Du bist nicht angemeldet.

Lieber Besucher, herzlich willkommen bei: Zeitwort Nachrichten Diskussionsforum. Falls dies dein erster Besuch auf dieser Seite ist, lies bitte die Hilfe durch. Dort wird dir die Bedienung dieser Seite näher erläutert. Darüber hinaus solltest du dich registrieren, um alle Funktionen dieser Seite nutzen zu können. Benutze das Registrierungsformular, um dich zu registrieren oder informiere dich ausführlich über den Registrierungsvorgang. Falls du dich bereits zu einem früheren Zeitpunkt registriert hast, kannst du dich hier anmelden.

Anonymous

unregistriert

41

Freitag, 15. Dezember 2006, 10:29

Zitat von »"ASY"«

Mein Thema ist sehr eindeutig, obschon mir eine eindeutige Erklärung schwer fällt – nämlich die Annahme, die Entitätbeginnt mit der ersten Ordnung, wobei dieses Ordnen sich selbst als Ursache hat – ähnlich wie jener erste Einzeller der sich bswp. im Wasser bei einem gegebenen Umstand bildet und von seiner "Aufgabe" nix ahnt – er unterliegt dem Erfolg oder Scheitern.
Vorher ist nichts = die Summe aller noch nicht durch ordnen entstandenen Teile.


Bisher, kein Problem. Damit kann ich leben

Zitat von »"ASY"«

Vielleicht handelt es sich dabei um eine Anomalie des Chaos.


Wozu brauchst du diese Annahme?

Zitat von »"ASY"«

Ihr geht davon aus, dass eine Qualität die Quantität erschuf oder den Anstoß dazu gab.


Ich bin da offen. Ich sage woaders, dass ich mir das Universum auch als ein "Prinzip" vorstellen kann, das ich weiter nicht untesuche. Mir gefaellt eine nur thermodynamische Big-Bang-Sicht ueberhaupt nicht - lauter "Latten". Trotzdem kann ich ein Detail dieser Theorie herausnehmen und mir verschiedene Fragen stellen.

Zitat von »"ASY"«

Ich denke jedoch, dass sich die chaotische Quantität immer weiter zur Ordnung qualifiziert und zwar bis zu einem Punkt (Singularität) oder zu zwei Punkten (Dualität), wobei ich eher an eine Dualität in Form von Materie und Geist "glaube".


Ich schliesse Geist aus. Denn damit kommst du notgedrungen zu deinem Gott, den du suchst, ich nicht (mehr). Ich glaube eher, dass was wir unter Geist verstehen, nur unser Nervensystem ist, dass Nervsystel aller Lebewesen, in welchem Fall wir uns von den Tieren nicht unterscheiden, sondern vermutlich nur einen hoeher entwickelten, subtileren Geist haben als andere Tiere.

Denn fuer die anderen Tiere sind auch wir nur Tiere. Wenn sie sprechen koennten, wuerde sie uns zurufen: "Hey du, anderes Tier, hau ab von meiner Wasserquelle, sonst saug ich dir ein Auge aus."

Zitat von »"ASY"«

Eure weiteren Stellungnahmen sind mir zu religiös fixiert, zumindest deute ich darin eine göttliche Unverrückbarkeit, die mE zu konservativ an die Sache rangeht.


Ich bin Agnostiker. Wie religioes kann ich sein? Wie Einstein, nicht mehr.

LG
Eberndorfer

Die Werbung ist nur für Gäste sichtbar!

JonDonym anonymous proxy servers

IP-Check

ASY

33.333 Beiträge sind genug

  • »ASY« ist männlich
  • »ASY« ist der Autor dieses Themas
  • Private Nachricht senden

42

Freitag, 15. Dezember 2006, 11:10

Zitat von »"sj413"«

Jetzt wird es philosophisch und spekulativ.

In der Tat, ich habe damit auch gerechnet. Ich kenne kein gesamtes Weltbild mit Fakten.

Zitat von »"sj413"«

Aber ich muss Dir eine Frage stellen: WIE definierst Du Ordnung? Warum soll gerade eine bestimmte Anordnung von Teilchen oder Wellen genau DIE endgültige Ordnung sein.

Per Definition kann ich dir Ordnung nicht anbieten, sondern nur als Ziel welches von "Gläubigen" als Anfang gesehen wird.

Zitat von »"sj413"«

"WÄRMETOD" - Dann gibt es zwar noch die Materie (in leicht veränderter Form) ein Leben wäre aber definitiv nicht mehr möglich...

Das ist jetzt ein typisches Dogma. Du bindest das Leben an das Sein - das lasse ich jedoch offen und binde es - wie Eberndorfer - ans "Prinzip".

Zitat von »"sj413"«

Zum Zeitpunkt des Urknalls war alles in einem unendlich kleinen Punkt (Die Singularität) vereinigt. Was davor war? Nichts! Da auch die Zeit erst an diesem Punkt begonnen hat. Vorher gab es genau NICHTS! Nicht mal die Zeit...

Ein Punkt hat keine Ausdehnung - wenn dieser dir zufolge ALLES enthalten soll, so musst du zugeben, dass deine Theorie undeutlicher als meine ist. Dich stützt lediglich die menschlich-theologische Massendynamik.

Zitat von »"sj413"«

Das ist die "Zeit" wo für mich persönlich Gott aktiv wurde und die Schöpfung begann. Klingt vielleicht kindisch - für mich ist das aber so. Ich will nämlich an einen Gott glauben...

Das ist ein herrlicher Widerspruch, weil du den Schöpfer eindeutig von jener Sache trennst, die du Punkt (=Singularität) nennst. Ergo >> Dualität.

Zitat von »"sj413"«

Das ist vielleicht das schwierigste zu verstehen an dieser Sache. Der Zeitbegriff - er ist für uns so konstant...einfach aus den Erfahrungen des Lebens heraus. In Wirklichkeit ist sie alles andere als konstant. Das wissen wir spätestens seit Einstein und jeder lernt es in der Schule. Aber es sich so richtig vorstellen und realisieren ist rein gedanklich unbequem und unbehaglich.

Nächster Widerspruch von dir und ich muss echt zugeben, dass ich diesen grad von dir nicht erwartet habe. :lol:

Wenn lt. Einstein die Zeit inkonstant, die Lichtgeschwindigkeit jedoch konstant ist, dann fehlt mir tatsächlich etwas als Verständnishilfe.

43

Freitag, 15. Dezember 2006, 11:10

Zitat von »"Eberndorfer"«

Lieber Andy,

Zitat von »"sj413"«

Was Du mit "zu skelettartig" meinst beim Urknall ist mir nicht ganz klar...?


Ich meine damit, dass man beim Urknall immer nur ueber die "Latten" des Universums spricht, das Auseinanderfliegen der physischen ("Latten")Teile vom urspruenglichen ("Zaun") Ganzen, nicht aber ueber den "Zwischenraum", wie ihn Morgenstern anspricht. M. meint sogar, dass man mit dem Zwischenraum "ein grosses Haus" errichten koenne.

Was dieser "Zwischenraum" um das "Skelett" Urknall sein soll, weiss ich selbst nicht nur, dass da ewas fehlt.


Lieber Otto,

Am Anfang der Zeit war die Singularität. Das komplette Universum in sehr hoher Dichte gepackt. Dazwischen die quantenmechanischen Effekte. Die "Zufallsgeneratoren" - als die Zwischenräume um Dein Skelett zu füllen. - So vermutet man jedenfalls.

Zitat


Vielleicht der Grund des Urknalls?
Warum passierte er?
War der Druck der urspruenglichen Masse, so klein sie auch war, ihre Hitze ploetzlich zu hoch?
Verringerte sich der Aussendruck um die Masse?
Eins von beiden muss passiert sein.
Warum diese gigantische Explosion?

Ohne Antwort auf diese Fragen, sehe ich nur das physische Phaenomen des Big Bang........?????

Dazu sag ich dann: "Big deal, das ist mir zu billig, zu wenig. Das interessiert mich philosophisch nicht. Denn mit so etwas Materiellem fang ich philosophisch nichts an, auch religioes nichts. Damit koennen sich die Wissenschaftler herumspielen. Mich interessiert das nicht. Deshalb habe ich Hawkins Buch nur bis ugf. zur 30. Seite gelesen.


Wie gesagt, wir können zwar ziemlich nahe bis zum Urknall zurückrechnen, aber nicht bis zum Beginn. Da wird es spekulativ.



Zitat von »"sj413"«

Hier stimme ich Dir vollinhaltlich zu...soferne Du 1 Menschen betrachtest. Saemtliche Intelligenz des Universums zusammen jedoch koennte es verstehen.


Hier sehe ich nicht, dass das Ganze mehr sein soll als alle seine Teile. Du meist wir sollten alle unseren Teil dazu beitragen damit das Universum-Verstaendnis-Mosaik ein Ganzes wird.
[/quote]

Ich meine das ganze so:

Nimm 2 Wasserstoffatome (H) und ein Sauerstoffatom (O). Jedes für sich hat bestimmte Eigenschaften. Wenn Du sie aber zu einem Molekül zusammenfügst, so entsteht Wasser. Das hat wiederum Fähigkeiten, welches die Elemente für sich alleine nie gehabt haben. Wenn man sie wieder spaltet, so wird jedes wieder sein Ursprungselement mit seinen ursprünglichen Fähigkeiten. Das einzelne kann nie das ganze sein und es erfassen. Genauso sehe ich das auch mit der Intelligenz des Universums. Darum werden wir sie als einzelne Menschen auch nie erfassen. Die Intelligenz zusammen (Nämlich die des ganzen Universums zusammen) könnte es schon (möglicherweise). Obwohl...wenn Gott DIE Turingmaschine ist (Mit einem wirklichen Endlosband), dann schaffen wir es natürlich nicht, denn das Universum hat eine begrenzte Anzahl an Teilchen, dann könnte Deine These sogar standhalten!


Zitat


Nein, das aendert nichts. Es ist dem Menschen nicht gegeben Gott zu erkennen! Hier hilft nur der Glaube weiter. Ich habe ihn nicht. Auch Lessings drei Ringe in "Nathan der Weise" aendern nichts daran. Gott ist und bleibt unsichtbar, war nie sichtbar und wrd es nie sein. Sonst waere er fuer mich ein zu billiger, sich selbst profilierender Gott. Ein Rattenfaenger-Gott. Schrecklicher Gedanke.


Hier stimme ich Dir zu!

Zitat


Zitat von »"sj413"«

Wenn es (Diese Hyperintelligenz) aber Gott versteht, so ist es Gott selbst.

Nein. Preposterous, zwei Mal, fuer beide Teile deines Satzes.


Gehen wir von Gott als Turingmaschine aus, oder nicht, das ist die Frage?


Zitat


Wir Menschen zaehlen als Einzelteile des Univesums nicht. Wir sind zuwenig wichtig um fuer Gott etwas vom Ganzen Unterscheidbares zu sein. Wir sind Teil des Ganzen, neutral gesehen, als Einzeleinheit nur fuer uns Menschen selbst wichtig, wie auch die Ameisen, von denen wir uns als Einzel-Bestandteile des Universums nicht im Geringsten unterscheiden, fuer sich selbst wichtig sind - fuer keinen Gott und nichts sonst.

Mit genuegt das vollauf. Damit bin ich wunderbar frei. Andere sind deshalb einsam, furchtsam, ich frei, furchtlos frei!


Als ich diese Zeilen gelesen habe, da ist es mir ein wenig kalt über den Rücken gelaufen, muss ich gestehen! :oops:

Ich mache mir oft Gedanken darüber, was passiert, wenn ich sterbe. Der Gedanke daran, daß dannach nichts mehr ist bereitet mir nicht gerade Behagen. Ehrlich gesagt bewundere ich Deine Furchtlosigkeit in dieser Beziehung. Was denkst Du über das dannach?




Zitat


Mein Halbgott ist Goethes Prometheus. Hoer ihm zu:

Prometheus

(Anmkg.: mit Verachtung; am Ende schreit er!)

Bedecke deinen Himmel, Zeus,
Mit Wolkendunst
Und übe, dem Knaben gleich,
Der Disteln köpft,
An Eichen dich und Bergeshöhn;
Mußt mir meine Erde
Doch lassen stehn
Und meine Hütte, die du nicht gebaut,
Und meinen Herd,
Um dessen Glut
Du mich beneidest.

Ich kenne nichts Ärmeres
Unter der Sonn als euch, Götter!
Ihr nähret kümmerlich
Von Opfersteuern
Und Gebetshauch
Eure Majestät
Und darbtet, wären
Nicht Kinder und Bettler
Hoffnungsvolle Toren.

Da ich ein Kind war,
Nicht wußte, wo aus noch ein,
Kehrt ich mein verirrtes Auge
Zur Sonne, als wenn drüber wär
Ein Ohr, zu hören meine Klage,
Ein Herz wie meins,
Sich des Bedrängten zu erbarmen.

Wer half mir
Wider der Titanen Übermut?
Wer rettete vom Tode mich,
Von Sklaverei?
Hast du nicht alles selbst vollendet,
Heilig glühend Herz?
Und glühtest jung und gut,
Betrogen, Rettungsdank
Dem Schlafenden da droben?

Ich dich ehren? Wofür?
Hast du die Schmerzen gelindert
Je des Beladenen?
Hast du die Tränen gestillet
Je des Geängsteten?
Hat nicht mich zum Manne geschmiedet
Die allmächtige Zeit
Und das ewige Schicksal,
Meine Herrn und deine?

Wähntest du etwa,
Ich sollte das Leben hassen,
In Wüsten fliehen,
Weil nicht alle
Blütenträume reiften?

Hier sitz ich, forme Menschen
Nach meinem Bilde,
Ein Geschlecht, das mir gleich sei,
Zu leiden, zu weinen,
Zu genießen und zu freuen sich,
Und dein nich zu achten,
Wie ich!

Johann Wolfgang von Goethe, 1773


Es strahlt für mich Trostlosigkeit aus. Sollte Gott nicht genau das sein, was einem Trost gibt und Halt? Das wäre doch der Sinn eines "guten" Gottes. Ich meine jetzt nicht Trost und Halt in materieller Hinsicht, das ist schon klar. Aber einfach das Wissen, daß es eine höhere Macht gibt die auf uns schaut, das wäre doch eher beruhigend (für mich zumindest). Ich habe manchmal das Gefühl als hätte ich viel gelernt, viele Bücher gelesen, Wissen angehäuft. Aber mein Verhältnis zu Gott hat sich immer mehr entfernt - oder sagen wir mal so: Hat sich nicht weiterentwickelt.

Zitat


Viel zu hoch gegriffen. Wir sind Staubkoerner die mit unserem eigenen Willen und Verstand glueckliche und zufriedene Staubkoerner werden koennen, ohne Gott - Gott ist Natur (Pantheismus, Baruch Spinoza)

Danke Gott-Natur fuers Erschaffen worden sein! Auch das sage ich nur zu mir. Auch Beten hoert kein Gott, nur du dich selbsr und es hilft deiner/unserer Psyche. Denn niemand hoert mir/dir/uns zu....


Ist das nicht ein trostloser Gedanke, daß uns keiner zuhört? Da fühlt man sich so alleine...

Nachdenkliche, liebe Grüsse

Andy :wink
Muht die Kuh laut im Getreide, war ein Loch im Zaun der Weide

ASY

33.333 Beiträge sind genug

  • »ASY« ist männlich
  • »ASY« ist der Autor dieses Themas
  • Private Nachricht senden

44

Freitag, 15. Dezember 2006, 11:24

Zitat von »"sj413"«

Oder definierst Du Ordnung durch eine kostante Entropie (Die Temperatur im Universum ist ausgeglichen und es finden keine Prozesse mehr statt)

Auch hier kann ich deiner Logik kaum folgen, denn du postulierst die Entropie hin zum absoluten Nullpunkt, was mE nicht möglich ist, so Energie nicht verloren geht.

Wärme dividiert durch Unendlichkeit ist und bleibt asymptotisch. (ASY)

Die Werbung ist nur für Gäste sichtbar!

JonDonym anonymous proxy servers

IP-Check

45

Freitag, 15. Dezember 2006, 11:56

Zitat von »"ASY"«


Wenn lt. Einstein die Zeit inkonstant, die Lichtgeschwindigkeit jedoch konstant ist, dann fehlt mir tatsächlich etwas als Verständnishilfe.


Hallo Asy,

Auf die anderen Punkte gehe ich später ein! Ich will nur diesen vorweg ablären. Ich dachte die Relativitätstheorie wäre geläufig, daher habe ich auf eine Erklärung bewusst verzichtet.

Also:

Wenn Du Dich mit hoher Geschwindigkeit bewegst, so vergeht für Dich die Zeit langsamer, als für einen "Beobachter" von aussen. Für Dich läuft die Zeit natürlich normal ab, da ja alles langsamer läuft, auch das Altern. Dieser Effekt wurde auch nachgewiesen durch Atomuhren in schnellen Flugzeugen.

Ich möchte als nächstes den Begriff der Raumzeit definieren: Jeder Punkt im Universum ist durch 4 Koordinaten beschrieben in diesem Modell. X,Y und Z Achse, sowie den Abstand der sich aufgrund des Alters des Universums ergibt (in der 4. Dimension) --- hmmm ich weiss nicht wie ich das besser erklären kann ohne die Vektorrechnung zu bemühen! Die mathematische Erklärung ist an sich leicht verständlich...und liefert auch den "Beweis" dafür, daß die Lichtgeschwindigkeit nicht überschritten werden KANN (durch Teilchen).

Die Raumzeit gibt also den - na sagen wir mal "Ort" - eines Ereignisses an.

Durch die Konstanz der Lichtgeschwindigkeit ergibt sich hier aber ein gewisser "Ereigniskegel". Wir können nur Dinge sehen, messen und wahrnehmen, welche innerhalb des Kegel liegen. Alles ausserhalb existiert für uns nicht und kann auch nicht in Wechselwirkung mit uns treten (Auf die uns bekannte Art und Weise).

LG

Andy






:wink
Muht die Kuh laut im Getreide, war ein Loch im Zaun der Weide

46

Freitag, 15. Dezember 2006, 11:59

Zitat von »"ASY"«


Auch hier kann ich deiner Logik kaum folgen, denn du postulierst die Entropie hin zum absoluten Nullpunkt, was mE nicht möglich ist, so Energie nicht verloren geht. Wärme dividiert durch Unendlichkeit ist und bleibt asymptotisch. (ASY)


Irrtum: Konstante Entropie bedeutet doch nicht, daß die Temperatur am absoluten Nullpunkt ist! Das Universum ist ja begrenzt. Die Energie kann auch nicht verloren gehen, also ist auch die Temperatur nie 0. Es treten nur keine Wechselwirkungen mehr auf, das besagt die Entropie. Erinnerst Du Dich nicht an mein Beispiel mit den beiden Körpern, die sich auf den Mittelwert abkühlen?



LG

Andy :wink
Muht die Kuh laut im Getreide, war ein Loch im Zaun der Weide

47

Freitag, 15. Dezember 2006, 12:20

Zitat von »"ASY"«

Zitat von »"sj413"«

Jetzt wird es philosophisch und spekulativ.

In der Tat, ich habe damit auch gerechnet. Ich kenne kein gesamtes Weltbild mit Fakten.


Hallo Asy! :wink

Nicht desto trotz ist die Diskussion darüber eine interressante 8)

Zitat

Per Definition kann ich dir Ordnung nicht anbieten, sondern nur als Ziel welches von "Gläubigen" als Anfang gesehen wird.


Damit habe ich jetzt aber Bauchweh! Für unser Dasein als "Gläubige" ist eher der Weg das Ziel...wir begleiten das Universum ein kurzes Stück auf seiner Reise - wohin und wann und wie und warum - das weiss keiner!

Zitat

Das ist jetzt ein typisches Dogma. Du bindest das Leben an das Sein - das lasse ich jedoch offen und binde es - wie Eberndorfer - ans "Prinzip".


Ein menschliches Dogma, welches aber Sinn macht. Leben, welches ich nicht wahrnehmen kann existiert zwar und es ist sicherlich vorhanden. Nur was bringt es mir Äpfel mit Birnen zu vergleichen?


Zitat


Zitat von »"sj413"«

Zum Zeitpunkt des Urknalls war alles in einem unendlich kleinen Punkt (Die Singularität) vereinigt. Was davor war? Nichts! Da auch die Zeit erst an diesem Punkt begonnen hat. Vorher gab es genau NICHTS! Nicht mal die Zeit...

Ein Punkt hat keine Ausdehnung - wenn dieser dir zufolge ALLES enthalten soll, so musst du zugeben, dass deine Theorie undeutlicher als meine ist. Dich stützt lediglich die menschlich-theologische Massendynamik.


Richtig! Da sie jenseits unserer Wahrnehmung liegt!
Siehe Raumzeit Kegel!!!

Zitat


Zitat von »"sj413"«

Das ist die "Zeit" wo für mich persönlich Gott aktiv wurde und die Schöpfung begann. Klingt vielleicht kindisch - für mich ist das aber so. Ich will nämlich an einen Gott glauben...

Das ist ein herrlicher Widerspruch, weil du den Schöpfer eindeutig von jener Sache trennst, die du Punkt (=Singularität) nennst. Ergo >> Dualität.


Ich unterscheide die wissenschaftliche Komponente und die - sagen wir mal - übernatürliche Komponente. Ich könnte es mir nun natürlich einfach machen und anstatt der Singularität eine Dualität einführen und alle ungeklärten Faktoren diverser Gleichungen als Auswirkung einer Dualität.
Die Quanten und der damit verbundene Einzug der Wahrscheinlichkeitsrechnung in die Physik könnte der Schlüssel zu Deiner "Dualität" sein...da bin ich mir ziemlich sicher.

Ich glaube Du verstehst mich grundlegend falsch: Es gibt einmal den "Forscher" Andy, der ungeachtet der eigenen Person erforschen will, wie das Universum so funktioniert. Da versuche ich es natürlich ohne Gott, da ich ja so viel wie möglich berechnen will (Zumindest die Wahrscheinlichkeit :D ). Da ist dann aber auch der Mensch "Andy" der ein Plätzchen für Gott haben WILL - da er Trost spendet und ich einen geradezu kindischen Bezug zu Gott habe. Verstehst Du? Es tut mir leid, daß ich diese Dinge oft vermenge - ich sollte das nicht tun! Darum habe ich aber auch in meinem Absatz extra das Wort "kindisch" eingefügt.


Liebe Grüsse

Andy :wink

(Zitat ausgebessert, ASY)
Muht die Kuh laut im Getreide, war ein Loch im Zaun der Weide

Anonymous

unregistriert

48

Freitag, 15. Dezember 2006, 12:54

Lieber Andy,

Zitat von »"sj413"«

Ich meine das ganze so: Nimm 2 Wasserstoffatome (H) und ein Sauerstoffatom (O). Jedes für sich hat bestimmte Eigenschaften. Wenn Du sie aber zu einem Molekül zusammenfügst, so entsteht Wasser. Das hat wiederum Fähigkeiten, welches die Elemente für sich alleine nie gehabt haben. Wenn man sie wieder spaltet, so wird jedes wieder sein Ursprungselement mit seinen ursprünglichen Fähigkeiten. Das einzelne kann nie das ganze sein und es erfassen. Genauso sehe ich das auch mit der Intelligenz des Universums. Darum werden wir sie als einzelne Menschen auch nie erfassen. Die Intelligenz zusammen (Nämlich die des ganzen Universums zusammen) könnte es schon (möglicherweise). Obwohl...wenn Gott DIE Turingmaschine ist (Mit einem wirklichen Endlosband), dann schaffen wir es natürlich nicht, denn das Universum hat eine begrenzte Anzahl an Teilchen, dann könnte Deine These sogar standhalten!


„Das einzelne kann nie das ganze sein und es erfassen. Genauso sehe ich das auch mit der Intelligenz des Universums.“

Ich kann keine Intelligenz des Universums erkennen, die mich verpflichtet fuer mein individuelles Verständnis das/irgendein Verständnis der Masse Mensch zu benötigen. Mir scheint es logischer zu sein, in diesem Fall eben nicht wissen zu können. Nein, das ist mir zu logisch-mathematisch. Mit dir spricht ein Wissenschaftler dessen Werkzeug materielle zu sein scheinen.

Zitat von »"sj413"«

Gehen wir von Gott als Turingmaschine aus, oder nicht, das ist die Frage?


Kann ich nicht. Ich erkenne Gott ja nirgends.

Zitat von »"sj413"«

Als ich diese Zeilen gelesen habe, da ist es mir ein wenig kalt über den Rücken gelaufen, muss ich gestehen! :oops:


Weil du noch ein Gottsucher bist. Das ist verständlich. Ich benötigte 40 Jahre um zu dieser Resignation zu kommen. Bitte vergiss dabei nicht, dass ich deshalb kein hoffnungsloser Mensch bin. Ich bin ja kein Atheist, sondern, wenn man das so sagen kann, in Limbo. Ich bin prinzipiell fuer beide Seiten empfänglich, mit meinem Verstand Richtung Atheismus, mit meinen Herzen Richtung Glauben. Es ist weder ein weiter Weg zwischen Genie und Narr, noch kein weiter zwischen glauben und nicht glauben. Manchmal geht das in einer Sekunde.

Zitat von »"sj413"«

Ich mache mir oft Gedanken darüber, was passiert, wenn ich sterbe. Der Gedanke daran, daß dannach nichts mehr ist bereitet mir nicht gerade Behagen. Ehrlich gesagt bewundere ich Deine Furchtlosigkeit in dieser Beziehung. Was denkst Du über das dannach?


Ich lebe im Grossen und Ganzen so, als ob ich ein gläubiger Christ wäre und halte mich fuer einen besseren Menschen als die meisten Gläubigen es sind.. Somit kann mir nichts passieren. Wenn Gott existiert, weiß er das. Der Gedanke, dass danach nichts mehr passiert, stört mich nicht. Denn das trifft ja uns alle. Geteiltes Leid ist halbes Leid. Das verpflichtet mich aber, denn ich habe nur dieses Leben, nur einmal die Chance zu leben, dass ich alle meine Chancen hier auf Erden wahrnehme um hier glücklich und zufrieden zu sein. Hier wieder: Der Weg ist das Ziel. Angst habe ich nur davor, dass meine Lieben, die ich ‚erschaffen’ habe, ohne mich gut auskommen werden. An ein Jenseits glaube ich nicht. Das macht mir aber keine Sorgen, den was ist der Tod? Etwas ganz neutrales, weder negativ noch positiv, weder Schmerz noch Freude. Ich bin nicht einmal glücklich auf Erden, ich bin nur zufrieden. Ich bin ein zufriedener Stoiker geworden. Denn was ich bis jetzt nicht geschafft habe, dazu werde ich von nun an nicht mehr viel Zeit haben.

Zitat von »"sj413"«

Es strahlt für mich Trostlosigkeit aus. Sollte Gott nicht genau das sein, was einem Trost gibt und Halt? Das wäre doch der Sinn eines "guten" Gottes. Ich meine jetzt nicht Trost und Halt in materieller Hinsicht, das ist schon klar. Aber einfach das Wissen, daß es eine höhere Macht gibt die auf uns schaut, das wäre doch eher beruhigend (für mich zumindest). Ich habe manchmal das Gefühl als hätte ich viel gelernt, viele Bücher gelesen, Wissen angehäuft. Aber mein Verhältnis zu Gott hat sich immer mehr entfernt - oder sagen wir mal so: Hat sich nicht weiterentwickelt.


Nein, Prometheus ist jetzt, nachdem er geglaubt, gezweifelt, geweint und gefleht und geschimpft und Gott verflucht hat, geläutert und hat keinen Respekt mehr fuer den fehlerhaften Gott, den er selbst sich gemacht hatte.

Du erkennst langsam, dass dein Gott vermutlich nicht existiert. Du kannst dir einen anderen schmieden, einen weniger anspruchsvollen, oder du musst einen Ersatz fuer Gott finden. Wie? Mach dich selbst dazu. Jeder Gott ist immer ein von Menschen eingebildeter, gemachter. Anstatt zu ihm hinauf zu schauen -------------------------- schau in dich hinein!!!!!!

Zitat von »"sj413"«

Ist das nicht ein trostloser Gedanke, daß uns keiner zuhört? Da fühlt man sich so alleine...


Lies Rilkes „Duinenser Elegien“! Ich habe mir vorgenommen auf meinem Totenbett Rilke zu lesen.

Andy, Gott kann man nur mit seinem Herzen finden --- Deinen mathematisch-logischen gibt es nicht!

liebe Grüsse

Otto

Die Werbung ist nur für Gäste sichtbar!

JonDonym anonymous proxy servers

IP-Check

Anonymous

unregistriert

50

Freitag, 15. Dezember 2006, 14:43

@ Kratzbuerste

Als ich heute ueber "Sehstrahlen" schrieb, dachte ich an dich.

Vor einigen Wochen schriebst du ueber Gedanken die sich nicht verlieren. Das hielt ich auch immer fuer moeglich. Das passt zu deinem heutigen Text.
LG
Eberndorfer

Thema bewerten