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ASY

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1

Montag, 11. Dezember 2006, 12:15

Verkehrte Welt, verkehrte Suche?

Ich will mich wieder einmal meinem Lieblingsthema widmen, nämlich der Entstehung unserer Welt.

Vorgestern lag ich genussvoll in der Wadebanne und ließ meine Weltentstehungsgedanken baumeln. Dabei suchte ich – na net na na – nach der Ursache des Urknalls und verwarf diese Suche in die Sinnlosigkeit.

Plötzlich kam in mir die Frage auf: kann es sein, dass wir noch gar keinen Urknall hatten – also befinden wir uns grad in der Vorurknallphase?

Hier mein Universalmodell:

Alles ist im Chaos (=Unordung) welches sich reduzierend ordnen will. Dabei entstehen die verschiedenen Stoffe, die schon ordentlicher als das absolute Chaos sind. Wer den Spruch kennt…

"Das Ganze ist mehr als die Summe aller Teile"

…der wird meine Gedanken nachvollziehen können.

Das Ganze war immer unordentlich vorhanden, aber erst die Ordnung der einzelnen Teile macht erst "das Ganze".

So kann ich mir auch einen Sinn des Lebens vorstellen, der somit das Erreichen einer absoluten Ordnung des Chaos wäre und demzufolge unter dem Begriff Gott eine Zusammenfassung finden könnte.

Wir können Gott nicht finden, weil er sich noch nicht aus dem Chaos herausgeordnet hat.

Was sagt ihr dazu?

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2

Montag, 11. Dezember 2006, 12:26

Re: Verkehrte Welt, verkehrte Suche?

Ich bin leider auf dem Sprung, drum kann ich grad nicht so ausführlich antworten, wie ich möchte. Nur soviel vorab:


Zitat von »"ASY"«

Wir können Gott nicht finden, weil er sich noch nicht aus dem Chaos herausgeordnet hat.


Aber was machst du, wenn Gott die Summe aller Teile ist und somit auch das Chaos?
Und was, wenn es in dem Chaos eine Ordnung gibt, die wir nur noch nicht imstande waren zu erkennen?

Ich denke, es gibt eine Ordnung im Chaos, sich wiederholende Muster usw.

Eine gewagte Theorie, von der ich einmal las:
"Das Universum expandiert und wird irgendwann (wieder) in sich zusammenfallen. Das nennt man das Ein- und Ausatmen Gottes..."

Au weh Asy, das wird dir gar nicht gefallen, oder?

,o)

Bis später.

ASY

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3

Montag, 11. Dezember 2006, 20:55

Ach, keine Angst - mir gefällt vieles.

Gott kann in diesem Modell nicht die Summe aller Teile sein, weil eben schon das Ganze mehr als die Summe aller Teile ist und auf dieser Prämisse baue ich auf. Ich meine eher, dass die göttliche Allmacht erst existiert, wenn es niemanden mehr gibt, auf den diese Macht angewandt werden kann. Gott beginnt, oder ist fertig wenn alles eins ist, vorher ist noch immer ein höher geordnetes Chaos.

Die Funktion des Menschen ist dabei keine andere als Wechselwirken, also Chaos ordnen. Zwei Menschen machen ein Kind – das ist ordnen - oder ich nehme verschiedene Stoffe verbinde/ordne sie zu einem Haus – ein Apfel fällt zu Boden - es gibt viele Beispiele, wo eine Ordnung eine nächst höhere herstellt, also Chaos vermindert.

Je länger ich darüber nachdenke, desto mehr gefällt mir die Version und sie erklärt mir auch, warum wir keinen Gott finden können - er ist noch nicht fertig und wir leisten unseren Ordnungsteil mit unserem Sein.

Von einem existierenden, allmächtigen Gott halte ich nicht viel - wenn er nicht alles kann, ist er für mich auch kein Gott.

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4

Montag, 11. Dezember 2006, 21:42

Re: Verkehrte Welt, verkehrte Suche?

Zitat von »"ASY"«

Wir können Gott nicht finden, weil er sich noch nicht aus dem Chaos herausgeordnet hat.


Es gibt keinen findbaren Gott. Amen.

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5

Montag, 11. Dezember 2006, 23:20

Hallo Asy,

da steckt ziemlich viel drin, in dem, was du geschrieben hast; meint, es ist sehr dicht, darum weiss ich nicht, ob ich auf alles eingehen kann.



Zitat von »"ASY"«

Gott kann in diesem Modell nicht die Summe aller Teile sein, weil eben schon das Ganze mehr als die Summe aller Teile ist und auf dieser Prämisse baue ich auf.


Hm, das sehe ich nicht so, das ist ein Problem von wegen ausdiskutieren und so. Ich gehe trotzdem mal weiter.


Zitat von »"ASY"«

Ich meine eher, dass die göttliche Allmacht erst existiert, wenn es niemanden mehr gibt, auf den diese Macht angewandt werden kann. Gott beginnt, oder ist fertig wenn alles eins ist, vorher ist noch immer ein höher geordnetes Chaos.


Nach dieser These wäre Gott im Jetzt abwesend. Dann würdest du Gott hier und heute nicht erkennen, weil er sich momentan noch nicht ausdrücken kann, denn es würde ja keine 'Einigkeit' herrschen, im Sinne des Eins-sein. Somit wären wir aktuell gespalten - weil nicht Eins. Sind wir gespalten, sind wir auch nicht Eins mit Gott,. Also würde demnach eine Trennung zwischen Mensch und Gott herrschen - so verstehe ich deine Ausführung.

Ich aber glaube, dass das Einssein etwas Individuelles ist. Ich benutze gerne praktische Beispiele, um etwas zu verdeutlichen.
Wenn ich mir meinen Tag heute ansehe, gab es kaum mehr Möglichkeiten, dass er noch beschissener hätte sein können, als er schon war. Das lag aber nicht an den äusseren Umständen, die waren okay. Es war vielmehr meine innere Einstellung. An sich könnte ich sagen, dieser Tag war ein 'Verlust', denn ich war mit meiner miesen Einstellung sozusagen 'gottfern'.
Jetzt, wo ich mit mehr Distanz meinen Tag betrachten kann, muss ich sagen, dass, obwohl subjetiv betrachtet, heute kein guter Tag war, es objetkiv gesehen so nicht haltbar ist.

Was ist denn ein guter Tag? Wenn ich von morgens bis abends Luftsprünge mache? Ich hatte heute u.a. Erkenntnisse und Erfahrungen, die unangenehm waren und sich nicht so toll angefühlt haben.
Anderseits bringen diese mich wieder einen Schritt nach vorn in meiner Entwicklung und zeigten mir, dass ich mit meiner momentanen Einstellung in eine Sackgasse gefahren bin.

Was ich damit sagen will: Ich mag ja zuerst denken, es herrscht Chaos und ich bin gottfern. Tatsache für mich aber heute war, dass ich zu meinen Erkenntnissen 'geführt' wurde und das, was ich erlebt habe, genauso erleben musste, um etwas zu verstehen.
Das war nicht schön, aber wichtig.
Und so gesehen befand ich mich innerhalb einer höheren 'göttlichen' Ordnung.

Das ist so, als wenn du mit der Nase vor einem riesigen Mosaik stehst und denkst: Was für ein Durcheinander. Dann machst du einen Schritt zurück und hast ein AHA-Erlebnis, weil du erst jetzt das ganze Bild erkennen kannst, Zusammenhänge siehst oder ein Muster.

Also kann die göttliche Allmacht sich doch erst durch mich und mein Sein (und die andern paar Milliarden Menschen hier) ausdrücken, oder?
Wenn nichts und niemand mehr existieren würde, worin könnte Gott sich dann noch ausdrücken?
Wo wäre dann die göttliche Schöpferkraft?

Wenn du schreibst: "Gott beginnt, oder ist fertig wenn alles eins ist", gehst du davon aus, dass es derzeit nicht Eins ist. Aber ich denke, ob es so ist oder nicht liegt in unserer Hand.
Wenn ich so denken würde, wäre dieser Tag für mich ein Fall für den Mülleimer. Blos schnell weg damit und Schwamm drüber.
Bin ich aber bereit, jenseits meiner persönlichen Gefühle den Tag zu überblicken und zu überdenken, kann ich die guten Dinge erkennen, die mich langfristig weiterbringen werden und mich möglicherweise für den nächsten Schritt vorbereiten. Dann kann ich Gott in jedem Detail meines Tages erkennen und bewundern, wie perfekt sich alles ineinandergefügt hat, wie es sich aufgebaut hat, bishin zum perfekten Timing meiner 'Ärgerereignisse'.




Zitat von »"ASY"«

Die Funktion des Menschen ist dabei keine andere als Wechselwirken, also Chaos ordnen. Zwei Menschen machen ein Kind – das ist ordnen - oder ich nehme verschiedene Stoffe verbinde/ordne sie zu einem Haus – ein Apfel fällt zu Boden - es gibt viele Beispiele, wo eine Ordnung eine nächst höhere herstellt, also Chaos vermindert.


Das eine Ordnung in eine nächst höhere Ordnung mündet, diese Vorstellung gefällt mir.
Du nennst es ordnen, wenn 'zwei Menschen ein Kind machen', damit wäre für dich aber vorher Unordnung, und das glaube ich nicht. Doch im Sinne einer höheren Ordnung, würde ich dir zustimmen.




Zitat von »"ASY"«

Je länger ich darüber nachdenke, desto mehr gefällt mir die Version und sie erklärt mir auch, warum wir keinen Gott finden können - er ist noch nicht fertig und wir leisten unseren Ordnungsteil mit unserem Sein.


Kann es aber nicht sein, dass du für dich keinen Gott findest, weil du eine bestimmte Erwartung hast?
Ich meine, wann wäre denn für dich bewiesen, dass Gott existiert?

Was müsste passieren, damit du Gott findest/ erkennst und anerkennst, ohne den Hauch eines Zweifels?




Zitat von »"ASY"«

Von einem existierenden, allmächtigen Gott halte ich nicht viel - wenn er nicht alles kann, ist er für mich auch kein Gott.


Ich denke auch, dass Gott alles kann, aber ich glaube auch an den freien Willen der Menschen. Darum kann ich auch nichts mit Aussagen von Menschen anfangen, die Gott das Leid der Welt in die Schuhe schieben wollen, mit den immer wieder gerne genommen Worten "Wie konnte Gott das zulassen?"
Das Leid auf dieser Erde haben sich Menschen gegenseitig angetan, das hat meiner Meinung nach mit Gott nichts zu tun. Wenn jemand meint, er wäre eine gute Idee einen anderen Menschen umzubringen, dann war das sein Wille und seine Entscheidung. Gott kann auf Türen verweisen, durchgehen muss der Mensch aber schon selber.

Anonymous

unregistriert

6

Dienstag, 12. Dezember 2006, 00:38

Zitat von »"kamelin"«

Wenn ich mir meinen Tag heute ansehe, gab es kaum mehr Möglichkeiten, dass er noch beschissener hätte sein können, als er schon war. Das lag aber nicht an den äusseren Umständen, die waren okay.


Ein "beschissener Tag", mit "aeusseren Umstaenden", die "okay" waren.

"Beschissener Tag mit okayen Umstaenden"?

Schwierig!?

Da kann nur noch Asy helfen...

Asy, der Gottsucher in der Badewanne.

Hoffentlich schlaeft er nicht schon, und wenn, dann nicht in der Badewanne??

Falls er schlaeft, waere das dann, after all, ein "beschissener Tag mit nicht okayen Umstaenden", also allesamt beschissen?

Vermutlich...

Aber Genaues weiss niemand?

Nur Gott. Aber der existiert noch nicht...

Also hamma wieder einmal Pech gehabt .

Weiter warten ist angesagt, und gruebeln, am besten in der Badewanne.

Anonymous

unregistriert

7

Dienstag, 12. Dezember 2006, 02:11

Badewannentango ?????
:D

Anonymous

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8

Dienstag, 12. Dezember 2006, 02:26

Zitat von »"qualtinger"«

Badewannentango ?????
:D


Wo man Gott nicht ueberall sucht?
Es gab einmal einen Saulus, der wurde zum Paulus.
Ob der auch in der Badewanne reflektierte?
Juedisch - paulinisch - asysch:
Wo soll denn das Christentum noch hin?
Asy: "aus dem Chaos"?
Daran glaubten Griechen und Roemer auch schon,
bevor sie dekadent wurden.
Ich liebte schon immer Kaiser Julianus II, Apostata,
den letzten Heiden unter den einst stolzen 'Roemern'.

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9

Dienstag, 12. Dezember 2006, 06:51

wenn die äpfel nicht zu boden fallen, gibts ein chaos?
wenn sie vorher gepfügt werden, bevor sie zu boden fallen, dann fällt das nicht mehr unter ordnen

wie kann man soviel stuss schreiben

10

Dienstag, 12. Dezember 2006, 11:55

Zitat von »"reinkarnation"«

wenn die äpfel nicht zu boden fallen, gibts ein chaos?
wenn sie vorher gepfügt werden, bevor sie zu boden fallen, dann fällt das nicht mehr unter ordnen

wie kann man soviel stuss schreiben


Im Moment nimmt das Chaos zu. 8)
Das ist auch gut so! Weil, wenn es nicht so waere, wuerde es uns nicht geben. Das was wir als vermeintliches Ordnung machen sehen ist nur eine Vergroesserung des Chaos. Chaos bedeutet, dass oertlich gebundene Energie freigegeben wird und sich gleichmässig im Kosmos verteilt - auf diesem Freigabeprozess entstand die komplette Materie und damit auch das Leben (Was in der Gesamtbetrachtung total irrelevant ist - wenn interressieren schon ein paar Millionen Jahre Leben im Vergleich zum Universum :D )

LG

Andy
Muht die Kuh laut im Getreide, war ein Loch im Zaun der Weide

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