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ASY

33.333 Beiträge sind genug

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31

Donnerstag, 14. Dezember 2006, 14:54

@SJ413

Deine Antworten verwirren mich – dir dürfte entgangen sein, dass ich dem Kosmos lediglich eine andere Perspektive gönne. Die Wissenschaft will uns weismachen, dass vor dem Urknall ein schöpferischer Mausklick gewesen sein muss – sie spricht sogar von einer ursachenlosen Ursache.

Ich behaupte hier in meinem Modell, dass das sich ordnende Chaos die Vorursache des Urknalls = Gott = absolute Ordnung = alles erledigt = keine Zufälle sein soll. Die Ordnung ist der Sinn, da wir noch keine Ordnung haben und auch nicht wissen wie diese sein soll, erübrigt sich die Frage nach Gott oder eines klickenden Schöpfers.

Die einzige, für mich erkennbare Vorbestimmung ist das Erreichen der absoluten Ordnung – der Weg dorthin ist und bleibt unbekannt.

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Maria

Lieber Hydrokultur als gar keine Bildung!

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32

Donnerstag, 14. Dezember 2006, 15:39

Zitat

Die einzige, für mich erkennbare Vorbestimmung ist das Erreichen der absoluten Ordnung – der Weg dorthin ist und bleibt unbekannt.
[/quote]


es gibt also doch ein geheimnis!
Ein wacher Geist weiß das in der Rache nichts als Zerstörung liegt.

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33

Donnerstag, 14. Dezember 2006, 23:01

Asy, du kannst, wenn dein Thema "Gott" ist, den Begriff "Chaos" verwenden. Du musst aber, wenn du über das Universum sprichst, dafür „Unordnung“ setzen.

„Chaos“ kannst du nicht steigern oder vermindern, „Unordnung“ aber wohl. Ausserdem ist auch 'vollkommene Unordnung' nichts anderes als ein/das 'Chaos'.

Man kann nicht (und tut dies nirgends in der Fachliteratur) über Entropie, die, typisch, veränderbar ist, diskutieren, wenn man mit einem Begriff, wie „Chaos“, das unveraenderbar ist, hantiert, um die verschiedenen Grade von Unordnung zu benennen.

Uebrigens wird in populärwissenschaftlichen Büchern, aber auch in vielen Lehrbüchern, die Entropie mit 'Unordnung' gleichgesetzt, nicht mit 'Chaos'.

Asy: "Die Wissenschaft will uns weismachen, dass vor dem Urknall ein schöpferischer Mausklick gewesen sein muss – sie spricht sogar von einer ursachenlosen Ursache."

Was sonst soll sie tun?

Deshalb ist die "ursachlose Ursache" fuer so manch erfolglosen Gottsucher nichts anderes als ein mit nichts anderem ersetzbares "Prinzip".

Die Welt, wie sie existiert ist "Das Prinzip" (Gott), wonach sich Natur und Mensch zu richten haben, (und nur auf den arroganten Menschen bezogen) fraglos - antwortlos. Amen.

34

Freitag, 15. Dezember 2006, 00:48

Zitat von »"ASY"«

@SJ413

Deine Antworten verwirren mich – dir dürfte entgangen sein, dass ich dem Kosmos lediglich eine andere Perspektive gönne. Die Wissenschaft will uns weismachen, dass vor dem Urknall ein schöpferischer Mausklick gewesen sein muss – sie spricht sogar von einer ursachenlosen Ursache.

Ich behaupte hier in meinem Modell, dass das sich ordnende Chaos die Vorursache des Urknalls = Gott = absolute Ordnung = alles erledigt = keine Zufälle sein soll. Die Ordnung ist der Sinn, da wir noch keine Ordnung haben und auch nicht wissen wie diese sein soll, erübrigt sich die Frage nach Gott oder eines klickenden Schöpfers.

Die einzige, für mich erkennbare Vorbestimmung ist das Erreichen der absoluten Ordnung – der Weg dorthin ist und bleibt unbekannt.


Hallo Asy!

Jetzt wird es philosophisch und spekulativ.

Aber ich muss Dir eine Frage stellen: WIE definierst Du Ordnung? Warum soll gerade eine bestimmte Anordnung von Teilchen oder Wellen genau DIE endgültige Ordnung sein.

Oder definierst Du Ordnung durch eine kostante Entropie (Die Temperatur im Universum ist ausgeglichen und es finden keine Prozesse mehr statt) "WÄRMETOD" - Dann gibt es zwar noch die Materie (in leicht veränderter Form) ein Leben wäre aber definitiv nicht mehr möglich...
Muht die Kuh laut im Getreide, war ein Loch im Zaun der Weide

35

Freitag, 15. Dezember 2006, 01:18

Zitat von »"Eberndorfer"«

Zitat von »"sj413"«

Ich liebe das Diskutieren und ich schätze Deine Postings sehr!


Ganz meinerseits. Leider habe ich Humanities (Geschichte, Anglistik, Germanistik) studiert und nicht, wie offensichtlich du, Science.

Zitat von »"sj413"«

Zum Drüberstreuen: Meine Frau kommt aus Kärnten :D


Frag sie, ob auch sie dasselbe Problem hat wie ich: Wie mit der Gnade der Kaerntner Geburt und der damit im kausalen Zusammenhang stehenden unbeschreiblichen Beliebtheit der Kaerntner/innen in der Welt umgehen, ohne damit nicht unbewusst alle uebrigen Auch-Oesterreicher zu brueskieren?

Zitat von »"sj413"«

Deiner Theorie nach müsste sich die Erde ja aufblähen - das steht aber in krassem Widerspruch zur Gravitation


Ja genau, "aufblaehen".

Wenn dein Bauch mit Speisen und Getraenken pumpvoll waere und der Koerperaussendruck (Weltall) sich radikal vermindern wuerde, wuerde der Bauch dir nicht das Gefuel geben, dass er von dir weg will, ohne Rucksicht darauf, ob du es ihm gestattest oder nicht (Gravitation)?



Nun ja - in diesen Bereichen (Bauch versus Körper) ist die Gravitation ja auch sehr klein. :D

Es ist aber so, daß jetzt schon um die Erde herum (ausserhalb der Atmosphäre) ja schon de-facto nix mehr ist. Die Kräfte die wirken sind die Kräfte der Himmelskörper untereinander (Die Gravitation). Die Gravitationskraft, die von der Sonne ausgeht, sorgt dafür, daß die Erde schön brav auf ihrer elliptischen Bahn um die Sonne saust und nicht gerade (Impuls!!!) in den Kosmos saust.
Der einzige Himmelskörper der sich aufblähen wird sind Sonnen - dort ist das aber ein reich chemischer Vorgang und ist nicht auf Druckänderungen von aussen zurückzuführen - da wie gesagt - zwischen den Himmelskörpern (Das betrifft auch die sg. Dunkle Materie, welche bisher nur durch die Gravitation "in Erscheinung" getreten ist) bisher nur die Gravitation als einzige Kraft NACHGEWIESEN werden konnte.


Zitat






Einstein'sches Zwiegespraech!

E2: "Albert, verzeih: Du hast in deinem frugalen Leben vieles erreicht, aber die Vereinheitlichung der Gravitation mit etwas Anderem (das ich vergessen habe), bieb auch fuer dich ein lebenslanges ungeloestes Raetsel, aber nur bis einem bisher unbekannten Kaerntner Reserve-Philosophen und Aftral-Forscher, namens "Eberndorfer", die bisher unerklaerte Aufgeblaehtheit der Erde auf die Nerven geht, er sich deshalb etschliesst ein bisschen darueber nachzudenken, sich ploetzlich auf die Stirn klopft, vom Stuhl springt und im naechsten Moment im beruehmten Forscher-Forum "Zeitwort" seine fuer die Zukunft der Menschheit zwar relativ unnuetze, fuer seine Forscher-Kollegen aber vor Neid erblassende Hypothese veroeffentlicht: der zufolge sich seit dem Ur-Knall nicht nur die Entropie des sich ausdehnenden Universums konstant vergroessert, sondern auch die Planeten-Gravitation sich konstant verkleinert.

E1: (springt vom Sitz auf) Bist narrisch?
E2: Na, Albetlein, weil sonst die Aufgeblaehtheit der Erde nicht zu erklaeren ist.

E1: Das ist nicht beweisbar?
E2: Wo bleibt der Gegenbeweis?

E2: Jede Generation hat ihren Einstein, Albert. Wie geht's dir im Himmel?
E1: (Abwinkend)

E2: Meine Antwort, Albert: weil sich der seit dem Ur-Knall verminderte aber trotzdem enorme Weltall-Druck, der auf alle Planetenoberflaechen einwirkt, auch alle (nicht absolut sondern relativ zu dekende) Gravitationswerte der Planeten beeinflusst.

E1: Red weiter. I hoer dir nicht mehr zu...

E2: Warum nicht?

E1: Weil's deppert bist.

E2: Albet, wer hat die Planeten-Gravitation seit dem Ur-Knall jemals gemessen und sie mit der vor dem Ur-Knall existierenden verglichen?

E1: Ich haett es versuchen sollen, deinewegen. Dann haett ich deinen Bloedsinn nicht hoeren muessen.

E2: Warum sonst, lieber Albert, nicht, sieht die Erdoberflaeche aufgeblaeht aus, nein: die Erde IST aufgeblaeht ?

E1: (Wutzelt eine Zigarette)

E2: Lieber Albert, dein Problem mit der Gravitation habe auch ich noch nicht vollkommen ausgekluegelt. Aber ich verspreche dir, dass ich darueber nachdenken und dir dann meine abschliesenden Erkenntisse uebermitteln werde.

E2: Albert, wo bist du?

E2: Shalom, Albert!

E2: PS: Was faegst DER im Himmel mit Frauen wie Mutter Theresa an? Seine Atheisten-Kollegen schmorren ja alle in der Hoelle?"

der Eberndorfer;
Reserve-Philosoph n.n.i.R.

Zitat von »"sj413"«

und zur Tatsache, daß der Umfang der Erde konstant blieb und bleibt.


Unerschrocken: Seit wann misst man? Ich messe seit dem Ur-Knall.

Zitat von »"sj413"«

Die Verschiebung ist ja nur ein Schwimmen von Platten (So wie Eisschollen auf dem Wasser treiben, so treiben die Kontinentalplatten).


Das ist bekannt, wenn vielleicht aber nur oberflaechlich gemessen?

Zitat von »"sj413"«

Vor allem setzt Deine Theorie ja auch Materie welche (klassischen) Druck erzeugen kann voraus, welche eine Dichte hat, welche weit über die durchschnittliche Dichte im Weltraum hinausgeht.


Der Materie-Druck interessiert mich nicht, sondern nur der All-Druck, wie er sich auf die Planetenoberflaeche auswirkt, so winzig klein er auch sein mag. Wir sprechen bei diesem "Druck" ja nicht von Druck, d.h. (engl.) Pressure: kg/cm2, sondern von (engl.) Force: kg x Planetenoberflaeche in cm2.


Woher sollte der All-Druck kommen? Er kann ja nur das Produkt der Gravitationskraft der anderen Himmelskörper sein, welche da in der Umgebung sind (Was es ja auch ist). Wo wäre da der Unterschied bei Deiner Theorie zwischen der Gravitation und dem "Druck" (Das Wort taugt mir in diesem Kontext gar nicht - ich lasse es aber mal stehen damit wir unterscheiden können, wovon wir reden.)

Zitat


Das sind ungeheure Kraefte die der All-Druck auf die Planetenoberflaeche auswirkt, einem All-Druck der sich seit dem Ur-Knall sicherlich ungeheuer vermindert hat und, meine Hypothese, mit ihm die Gravitationswerte der Planeten - infolgedessen sich die Erde und alle anderen Planeten aufblaehen konnten.


Das Aufblähen der Materie ist wiederum auf die "kleinen" Kräfte zurückzuführen, welche die Atome zu dem machten, was sie sind. Da reden wir aber von einer Zeit die vor der Entstehung der Planeten liegt.

Zitat


Nein, das meine ich nicht. Bei meiner Planeten-Theorie, und nur diese interessiert mich, gehe ich von einem sich ausbreitenden Universu aus. Seit dem Ur-Knall hat sich der All-Druck vermutlich im unfassbarem ausmass erniedrigt und mit ihm der Druck innerhalb der Planeten und, ich gehe davon aus - und wqarum nicht??? - auch die Gravitation.
(meine Anrede an Einstein gilt auch dir, der "Kuh die muht")


Warum unterscheidest Du zwischen Gravitation und All-Druck? Diese (aus meiner Sicht) künstliche Auftrennung verstehe ich nicht in Deiner Theorie. Das ist die Stelle wo ich sage: "Muuuhhhh!!!" :D

Zitat


Mit diesem Link kann man schoen "Entropie spielen".
Man kann selbst so viele Baelle wie man will in den linken Kasten geben und sehen was sie 'wahrscheinlich' tun:


So anschauliche Dinge sind immer sehr lehrreich! Vor allem werden Dinge, die oft wahnsinning kompliziert klingen, dann einfach dargestellt. Das ist mir persönlich etwas sehr wichtiges: Komplexe Vorgänge so darstellen, daß jeder sie versteht!

LG :wink

Andy
Muht die Kuh laut im Getreide, war ein Loch im Zaun der Weide

36

Freitag, 15. Dezember 2006, 01:31

Zitat von »"Eberndorfer"«


Asy: "Die Wissenschaft will uns weismachen, dass vor dem Urknall ein schöpferischer Mausklick gewesen sein muss – sie spricht sogar von einer ursachenlosen Ursache."

Was sonst soll sie tun?


Hallo Otto!

Bingo! Genauso ist es! :applaus

Zum Zeitpunkt des Urknalls war alles in einem unendlich kleinen Punkt (Die Singularität) vereinigt. Was davor war? Nichts! Da auch die Zeit erst an diesem Punkt begonnen hat. Vorher gab es genau NICHTS! Nicht mal die Zeit...

Das ist die "Zeit" wo für mich persönlich Gott aktiv wurde und die Schöpfung begann. Klingt vielleicht kindisch - für mich ist das aber so. Ich will nämlich an einen Gott glauben...

Das ist vielleicht das schwierigste zu verstehen an dieser Sache. Der Zeitbegriff - er ist für uns so konstant...einfach aus den Erfahrungen des Lebens heraus. In Wirklichkeit ist sie alles andere als konstant. Das wissen wir spätestens seit Einstein und jeder lernt es in der Schule. Aber es sich so richtig vorstellen und realisieren ist rein gedanklich unbequem und unbehaglich.




Gute Nacht wünscht Euch ein nachdenklicher...

Andy :wink
Muht die Kuh laut im Getreide, war ein Loch im Zaun der Weide

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37

Freitag, 15. Dezember 2006, 07:16

Der Lattenzaun

Es war einmal ein Lattenzaun,
mit Zwischenraum, hindurchzuschaun.
Ein Architekt, der dieses sah,
stand eines Abends plötzlich da -
und nahm den Zwischenraum heraus
und baute draus ein großes Haus.
Der Zaun indessen stand ganz dumm,
mit Latten ohne was herum,
Ein Anblick gräßlich und gemein.
Drum zog ihn der Senat auch ein.
Der Architekt jedoch entfloh
nach Afri- od- Ameriko.

(Christian Morgenstern)


Zitat von »"sj413"«

Zum Zeitpunkt des Urknalls war alles in einem unendlich kleinen Punkt (Die Singularität) vereinigt. Was davor war? Nichts! Da auch die Zeit erst an diesem Punkt begonnen hat. Vorher gab es genau NICHTS! Nicht mal die Zeit...


Bis hierher habe ich kein Problem, obwohl mir ein exklusiver mechanistischer Big Bang (ein "Lattenzaun" ohne "Zwichenraum") zu skelettartig erscheint, jedoch vorsichtshalber oder moeglicherweise mit der Fortsetzung deines Gedankengangs von hier an:

Zitat von »"sj413"«

Das ist die "Zeit" wo für mich persönlich Gott aktiv wurde und die Schöpfung begann.


Ich kann akzeptieren, dass Gott von irgendeinem Zeitpunkt an "activ wurde", aber nur so weit es unser Universum und die Aber-Milliarden anderer moeglichen Universen betrifft. Jedoch, Gott muss immer schon existiert haben, ohne Anfang und Ende. Sonst ist er kein Gott.

In Anbetracht dessen, dass ein Gott der Universen schafft, unserem menschlichen Fassungsvermoegen so unvorstellbar weit entrueckt sein muss, ist es naiv verstehen zu wollen, was die Ursache seines Schaffens ist und was ihr Ziel.

Weil das so ist, duerfte es fuer das menschliche Spatzenhirn keine Schwierigkeit sein, ehrfurchtsvoll und bescheiden zu erkennen, dass ein solcher Gott sich menschlichen 'Spatzen' verstandesmaessig nie und nimmer praesentieren kann, dass dieser Umstand aber die menschlichen 'Spatzen' nicht davon abhalten soll, "denn dazu ward ihnen der Verstand", sein Werk mit Rspekt und Wuerde zu bewundern.

Liebe Gruesse,

Otto
der Agnostiker

38

Freitag, 15. Dezember 2006, 08:32

Zitat von »"Eberndorfer"«

Der Lattenzaun

Es war einmal ein Lattenzaun,
mit Zwischenraum, hindurchzuschaun.
Ein Architekt, der dieses sah,
stand eines Abends plötzlich da -
und nahm den Zwischenraum heraus
und baute draus ein großes Haus.
Der Zaun indessen stand ganz dumm,
mit Latten ohne was herum,
Ein Anblick gräßlich und gemein.
Drum zog ihn der Senat auch ein.
Der Architekt jedoch entfloh
nach Afri- od- Ameriko.

(Christian Morgenstern)

Zitat von »"sj413"«

Zum Zeitpunkt des Urknalls war alles in einem unendlich kleinen Punkt (Die Singularität) vereinigt. Was davor war? Nichts! Da auch die Zeit erst an diesem Punkt begonnen hat. Vorher gab es genau NICHTS! Nicht mal die Zeit...


Bis hierher habe ich kein Problem, obwohl mir ein exklusiver mechanistischer Big Bang (ein "Lattenzaun" ohne "Zwichenraum") zu skelettartig erscheint, jedoch vorsichtshalber oder moeglicherweise mit der Fortsetzung deines Gedankengangs von hier an:

Zitat von »"sj413"«

Das ist die "Zeit" wo für mich persönlich Gott aktiv wurde und die Schöpfung begann.


Ich kann akzeptieren, dass Gott von irgendeinem Zeitpunkt an "activ wurde", aber nur so weit es unser Universum und die Aber-Milliarden anderer moeglichen Universen betrifft. Jedoch, Gott muss immer schon existiert haben, ohne Anfang und Ende. Sonst ist er kein Gott.


Lieber Otto,

Das habe ich schlecht ausgedrueckt. Natuerlich hat Gott schon vor der Zeit existiert (Wenn man den Begriff "vor" hier NICHT zeitlich verstehen darf!!!).
Gott ist natuerlich das Alpha und das Omega. Aktiv meinte ich eigentlich den Ausloeser fuer den Big Bang. Wobei mir diese Erklaerung fast zu banal erscheint.

Was Du mit "zu skelettartig" meinst beim Urknall ist mir nicht ganz klar...?

Zitat


In Anbetracht dessen, dass ein Gott der Universen schafft, unserem menschlichen Fassungsvermoegen so unvorstellbar weit entrueckt sein muss, ist es naiv verstehen zu wollen, was die Ursache seines Schaffens ist und was ihr Ziel.

Weil das so ist, duerfte es fuer das menschliche Spatzenhirn keine Schwierigkeit sein, ehrfurchtsvoll und bescheiden zu erkennen, dass ein solcher Gott sich menschlichen 'Spatzen' verstandesmaessig nie und nimmer praesentieren kann,


Hier stimme ich Dir vollinhaltlich zu...soferne Du 1 Menschen betrachtest. Saemtliche Intelligenz des Universums zusammen jedoch koennte es verstehen. Wenn es (Diese Hyperintelligenz) aber Gott versteht, so ist es Gott selbst. Was wiederum den Schluss zulassen wuerde, dass wir alle ein Teil Gottes sind. (Nona - wir sind ja aus dem selben Staub entstanden, aus dem die Sterne bestehen). Die Frage ist nur (und die macht mich eben manchmal nachdenklich): Sind wir Gott wichtig genug? Oder sind wir nur notwendige Koerperzellen, die aber bei Bedarf entfernt werden so wie Zehennaegel? Sind wir die Zehennaegel Gottes? :D


Zitat


dass dieser Umstand aber die menschlichen 'Spatzen' nicht davon abhalten soll, "denn dazu ward ihnen der Verstand", sein Werk mit Rspekt und Wuerde zu bewundern.



Das sollten wir tun! Wenn ich aber sehe, wie wir mit unserem Planeten umgehen, dann kommen mir Zweifel an der Wuerde und dem Respekt :roll:

Liebe Gruesse

Andy :wink
Muht die Kuh laut im Getreide, war ein Loch im Zaun der Weide

Anonymous

unregistriert

39

Freitag, 15. Dezember 2006, 09:50

Lieber Andy,

Zitat von »"sj413"«

Was Du mit "zu skelettartig" meinst beim Urknall ist mir nicht ganz klar...?


Ueberarbeitet!

a) Ich meine damit, dass man beim Urknall immer nur ueber die "Latten" des Universums spricht, das Auseinanderfliegen der physischen ("Latten")Teile vom urspruenglichen ("Zaun") Ganzen, nicht aber ueber den "Zwischenraum" wie ihn Morgenstern anspricht. M. meint sogar, dass man mit dem Zwischenraum "ein grosses Haus" errichten koenne.

b) Mit dem Zwischenraum meine ich auch noch etwas Anderes. Ich nehme absolut nicht an, dass es zwischen den Planeten bzw. deren Atmosphaere, im feien Raum dazwischen, nur ein Nichts gibt.

Wie, nur weil man keine Luft, Gase, Molekuehle, Atome etc. im "Zwischenraum" entdeckt, bleibt uns nichts Anderes uebrieg als das uebrig Gebliebene 'Nichts' zu nennen? Dieses angebliche Nichts besteht zumindest aus Raum und Temperatur, und das ist schon viel mehr, als dass man diese(n) Raum/Tempderatur als ein Nichts bezeichnen duerfte.

Auch an die vom Menschen-Zwerg gemessene absolute Weltraumtemperatur und vor allem, dass es im Weltraum keinen Druck geben sollte, glaube ich nicht. Ich behaupte nichts, sondern bleibe in dieser Hinsicht nur offen. Wer sind wir denn zu glauben, dass wir etwas im Weltraum feststellen koennen das sog. 'absolut 'sei? Ja, fuer uns und usere menschlichen Messgeraete, aber die letzte Antwort darueber haben wir nicht.

Wenn Sehstrahlen ueber unermessliche Weltallweiten transportiert werden koennen und womit wir Lichtjahre entfernte Ojekte sehen koennen, dann muss der 'Zwischenraum' im All aus etwas bestehen das diese Strahlen 'treaegt'.

Ich vermute, dass ein Nichts nichts traegt und nur ein Etwas etwas.

Was dieser "Zwischenraum" in Verbindung mit dem Urknall sein soll, weiss ich selbst nicht nur, dass da Etwas ist aber kein Nichts. Vielleicht der Grund des Urknalls?
Warum passierte er?
Warum nur einmal?
War der Druck der urspruenglichen Masse, so klein diese auch war oder ihre Hitze ploetzlich zu hoch?
Verringerte sich der Aussendruck um die Masse?
Warum diese gigantische Explosion? Grundlos? Wenn ja, warum dann nicht auch sinnlos?


Ohne Antwort auf diese Fragen, sehe ich nur das physische Phaenomen des Big Bang........?????

Dazu sag ich dann: "Big deal, das ist mir zu billig, zu wenig".

Das interessiert mich philosophisch nicht. Denn mit so etwas rein Materiellem fang ich nichts an, auch nichts Religioeses. Damit koennen sich die Wissenschaftler herumspielen. Mich interessiert das nicht. Deshalb habe ich Hawkins Buch nur bis zur 30. Seite gelesen.


Zitat von »"sj413"«

Hier stimme ich Dir vollinhaltlich zu...soferne Du 1 Menschen betrachtest. Saemtliche Intelligenz des Universums zusammen jedoch koennte es verstehen.


Hier sehe ich nicht, dass das Ganze mehr sein soll als alle seine Teile. Du meist wir sollten alle unseren Teil dazu beitragen damit das Universum-Verstaendnis-Mosaik ein Ganzes wird. Nein, das aendert nichts. Es ist dem Menschen nicht gegeben Gott zu erkennen! Hier hilft nur der Glaube weiter. Ich habe ihn nicht. Auch Lessings drei Ringe in "Nathan der Weise" aendern nichts daran. Gott ist und bleibt unerkennbar, war nie erkennbar und wrd es nie sein. Sonst waere er fuer mich ein zu billiger, sich selbst profilierender Gott. Ein Rattenfaenger-Gott.

Zitat von »"sj413"«

Wenn es (Diese Hyperintelligenz) aber Gott versteht, so ist es Gott selbst.


Nein, zwei Mal nein, fuer beide Teile deines Satzes.

Zitat von »"sj413"«

Was wiederum den Schluss zulassen wuerde, dass wir alle ein Teil Gottes sind.


Reine Blasphemie!!! Wir sind nicht einmal sein 'Dreck', bildlich gesprochen. Es fuehrt verstandesmaessig und logisch kein Weg zu Gott (Kafka).


Zitat von »"sj413"«

(Nona - wir sind ja aus dem selben Staub entstanden, aus dem die Sterne bestehen).


Ja, aber nur als Sand (Materie) 'im Getriebe'.

Zitat von »"sj413"«

Die Frage ist nur (und die macht mich eben manchmal nachdenklich): Sind wir Gott wichtig genug?


Wir Menschen zaehlen als Einzelteile des Univesums nicht. Wir sind zuwenig wichtig um fuer irgendeinen Gott etwas vom Ganzen Unterscheidbares zu sein. Wir sind Teil des Ganzen, neutral gesehen, als Einzeleinheit nur fuer uns Menschen selbst wichtig, aber nicht mehr als auch die Ameisen, von denen wir uns als Einzel-Bestandteile des Universums nicht im Geringsten unterscheiden, fuer sich selbst wichtig sind - fuer keinen Gott und fuer nichts sonst.

Mit genuegt das vollauf. Damit bin ich wunderbar frei. Andere sind deshalb einsam, furchtsam, ich frei, furchtlos frei! Mein Vorbild ist Goethes 'Prometheus'.

Hoer ihm zu, wie er seien nicht-existenten Gott veraechtlich anspricht, dann ANSCHREIT und zum Schluss ANBRUELLT, das die Felsen beben:

Prometheus

Bedecke deinen Himmel, Zeus,
Mit Wolkendunst
Und übe, dem Knaben gleich,
Der Disteln köpft,
An Eichen dich und Bergeshöhn;
Mußt mir meine Erde
Doch lassen stehn
Und meine Hütte, die du nicht gebaut,
Und meinen Herd,
Um dessen Glut
Du mich beneidest.

Ich kenne nichts Ärmeres
Unter der Sonn als euch, Götter!
Ihr nähret kümmerlich
Von Opfersteuern
Und Gebetshauch
Eure Majestät
Und darbtet, wären
Nicht Kinder und Bettler
Hoffnungsvolle Toren.

Da ich ein Kind war,
Nicht wußte, wo aus noch ein,
Kehrt ich mein verirrtes Auge
Zur Sonne, als wenn drüber wär
Ein Ohr, zu hören meine Klage,
Ein Herz wie meins,
Sich des Bedrängten zu erbarmen.

Wer half mir
Wider der Titanen Übermut?
Wer rettete vom Tode mich,
Von Sklaverei?
Hast du nicht alles selbst vollendet,
Heilig glühend Herz?
Und glühtest jung und gut,
Betrogen, Rettungsdank
Dem Schlafenden da droben?

Ich dich ehren? Wofür?
Hast du die Schmerzen gelindert
Je des Beladenen?
Hast du die Tränen gestillet
Je des Geängsteten?
Hat nicht mich zum Manne geschmiedet
Die allmächtige Zeit
Und das ewige Schicksal,
Meine Herrn und deine?

Wähntest du etwa,
Ich sollte das Leben hassen,
In Wüsten fliehen,
Weil nicht alle
Blütenträume reiften?

Hier sitz ich, forme Menschen
Nach meinem Bilde,
Ein Geschlecht, das mir gleich sei,
Zu leiden, zu weinen,
Zu genießen und zu freuen sich,
Und dein nich zu achten,
Wie ich!

Johann Wolfgang von Goethe, 1773


Zitat von »"sj413"«

Oder sind wir nur notwendige Koerperzellen,


Nein, nicht "notwendig". Wie willst du das Gegenteil beweisen? Wir sind da. Ich nenne es nicht Zufall, nur, wir sind da. Wir wissen nicht warum. Es gibt kein Warum und wozu im Kosmos, in unserer Welt. Alles muss vom Menschen selbst gefunden werden, alles. Und es kann!!! Alles was der Mensch braucht, hat er und findet es, ohne Gott.

die aber bei Bedarf entfernt werden so wie Zehennaegel?

Zitat von »"sj413"«

Sind wir die Zehennaegel Gottes? :D


Viel zu hoch gegriffen. Wir sind Staubkoerner die mit unserem eigenen Willen und Verstand glueckliche und zufriedene Staubkoerner werden koennen, ohne Gott - Gott ist Natur (Pantheismus, Baruch Spinoza)

Danke Gott-Natur fuers Erschaffen worden sein! Auch das sage ich nur zu mir. Auch Beten hoert kein Gott, nur du dich selbsr und es hilft deiner/unserer Psyche. Denn niemand hoert mir/dir/uns zu....


Liebe Gruesse

Otto

ASY

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40

Freitag, 15. Dezember 2006, 09:52

@Eberndorfer & SJ413

Mein Thema ist sehr eindeutig, obschon mir eine eindeutige Erklärung schwer fällt – nämlich die Annahme, die Entitätbeginnt mit der ersten Ordnung, wobei dieses Ordnen sich selbst als Ursache hat – ähnlich wie jener erste Einzeller der sich bswp. im Wasser bei einem gegebenen Umstand bildet und von seiner "Aufgabe" nix ahnt – er unterliegt dem Erfolg oder Scheitern. Vorher ist nichts = die Summe aller noch nicht durch ordnen entstandenen Teile. Vielleicht handelt es sich dabei um eine Anomalie des Chaos.

Ihr geht davon aus, dass eine Qualität die Quantität erschuf oder den Anstoß dazu gab. Ich denke jedoch, dass sich die chaotische Quantität immer weiter zur Ordnung qualifiziert und zwar bis zu einem Punkt (Singularität) oder zu zwei Punkten (Dualität), wobei ich eher an eine Dualität in Form von Materie und Geist "glaube".

Eure weiteren Stellungnahmen sind mir zu religiös fixiert, zumindest deute ich darin eine göttliche Unverrückbarkeit, die mE zu konservativ an die Sache rangeht.

Posting dazu folgt.

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