, lediglich zweckdienliche Erkundigungen durchzuführen, jedoch keine Einvernahmen in Richtung Kindesmissbrauch durchzuführen? Welche Motive lagen dieser Entscheidung zugrunde? Antworten auf ebendiese Fragen erwartet sich auch der BZÖ-Abgeordnete Ewald Stadler, der aktuell eine entsprechende Parlamentarische Anfrage eingebracht hat.

Erinnerungslücken
Albin Dearing, heute am Europäischen Gerichtshof tätig, meinte dazu gestern auf KURIER-Anfrage: “Ich bin nicht mehr innenpolitisch tätig. Dazu sage ich nichts. Außerdem ist es lange her, ich kann mich nicht mehr erinnern.”


Auch Oberst Kröll, der noch Monate nach der offiziellen Einstellung des Falles auf eigene Faust weiterermittelt hatte, kann den Verhinderer entscheidender Missbrauchsermittlungen nicht mehr nennen: Der Kriminalist, in dessen Hinterlassenschaft Hinweise auf Pornonetzwerke mit prominenter Beteiligung auftauchen (der KURIER berichtete) , schied im Juni 2010 aus dem Leben.
Die offizielle Version lautet Selbstmord.

Artikel vom 04.11.2011 16:00 | KURIER | Rainer Fleckl, Erich Vogl

http://www.kinder-brauchen-beide-eltern.…tizministerium/
Ein echter Ermittler, der einer so heißen Sache auf der Spur ist, bringt sich nicht aus "Verzweiflung" um!

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »erdbeeramazone« (7. März 2012, 07:26)


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