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1

Donnerstag, 2. November 2006, 09:13

Natürlicher Umgang mit dem Tod

"Friedhof zum Totlachen" in Kramsach

Passend zu Allerheiligen-Allerseelen das Thema.

Ich persönlich kann ja das Tabu das aus dem Thema Tod gemacht wird gar nicht verstehen. Grade weil ich in einer Familie aufgewachsen bin wo die halbe Verwandtschaft schon vor meiner Geburt gestorben ist (ich nenne es meine "Totenfamilie") war der Tod für mich immer etwas sehr Natürliches über das ich auch gerne rede. Den katholischen Totenkult mit Gräbern die eher Denkmälern gleichen kann ich trotzdem nicht verstehen - obwohl die Variante mit den lustigen Sprüchen hat schon was. :D Tät mir auch gefallen wenn sich bei mir mal einer so ein lustiges Gedicht ausdenken tät statt "in tiefer Trauer..."
I walk the earth, my darling. This is my home.
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2

Donnerstag, 2. November 2006, 20:16

die emmi liegt in diesem loch, die erst jetzt in der erde nutzen bringt,
sie düngt!
grüsse vom
forenbrunzer

Anonymous

unregistriert

3

Freitag, 3. November 2006, 05:35

Re: Natürlicher Umgang mit dem Tod

Zitat

Die größtenteils aus dem 19. Jahrhundert stammenden Inschriften hätten sich vor allem im Alpenraum verbreitet. Sie seien Zeugen dafür, dass die Menschen damals noch einen ganz natürlichen Zugang zum Tod gehabt hätten.

Das hänge vor allem damit zusammen, dass der Tod an der Tagesordnung stand, meint Martin Reiter.


Diese Erklaerung nimm ich ihm nicht ab. Die Menschen sind auch im 19. Jh. nicht im Laufschritt gestoben, trotz der damaligen etwas beschraenkteren Aerztekunst oder widrigeren Lebensumstaende.

Ihr "natuerlicher Zugang zum Tod" hat eher damit zu tun gehabt, dass die Menschen damals glaeubiger waren und den Tod weniger als etwas Endgueltiges ansahen als heute.

4

Freitag, 3. November 2006, 07:05

des is der unterschied, die is schon vor deiner geburt gestorben
was willstn über den tod reden, wennst tod bist bist tod

und alles was du vorher schwaffelst is erfunden

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ASY

33.333 Beiträge sind genug

  • »ASY« ist männlich
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5

Freitag, 3. November 2006, 07:48

Ich habe gestern darüber einen Ausschnitt im TV gesehen - da warauf einem Grabstein ein Gedicht für einen Verstorbenen, der einigen Damen sehr abgegangen sein dürfte. Irgendwie reimten sie "Kranz" und "bester Schwanz" - ich habe mich zkugelt. :bruell:

6

Freitag, 3. November 2006, 08:17

Gib zu Asy, du tätst dir auch so einen flotten Reim auf dein Liebesleben wünschen :D
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7

Freitag, 3. November 2006, 08:17

Zitat von »"forenbrunzer"«

die emmi liegt in diesem loch, die erst jetzt in der erde nutzen bringt,
sie düngt!


Inhaltlich gar net schlecht - ab der Reim holpert gewaltig. Bitte ein bissi üben!
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8

Freitag, 3. November 2006, 11:58

Re: Natürlicher Umgang mit dem Tod

Zitat von »"Eberndorfer"«

Zitat

Die größtenteils aus dem 19. Jahrhundert stammenden Inschriften hätten sich vor allem im Alpenraum verbreitet. Sie seien Zeugen dafür, dass die Menschen damals noch einen ganz natürlichen Zugang zum Tod gehabt hätten.

Das hänge vor allem damit zusammen, dass der Tod an der Tagesordnung stand, meint Martin Reiter.


Diese Erklaerung nimm ich ihm nicht ab. Die Menschen sind auch im 19. Jh. nicht im Laufschritt gestoben, trotz der damaligen etwas beschraenkteren Aerztekunst oder widrigeren Lebensumstaende.

Ihr "natuerlicher Zugang zum Tod" hat eher damit zu tun gehabt, dass die Menschen damals glaeubiger waren und den Tod weniger als etwas Endgueltiges ansahen als heute.


Das du ihm die Erklärung nicht abnimmst, da kann ich dir noch folgen. Aber deine Erklärung warum, die ist für mich nicht nachvollziehbar.

Fakt ist, dass die Sprüch eindeutig sehr viel mehr Humor beweisen, als die heutigen Grabinschriften. Und "Glauben" als humorige Auswirkung darzustellen, dafür brauchst wirklich und wahrlich einen sehr "schwarzen Humor". Ich persönlich könnte mich ja totlachen, über die "Mächtigkeit" des Pontifex, einfach das Fegefeuer abzuschaffen. Aber das ist eine andere Sache.

Die fehlende "Endgültigkeit" finde ich auch mehr als zweifelhaft. In der heutigen Zeit steht uns sicherlich ein viel größerer Kreationismus zur Verfügung, als damals. Sprich die Varianten was wird nach dem Tode sein, die sind sicher heute vielfältiger als damals. Aber deshalb sind die lustigen Sprücherl trotzdem verschwunden. Und für die Hinterbliebenen war es sicherlich eine Endgültigkeit, die oft nur schwer zu meistern war. Damals einen Familienvater zu verlieren, war sicherlich von anderen Umständen geprägt, als heute.

Damals war sicherlich der Tod etwas Näheres als heute. Der reale Bezug zum Tod beibt uns heute sicherlich sehr viel mehr verwehrt als zu damaligen Zeiten. Wer sieht den noch einen Verwandten oder Bekannten, wenn er gestorben ist? In welchen Häusern sterben denn noch Leute im Beisein der Ihrigen? Meist erledigt sich dieser Umstand im Krankenhaus oder im Pflegeheim.

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9

Freitag, 3. November 2006, 12:04

die mutter die ihre zwei kinder bei dem schrecklichen autounfall verloren hat
na ob die über solche sprücherl lachen würde, wenn die auf den grabe ihrer kinder stehen würden, bezweifle ich

10

Freitag, 3. November 2006, 12:10

@Reinkarnation

Ich glaub nicht, dass die Sprücherl für wirkliche Unglücke verwendet wurden. Aber einer, der sein Leben glebt hat, der immer ein lustiger Gsell war, dem kann man doch auch einige humorvolle Abschiedzeilen gönnen.

Warum muss man immer vom Exzess ausgehen?
Gedanken sind Deine wahre Macht - wenn Du Gedanken verstehst, bist Du wahrhaft mächtig !

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