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481

Freitag, 9. März 2012, 13:01

Das ändert nichts daran, dass das ganze langsam abgeschlossen werden sollte.
Hallo Neuer, da bin ich deiner Meinung.

Das Problem ist aber, dass so etwas nicht einfach so abgeschlossen werden kann, der Grund: Unsere Staatsgewalt, also der Staat, hat zu viel der "Verfügungsgewalt" schon an sich gerissen. Man muss bedenken, dass Dinge immer ZWEI Seiten haben. Werden Dinge in solchen Fällen hinterfragt, muss man sich als einfacher Nachfrager bewusst sein, dass die EINE, also "mächtige" Seite das Zepter klar in der Hand hat, die andere nicht.

Die Staat samt Justiz und Medien maßt sich leider sehr sehr oft an (eigentlich immer wieder) , IMMER ALLEIN NUR Recht zu haben. Offizielle Versionen, die aber zu Recht in Frage gestellt werden von Gegenseite, müssen da einen sehr langwierigen Weg gehen, um sich gegen die Herrschaft von Staat und Justiz samt Medien überhaupt behaupten zu können, meine überzeugte Meinung.

Dass nicht einmal alle Akten im Fall Kampusch/Kröll an das Parlament überwiesen wurden zum geheimgeführten U-Ausschuss zeugt davon, wie lange der Weg noch dauern wird, also nicht "jetzt schnell mal abgeschlossen, weils halt schon so lange dauert".

Am 4. März "Im Zentrum - ORF" hat Frau Dagmar Belakowitsch-Jenewein hinreichend und glauwürdig Stellung genommen, dass NICHT alle Akten an das Parlament überreicht wurden. Nicht weil die Frau sehr aufgeregt war, sondern weil die Gegenseite "sprachlos" war. Glaubwürdig auch deshalb, weil in der Sendung die offizielle Seite, also Staatsanwalt, Rechtsanwalt des Priklopil-Freundes samt dem ORF-Diskussionsführer-Pelinka nicht überzeugend genug waren, die Einzeltäter-Theorie auszuschließen.

Wie gesagt: Das Recht bzw. die "Macht etwas nach seinem Willen zu Lenken" liegt in Händen des Staates, niemals in Händen des Bürgers.

http://tvthek.orf.at/programs/1279-Im-Ze…1393-im-ZENTRUM

Man möge sich diese Runde wirklich mal genauer anschauen. Und zwar nicht unbedingt auf die "gesagten Worte" achten, weil da gab es empörte Worte von Seiten der Nachfrager und Aufklärer, beschwichtigende Worte und unterbrechende Worte nur von "starker Staatsseite". Man erkennt an der Körperhaltung und Gesichtsmimik allein, wer sich zweifelsohne "sehr überlegen" fühlt und wer soweit "nicht das Wasser reichen kann, weil zu unterlegen und zu schwach".

Woran es scheitert, dass der Fall einen Abschluss findet? Den Schwachen sind die Hände gebunden von den "Starken und Überlegenen".

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »erdbeeramazone« (9. März 2012, 13:19)


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482

Freitag, 9. März 2012, 13:44

Am 8. März kommt die Antwort von NEWS: "... da der Urheber der von Ihnen angesprochenen Geschichte die Austria Presse Agentur (APA) und nicht die NEWS.AT-Redaktion ist, können wir diese Frage leider nicht adäquat beantworten. Vermutlich kann Ihnen die APA hier eher weiterhelfen." NEWS kann also keine seriöse Quellenangabe zum Urheber dieser "Geschichte" liefern ...
Doch, NEWS kann und hat. Denn die APA ist eine seriöse Quellenangabe. Könnte interessant sein, wenn du bei der APA anfrägst. Vielleicht solltest du dabei gleich klarstellen, dass es - meiner Ansicht nach - im Wesentlichen darum geht, ob sich der Polizist in Wirklichkeit nur auf frühere Aussagen von Herrn Rzeszut berufen hat (was ja ein naives Gemüt auch als "höheren Auftrag" interpetieren kann) oder ob er behauptet, von diesem tatsächlich dezidiert zu dieser Aktion beauftragt worden zu sein.

Ich kann einfach nicht nachvollziehen, warum das Thema von allen Seiten nach wie vor so gepusht und nicht in Ruhe gelassen wird? Auch die Rolle von Natasha Kampusch in der ganzen Sache verstehe ich nicht - und damit meine ich, dass ich nicht nachvollziehen kann, wieso man sich nicht einfach vollkommen zurück zieht und die Medien lässt und nicht wieder auftritt und sich irgendwie dazu äußert. Die Geschichte ist tragisch und ja, vielleicht sind einige Dinge ein wenig fragwürdig. Das ändert nichts daran, dass das ganze langsam abgeschlossen werden sollte.
Das sehe ich auch so, aber unabhängig vom derzeitigen Untersuchungsausschuss wird das ganze ja jetzt durch den Vater von Frau Kampusch durch eine Zivilklage prolongiert (siehe Posting 742). In Zivilangelegenheiten wird der Grundsatz "in dubio pro reo" nicht unbedingt so streng gehandhabt, wie in einem Strafverfahren (siehe z.B. den Simpson-Fall in den USA). Trotzdem rechne ich auch da letztlich mit einem Freispruch, weil es zwar Hinweise auf mehrere Täter gibt aber keinen einzigen konkreten auf Herrn H. Auch wenn es dem Vater, wie er versichert, nicht um's Geld geht: zumindest die Anwälte verdienen sich da eine goldene Nase und sind da oft auch die treibende Kraft.

Und politisch wollen sich da auch einige profilieren, über den Untersuchungsausschuss. Was mich da immer massiv stört, ist die mangelnde Zusammenarbeit. Der Untersuchungsausschuss lässt sich die Akten schicken, aber es gibt keine wirkliche Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft. Diese könnte ja ohne weiteres zu einigen Sitzungen zur Auskunft eingeladen werden, dann ließe sich manches sofort klären und es wäre nicht noch und noch und noch eine weitere Untersuchung notwendig ...

Am 4. März "Im Zentrum - ORF" hat Frau Dagmar Belakowitsch-Jenewein hinreichend und glauwürdig Stellung genommen, dass NICHT alle Akten an das Parlament überreicht wurden.
Natürlich, die Akten sollten vollständig sein. Aber da die Akten ja auf die verschiedensten Stellen verstreut sind, kann da leicht auch etwas fehlen, das wäre nicht weiter überraschend. Auffällig wäre es nur, wenn Akten nicht durch ein Versehen sondern gezielt nicht übermittelt werden, mit der Absicht etwas zu vertuschen. Dafür gibt es aber bis jetzt keinerlei Anhaltspunkte und deshalb auch keinen Grund zur Aufregung. Den Akt, den Frau B.-J. als Beispiel für einen fehlenden hergezeigt hat, enthält ein Foto von Frau Kampusch, welches für die zu beantwortenden Fragen wohl kaum von Relevanz ist - sonst hätte das die Dame sicher erwähnt. Ob und welche Akten fehlen, das muss man nicht über eine Fernsehsendung aufklären. Genau hier sehe ich mangelnde Kooperation und Profilierungssucht.

483

Freitag, 9. März 2012, 14:07

Und wo ist der BEWEIS, dass Rzeszut den (plumpen) Polizisten beauftragt hat?

Doch, NEWS kann und hat. Denn die APA ist eine seriöse Quellenangabe.
Ja von mir aus mögen APA und NEWS total seriös sein. Aber selbst wenn APA den Namen des Journalisten hat, zu dem der plumpe Polizist geäußert habe, dass Rzestzut ihn beauftragt habe, kann

1.) NEWS die Quelle nicht belegen, wer der Journalist ist, um den ich angefragt habe und
2.) die APA nicht beweisen, OB der doofe plumpe Polizist überhaupt die WAHRHEIT gesagt hat.

Wodurch wird die öffentliche Anschuldigung gegen Dr. Rzeszut also bestätigt und bewiesen? So etwas kann man doch nicht einfach aus der Luft greifen - oder dürfen das Medien, wenn ja warum?


Hauptsache war bisher diese: NEWS, ausgehend von APA, hat den Dr. Rzeszut "angepatzt". Im Artikel nachlesebar.

Am besten aber halten Medien sich in Zukunft mit solchen Arktikeln, die sich auf "sollen und haben sollen" berufen, gänzlich zurück, ich bin dafür dass Medien nur noch beweisbare und nachvollziehbare bestätigte Fakten liefern, keine Gerüchte mehr, mit denen Geschäft gemacht werden soll, das steigert dann vielleicht wieder die Medienqualität, statt der Medienquantität.

484

Freitag, 9. März 2012, 19:36

Hauptsache war bisher diese: NEWS, ausgehend von APA, hat den Dr. Rzeszut "angepatzt". Im Artikel nachlesebar.
Nein. Denn NEWS hat ja nicht geschrieben, dass Herr Rzeszut den Polizisten beauftragt hat. NEWS hat nur geschrieben, dass der Polizist das behauptet hat. Richtig "angepatzt" ist Herr Rzeszut durch das nicht. Denn das Verb "behaupten" setzt man ja bevorzugt dann ein, wenn man einer Aussage sehr misstraut. Ich verstehe aber schon deine Besorgnis, dass das trotzdem ein schiefes Licht auf Herrn Rzeszut werfen könnte.

Am besten aber halten Medien sich in Zukunft mit solchen Arktikeln, die sich auf "sollen und haben sollen" berufen, gänzlich zurück, ich bin dafür dass Medien nur noch beweisbare und nachvollziehbare bestätigte Fakten liefern, keine Gerüchte mehr, mit denen Geschäft gemacht werden soll, das steigert dann vielleicht wieder die Medienqualität, statt der Medienquantität.
Da kann ich dir wirklich nur voll zustimmen, aber das wird freilich nur ein frommer Wunsch bleiben! Aber zwei Dinge folgen daraus:
- Da du nun selbst die Einsicht hast, dass Medien oft alles andere als bestätigte Fakten liefern, solltest du beim Auftreten von Divergenzen zwischen diversen (Medien)Aussagen nicht gleich irgendwelche himmelschreienden Widersprüche und düstere Machenschaften wittern. Die naheliegendere Erklärung ist in solchen Fällen, dass eine Zeitung einfach nur Käse geschrieben hat.
- Was für die Medien gilt, sollte natürlich auch für alle gelten. Und hier ist Herr Rzeszut selbst ein bisschen schuld, wenn er jetzt in ein schiefes Licht gerät. Denn seine seinerzeit geäußerte Vermutung, dass Frau Kampusch ein Kind geboren haben könnte, hatte auch nicht wirklich solide Grundlagen.

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485

Samstag, 10. März 2012, 08:11

Da du nun selbst die Einsicht hast, dass Medien oft alles andere als bestätigte Fakten liefern, solltest du beim Auftreten von Divergenzen zwischen diversen (Medien)Aussagen nicht gleich irgendwelche himmelschreienden Widersprüche und düstere Machenschaften wittern.
Würde ich doch SO nie tun! Deshalb verlasse ich mich im Fall Haider ja so gerne voll und ganz auf unsere Beweisfotos vom Unfalltag, mit diesen lassen sich die "himmelschreienden Widersprüche" der offiziellen Unfalltheorie auch ohne Worte herrlichst widerlegen! Ginge es nach mir, würde dieser noch größere Justizskandal (vertuschter Politikermord in Österreich) mit Fall Kampusch in einem Aufwaschgang öffentlich angesprochen, da es um die selbe "blinde Justiz" und Oberstaatanwaltschaft Graz geht, Vorgesetzter von Dr. Kranz war oder ist noch immer ein gewisser Hr. Gasser (das wissen wir inzwischen von der STA Klagenfurt persönlich!).

Und "himmelschreiend" finde ich, dass die einzige Zeugin nicht und nicht ernst genommen wird. Und dass der ORF sich so daneben anstellt und das nicht erkennt und anspricht. Hätte man den verantwortlichen Moderator und "Rzeszut-Diskussions-Unterbrecher" Pelinka vor der Sendung über die Sachlage ordentlich aufgeklärt, hätte er andere Fragen an Rzeszut gestellt, z.B. brisante wie diese, dass Priklopil einen Monat nach Entführung der Polizei bereits aufgefallen war! Ein zweites Mal Verdacht erregt hat der Polizei-Hundeführer und auf den "Eigenbrötler" hingewiesen (das steht ausgehend so mal im Bericht, nicht ausgehend von NEWS), meines Erachtens sehr klar, unmissverständlich und überdeutlich - aber noch immer hat man Priklopils Haus nicht ordentlich auf den Kopf gestellt, vermutlich den Mann auch gar nicht rund um die Uhr observiert (angeblich weil sich "keine Hinweise" ergeben hätten, meinen heute die drei OStAs im Gleichklang). Was sind das für Ermittler? Und niemals wurde dran gedacht, die Ischtar A. dem stark Verdächtigen gegenüber zu stellen, Ischtar hat den Mann doch gesehen, eine Täterbeschreibung abgegeben, auch NACH der Verhaftung den Täter im FERNSEHEN WIEDERERKANNT, das nach acht Jahren. Ich weiß nich, was muss denn passieren, dass Augenzeugen ordentlich angehört werden von der Justiz in solchen Fällen (so auch im Fall Haider, W. König z.B. fand keine Beachtung!)?

Was für die Medien gilt, sollte natürlich auch für alle gelten. Und hier ist Herr Rzeszut selbst ein bisschen schuld, wenn er jetzt in ein schiefes Licht gerät. Denn seine seinerzeit geäußerte Vermutung, dass Frau Kampusch ein Kind geboren haben könnte, hatte auch nicht wirklich solide Grundlagen.
Ein Kind geboren ... ein Kind geboren? Darüber hätte der ORF mit Rzeszut doch gar nicht diskutieren brauchen, weil das KEINE FAKTEN SIND, bislang sind das haltlose Gerüchte. Fakten sind hingegen die unglaublichen "Ermittlungspannen" allein! Und ein Hr. Ainedter und ein Hr. Mühlbacher haben lange genug die STA-Version "Einzeltäter" öffentlich vertreten und so auch gehalten, ohne sich diese Pannen einzugestehen, es müsste dem ORF doch möglich sein, diese Punkte herauszulesen und zu erkennen und so auch als Fragen an Rzeszut zu stellen, nicht Internet-Gerüchten der verwirrten Öffentlichkeit nachgehen, quasi auch noch an den Haaren herbeiziehen ... Kind geboren, Schwangerschaft, Kinderpornoring ... wo sind da die Fakten? Damit gibt man dem ORF wirklich die allerschönsten Ablenkungs-Themen direkt in die Hand, weil unser Staatsfunk offenbar nur drauf ausgerichtet ist, allein nur krude "Internet-Verschwörungstheorien" aufzugreifen, nicht aber die Fakten!

Fakten sind aber: Die einzige Zeugin hat den Mann nach acht Jahren wiedererkannt, also hätte sie ihn wohl schon einen Monat nach Entführung auch wiedererkannt. Das Kind wurde nie ernst genommen, das ist anscheinend die riesengroße Schwierigkeit und Betriebsblindheit unserer Justiz in solchen Fällen, Augenzeugen einfach zu übergehen, ob willkürlich so blind oder wirklich nur unfähig? DAS ist es eigentlich, was man für uns die Öffentlichkeit aufgeklären und richtig richtig stellen müsste, wer will schon von SO EINER Justiz "betreut" werden? Ich nicht. Ja und auch der Bruder von Franz Kröll wird BIS HEUTE ABSOLUT noch immer nicht ernst genommen von der Justiz, dem ganz sicher so einige Dinge vom Chefermittler anvertraut worden sein dürften, der ja gespürt hat, dass ihm etwas "zustoßen" könnte, muss es noch mehr Tote geben, Fragen an den ORF? Der große ORF unser Staats-Medium (mit Moderatoren wie Wolf und Pelinka) stellt sich da wirklich sowas von blind und gefährlich kurzsichtig an, was gewissen Kreisen gelegen und zugute kommen dürfte, nicht aber uns!

Dieser Beitrag wurde bereits 1 mal editiert, zuletzt von »erdbeeramazone« (10. März 2012, 08:38)


486

Samstag, 10. März 2012, 20:26

Und "himmelschreiend" finde ich, dass die einzige Zeugin nicht und nicht ernst genommen wird.
Ja, das ist in diesem Fall mehr als tragisch, aber nicht unbedingt himmelschreiend. Denn anfangs war ja da nicht nur eine einzige Zeugin, es sind hunderte ähnliche Hinweise eingegangen. Man kann sich über Unfähigkeit und Schlamperei bei den Ermittlungsbehören oft mit Recht beklagen, aber hellseherische Fähigkeiten kann man von ihnen doch nicht verlangen. Es ist eine ähnliche Situation wie im Fall Breivik. Auch der stand ja vor dem Attentat bereits auf einer Liste von Personen, die sich durch den Kauf großer Mengen von Düngemitteln potentiell verdächtig gemacht haben. Die Liste war aber so lang und enthielt wohl zu 99,9% völlig harmlose Personen, dass die Polizei selektieren musste, wen man genauer unter die Lupe nehmen sollte. Breivik war leider nicht darunter. Eine Erdbeeramazone hat daraus natürlich gleich die Vermutung abgeleitet, dass die Attentats-Pläne den Behörden bekannt waren und sie Breivik gedeckt haben.

Ein Kind geboren ... ein Kind geboren? Darüber hätte der ORF mit Rzeszut doch gar nicht diskutieren brauchen, weil das KEINE FAKTEN SIND, bislang sind das haltlose Gerüchte. ... Kind geboren, Schwangerschaft, Kinderpornoring ... wo sind da die Fakten?
Stimmt, das sind wirklich haltlose Gerüchte! Allerdings wurde das Gerücht von der Schwangerschaft eben auch von Herrn Rzeszut selbst genährt, was der "dumme Polizist" jetzt offensichtlich als Ausrede missbrauchen will.

Es freut mich, dass du das alles für haltlose Gerüchte hältst und es in Wirklichkeit "nur" um Schlamperei und Unfähigkeit geht. Ganz bist du aber wohl doch nicht dieser Meinung, denn du hältst es ja für naheliegend, dass der Ermittler Kröll, "der eine heiße Spur hatte", ermordet wurde. Steckt also doch mehr dahinter als nur Unfähigkeit und Schlamperei? Aber was könnte das deiner Meinung nach sein?

487

Samstag, 10. März 2012, 23:25

Die Liste war aber so lang und enthielt wohl zu 99,9% völlig harmlose Personen, dass die Polizei selektieren musste, wen man genauer unter die Lupe nehmen sollte. Breivik war leider nicht darunter.
... was kein Plädoyer für de Totalüberwachung ist und auch nicht werden sollte. Somit bleibt es dabei, dass jene, die über die Macht verfügen Probleme verursachen zu können, a bissal mehr kontrolliert werden sollten.

488

Sonntag, 11. März 2012, 10:38

Stimmt, das sind wirklich haltlose Gerüchte! Allerdings wurde das Gerücht von der Schwangerschaft eben auch von Herrn Rzeszut selbst genährt, was der "dumme Polizist" jetzt offensichtlich als Ausrede missbrauchen will.
Man kann nicht oft genug betonen, der Hauptausgangspunkt ist, dass im Nachhinein (nach Nataschas Selbstbefreiung) eine Menge grober "Ermittlungspfusch" bekannt geworden ist. Ein weiterer Punkt ist, dass die Einzeltäter-Theorie erst dann bewiesen sein wird können, wenn geklärt ist, ob Franz Kröll mit all seinem Kriminalwissen um den Fall tatsächlich "aus Verzweiflung an Selbstmord gestorben" ist. Ein Punkt zum "haltlosen Gerücht" Schwangerschaft ist nun eben, dass 1. eine Haarlocke, 2. ein Säuglingspflegebuch gefunden wurde, 3. Natascha im Interview zugeben hat, sich informiert zu haben, WIE lange eine Schwangerschaft nachweisbar sei. Diese Punkte sind einfach nur als Hinweise auf eine mögliche Schwangerschaft zu werten, mehr nicht, man muss sie nicht groß in die Waagschale legen solange keine Fakten vorliegen. Punkt.

Was tut der ORF? Was tut Pelinka? Was tut der "Vertrauensjournalist" Feurstein? Sie gehen her undgeben Zündstoff, indem sie "Im Zentrum" und in "Thema" dieses Indiz groß herausgreifen und so lange verdrehen, bis am Schluss herauskommt, dass die "selbsternannten" Ermittler nur die Absicht hätten, Natascha als Lügnerin anzupatzen, was so aber ja in keinster Weise stimmt. Damit ist durch den ORF also nicht nur die Aufklärungsarbeit der selbsternannten Ermittler angepatzt sondern auch das Misstrauen der Öffentlichkeit gegenüber Natascha aufs Neue geschürt. Wer in der Bevölkerung den selbsternannten Ermittlern mehr Glauben schenken will als den staatsbeauftragten Ermittlern, bekommt durch die Anspielungen des ORF suggeriert, Natascha könnte nun ja doch eine böse Lügnerin sein. So lange Medien derart verantwortungslos mit Indizien (Gerüchten) umgehen ist das ein wahrer Teufelskreis. Die einzigen, die sich eins lachen, sind diejenigen, denen gelegen kommt, dass immer wieder vom Vorwurf Ermittlungspfusch abgelenkt wird.

Wenn Natascha also ihre Ruhe haben möchte (was verständlich ist, der psychische Druck muss enorm sein), müsste sie dem ORF nahelegen, sich 1. die RICHTIGEN Leute ins ORF-Studio einzuladen, z.b. den Bruder von Franz Kröll, die Ischtar A., den Polizeihundeführer und alle anderen Zeugen, die brauchbare Hinweise zu Priklopil geliefert hatten und 2. dem Herrn Pelinka raten, die RICHTIGEN Fragen zu stellen an diese Leute, am besten aber wäre, Pelinka würde fern bleiben als Diskussionleiter, er hat bewiesen, dass er richtige Fragen nicht stellen kann und will.

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489

Montag, 12. März 2012, 06:56

Chronologie der Kampusch-Vertuschung!

Peter Pilz und seine sehr gelungene Zusammenfassung

Mails, Niederschriften von Zeugen und Beamten, Aktenvermerke, Protokolle zur Verweigerung ordentlicher Ermittlungen, Weisungen ...

Es zahlt sich wirklich aus, diese Zusammenfassung von Peter Pilz von A bis Z durchzugehen. Aus dem Schriftverkehr der Beamten und den Niederschriften der einzelnen Zeugen tut sich selbst für Neueinsteiger im Fall Kampusch auf einen Blick ein wahres (grauenhaftes) Bild auf, z.B. wie im Hintergrund unsere Exekutive tatsächlich arbeitet bzw. nicht arbeitet, weil ihr vor lauter "Weisungen von oben" nur noch die Hände gebunden sind. Wer hier geschmöckert hat und zulesen muss, wie der Ermittler Haidinger ausgeschaltet wurde, kann sich ein Bild machen, was erst der Chefermittler Franz Kröll alles gewusst haben muss, um ebenfalls quasi "ausgeschaltet" zu werden. Krölls "Selbstmord" ist mehr als mysteriös!

Zitat


1. TEIL 1: DIE ENTFÜHRUNG
1.1. Ein weißer Kleinbus
1.2. Priklopil
1.3. Der zweite Hinweis
1.4. Die Zeit der Pendler

2. TEIL 2: DIE VERTUSCHUNG
2.1. Die Panne
2.2. Die 7 Protokolle
2.3. Der Maulkorb
2.4. Haidingers Ausschaltung
2.5. Priklopils Wohnungen
2.6. Keine Fragen
2.7. Akt geschlossen

http://www.peterpilz.at/nav/94/die-affaere.htm

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Montag, 12. März 2012, 08:12

Tatzeugin

Die Aussage Natascha Kampuschs, die Tatzeugin Ischtar habe sich auf Grund eines massiven Schockzustandes bezüglich der Wahrnehmung eines 2. Täters geirrt, lässt sofort die Frage aufkommen, wie sie zu dieser "Diagnose" gekommen ist. "Sie wirkt immer noch sehr geschockt, sie ist immer noch traumatisiert von dem, was damals passiert ist". - Auch dieser in die gleiche Richtung gehende Satz wirkt vielmehr wie (von "Beratern") vorgegeben und soll offensichtlich dazu dienen, die Glaubwürdigkeit der Tatzeugin in Abrede zu stellen. Parallel dazu ist auch das Statement des Oberstaatsanwaltes Pleischl zu verstehen, die Zeugin habe sich eben geirrt. Es bleibt den "Vertretern der Einzeltätertheorie" anscheinend nichts mehr anderes übrig, als die - für den unvoreingenommenen Betrachter völlig plausiblen und glaubwürdigen - Darstellungen der Entführungszeugin mittels unseriöser, weil unbewiesener Behauptungen bzw. Unterstellungen (eine der klassischen Methoden der Desinformation) ad absurdum zu führen.
Schlussfolgernd kann daher den Aussagen des Entführungsopfers nur teilweise Glauben geschenkt werden. Sie hat allem Anschein nach eine bestimmte "Rolle" zu spielen, aus der sie nicht ohne schwerwiedende Konsequenzen herausfallen darf. Dadurch - und nicht durch eine wirkliche Aufklärung des Falles - wird sie weiterhin bzw. erneut zum Opfer gemacht!
Amadeus

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