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Freitag, 8. September 2006, 13:31

Aufhebung von Geschworenenurteilen

Richter für Reform des Geschworenensystems
Nach dem Knalleffekt im Grazer Hackenmord-Prozess, wo der Richtersenat das Urteil der Geschworenen ausgesetzt hat, fordern die Richter nun eine Reform des Geschworenensystems.

"Grenzen des Systems aufgezeigt"
Dieser Prozess habe wieder einmal deutlich die Grenzen des Geschworenensystems aufgezeigt, sagt der Vizepräsident der österreichischen Richtervereinigung Werner Zinkl. Oft müssten Laien eine Entscheidung treffen müssen, mit der sie überfordert seien, meint Zinkl.


Zurechnungsfähig oder nicht?
War die 46-jährige Grazerin, die ihre beiden Söhne im Schlaf mit einer Hacke erschlagen hat, zum Zeitpunkt der Tat zurechnungsfähig oder nicht? Das war bereits beim ersten und auch beim zweiten Verfahren am Donnerstag in Graz die Kernfrage.

Von Wahn getrieben oder gezielt gehandelt?
Ein psychiatrisches Gutachten besagt, dass die Frau vom Wahn getrieben war, ihre Söhne vom ihrer Ansicht nach schrecklichen Leben in dieser Welt erlösen zu müssen - ein Wahn, den sie nicht habe steuern können.

Der Staatsanwalt war aber wie schon im ersten Verfahren anderer Meinung: Die 46-Jährige habe genau gewusst, was sie tat, und gezielt gehandelt, auch wenn sie zugegebenermaßen schwer krank sei.


Für Geschworene zurechnungsfähig
Und ebenfalls wie im ersten Verfahren folgten die Geschworenen auch gestern der Argumentation des Staatsanwaltes und befanden die 46-Jährige für zurechnungsfähig.

"Geschworene haben geirrt"
Dann allerdings die Überraschung: Der Richtersenat, bestehend aus drei Berufsrichtern, stimmte nicht zu, sagt der Vorsitzende Richter Wolfgang Wladkowski:

"Wir gehen davon aus, dass die Geschworenen in der Beantwortung der Frage geirrt haben, und deswegen haben wir aufgehoben."


Es gibt also Geschworenenurteile, aber wenn die nicht "richtig" sind kann man sie aufheben. Weil der Richter immer recht hat. :pillepalle::
Warum schafft man dann Geschworene nicht gleich ab statt dieses verlogene Schauspiel zu bieten? Hier soll doch dem Volk nur vorgegaukelt werden, es hätte ein Mitspracherecht im Rechtswesen.
I walk the earth, my darling. This is my home.
(voice of the beehive)

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2

Freitag, 8. September 2006, 14:25

Na, damit die Bevölkerung das Gefühl hat, dass sie in wichtige Prozesse eingebunden wird und somit auch mitbestimmen kann.
Wir sind nicht verantwortlich für das, was uns widerfährt, sondern dafür, wie wir damit umgehen.
Vergebung ist, alle Hoffnung auf eine bessere Vergangenheit aufzugeben!

:)


www.kopp-verlag.de

3

Freitag, 8. September 2006, 14:25

Laienrichter wurden oft schon durch ein effektiv vorgetragenes Plädoyer des Staatsanwalts oder Verteidigers emotional beeinflusst und der Blick auf die Fakten wurde getrübt. Auch denke ich, dass der Richter aufgrund seiner Ausbildung und aufgrund der Konsequenzen eines offensichtlichen Fehlurteils objektiver urteilt (oder sollte).

Daher ist es wichtig, wenn ein Richter sozusagen ein Veto einlegen kann, wenn die Todesstrafe verhängt werden könnte. Denn ein Fehlurteil diesbezüglich wäre irreversibel. Da das in Österreich nicht zutrifft ist es schlussendlich aus meiner Sicht nicht erforderlich.

LG

Andy
Muht die Kuh laut im Getreide, war ein Loch im Zaun der Weide

4

Sonntag, 10. September 2006, 19:56

Das die Mutter einen "Poscha" hat, ist doch offensichtlich und darum gehört sie in eine Anstalt.

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5

Montag, 11. September 2006, 13:53

Zitat von »"caddy40"«

Das die Mutter einen "Poscha" hat, ist doch offensichtlich und darum gehört sie in eine Anstalt.


So einfach ist das für dich, weil ein Mensch nicht Zurechnungsfähig ist muss er gleich eingesperrt werden. Wie ist verhält es sich in der gleichen Situation, wenn sie nun keine Straftat begannen hat? Gehört diese auch gleich eingesperrt?
Wir sind nicht verantwortlich für das, was uns widerfährt, sondern dafür, wie wir damit umgehen.
Vergebung ist, alle Hoffnung auf eine bessere Vergangenheit aufzugeben!

:)


www.kopp-verlag.de

6

Montag, 11. September 2006, 13:55

Zitat von »"sj413"«

Laienrichter wurden oft schon durch ein effektiv vorgetragenes Plädoyer des Staatsanwalts oder Verteidigers emotional beeinflusst und der Blick auf die Fakten wurde getrübt. Auch denke ich, dass der Richter aufgrund seiner Ausbildung und aufgrund der Konsequenzen eines offensichtlichen Fehlurteils objektiver urteilt (oder sollte).

Daher ist es wichtig, wenn ein Richter sozusagen ein Veto einlegen kann, wenn die Todesstrafe verhängt werden könnte. Denn ein Fehlurteil diesbezüglich wäre irreversibel. Da das in Österreich nicht zutrifft ist es schlussendlich aus meiner Sicht nicht erforderlich.

LG

Andy


Schon nur aus diesem Grund werden die Plädoyers gehalten. Je besser ein solches ist, desto mehr können die Geschworenen ihre Urteile abgeben.
Wir sind nicht verantwortlich für das, was uns widerfährt, sondern dafür, wie wir damit umgehen.
Vergebung ist, alle Hoffnung auf eine bessere Vergangenheit aufzugeben!

:)


www.kopp-verlag.de

7

Montag, 11. September 2006, 14:10

Zitat von »"caddy40"«

Das die Mutter einen "Poscha" hat, ist doch offensichtlich und darum gehört sie in eine Anstalt.


Warum gibt es dann ein Geschworenenurteil, wenn laut dir das Urteil schon von vornherein feststeht? Das ist doch eine Farce.
I walk the earth, my darling. This is my home.
(voice of the beehive)

8

Montag, 11. September 2006, 14:37

Wenn eine "Mutter" ihre Kinder im Schlaf erschlägt, muß sie "an ordentlichen Hieb" haben.

Das Urteil steht nicht im vorhinein fest, der Psychiater muß schon gehört werden.
Die Geschworen haben bei ihrem Urteil den Bericht das Psychiaters ausser acht gelassen und haben nur auf den Ankläger gehört und das gibt dem Richter das Recht, das Urteil wegen offensichlichen Irrtums der Geschworenen auszusetzen.

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9

Montag, 11. September 2006, 15:43

haben sie nicht. das urteil wurde ja schon das zweite mal gekippt. mir kommt vor,solange wird das urteil gekippt bis es anscheinend den richter passt. :pillepalle::

10

Montag, 11. September 2006, 15:58

Nein,kann der Richter schon, dann geht es in die nächste Instanz, wenn es sein muß bis zum OGH.

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