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ASY

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1

Sonntag, 3. Dezember 2006, 19:10

Die verlogene Wahrheit!

Die verlogene Wahrheit!

Wer hat das an sich selbst schon erleben müssen oder wer hat das schon selbst praktiziert?

Eine Lüge als Wahrheit aussehen zu lassen. Das passiert besonders bei Leuten, die mit dem Rücken zur Wand stehen und das erzählen, was man ihnen schon längst beweisen hätte können oder schon bewiesen hat. Das passiert gerne bei Beziehungsbeichten, so man beim Fremdgehen erwischt wird und dann noch als Draufgabe "alles beichtet" und noch einen Staudenrauscher schnell beichtet, mit der Versicherung, dass man nun ein reines Gewissen hätte, nur um die bspw. 100 stattgefundenen Betrügerein nicht erwähnen zu müssen.

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Anonymous

unregistriert

2

Sonntag, 3. Dezember 2006, 21:13

Okay, ich gestehe!
Also, das war nämlich so. Ich habe die Beiträge für ein Kundenjournal gesammelt und hatte einen Beitrag (scheinbar) "über", den ich nicht zuordnen konnte. Weil ich so viel zu tun hatte, habe ich diesen Beitrag, der immerhin eine ganze Seite füllen sollte, vollkommen vergessen.
Als es zur Journal-Abnahme kam, stellte sich heraus, dass eine Seite fehlte.
Das war mir unglaublich peinlich. Ich habe solange an der Wahrheit gefeilt ("Nein, nein, die Seite sollte da doch gar nicht rein, die sollte ganz woanders rein....Lüge Lüge Lüge") bis der Kunde am Ende selber glaubte, dass es wirklich anders geplant war.

Sowas mache ich aber nicht mehr, denn ich kam mir selten so doof vor!

ASY

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3

Sonntag, 3. Dezember 2006, 21:21

Ich müsste jetzt lügen wenn ich behaupte, dies noch nie gemacht zu haben.

Jetzt hast du so eine "Untat" gestanden, ...

Zitat

Sowas mache ich aber nicht mehr, denn ich kam mir selten so doof vor!


nur dass wir alle glauben sollen du hättest uns jetzt die allumfassende, erschöpfende Wahrheit erzählt? :suspect:

:-P

Anonymous

unregistriert

4

Sonntag, 3. Dezember 2006, 21:35

Zitat von »"ASY"«

nur dass wir alle glauben sollen du hättest uns jetzt die allumfassende, erschöpfende Wahrheit erzählt?


Also, so bescheuert bin ich bestimmt nicht.
Wenn du dich amüsieren willst, dann empfehle ich Kirmes, Kino oder Kondom!

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ASY

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5

Sonntag, 3. Dezember 2006, 21:46

Ich wollte dich ja nur zur Beichte bewegen.

Aber tatsächlich sind solche Teilwahrheiten eine lästige Angelegenheit für den Empfänger, weil ein "Geständnis" natürlich Vertrauen erweckt. Ich denke, so ähnlich funktioniert auch die Geheimniskrämerei. Erzähl du mir, dann erzähl ich dir.

Anonymous

unregistriert

6

Sonntag, 3. Dezember 2006, 21:56

Zitat von »"ASY"«

Ich wollte dich ja nur zur Beichte bewegen.


Das hatte ich auch so verstanden ,o)



Zitat von »"ASY"«

Aber tatsächlich sind solche Teilwahrheiten eine lästige Angelegenheit für den Empfänger, weil ein "Geständnis" natürlich Vertrauen erweckt. Ich denke, so ähnlich funktioniert auch die Geheimniskrämerei. Erzähl du mir, dann erzähl ich dir.



Ein Buch hatte mich einmal inspiriert mir persönliche Wochenaufgaben zu stellen. In einer Woche war mein Motto: keine einzige Lüge in dieser Woche (!)
Mir ist dadurch erstmal in erschreckender Weise aufgefallen, wie normal das Lügen für mich geworden war. Immer nur Kleinigkeiten und meistens, wenn ich etwas vergessen hatte.
Ich sagte dann nicht: "Oh, so was dummes, das habe ich vergessen", sondern: "Die hatten keine Croissants (...) mehr". (ups)

Durch das Bewusst machen habe ich mir das Lügen regelrecht abgewöhnt, weil ich es danach nur noch als eine lästige Eigenschaft empfand.

ASY

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7

Montag, 4. Dezember 2006, 10:21

Ich meine, eine verlogene Welt erzieht ihre Bürger zum Lügen. Das Zurückhalten von Wissen gehört mE auch dazu, was ja schon in der Schule trainiert wird. Jeder wird angehalten seinen Wissensvorsprung auszubauen, was sicher nicht im Sinne der Ehrlichkeit, sondern eher der Lüge eingereiht werden kann. Wissensvorsprung schafft persönliche Vorteile, so heiligt der Zweck das Mittel.

Wie prägt man dann seine Kinder richtig? Etwa, "sag nur im äußersten Notfall die Wahrheit um die schrecklicheren Lügen zu verstecken oder nur bei Belanglosigkeiten oder erzähle nur die Wahrheit, wenn sie deine Gegner schadet."

Wer über sich die absolute Wahrheit verteilt ist in unserer Gesellschaft wohl unten durch.

Ja, auch ich lüge, aber weit nicht mehr so viel wie früher, als ich mir darüber noch keine Gedanken machte.

Anonymous

unregistriert

8

Montag, 4. Dezember 2006, 10:40

Das mit dem "Zum Lügen erzogen werden" sehe ich ähnlich.
Kinder lernen leider früh, dass Erwachsene zufriedener mit einer Lüge sind, als mit der Wahrheit. Mit Erziehung kann man das lenken, meine ich. Wenn ich mein Kind für die Wahrheit konsequent belohne, es lobe usw. gewöhnt es sich das Lügen gar nicht erst an. Wenn ich anerkenne, dass es schwieriger war, die Wahrheit zu sagen, als zu lügen, stärke ich das Kind in seiner Wahrheitsliebe.

Was ich nicht verstehe ist, was Wissensvorsprung deiner Ansicht nach mit Lügen zu tun hat.
Wenn ein Kind sich für ein bestimmtes Thema besonders interessiert und schlau macht, weiss es halt mehr als andere. Ich rede nicht von einem "Lernwahn" sondern von aufrichtigem Interesse. Der persönliche Vorteil wird hier dann eher zu einem Abfallprodukt, weil das Wissen dann eben auf Grund des Interesses vorhanden ist.

Ich würde das Interesse, das mein Kind entwickelt immer fördern. Damit motiviere und unterstütze ich das Kind und stärke ganz nebenbei seinen Selbstwert, indem ich ihm zeige, dass ich seine Interessen sehe, sie ernst nehme und gutheisse (solange sie keinem schaden).

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Anonymous

unregistriert

9

Montag, 4. Dezember 2006, 16:14

Zitat von »"ASY"«

Ja, auch ich lüge, aber weit nicht mehr so viel wie früher, als ich mir darüber noch keine Gedanken machte.


Gerade ich weiss das.
Ich aber luege NIE, nicht einmal zum Vorteil anderer.

ASY

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10

Montag, 4. Dezember 2006, 16:16

Das ist eine sehr ungefährliche Lüge.

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