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511

Donnerstag, 15. März 2012, 14:30

Was bringt der ORF eigentlich für einen unglaublichen Stuss zum Fall Kampusch?

Stellt man sich so eine ordentliche Journalisten-Recherche vor, warum Natascha nicht schon früher befreit werden konnte?

Wenn interessiert die "Meinung eines Herrn Vogel", Herr ORF? Sollte etwas dran sein, wäre er der Herr Vogel der Letzte, der bei euch in "Thema" zur Sprache kommen sollte. Vorerst wäre es angemessen, die schlampenden Beamten vor die Live-Kamera zu bringen. Ist euch das nicht möglich? Oder wäre euch das einfach nur unangenehm?

Ab Minute 4 :
http://www.youtube.com/watch?v=ajfE8L2RU48

Entweder haben wir wirklich lauter Volldillos und Blödmänner an sogenannter "Macht" in Banken, Politik, Justiz und Medien oder eine Bande von kriminellen Mafiosis!

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512

Donnerstag, 15. März 2012, 16:40

Wo hat der Hr. Ainedter (Verteidiger des Priklopilfreundes) Nataschas ERSTE Aussage eigentlich eingeordnet? Unter "Irrtum"?

Natascha spricht in allererster Zeugen/Opfer-Einvernahme nach sogenannter selbstgeglückter Befreiung eigentlich davon, dass der Entführer Priklopil vorgehabt haben soll, die 10 jährige Natascha "weitergeben" zu wollen. Bitte dazu alles lesen:

Zitat

Die erste Einvernahme

In der ersten Einvernahme am 24. August 2006 beginnt Natascha Kampusch mit der Schilderung ihrer Familiensituation. Dann kommt sie zum Tag ihrer Entführung:

„Am Morgen des 2. März 1998 wollte mich meine Mutter zur Schule bringen, aber ich wollte selbst gehen.

Gegen 07.00 Uhr ging ich bei der Stiege in den Innenhof des Rennbahnweges in Richtung Einkaufszentrum durch und dann links zur Kreuzung Wagramer Straße mit dem Rennbahnweg. Ich sollte um 07.45 Uhr bei der Schule sein.


Reniten, es wäre an dieser Stelle nicht gut, meine Registerierung zu löschen, nur weil ich "drei Beiträge hintereinander" geschrieben habe.
Ich überquerte weiters die Wagramer Straße und ging den Rennbahnweg weiter Richtung Kubin Platz. Ungefähr 7 Meter nach der Kreuzung - kurz vor der Melangasse - fiel mir ein Mann auf, der dort bei einem weißen Kleinbus gestanden ist. Diesen hatte ich vorher noch nie gesehen, er war mir absolut unbekannt. Die einzige Besonderheit, die mir bei dem Auto auffiel, waren die alten schwarzen Kennzeichentafeln. Wie ich dann später erfahren habe, waren dies Tafeln gefälscht (aus 2 alten eine neue Nummer hergestellt)." (3)

Kampusch trifft auf Priklopil. „Dieser Mann hatte einen weißen Leinenhut - wie ihn Handwerker verwenden - auf. Er stand bei einem weißen Kleinbus und tat so, als ob er im Auto etwas suche. Ich hatte beim Näherkommen zu diesem Mann ein ungutes ´Bauchgefühl´ und wollte die Straßenseite wechseln. Weil ich nach dem Streit mit meiner Mutter ´aufgelöst´ war und mir immer wieder Tränen kamen, ignorierte ich dieses Gefühl und wollte rasch an dem Mann vorbeigehen. Als ich auf gleicher Höhe mit dem Mann war, packte er mich plötzlich und zerrte mich in den leeren Laderaum des Fahrzeuges. Er stieg auch mit ein, schloss die Seitentüre und setzte sich auf den Fahrersitz. An die genauen Einzelheiten im Fahrzeuginneren kann ich mich jedoch nicht mehr erinnern. Auch kann ich mich erinnern, dass er während der Fahrt zwischen den Vordersitzen eine ca. 50 cm lange Schusswaffe liegen hatte. Die wie ich später erfuhr, angeblich nicht geladen war. Er erklärte mir dies so, dass bei einer Anhaltung ein geringeres Strafausmaß zu erwarten gewesen wäre.

Ich fragte ihn, was das soll, er antwortete, dass ich ruhig sein solle, dann passiert mir nichts. Während der Fahrt habe ich den Mann gefragt, ob ein ´Kinderverzahrer´ ist oder/und mich vergewaltigen will oder mich ermorden und irgendwo einbuddeln will, oder alles zusammen.

Er antwortete sinngemäß, dass wen meine Eltern zahlen, könne ich noch heute oder morgen nach Hause.

Während der Fahrt kam mir vor, dass er stundenlang im Kreis fuhr und zwar im Bereich Maculangasse/Lieblgasse/Wagramerstraße. Während der Fahrt sagte er, dass er auf einen Anruf auf sein Autotelefon wartete. Dieser Anruf kam jedoch nicht.

Nach einer Zeit, deren Dauer ich nicht angeben kann, fuhr er auf der Wagramerstraße stadtauswärts und dann über die Süssenbrunner Hauptstraße Richtung Strasshof an der Nordbahn. Bei der Fahrt durch die Süssenbrunner Hauptstraße habe ich ihn gefragt, wo er mich hinbringt. Er sagte, dass er mich nach Strasshof bringt.

Soweit ich mich jetzt noch erinnern kann, fuhr er irgendwo vor Straßhof in einen Wald hinein. Er hat mir bereits während der Fahrt gesagt, dass er mich bald an andere übergeben werde. Die würden mich dann freilassen, wenn meine Eltern Lösegeld bezahlen.

Im Wald hielt er das Fahrzeug an, stellte den Motor ab, öffnete die Schiebetür und hob mich aus dem Auto. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich noch die Schultasche auf dem Rücken, die er mir dann herunternahm. Er lief dann nervös und fahrig im Kreis herum, wobei er intensiv nachzudenken schien. Plötzlich sagte er zu mir, dass er mich woanders hinbringe, da die anderen nicht gekommen sind. An den genauen Wortlaut kann ich mich nicht erinnern. Dann wickelte er mich in eine hellblaue Decke ein, setzte mich wieder ins Auto und befahl mir, mich ruhig zu verhalten und nicht die Decke vom Kopf zu ziehen.

Er fuhr mit mir vom Wald weg und meine nächste Erinnerung ist, dass das Fahrzeug vor einem Haus angehalten wurde. Ich hatte nämlich durch einen Spalt der Decke die Hausnummer und ein Fenstergitter, welches ich für einen Balkon hielt, sehen können. Er hob mich mit der Decke aus dem Fahrzeug heraus und trug mich ins Haus. Während des Hineinbringens ersuchte ich ihn, dass ich auf die Toilette gehen darf. Er sagte mir, dass dies die Tür zum WC sei, das ich auch aufsuchte.

Anschließend führte er mich durch die Küche bis zu einer Brandschutztür. Dort gab er mir wieder die Decke über den Kopf und trug mich die Stiegen hinab in den Keller. Dort setzte er mich ab, nahm mir die Decke vom Kopf und dort bemerkte ich, dass ich auf ausgebauten Fahrzeugteilen saß. Als er mich dort absetzte, hörte ich, dass der Mann im Kellerraum irgendetwas herum schob.

Anschließend gab er mir die Decke über den Kopf und zog mich durch eine schmale Öffnung in einen anderen Raum. Er schob mich dann durch eine Türe in einen weiteren Raum, in dem es total finster war.

Er verbot mir sinngemäß, das Licht aufzudrehen, da mit dem Licht irgendetwas nicht in Ordnung sei und er komme gleich und bringe eine Lampe mit. Nachdem er die Tür geschlossen hatte, verlor ich durch die Dunkelheit völlig das Zeitgefühl. Der Boden des Raums war staubig, hart und kalt, aber ich fror nicht.

Nach einer unbestimmten Zeit kam er wieder und machte Licht. Als ich den Raum sah, kam dieser mir ähnlich wie eine Sauna vor, da die Wände mit naturfarbenen Holzpanelen verkleidet waren. Der Boden war Laminatboden. Er sagte zu mir, dass er nach Wien in seine Wohnung fahre, um für mich eine Matratze zu organisieren. Er fragte mich, ob ich etwas zum Essen haben möchte und sonst noch etwas bräuchte, was er mir vom Supermarkt mitbringen soll. Ich habe gesagt, dass ich gerne grüne Äpfel hätte, wenn das geht und dass ich noch eine Zahnpasta und eine Zahnbürste brauche und eine Haarbürste und schokoladebezogene Butterkekse plus Erdbeerjoghurt. Den Joghurtbecher wollte ich später als Zahnputzbecher verwenden. Nachdem er wieder zurückgekommen war, brachte er die gewünschten Sachen, sowie die Matratze und einen Polster mit. Damit mir nicht kalt wird, stellte er mir einen alten Ölradiator in den Raum.
http://www.peterpilz.at/nav/101/die-affaere.htm


Ernsthafte Frage an Priklopilfreund-Verteidiger Ainedter: Wie hat er als Verteidiger des "nichts-wissendes Freundes" die Aussage von Natascha eigentlich aufgefasst? Als wirr? Oder irr?

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »erdbeeramazone« (15. März 2012, 17:00)


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513

Donnerstag, 15. März 2012, 18:17

ORF-Vertrauensjournalist Christoph Feurstein - ein Schauspieler?

Beim allerletzten ORF-Interview Anfang März wurde Natascha erneut für wirklich unnötige Fragen ins ORF-Rampenlicht gezogen, vor allem vom ORF und vom sogenannten "Vertrauenjournalist" Christoph Feurstein. Der sogenannte Vertrauensjournalist hat im Interview soweit sehr wohl "vergessen" darauf, die VERANTWORTLICHEN des Ministeriums zu benennen. Auch hat er vergessen, die vermeintlichen Vertuscher ins ORF-Studio zur Befragung einzuladen, die immerhin bis heute dafür verantwortlich sind, dass Natascha unselbstverschuldet jahrelang "ausharren" musste: im Gefängnis des bereits "datenermittelten Entführers" ?

Dabei will ich sicher NICHT den Vertrauensjournalistgen anschwärzen, sondern ihn einfach mal fragen wollen, WARUM er noch NIE die richtigen Fragen an diese Justiz gestellt hat, sondern immer nur "blödsinnige Fragen an Natascha" stellt, die Natascha halt dann so beanwortet, wie sie aus ihrer Sicht kann.


Nachtrag: Ich hoffe, Renitenz nimmts mir nicht übel, aber ich musste grad zeitlich mehre Beiträge aneinander fügen.

HerrAbisZ

alias HerrAbisZ - unbequemer Zeitgenosse

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514

Donnerstag, 15. März 2012, 20:26

Zitat

"Mein" Fall Kampusch
......
Man muss kein Verschwörungstheoretiker sein, um sich von der offiziellen Version der Kindesentführung beleidigt zu fühlen, sich zu empören oder sich deprimiert abzuwenden - es stimmt einfach zu vieles nicht. Durch das Aufgreifen der Unstimmigkeiten im Spiegel wird es schwerer werden, einen Zweifler an der Version, die das Justiz- und das Innenministerium aufrechterhalten, als Spinner abzutun.Allerdings habe auch ich gehofft, dass der Entführer P. und der Hauptkommissar K. wirklich Selbstmord begangen haben. Wenn nicht, wie im Spiegel glaubhaft angedeutet, dann hat sich in Justiz und Exekutive ein gefährliches Geschwür breitgemacht.
Rückschau: Kurz nach der Entführung hatte ich mich als Familienrichter aus der Provinz erdreistet, Kampuschs Mutter meine Hilfe anzubieten. Als ich anschließend als Hilfestellung das damals zehnjährige Mädchen suchen wollte, wurde ich festgenommen und später über Antrag der Staatsanwaltschaft Wien zum Psychiater geschickt. Dankenswerterweise befand mich dieser als völlig normal. Allerdings hat das nicht meine spätere Verurteilung und die Häme vieler Schreiber verhindern können.
Mutige Persönlichkeiten

Es stimmt - ich konnte aus der Sicht des Gerichtes keine eindeutigen Beweise vorlegen - aus heutiger Sicht vielleicht Gott sei Dank. Als dann eine zweite Zeugin des Verbrechens zur Verfügung stand, wäre es einigermaßen einfach gewesen, dass Verbrechen zu rekonstruieren, wären da nicht Wahlen gewesen und fortwährend eindeutige Interessen der Justiz und Polizei, die sich einer Aufklärung entgegenstemmten.
Als kleiner Provinzrichter wurde ich in die Pension geschickt, aber mutige und staatstragende Persönlichkeiten haben sich ebenso wie ich verpflichtet gefühlt, ihre über jeden Zweifel erhabene Objektivität in die Waagschale zu legen. Einer der beiden Richter, ausgewiesen durch den Dienst in den höchsten Gremien, wurde ebenfalls verurteilt (von der Tochter des Leiters der zuständigen Staatsanwaltschaft Wien).
In den Fall Kampusch sind wahrscheinlich Minister, Staatsanwälte und Polizeigeneräle verstrickt, und einige wenige Journalisten ließen sich mit offiziellen Verlautbarungen füttern, um dann Nebelkerzen zu legen. Dadurch werden Missstände vom politisch rechten Rand, wenn auch nicht recherchiert, so doch grob artikuliert und in weiter zersetzende Gefühlswelten getragen. Unser Staatswesen kann das nicht länger verkraften. (Martin Wabl, DER STANDARD, 16.03.2012)

Martin Wabl
ist ehemaliger Richter, Bürgermeister und SPÖ-Bundesrat in Fürstenfeld
http://derstandard.at/1331779767216/Mart…n-Fall-Kampusch



516

Sonntag, 18. März 2012, 08:06

Herr Rauscher vom Standard

So einen Blödsinn hab ich schon lange nicht gelesen, den der Herr Hans Rauscher da wieder einmal von sich gibt in seinem Artikel (natürlich wieder einmal abzielend Richtung Blau). Meint der gute Herr denn wirklich, dass es perverse abartige Menschen, Kinderschänder und Kindervergewaltiger nur unter uns dem gemeinen Fußvolk geben kann? In den obersten Reihen nicht und niemals? Und meint Rauscher wirklich, nur weil einer ein angesehener Herr Doktor, Richter oder Staatsanwalt ist, dass so einer keinen solchen Dreck an seinem Stecken haben kann?

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517

Sonntag, 18. März 2012, 15:57

Ernsthafte Frage an Priklopilfreund-Verteidiger Ainedter: Wie hat er als Verteidiger des "nichts-wissendes Freundes" die Aussage von Natascha eigentlich aufgefasst? Als wirr? Oder irr?
Erdbeeramazone, Herr Ainedter wird - wie übrigens auch ich - die Aussage keinswegs als wirr oder irr aufgefasst haben. Laut Aussage Frau Kampusch hat Prikopil zu ihr gesagt, er würde sie an andere Personen weitergeben. (Und in ihrem Buch hat sie auch beschrieben, welche Gedanken ihr dabei u.a. gekommen sind.) Herr Prikopil hat dem Mädchen in diesem Zusammenhang auch gesagt, es würde sich um eine Entführung zum Erpressen von Lösegeld handeln (möglicherweise, um sie mit der Vorstellung zu beruhigen, dass sie nach wenigen Tagen ohnehin wieder freikommen würde). Aus dem aber auf das zwingende Vorhandensein von Mittätern oder auf einen Porno- oder Pädophilenring schließen zu wollen, das wäre tatsächlich wirr und irr.

Herr Rauscher wird keineswegs bezweifeln, dass es Pädophile auch in den "obersten Reihen" geben kann und er wird auch nicht bezweifeln, dass z.B. auch Staatsanwälte Dreck am Stecken haben können. Um das geht es nicht, das steht ja außer Zweifel. Wenn es aber tatsächlich ein von der FPÖ präsentiertes Dossier gibt, das den Fall Kampusch mit einem Pädophilen-Ring in Verbindung bringt, ist das eine haltlose Spekulation und kann als solche wohl auch kritisiert werden.

Zitat von »Herr Wabl«

In den Fall Kampusch sind wahrscheinlich Minister, Staatsanwälte und Polizeigeneräle verstrickt, und einige wenige Journalisten ließen sich mit offiziellen Verlautbarungen füttern, um dann Nebelkerzen zu legen.
Auch der Herr Wabl ergeht sich in Vermutungen, für die es keine konkreten Hinweise gibt. Deshalb wurde seine Meinung von den Zuständigen auch zu Recht nicht ernst genommen. Herr Wabl vertritt ebenfalls die Mehrtäter-Theorie, die jetzt immer wieder auf's Tapet gebracht wird. Schön und gut, aber was soll das konkret bringen? Der naheliegendste Kandidat für einen Mitwisser/Mittäter ist der Freund Prikopils. Der bestreitet das aber, bis jetzt kann man ihm diesbezüglich auch nichts nachweisen. Ob der vom Vater von Frau Kampusch angestrengte Zivilprozess zu neuen Ergebnissen kommt, ist zweifelhaft. Anhaltspunkte und Hinweise auf eine dritte Person gibt es bis jetzt überhaupt nicht, evtl. weitere Ermittlungen werden daran vermutlich nichts ändern. Warum also immer mit dieser Mittäter-Theorie herumeiern? Entweder es gibt gar keine Mittäter, oder man findet sie nicht bzw. kann ihnen nichts nachweisen. Mehr wird's nun einmal nicht werden.

518

Sonntag, 18. März 2012, 18:49

Herr Prikopil hat dem Mädchen in diesem Zusammenhang auch gesagt, es würde sich um eine Entführung zum Erpressen von Lösegeld handeln (möglicherweise, um sie mit der Vorstellung zu beruhigen, dass sie nach wenigen Tagen ohnehin wieder freikommen würde). Aus dem aber auf das zwingende Vorhandensein von Mittätern oder auf einen Porno- oder Pädophilenring schließen zu wollen, das wäre tatsächlich wirr und irr.
Du hast wohl absichtlich überlesen, dass der Täter erst eine Matratze aus Wien organisieren musste? Was hieße, der Entführer kann gar nicht geplant gehabt haben, Natascha bei sich (für sich allein) unterzubringen? Also sagt nun nicht nur Ischtars Aussage etwas zur Mehrtätertheorie aus sondern vor allem auch Nataschas eigene Aussage! Unabhängig davon, ob sich nun eine Lösegelderpressung oder sonst was zugetragen hat oder nicht.

Den Franz Kröll-Thread hab ich übrigens aufgemacht, weil es nicht um Natascha allein mehr geht sondern um das Verschwinden des Kriminaloberst, der seinen Tod laut Bruderaussage befürchtet hat.

519

Montag, 19. März 2012, 11:47

Die Geschichte zur "Lösegeldforderung"

Erdbeeramazone, Herr Ainedter wird - wie übrigens auch ich - die Aussage keinswegs als wirr oder irr aufgefasst haben.
Wie? Keineswegs fasst du die Aussage als wirr oder irr auf? Von wem nun nicht, von Natascha? Oder von Priklopil? Oder von beiden nicht? Ich schon, von wem auch immer!

Dass man an Nataschas offizieller Darstellung nicht zweifeln darf haben wir schon öfter erlebt. Jeder der nur versucht, Nataschas Aussagen infrage zu stellen, als "unwahr" oder "nicht ganz richtig" oder "halbwahr" zu bezeichnen, landet über die Medien bzw. über die Einzeltäterfanatiker schlimmstenfalls in der schmuddeligen Naziecke der Systemmedien, siehe oben Rauscher/Standard.

Ich hatte eigentlich angenommen, Übersicht, du würdest eher das, was Priklopil während der Entführung zu Natascha gesagt haben soll, infrage stellen als "wirr" oder "irr", denn es scheint niemals zu Lösegeldforderung gekommen zu sein. Auch gab es keine anderen Leute, die Natascha abholten.

Es gab sogar grünes Licht von den Behörden, die Telefone der Familie überwachten zu lassen (überwacht haben?).

Erstens weil anonyme Anrufe bei der Familie eingegangen sein sollen und zweitens weil Gefahr im Verzug bestand, weil mehrere Kinder im Bekanntenkreis der Familie schon ermordet wurden. Was soweit ja nicht so schnell zu einem normalen Alltag einer Familie gehört.

Also KEINE Lösegeldforderung? Keine anderen Leute, an die Natascha abgegeben hätte werden sollen? Wie kam es dann zu dieser "wirren" Aussage? Zum wirren Entschluss des Entführers, in den Wald zu fahren? Von wem stammt die wirre Aussage wirklich, die im ersten Vernehmungsprotokoll von Natascha nachzulesen ist?

Weil ich Natascha keine bewusst boshafte Lügerei unterstellen darf, möchte oder kann (höchsten kräftige Notlügen aus Angst, weil sie vom zweiten Täter bedroht werden könnte, den Ischtar als Kahlköpfigen am Fahrersitz gesehen hat mit Zeichung von ihm, der sich NICHT vor den Zug geschmissen hat sondern noch leben dürfte) kommt mir vor, dass das Tamtam sich doch reichlich wirr und konfus abgespielt haben muss, welches der Entführer Priklopil während der Entführung aufgeführt hat.

Als Einzeltäter hat er sich angeblich vor den Zug geworfen am Ende der Entführung, zu Beginn der Entführung aber, wo er sich ein kleines Mädchen holen wollte, biegt er in den Wald ab statt zielstrebig schnell nach Straßhof ins Verließ zu fahren? Fährt als Einzeltäter in den Wald, um dort Leute zu treffen, an die er Natascha übergeben wollte? Wäre das nur ein bisschen glaubhaft, wäre von Mehrtätertheorie auszugehn.

Ich frag mich also schon, warum der angebliche Einzeltäter am Tag der Entführung nicht einmal eine Schlafmatratze für sein Opfer im Verlies vorbereitet hatte, eine solche er erst aus Wien holen musste?

Oder irrt sich am Ende doch die Natascha! War doch eine Matratze da? Und der Entführer (Einzeltäter) war niemals im Wald und hat niemals von fremden Leuten gesprochen, die Natascha abholen sollten?

Was ich damit sagen will: Hier stimmt an der Geschichte einiges nicht. Ich glaube, das schreibe ich heute zum ersten Mal, dass entweder der Entführer voller Drogen gewesen sein müsste und fantasiert hat von "Lösegeld" oder Natascha sieht sich veranlasst, aus bestimmten Gründen "notlügen" zu müssen .... ???

Dieser Beitrag wurde bereits 2 mal editiert, zuletzt von »erdbeeramazone« (19. März 2012, 12:23)


520

Montag, 19. März 2012, 15:39

Du hast wohl absichtlich überlesen, dass der Täter erst eine Matratze aus Wien organisieren musste? Was hieße, der Entführer kann gar nicht geplant gehabt haben, Natascha bei sich (für sich allein) unterzubringen? Also sagt nun nicht nur Ischtars Aussage etwas zur Mehrtätertheorie aus sondern vor allem auch Nataschas eigene Aussage! Unabhängig davon, ob sich nun eine Lösegelderpressung oder sonst was zugetragen hat oder nicht.
Nein, Erdbeeramazone, das mit der Matratze habe ich natürlich nicht überlesen, schon gar nicht absichtlich. Hier ist die naheliegende Erklärung, dass im Versteck tatsächlich noch nicht alles fertig war, die Gelegenheit Herrn Prikopil aber so günstig erschien, dass er die Entführung nicht mehr aufschieben wollte. Dass der gestörte Typ ziellos herumfuhr, erscheint mir nicht weiter verwunderlich. Er mag innerlich geschwankt haben, ob und wie er seinen Plan umsetzen soll. Bei dir geht alles immer völlig durcheinander. Du deutest in deinem letzten Posting (Nr 516) an, Natascha könne sich das ja ausgedacht haben, was da Prikopil zu ihr gesagt haben soll. Bzw. dass an dieser Geschichte einiges seltsam erscheint. Aber ein valides Indiz für die Mehrtätertheorie ist die Geschichte dann für dich doch? Wie immer pickst du dir einzelne Sachen heraus. Ob das als Ganzes Sinn macht, soweit denkst du nicht.

Zitat von »Erdbeeramazone«

Fakt ist: Spuren wurden nicht verfolgt. Die Zeugin wurde nicht dem Verdächtigen gegenübergestellt. Das Haus wurde nicht durchsucht. Woher willst wissen, WARUM diese Spuren nicht verfolgt wurden? Warum sollten Mächtige nicht zu Machenschaften verdächtigt werden? (Zitat aus dem Thread Kröll herübergezogen)
Weil man normalerweise nur dann verdächtigt, wenn es Hinweise für einen solchen Verdacht gibt. (Man kann natürlich auch auf Grund eines Analogieschlusses verdächtigen, aber da müsste man erst klären, wo hier Analogien bestehen sollen.) Wer sich mit dem Fall ernsthaft befasst hat, der weiß ohnehin was da abgegangen ist:

Es ist ja kein Geheimnis, dass das Verhältnis von Natascha zu ihren Eltern ein schlechtes war. Die Eltern wollten sie loswerden und haben Prikopil bezahlt, dass er sie entführt und arabischen Mädchenhändlern übergibt. Weil Natascha Prikopil aber gefiel, führte er diese Übergabe nicht aus. Der Polizist, der die Aussage des Hundeführers schubladisiert hat, wird von den Mädchenhändlern regelmäßig bezahlt, um Untersuchungen über entführte Mädchen im Sande verlaufen zu lassen. Er wird dabei von seinen Vorgesetzten gedeckt, weil der Mädchenhändlerring die Mädchen einem Pädophilen-Ring zuführt, in dem jede Menge Mächtige als Kunden vertreten sind. Herr Kröll war an dem ganz nahe dran, das hat ihn das Leben gekostet.

Wenn du nun fragst, woher ich das alles habe, muss ich freimütig einräumen, dass es für diese Version keine konkreten Hinweise gibt. Aber das sollte dich doch am wenigsten hindern, sie bereitwillig anzunehmen?

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